Jeder sollte sich fragen, ob er eine Organisation unterstützen [und damit noch mächtiger machen] will, der es egal ist, ob veröffentlichte Informationen jeglicher Art geheim sind oder illegal beschafft wurden oder nicht.
Man kann und soll! mit Fug und Recht zB die Informationspolitik unseres Staates kritisieren. Toll Collect zB.
Aber gegen so etwas muss man mit den Mitteln UNSERER GESETZE angehen und wenn nötig deutlich darauf aufmerksam machen, sich mobilisieren und in die Presse oder auf die Straße gehen.
Aber Wikileaks handelt verantwortungslos. Sie mögen sich vielleicht fragen, ob die Informationen korrekt sind, aber sie fragen sich nicht, welche Konsequenzen die Veröffentlichung der Informationen haben kann.
> Aber gegen so etwas muss man mit den Mitteln
> UNSERER GESETZE angehen ...
Das wurde doch zuvor alles versucht. Ergebnis: Die Informationen blieben unter Verschluss. Da es in einem Rechtsstaat nicht sein kann, das der Souverän wesentliche Informationen nicht erhält, stimmt irgendetwas an den Gesetzen nicht, die hier die Nichtveröffentlichung ermöglichen. Bis der Fehler korrigiert ist, muß man sich eben mit einem Workaround behelfen. Quick'n dirty.
> Aber Wikileaks handelt verantwortungslos.
> Sie mögen sich vielleicht fragen, ob die
> Informationen korrekt sind, aber sie
> fragen sich nicht, welche Konsequenzen die
> Veröffentlichung der Informationen haben
> kann.
Das müssen die sich auch nicht fragen. Das müssen sich diejenigen fragen, die die fragwürdigen Taten zu verantworten haben, welche in den Informationen dokumentiert sind, und weswegen sie der Öffentlichkeit vorenthalten werden sollen.
Don't feed the troll.
informator schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> > Aber gegen so etwas muss man mit den Mitteln
> > UNSERER GESETZE angehen ...
> Das wurde doch zuvor alles versucht. Ergebnis: Die Informationen blieben
> unter Verschluss.
Dann muss man sich entweder damit abfinden oder weiter deutlich klar machen, dass das so nicht geht. Insbes. die Maßnahmen ergreifen, die ich oben beschrieben habe: Presse, Demonstration.
> Da es in einem Rechtsstaat nicht sein kann, das der
> Souverän wesentliche Informationen nicht erhält, stimmt irgendetwas an den
> Gesetzen nicht, die hier die Nichtveröffentlichung ermöglichen. Bis der
> Fehler korrigiert ist, muß man sich eben mit einem Workaround behelfen.
Muss man wirklich? Ich glaube nicht, dass man muss.
> > Aber Wikileaks handelt verantwortungslos.
> > Sie mögen sich vielleicht fragen, ob die
> > Informationen korrekt sind, aber sie
> > fragen sich nicht, welche Konsequenzen die
> > Veröffentlichung der Informationen haben
> > kann.
>
> Das müssen die sich auch nicht fragen.
Doch, genau das müssen die sich fragen. Schließlich ist es deren Seite und deren Verantwortung. Die Informationen müssen mit Rechtsmitteln herausgegeben werden können. Alles andere ist Wild West bzw. Robin Hood Manier.
Du würdest bei dieser Demo reichlich alleine darstehen. Höchstens Blockwarte, dunkelschwarze CDUler, ehm. MfS Mitarbeiter und anderes verabscheuungswürdiges Gesocks würde dir Gesellschaft leisten.
Aber danke. Werde für dich, gerade wegen dieses sausdämlichen Postings, für dich mitspenden. Also das doppelte was ich vor hatte. Wikileaks bedankt sich bei dir. Sagst du mir deinen Namen? Dann kann dir WL auch danken :)
Alle Informationen, ausser VIELLEICHT von aktuellen militärischen Feldzügen (alte sind nicht mehr von dieser Ausnahme betroffen) müssen/sollten offen und frei verfügbar sein. DAFÜR geh ich auf die Strasse! Wir leben in einer Demokratie, einer freiheitlichen Gesellschaft und in einem Rechtsstaat (zumindest was davon übrig ist), NICHT in einem autokratisch/diktatorischen Unrechtsstaat in dem der Bürger NICHTS zählt. Noch ist es nicht so weit in der BRD. Der Bürger bezahlt das Papier, die Drucker, die Toner, be Beamten, die Politiker, etc, etc. Warum soll er kein Anrecht darauf haben, mit welchen Recht meint ein Staat Geheimnisse haben zu dürfen????!!!!!
Zonenrandgebietskind schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Du würdest bei dieser Demo reichlich alleine darstehen. Höchstens
> Blockwarte, dunkelschwarze CDUler, ehm. MfS Mitarbeiter und anderes
> verabscheuungswürdiges Gesocks würde dir Gesellschaft leisten.
Aber genau das ist es doch, was Wikileaks macht. Informationen sammeln. Auch vertrauliche. Und danach wird auf Teufel komm raus veröffentlicht.
Die eigene Stasi-Akten hingegen bekommst Du aus gutem Grund nur, wenn Du Dich legitimierst.
> (alte sind nicht mehr von dieser Ausnahme betroffen) müssen/sollten offen
> und frei verfügbar sein. DAFÜR geh ich auf die Strasse!
Offenbar gehst Du ja nicht auf die Straße. Du spendest an eine Organisation mit fragwürdigen Zielen Geld...
> Wir leben in einer Demokratie, einer freiheitlichen Gesellschaft und in einem Rechtsstaat
...und Du unterstützt eine Organisation, die sich genau darum nicht kümmert. Sonst würde sie das nicht einfach machen.
> Der Bürger bezahlt das Papier, die Drucker, die Toner, be Beamten,
> die Politiker, etc, etc. Warum soll er kein Anrecht darauf haben, mit
> welchen Recht meint ein Staat Geheimnisse haben zu dürfen????!!!!!
Wenn Du für ein Rechtsanwaltsteam spenden würdest, das diese Informationen gerichtlich bis durch alle Instanzen führen würde, hätte ich sogar sowas wie Respekt vor Dir.
Du hast es das Prinzip Demokratie und Rechtsstaat immer noch nicht begriffen, auch 20 Jahre nach der Wende nicht. Traurig.
Wir leben NICHT in einem Obrigkeitsstaat. Der Souverän in diesem Staat ist nicht Merkel sondern das Volk. Also du, ich und die restlichen 77.999.998 Hansels die in Deutschland rumlaufen. Wir sind die Arbeitgeber der Politiker. Dies wurde auch bereits im Informationsfreiheitsgesetzt im Prinzip anerkannt, nur ist dieses staatliche Wikileaks light nen Witz. Die Informationen gehören uns, werden uns aber zum Teil vorenthalten.
Ebenso wie der Journalismus als 4. Säule, als Korrektiv und Kontrollfunktion in Bezug auf Judikative und Legislative vorgesehen und auch gewollt ist, ist Wikileaks nichts anderes als ein Stützpfeiler der die 4. Säule (Pressefreiheit) unterstützt, zumal die Legislative gerade an dieser rumsägt.
Wikileaks zu unterstützen heisst also das demokratische Gleichgewicht und damit die Freiheit zu unterstützen und zu verteidigen. Eben damit nicht machtgeile, korrupte, kriminelle Politikerwichser/Firmen krumme Geschäfte machen und damit davon kommen. Das ist echte gelebte wehrhafte Demokratie.
Zonenrandgebietskind schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Du hast es das Prinzip Demokratie und Rechtsstaat immer noch nicht
> begriffen, auch 20 Jahre nach der Wende nicht. Traurig.
Ich bin mir nicht sicher, dass ICH es bin, der nicht begriffen hat, wie man in einer Demokratie und einem Rechtsstaat zu agieren hat.
> Wir leben NICHT in einem Obrigkeitsstaat. Der Souverän in diesem Staat ist
> nicht Merkel sondern das Volk.
Das "Volk" zu sein berechtigt aber nicht, Selbstjustiz zu üben. Was anderes ist Wikileaks nicht.
> Informationsfreiheitsgesetzt im
> Prinzip anerkannt, nur ist dieses staatliche Wikileaks light nen Witz. Die
> Informationen gehören uns, werden uns aber zum Teil vorenthalten.
Wie gesagt: Rabatz machen! Wikileaks ist für mich der grundfalsche Weg. Vor allem führt Wikileaks nicht zu ordentlichen Gesetzen, die dann auch ordentlich ausgeführt werden. Wikileaks führt nur zur Stärkung von Selbstjustiz.
> Wikileaks zu unterstützen heisst also das demokratische Gleichgewicht und
> damit die Freiheit zu unterstützen und zu verteidigen.
Das glaubst Du nur.
>Ich bin mir nicht sicher, dass ICH es bin, der nicht begriffen >hat, wie man in einer Demokratie und einem Rechtsstaat zu
>agieren hat.
Dafür bin ich mir um so sicherer das du es nicht begriffen hast.
Du glaubst naiver weise das alles, weltweit, (wikileaks kümmert sich nicht nur um deutsche Sauereien) immer koscher abläuft und gar keine Skandale vertuscht werden. Ohne Wikileaks wärst aber du NIEMALS (NIEMALS !!eins!!elf!!) in der Lage die ganzen Machenschaften zu entdecken, die es nur dank Wikileaks an die Öffentlichkeit geschafft haben.
Letzlich profitieren davon aber alle, ausser jenen die Sauereien vertuschen wollen. Um jene ist aber eben nicht schade.
Das hat mit Selbstjustiz rein gar nichts zu tun da bei Wikileaks niemand verurteilt wird. Es werden lediglich Beweise veröffentlicht. Was justiziabel daraus wird ist ne völlig andere Geschichte.
So und bevor du weiterhin Unsinn erzählst schlägst du erstmal Selbstjustiz, Demokratie, die 4 Säulen der Demokratie, Pressefreiheit, Whistleblower und Rechtsstaat nach.
Der Watergate-Skandal (schlag das nach!) konnte nur deswegen aufgeklärt werden weil jemand (=Whistleblower) belastende Materialien an die Washington Post geschickt hatte. Das war keine Selbstjustiz (bei sowas versagt nämlich die Justiz, da eben ohne diese Materialien erst gar kein Verdacht vorlag für die Justiz einzuschreiten), sondern Notwehr um die Demokratie die von Nixon in Gefahr gebracht wurde wieder herzustellen/zu retten. Wikileaks ist die moderne Variente der Washington Post.
>Das glaubst Du nur.
Nein. Du glaubst an einen Obrigkeitsstaat der nie was verkehrt macht und dessen Elemente nie versagen und nie kriminell handeln. Das nennt sich naiv. Oder auch Demokratie unerfahren.
Bist du bissel neben der Spur?
Ein Staat hat in Firmengeheimnissen genausowenig zu schnüffeln wie in deinen.
Einen auf völlige Transparenz für Firmen machen aber viel Datenschutz für einen selbst(keine Trojaner, keine VDS) fordern, ist Messen mit zwei Maß auf höchstem Niveau
Nein, denn die Kapital und Machtverteilung ist völlig anders, und damit auch das Potential für Sauereien. Genauso wie sich das Kartellamt/Eu-Kommision/$str_Behörde in die Geschäfte von grösseren, marktbeherrschenden Firmen einmischt während es kleine i.d.R völlig ignoriert und dabei übrigens auch in Firmengeheimnissen schnüffelt um Monopole zu verhindern
Man darf sehr wohl vom Staat, der von den Steuerzahlern bezahlt wird erwarten offen zu sein, ebenso von Firmen die marktbeherrschend sind und dennoch Privatsphäre fordern. Das widerspricht sich keineswegs! Wikileaks sorgt auf seine Weise dafür das es auch kein Informationsmonopol von Infomarkt beherrschenden Stellen gibt.
Bei den ganzen Datenfaschisten ein gesunder Gegenpol, bis sich dieser pervertierte Datenhandhabung wieder normaliesiert.
Zonenkind schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Jeder sollte sich fragen, ob er eine Organisation unterstützen will, der
> es egal ist, ob veröffentlichte Informationen jeglicher Art geheim sind
> oder illegal beschafft wurden oder nicht.
Ich habe mal darüber nachgedacht... und die Antwort ist einfach. Ja! Ich werde morgen zur Bank dackeln und einen 100er rüberschieben.
Bist Du wirklich gegen wikileaks? Falls ja, machst Du was falsch, Du motivierst die Leute zu Spenden. Falls nein... Gratulation :-)
> Man kann und soll! mit Fug und Recht zB die Informationspolitik unseres
> Staates kritisieren. Toll Collect zB.
Es ist gar nichts großartig bekannt über Toll Collect. Das weiß ich, weil ich einen der Manager kenne. Ich muss vermuten, das er mir nur von den eher harmloseren Schweinereien berichtet hat. Hätte ich das schriftlich, wäre es auch mittlerweile online.
> Aber Wikileaks handelt verantwortungslos. Sie mögen sich vielleicht fragen,
> ob die Informationen korrekt sind, aber sie fragen sich nicht, welche
> Konsequenzen die Veröffentlichung der Informationen haben kann.
Völlig richtig - und das ist auch gut so.
Jeem schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Es ist gar nichts großartig bekannt über Toll Collect.
Korrekt. Die Berichterstattung beschränkte sich iirc darauf, daß die ausgehandelten Verträge geheim sind.
Und das ist eine Schweinerei sondergleichen. Warum sollten solche Verträge geheim sein? Technische Details, von mir aus, gerne. Aber vertragliche Einzelheiten? Insbesondere solche Späße wie, welche Sanktionen TrollCollect zu befürchten hat, wenn sie das ganze versaubeuteln?
So was gehört an die Öffentlichkeit, ganz einfach. Das hätte den positiven Effekt, daß der Staat da eventuell mal fähige Leute ranläßt. Die Verträge müssen nämlich nach allem, was ich habe läuten hören, eine Katastrophe gewesen sein. Nicht für TrollCollect, wohlgemerkt.
> Das weiß ich, weil ich einen der Manager kenne. Ich muss
> vermuten, das er mir nur von den eher harmloseren
> Schweinereien berichtet hat.
Mit Sicherheit. Ich kenne einen Manager bei einem größeren Unternehmen. Der paßt auch wirklich auf, was er so erzählt. Er weiß, wenn er was größeres rausläßt und das kommt zu ihm zurück, ist er seinen Job los.
> Völlig richtig - und das ist auch gut so.
Sehe ich genauso.
Solche Geschichten wie die TrollCollect-Verträge gehören an die Öffentlichkeit. Warum? Weil das mit Staatskohle bezahlt wird. Das ist unser Geld, das da verblasen wird. Also hat das auch verdammt noch mal unter unseren Augen zu geschehen. Transparent. Und damit ist gemeint, daß jeder zusehen kann, was passiert. ;-)
Und solche Sauereien wie geheime CIA-Folterkeller in $Absurdistan gehören auch an die Öffentlichkeit. Oh, man hat dann Angst vor Vergeltungsterroranschlägen? Dann sollte man sich vielleicht vorher überlegen, ob es eine geile Idee ist, genau die Menschenrechte mit Füßen zu treten, die man vorgeblich anderswo mit Bomben, Minen und lasergesteuerten Raketen verteidigt.
> Don't feed the troll.
echt trollig
Kommentare: 170 | letzter Beitrag 15:54 Uhr
Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 68 | letzter Beitrag 17:25 Uhr
Kommentare: 68 | letzter Beitrag 14:48 Uhr
Kommentare: 64 | letzter Beitrag 26.05. 17:51
E-Mail an news@golem.de

Der japanische Spieldesigner Goichi Suda - Fans sagen schlicht "Suda 51" - ist für schräge Actionspiele bekannt. Sein nächstes Werk schickt ein scheinbar braves Schulmädchen in den Kampf gegen Zombies.

Weitgehend unbemerkt hat der US-Händler Tigerdirect die ersten Chromebox-Systeme von Google ausgeliefert. Für 330 US-Dollar bekommt der Nutzer recht gute Hardware in Nettop-Form, die sehr viel leistungsfähiger ist als die des Chromebook mit ChromeOS.

Der neue Chef der Piratenpartei steht im Verteidigungsministerium unter Druck. Elektronische Kommunikation für seine Partei ist ihm in der Dienstzeit untersagt. "Es gibt Leute im Ministerium, die darauf warten, dass ich Fehler mache", sagte Schlömer.

Renesas ist nach Elpida der zweite schwer angeschlagene japanische Chiphersteller. Renesas, das Hitachi, Mitsubishi Electric und NEC gehört, macht Verlust und will seine größte Fabrik verkaufen.

RIM soll in den kommenden Tagen erneut einen massiven Stellenabbau ankündigen. "Ich habe herausgefunden, welche Teile ich in meinem Puzzle nicht mehr benötige", sagte Firmenchef Thorsten Heins.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.