Wikileaks ist eigentlich eine tolle Sache. Nur absolute Geheimhaltung der Quellen halte ich für fragwürdig. Redefreiheit muss um jeden Preis geschützt werden. Verleumdungen müssen dagegen um jeden Preis bestraf werden. Das Problem mit solchen Geheimhaltung der Quellen ist einfach, dass niemand den Wahrheitsgehalt überprüfen kann. Es wird immer Leute geben, die zum Spaß am Fälschen oder Schädigen falsche Dokumente publizieren. Man erinnere sich nur doch mal an die Mediensensation des letzten Jahrhunderts: Hitlers Tage Bücher im Stern. Wenn man bedenkt, wie sensibel die Börse heute reagiert, kann man mit gut gemachtne Falschmeldungen viel viel Schaden anrichten. Und ich glaube nicht, dass Wikileaks genug Ressourcen hat, um Dokumente wirklich auf ihre Echtheit zu überprüfen...
es gab doch einen fall, dass ein dokument hochgeladen wurde was gefälscht war - das haben die nach ein paar tagen rausgefunden und dann oben dick und fett drübergeschrieben, dass es eine fälschung sei.
und ich meine auch, dass die die hochgeladenen dokumente vorher prüfen (soweit das möglich ist) - dafür suchen die auch permanent nach mitarbeitern...
Redefreiheit ist kein Recht auf Lügen. Das vergessen die Anhänger von Wahlbetrügern hier gerne.
Aber bei Wikileaks weiss man auch, das es gefälscht sein kann.
Oder glaubt ihr jede dukemnukem-Meldung oder die PS-4-Meldungen von Golem auch nur einen Micrometer ? Nein. Alles Fake und heisse FUD/Werbe/...-Luft oder Eigendarstellung unbekannter Sites, die die geheimen Specs der PS4 herausgefunden haben wollen.... .
Und so lange es keine Möglichkeit gibt, gefakte Papers in Fachzeitschriften zurückzuziehen bzw. passend zu markieren, gibts ganz andere Probleme. Lügen und betrügen und gefakte Papers usw. sind ja nicht nur bei der Klima-Wandel-Forschern evtl möglicherweise vielleicht aber vermutlich natürlich überhaupt nicht weil die voll erhrbar sind der Fall.
ct hat über Physiker berichtet, deren Papers von den Feinden in der Redaktion der Zeitschrift zurückgehalten (also nicht veröffentlich) wurden, weil die eine andere Theorie propagierten als man selber.
Bei Stargate:SG1/StargateAtlantis gibts das oft wie wichtig Papers wären.
Und bei telepolis gabs Beispiele von zweimal dieselbe Doktorarbeit von verschiedenen Leuten abgegeben. Iirc sogar beim selben Betreuer.
D.h. wenn Du in die Bibliothek der Uni gehst, kann es passieren und wird bisher auch nicht verhindert, das Deine komplette Diplomarbeit auf völlig falschen/gefälschten Daten und Schlussfolgerungen basiert. "Na super".
Der Blub schrieb:
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> Wikileaks ist eigentlich eine tolle Sache. Nur absolute Geheimhaltung der
> Quellen halte ich für fragwürdig. Redefreiheit muss um jeden Preis
> geschützt werden. Verleumdungen müssen dagegen um jeden Preis bestraf
> werden.
Wenn Du hochbrisante Informationen von Deinem Arbeitgeber veröffentlichen würdest, weil er irgendwelche krummen Dinger dreht, würdest Du ein Teufeln tun, Deinen Namen darunter zu setzen, um damit Deine Existenz zu gefährden.
Wie stellst Du Dir sonst vor, das eine Quelle validiert werden soll, außer vielleicht in einem sich daraus ergebenden Gerichtsverfahren?
Stell dir vor, du veröffentlichst einen vorläufigen gefakten, aber gut gemachten Geschäftsbericht, der katastrophal aussieht. Oder anderes Beispiel: Du veröffentlichst eine nicht existente Studie über ein Medikament, was sich gerade in der Pipeline befindet. Die fiktiven Nebenwirkungen des Medikaments sind drastisch. Daraufhin brechen die Kurse der Firma sacken ins Bodenlose ehe du noch "ja aber" sagen kannst. Auch toll nicht wahr?
Du hälst das für unrealistisch? Wie war das letztens mit der Veröffentlichung auf Wikileaks, dass Jobs sinngemäß kurz vor dem Tod steht. Darauf gingen die Kurse von Apple recht deutlich zurück.
Der Grad zwischen Enthüllungsjournalismus und Verleumdung ist eben sehr schmal.
die Menschen werden noch lernen wie man mit Informationen aus wikileaks umgeht, und nicht sofort drauf reagieren sondern erst den Wahrheitsgehalt feststellen und dann entsprechend reagieren.
Der Blub schrieb:
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> Der Grad zwischen Enthüllungsjournalismus und Verleumdung ist eben sehr
> schmal.
Die Brisanz ist mir durchaus bewusst aber ohne Anonymität von Informanten werden Missstände und sonstige krummen Geschäfte wohl kaum aufgedeckt werden.
Was Wikileaks fehlt ist ein vergleichbares Verhältnis wie zwischen Informant und Journalist. Informant liefert Daten/Behauptungen und der Journalist hat die Verantwortung, das auf seinen Wahrheitsgehalt zu untersuchen, bevor daraus ein Artikel wird aber auch das System ist alles andere als Narrensicher.
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