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Spricht was dagegen

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  1. Spricht was dagegen

    Autor couchpotato 13.02.13 - 09:08

    in einem Unternehmen Flash und Adobe Reader zu verbannen?

    Flash braucht dort wohl niemand, Viedos gucken gehört bei den meisten wohl nicht zum Job.

    Und für den Adobe Reader gibs zahlreiche Alternativen. Das die etwas falsch oder anders anzeigen hab ich noch nicht gesehen.

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  2. Re: Spricht was dagegen

    Autor Whitey 13.02.13 - 09:16

    Kommt doch ganz darauf an was man arbeitet. Flash und Java finden sich ja nicht nur im Entertainmentbereich und werden je nach Beruf und Branche ggf. schon gebraucht. Insofern ist es wichtig, dass bekannt werdende Sicherheitslücken so schnell wie möglich geschlossen werden.

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  3. Re: Spricht was dagegen

    Autor virtual 13.02.13 - 09:26

    Yepp, ich kenne so vier, fünf Unternehmen, die den Reader komplett verbannt haben.

    Bei Flash ist das so eine Sache. Eigentlich ist es da noch notwendiger, aber so einige interaktive Grafiken etc. im Web sind noch in Flash programmiert, gerade für Statistik- Infos u.ä. fürs Finanzwesen. Bloomberg hat z.B. erst kürzlich auf HTML 5 umgestellt.

    Einige der mir bekannten Firmen setzen deshalb vom Firmennetzwerk isolierte reine Surf-Rechner ein, die die einzigen im Hause sind, auf denen Flash installiert ist, und auf denen auch nichts anderes gemacht werden darf.

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  4. Re: Spricht was dagegen

    Autor couchpotato 13.02.13 - 09:27

    Whitey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommt doch ganz darauf an was man arbeitet. Flash und Java finden sich ja
    > nicht nur im Entertainmentbereich und werden je nach Beruf und Branche ggf.
    > schon gebraucht. Insofern ist es wichtig, dass bekannt werdende
    > Sicherheitslücken so schnell wie möglich geschlossen werden.


    Java ok, das braucht man hier und da, aber Flash? Mir fällt nichts ein wofür Flash nötig wäre abgesehen von Unterhaltungsfunkionen (Videos, Spiele, Animationen)

    BTW: Lässt sich die installation von Flash im Browser durch Active Directory verhindern?

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  5. Re: Spricht was dagegen

    Autor Der ohne Name 13.02.13 - 09:47

    > BTW: Lässt sich die installation von Flash im Browser durch Active
    > Directory verhindern?

    Wozu AD? Einfach den Usern keine lokalen Adminrechte geben und gut ist es.

    Zum Thema: Java muss man wohl deinstallieren, da es im IE nicht komplett deaktivierbar ist (bei anderen Browsern reicht es das Plugin zu deinstallieren).

    Flash kann runter vom Rechner (der neue Standard soll eh HTML5 sein, auch wenn viele Seiten trotz genug Vorlaufzeit das noch nicht umgesetzt haben).

    Und beim Acrobat deaktiviert man das Browser-Plugin. Die Dateien werden dann runtergeladen und lokal geöffnet. Ist eigentlich kein großer Unterschied zum im-Browser-ansehen.

    Ich denke, also bin ich?

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  6. Re: Spricht was dagegen

    Autor couchpotato 13.02.13 - 10:05

    Der ohne Name schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > BTW: Lässt sich die installation von Flash im Browser durch Active
    > > Directory verhindern?
    >
    > Wozu AD? Einfach den Usern keine lokalen Adminrechte geben und gut ist es.
    >
    Browser Add ons kann man auch ohne Adminrechte installieren. Flash unter umständen vielleicht auch? Bin mir nicht sicher.


    > Und beim Acrobat deaktiviert man das Browser-Plugin. Die Dateien werden
    > dann runtergeladen und lokal geöffnet. Ist eigentlich kein großer
    > Unterschied zum im-Browser-ansehen.

    Das lokale Öffnen von PDF Dateien ist auch nicht sicherer. Zudem gibt es ja gerade viele verseuchte Emailanhänge die genau darauf aus sind.

    Ein alternativer, weniger verbreiteter PDF Browser ohne Javascript Funktion finde ich da geeigneter. (Hat außer der Adobe Reader noch einer Javascript aktiviert? Soll ja einige spielereien geben die nur der Acrobat hat, aber nicht zum offenen Format gehören. Weiß jemand was darüber?)

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  7. Re: Spricht was dagegen

    Autor Astorek 13.02.13 - 10:24

    couchpotato schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Browser Add ons kann man auch ohne Adminrechte installieren. Flash unter
    > umständen vielleicht auch? Bin mir nicht sicher.

    Es gibt PortableFirefox, dem man mit wenigen Handgriffen Flash beibringen kann, und das völlig ohne Adminrechte. Vermutlich auch genauso gefährlich, als wenn der Admin Flash direkt installiert hätte...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.02.13 10:25 durch Astorek.

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  8. Re: Spricht was dagegen

    Autor couchpotato 13.02.13 - 10:55

    Astorek schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > couchpotato schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Browser Add ons kann man auch ohne Adminrechte installieren. Flash unter
    > > umständen vielleicht auch? Bin mir nicht sicher.
    >
    > Es gibt PortableFirefox, dem man mit wenigen Handgriffen Flash beibringen
    > kann, und das völlig ohne Adminrechte. Vermutlich auch genauso gefährlich,
    > als wenn der Admin Flash direkt installiert hätte...

    Das wäre die nächste Frage ob man den Portable Kram irgendwie blockieren kann?
    Mir ist keine Funktion in Windows bekannt um das zu blockieren und Policies interessiert die meisten Mitarbeiter nunmal nicht.

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  9. Re: Spricht was dagegen

    Autor Quantium40 13.02.13 - 15:08

    couchpotato schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das wäre die nächste Frage ob man den Portable Kram irgendwie blockieren
    > kann?
    > Mir ist keine Funktion in Windows bekannt um das zu blockieren und

    Innerhalb einer Domäne kannst du durchaus festlegen, dass nur Programme von einer Whitelist überhaupt gestartet werden dürfen. (Wobei man das leider auch umgehen kann, wenn man weiss wie.) Der Komfortverlust ist aber u.U. erheblich. Ansonsten hilft u.U. ein transparenter Proxy, der nur bestimmte Browser überhaupt nach aussen kommunizieren lässt.

    > Policies interessiert die meisten Mitarbeiter nunmal nicht.
    Nach 1-2 möglichst öffentlichen Kündigungen wegen Nichteinhaltung der Policies ändert sich das schnell.

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  10. Re: Spricht was dagegen

    Autor couchpotato 13.02.13 - 23:23

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > couchpotato schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das wäre die nächste Frage ob man den Portable Kram irgendwie blockieren
    > > kann?
    > > Mir ist keine Funktion in Windows bekannt um das zu blockieren und
    >
    > Innerhalb einer Domäne kannst du durchaus festlegen, dass nur Programme von
    > einer Whitelist überhaupt gestartet werden dürfen. (Wobei man das leider
    > auch umgehen kann, wenn man weiss wie.) Der Komfortverlust ist aber u.U.
    > erheblich. Ansonsten hilft u.U. ein transparenter Proxy, der nur bestimmte
    > Browser überhaupt nach aussen kommunizieren lässt.
    >
    > > Policies interessiert die meisten Mitarbeiter nunmal nicht.
    > Nach 1-2 möglichst öffentlichen Kündigungen wegen Nichteinhaltung der
    > Policies ändert sich das schnell.

    Blöd nur wenns ne Gewerkschaft gibt. DIe machen das warscheinlich nicht mit.

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  11. Re: Spricht was dagegen

    Autor Tuxianer 14.02.13 - 00:53

    couchpotato schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > in einem Unternehmen Flash und Adobe Reader zu verbannen?

    Leider ja, zumindest derzeit noch: Es gibt nämlich Inhalte, die man ohne Flash nicht mehr sehen kann, weil nicht alle Anbieter so mal eben von heute auf morgen auf ein anderes Format umsteigen können; das hat im geschäftlichen Umfeld nämlich mit Kosten zu tun. Die Abschaltung kann bei ein paar Firmen schon schwierig sein, wenn das Datenblatt "nur" eine interaktive 3-D-Animation des gewünschten Objekts ist ...


    > Flash braucht dort wohl niemand, Viedos gucken gehört bei den meisten wohl
    > nicht zum Job.

    Für Unterhaltungsfilme mag das gelten. Es gibt aber auch noch andere Anwendungen für Flash, wie oben erwähnte 3-D-Modelle. Der Einkäufer, der das Objekt inklusive aller relevanten technischen Daten nur in Flash präsentiert bekommt, muss mangels Flash dann halt ein anderes Angebot suchen; das kann es geben, es kann auch besser sein. Es kann aber auch schlechter sein, oder es gibt halt keine Alternative. Der Verkäufer kann gar nicht so schnell die 20'000 Angebote umstellen, zumal: in was denn? Für einige Funktionen gibt es Alternativen, für andere nicht; dümmstenfalls müsste ein Hersteller also die bisher gebündelte Präsentation sämtlicher Artikel auf verschiedene Mediadaten und Datneströme auslagern ... das kostet! Und es braucht Zeit.


    > Und für den Adobe Reader gibts zahlreiche Alternativen. Dass die etwas falsch
    > oder anders anzeigen, hab ich noch nicht gesehen.

    "Falsch" i. d. R. nicht. "Anders" hingegen sehr wohl; z. B. die Liniendickeninterpretation zwischen verschiedenen Betrachtern weicht massiv voneinander ab, und das sowohl auf dem Bildschirm als auch im Druck. Auf dem Papier ist es weniger krass, aber immer noch erkennbar; auf dem Monitor macht es den Unterschied zwischen "mäßig schlecht brauchbar" und "sehr gut dargestellt"!

    Ein zweites Problem: Mehr und mehr Hersteller von PDF-Betrachter-Programmen meinen, Java-Funktionalitäten hineinbauen zu müssen, sei es aus angeblicher Funktionskompatibilität zu AR oder aus Gimmick-Wahn. Damit ist es nur eine Frage der Zeit und Verbreitung, bis diese Alternativen genauso - u. U. sogar gegenüber identischen Angriffen - anfällig werden.

    Und daran wird leider auch HTML5 nicht prinzipiell etwas ändern, denn der Standard schreibt zwar vor, WAS gehen soll, aber nicht, WIE man es implementieren MUSS. Das Problem ist nämlich nicht die Menge der Funktionen an sich, sondern die aus Kostengründen nicht verifizierten Spezifikationen derselben bei der Umsetzung. Folge: Pufferunter- und Überläufe und alles, was daraus resultiert. D. h., es wird HTML5-Browser geben, die anfällig sind gegenüber manipulierten Animationen oder manipulierten Datenströmen oder auch einfach gegen fehlerhafte Mediadatenkennzeichnung. Folge: Verbreiteter Browser --> attraktives Ziel.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.02.13 00:56 durch Tuxianer.

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  12. Re: Spricht was dagegen

    Autor couchpotato 14.02.13 - 01:22

    Tuxianer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > couchpotato schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > in einem Unternehmen Flash und Adobe Reader zu verbannen?
    >
    > Leider ja, zumindest derzeit noch: Es gibt nämlich Inhalte, die man ohne
    > Flash nicht mehr sehen kann, weil nicht alle Anbieter so mal eben von heute
    > auf morgen auf ein anderes Format umsteigen können; das hat im
    > geschäftlichen Umfeld nämlich mit Kosten zu tun. Die Abschaltung kann bei
    > ein paar Firmen schon schwierig sein, wenn das Datenblatt "nur" eine
    > interaktive 3-D-Animation des gewünschten Objekts ist ...
    >
    > > Flash braucht dort wohl niemand, Viedos gucken gehört bei den meisten
    > wohl
    > > nicht zum Job.
    >

    Eine Alternative würde vielleicht folgendermaßen aussehen:

    Wenn ein Mitarbeiter bemerkt, dass er Flash benötigt um ein Dokument vollständig anzuzeigen, gibt er der IT Abteilung bescheid, die mit einem automatischen Script Flash temporär, also bis zum ende der Woche oder so, installiert und anschließend wieder entfernt. (Anschließend gibs eh wieder ne neue Version)

    >
    >
    > > Und für den Adobe Reader gibts zahlreiche Alternativen. Dass die etwas
    > falsch
    > > oder anders anzeigen, hab ich noch nicht gesehen.
    >
    > "Falsch" i. d. R. nicht. "Anders" hingegen sehr wohl; z. B. die
    > Liniendickeninterpretation zwischen verschiedenen Betrachtern weicht massiv
    > voneinander ab, und das sowohl auf dem Bildschirm als auch im Druck. Auf
    > dem Papier ist es weniger krass, aber immer noch erkennbar; auf dem Monitor
    > macht es den Unterschied zwischen "mäßig schlecht brauchbar" und "sehr gut
    > dargestellt"!

    Betrifft das auch die Opendocument specifikation der PDF specs 1.4 und 1.7?

    Diese sind doch angeblich vollständig in gewisse PDF-Reader OpenSource Projekte implementiert worden. Werden diese denn richtig dargestellt?

    Und letztendlich stell ich mal in Frage, dass eine leichte Abweichung der Darstellung entscheident für die Auswahl der Software ist. Insbesondere hinsichtlich der zusätzlichen Risiken beim Einsatz von Adobe Reader.


    Was HTML5 angeht sind wir wohl alle gespannt wie die Zukunft aussieht

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  13. Re: Spricht was dagegen

    Autor Tuxianer 14.02.13 - 11:46

    couchpotato schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Alternative würde vielleicht folgendermaßen aussehen:
    >
    > Wenn ein Mitarbeiter bemerkt, dass er Flash benötigt, um ein Dokument
    > vollständig anzuzeigen, gibt er der IT-Abteilung Bescheid, die mit einem
    > automatischen Script Flash temporär, also bis zum Ende der Woche oder so,
    > installiert und anschließend wieder entfernt. (Anschließend gibs eh wieder
    > ne neue Version)


    a) Mein Beispiel eines Einkäufers ist leider nicht innerhalb einer Woche gelöst; der braucht diese Funktion ständig.

    b) Wenn jemand die Maschinen korrekt (also nur geschäftlich) nutzt, reduziert eine solche Zeitfenster-Methode zwar die Chance eines Angriffs, aber innerhalb dieser Zeit bleibt das Problem bestehen ... Flash ist damit eben "Russisch Roulette" mit 2 statt mit 6 Kugeln ... mir als IT-Verantwortlichem wäre da nicht wohl. Da lieber Flash nur auf virtualisierten Client-Rechnern, deren Display auf das des Anwenders exportiert wird.

    Die Idee der zwingenden Aktualisierung ist zwar sinnvoll, wobei ich vermute, dass IT-Verantwortliche, die Verantwortung vor Featurismus setzen, dergleichen eh im System haben. Nur: Was nützt ein solcher Automatismus, wenn in Adobes NEUER Version von Flash oder Oracles NEUER VERSION von Java EINEN TAG nach der Veröffentlichung SIEBZEHN oder mehr neue Scheunentore gefunden werden? Bis zum nächsten Austausch von Fehler n gegen Fehler n+1 (und Fehler n+2...) vergehen halt doch wieder Tage beliebiger Angreifbarkeit.


    > Betrifft das auch die Opendocument specifikation
    > der PDF specs 1.4 und 1.7?

    Das ist kein Spezifikationsphänomen sondern ein Interpretationsproblem: Wie "dick" soll eine Linie, die im Dokument bei z. B. 600 dpi Auflösung ein Pixel "dick" ist, auf dem Monitor dargestellt werden? Bei 100-prozentiger Darstellungsgröße wäre sie rechnerisch bei 96 dpi 0.16 Pixel dick, würde also bestenfalls sehr hellgrau dargestellt oder schlicht wegfallen, und bei verkleinerter Darstellung vollends unsichtbar werden. Am Rand eines Buchstabens macht das wenig, weil dadurch lediglich die Schrift etwas "dicker" oder "dünner" wird. Aber z. B. bei Notenlinien oder CAD-Linien wäre das ganz und gar nicht im Sinne der Autoren: ohne diese Linien ist die Konstruktionszeichnung nämlich ein leeres Blatt mit ein paar Zahlen und Buchstaben und Pfeilspitzen ... :-( Daher "verdicken" die meisten DPF-Betrachter die Linien zur Anzeige, und das tun manche eben geschickter als andere. Oder sie verschieben sie, bis sie genau eine eine Pixelgrenze stoßen.

    Beim Druck kommt dasselbe Problem zutage, wenn z. B. ein US-Letter-Dokument auf einem DIN-A-4-Blatt ausgedruckt werden soll (oder anders herum), oder wenn man ein Dokument aus anderen Gründen skalieren will: Wenn das PDF-Betrachter-Programm (oder auch der Druckertreiber) ein Seite auf 95 oder 105 Prozent skaliert, dann stehen den 600 dpi physikalischer Druckdichte im Drucker nun 570 dpi bzw. 630 dpi des zu druckenden Dokuments gegenüber und müssen umgerechnet werden; das führt zu unerfreulichen Rundungsfehlern. Und was man am Bildschirm mit Subpixel- und Grauwert-Rundung (2 Linien / Spalten, dafür nicht echt schwarz) halbwegs brauchbar nachahmen kann, ist am monochromen Laserdrucker eben nicht möglich; der muss die Linie exakt auf dieses eine oder jenes andere Druckpixel positionieren. Bei weit auseinander liegenden Linien stört das nicht; ein feine Schraffur (Bsp.: CAD-Dokumente, die normalerweise für Plotter gedacht sind und daher Flächen nicht vollfarbig sondern fein gerastert 'füllen'), wird dann aber ungleichmäßig, was zu Moirée-Effekten führt.

    > Und letztendlich stell ich mal in Frage, dass eine leichte Abweichung der
    > Darstellung entscheident für die Auswahl der Software ist. Insbesondere
    > hinsichtlich der zusätzlichen Risiken beim Einsatz von Adobe Reader.

    Um ein Missverständnis zu klären: Mit Abweichung meine ich nicht, dass der Adobe Reader das Referenz- oder gar das beste Programm wäre! Nein, hier sind andere Programme durchaus zu bevorzugen. Für mich scheidet das Adobe-Programm schon deswegen aus, weil es trotz weniger Funktionen und mehr Sicherheitsproblemen um Größenordnungen mehr Speicher verbrät, Dokumente deutlich langsamer lädt, sie langsamer darstellt (vor allem bei Bewegung ... ruckelruckel ...) und sie auch deutlich langsamer skaliert als andere Produkte. Außerdem haben Programme, die sich ungefragt in den Systemstart einfräsen wollen (um diesen zu verzögern!) und ebenso ungefragt nach Hause telefonieren wollen, bei mir schlechte Karten. Klein, schlank, stabil und ganz ohne Java - weil Adobe es nicht wirklich hinbekommt, das "abgeschaltete" Java dann doch nicht zu benutzen ... - soll ein Betrachterprogramm sein. Und im Idealfall mit "Reglern", was die Interpretation von Liniendicken (oder die Repositionierung) anbelangt.


    > Was HTML5 angeht, sind wir wohl alle gespannt, wie die Zukunft aussieht.

    Wie schon geschrieben: Ich fürchte, dass auch dort gravierende Sicherheitslücken entdeckt werden. Vielleicht nicht in der Spezifikation, aber mit Sicherheit in der Realisation. Was zur Folge hat, dass man dann leider nicht nur ein Plugin deaktivieren muss, sondern den Browser selber ... dumm das, wenn man die Vorgängerversion desselben nicht mehr hat oder diese auf der neuen Version des Betriebssystems nicht mehr läuft...

    In sofern habe ich keine Eile auf HTML5-Browser, denn bei den Browsern gilt leider sehr krass: Featurismus vor Sicherheit. Wichiger als HTML5+pro css3.2.b und WhatEver.extension wäre mir eine virtuelle Schale, speziell optimiert für (einen) Browser. Also ein sehr harte Nuss, generiert von einem OpenSource-Werkzeug (wie Virtualbox), in der dieser eine Browser laufen kann und darf und soll. Was sieht er: sein Temporär- und sein Download-Verzeichnis, ggf. seine Konfigurationsdatei - und fertig. Keine Registry, denn die braucht ein gut programmierter Browser nicht (zumal das Ding auf Linux und Mac eh nicht gleichartig existiert; warum drei Mal programmieren, wenn man den Zweck anders systemunabhängig realisiseren kann wie z. B. die .conf-Variente im Firefox?). Kein Hardware-Zugriff auf die Video- oder Audio-Funktionalitäten oder auf die Netzwerkkarte; all diese Geräte sind sowieso nur für diesen einen Browser virtualisiert und nicht persistent.
    Beim nächsten Start ist so ein Browser dann exakt in dem Zustand, in dem er vom IT-Admin definiert wurde. Keine Erinnerung an potentiell installierte Malware, ebenso wenig an ausspionierbare Chroniken oder Cookies (egal, welcher Art). Temporärverzeichnis leer, Download-Verzeichnis leer.

    So eine Schale kann Malware und Angriffe auf den Browser in der Schale nicht grundsätzlich verhindern. Aber erstens kann sie die Auswirkungen gegen Null bringen, weil der Browser am System nichts ändern kann (und im Falle auffälligen Verhaltens auch einfach abgeschossen werden kann) und zweitens auch massiv reduzieren, denn die Schale kann ja durchaus auch Firewall-Funktionen bieten, also z. B. immer nur auf solche Domains oder IP-Adressen Zugriff erlauben, für die (von der Schale, nicht vom Browser!) die Zustimmung des Anwenders eingeholt wurde. Und die lässt sich ja auch mittels schwarzen Listen einengen oder, im Geschäftsfeld sinnvoll, auf weiße Listen eingrenzen.

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  14. Re: Spricht was dagegen

    Autor couchpotato 14.02.13 - 12:02

    Tuxianer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um ein Missverständnis zu klären: Mit Abweichung meine ich nicht, dass der
    > Adobe Reader das Referenz- oder gar das beste Programm wäre! Nein, hier
    > sind andere Programme durchaus zu bevorzugen. Für mich scheidet das
    > Adobe-Programm schon deswegen aus, weil es trotz weniger Funktionen und
    > mehr Sicherheitsproblemen um Größenordnungen mehr Speicher verbrät,
    > Dokumente deutlich langsamer lädt, sie langsamer darstellt (vor allem bei
    > Bewegung ... ruckelruckel ...) und sie auch deutlich langsamer skaliert als
    > andere Produkte. Außerdem haben Programme, die sich ungefragt in den
    > Systemstart einfräsen wollen (um diesen zu verzögern!) und ebenso ungefragt
    > nach Hause telefonieren wollen, bei mir schlechte Karten. Klein, schlank,
    > stabil und ganz ohne Java - weil Adobe es nicht wirklich hinbekommt, das
    > "abgeschaltete" Java dann doch nicht zu benutzen ... - soll ein
    > Betrachterprogramm sein. Und im Idealfall mit "Reglern", was die
    > Interpretation von Liniendicken (oder die Repositionierung) anbelangt.

    Welche PDF-Reader würdest du denn empfehlen?
    Ich habe mal vergleichen und den Eindruck erhalten das im Vergleich zum Adobe Reader alle Konkurenten die Schrift nicht entsprechen scharf darstellen. (Ich meine das hat was mit dem Hinting zu tun)
    Sowohl Evince als auch Xchange Reader waren "unschöner" und ich frage mich woran das liegt.

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  15. Re: Spricht was dagegen

    Autor Tuxianer 14.02.13 - 13:09

    couchpotato schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche PDF-Reader würdest du denn empfehlen?

    Unter "PDFReaders.org" findet man eine recht umfangreiche Ansammlung verschiedener Programme, sozusagen "für jeden Geschmack". Und genau darauf kommt es an - siehe weiter unten.

    Es gibt für mich nicht "das" Anzeigeprogramm. Für stark bildlastige PDF-Dokumente mit x Ebenen sind die einen Programme besser, für Massentext die anderen. Der eine braucht es rasant schnell, hat aber keine ästhetischen Ansprüche. Der andere bevorzugt ein perfektes Druckbild, dafür darf es langsamer sein. Wieder einer mag es grundsätzlich sehr kontrastreich, dem Vierten ist genau das unangenehm.

    Foxit ist, abgesehen von der beigepackten Müllware, ein diskutables Mittelding, und die kann man immerhin noch abwählen, auch wenn solche Müllmitlieferungen das Produkt unseriös machen. Leider liefert der Hersteller schon lange keine Übersetzungen der Dialogsprache mehr, dafür verfällt er in Featurismus.


    > Ich habe mal vergleichen und den Eindruck erhalten, dass im Vergleich zum
    > Adobe Reader alle Konkurrenten die Schrift nicht entsprechen scharf
    > darstellen.
    "Scharf" wird der Rand, wenn man ein Pixel exakt schwarz oder exakt weiß darstellt. Das bedeutet aber nicht, dass Text dadurch besser lesbar wird; im Gegenteil: Mit einer sanften Gradiationskurve am Rand werden nicht nur Pixeltreppen vermieden, sondern es wird ein gleichmäßigeres, dem (höher aufgelösten) Druckbild ähnlicheres Schriftbild erzeugt. Der AR schärft sehr stark, was je nach Schrift dazu führt, dass sie auf dem anzeigenden System erkennbar dünner (weil alles nicht voll-schwarze weiß) oder dicker (weil alles nicht voll-weiße schwarz) dargestellt wird.


    > Ich meine, das hat was mit dem Hinting zu tun.
    Jein, mit dem Prinzip schon; man muss aber unterscheiden, wann das Prinzip wie angewandt wird.

    * bei der Herstellung eines (PDF-) oder auch eines sonstigen (wie Graphik-)Dokumentes mit Schrift drauf / drin spielt Hinting eine große eine Rolle, wenn man kleine oder kleinste Schriften verwendet - und da wird es auch so bezeichnet. Der Zweck von Hinting ist es, Buchstabenkanten *im erstellenden Programm* auf "ganze" Pixel zu zwingen, also die Buchstaben so zu verschieben oder zu verformen, dass sie nicht zu viel Alias-Schimmer hervorrufen, also nicht gerade auf x,5 Pixel enden. Das Problem dabei ist, dass das der gleichmäßigen Schwärzung von Text - der obersten Maxime professioneller Textschriften im Massensatz - entgegenwirkt.

    * bei der Darstellung kann ein ähnliches Prinzip angewandt werden; Microsoft nennt es "ClearType", andere Hersteller eben anders. Auch hier wird versucht, Zeichen (oder auch Bilder) "besser" auf dem Bildschirm in der gewählten Skalierungsstufe abzubilden, aber hier wird dieses durch Schärfung oder durch Weichzeichnung der vorhandenen Zeichen im Bereich von maximal einem halben Pixel Wirkungsbereich zu erreichen versucht.

    Daher sehen Texte in sehr kleinen Schriften, vor allem auf dem Bildschirm, mit aktiviertem bzw. stark eingestellter optischer Anpassung zwar kantenschärfer, dafür aber unregelmäßiger aus, während sie ohne (oder mit schwächer eingestellter) Anpassung leicht unscharf, dafür regelmäßig dicht aussehen. Wenn z. B. zwei der Bögen eines "W" oder eines "M" zu Pixelnachbarn werden und dafür der dritte Bogen 2 Pixel weit weg steht, ist das Zeichen zwar "scharf", aber schlecht lesbar, weil es das, was man dann sieht, im lateinischen Alphabet nicht gibt; man muss also die Zeichen drum herum lesen und raten. Wenn hingegen der mittlere Ast 2 Pixel dick in grau zwischen den schwarzen Außenflügeln dargestellt wird, ist zwar immer noch kein echtes "W" bzw. "M" dargestellt, aber kann man das weichgezeichnete Ding i. d. R. deutlich leichter lesen; das Prinzip nutzt dabei antrainierte, also soziologisch abweichende Fähigkeiten unseres Gehirns aus, unvollständige oder in schwachem Kontrast oder sehr verzerrt dargestellte Dinge zu korrigieren, wenn wir "erwarten", dass da ein (uns bekannter) Buchstabe stehen müsste. "\|/" ist zwar kein W, aber es erinnert am meisten an dieses. Lesen Sie mal den folgenden Satz, nachdem sie im Browser diesen Beitrag auf 50 Prozent oder so herunterskaliert haben... "\ı/arten sie mal ab; der /'\üller kommt gleich..."... geht? Skalieren Sie auf 200 Prozent, dann wird es schwieriger!

    Was man besser lesen kann, ist übrigens auch ziemlich stark vom Geschmack (und von der Sehschärfe und von der Monitor-Helligkeit und von der Raumbeleuchtung...) abhängig, weswegen neue Betriebssysteme oft x Einstellungen für die Hinting-Intensität und für das "Subpixeling" anbieten; bei kleinen Schriften sieht man den Unterschied stärker, bei großen deutlich weniger. Das ist übrigens unabhängig davon, ob diese Monitore 72 oder über 300 dpi Pixeldichte haben; die Auswirkungen sind nur optisch kleiner, weil die Pixel halt viel dichter beieinander liegen, weswegen feiner aufgelöste Monitore für uns "besser" im Sinne von "gleichmäßiger" wirken.


    > Sowohl Evince als auch Xchange Reader waren "unschöner" und ich frage mich,
    > woran das liegt.
    Wie Sie schreiben: "unschön". Also eine Frage Ihrer persönlichen Wahrnehmung. Ihr Nachbar könnte eventuell genau auf Ihrem Computer genau dasselbe Dokument lieber mit einem dieser Betrachterprogramme anschauen als mit dem AR.

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  16. Re: Spricht was dagegen

    Autor couchpotato 15.02.13 - 03:09

    Sehr Interessant, danke für die ausführliche Antwort.

    Was mich stört, ist, das die Schrift im Browser sauber dargestellt wird, und das Balancing sehr gut auszufallen scheint.

    Zumindest aber sucher ich noch immer Einstellungsmöglichkeiten für das Hinting bei Evince bzw. Poppler, also die Bibliothek dahinter.

    Generell soll ein Reader scnell und schlank sein, denke ich und vor allem keine überflüssigen oder unsicheren Funktionen bioeten wie JavasScript. Daher ist Evince auch mien Favourit in den Hinsicht. Für die Bearbeitung gibt es dann Xchange Viewer oder Okular.

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