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Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

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  1. Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor auto r 05.08.10 - 13:00

    Ich lese immer: "Frauen, Behinderte, und Menschen anderer Nationen" werden bevorzugt eingestellt oder zur Bewerbung aufgefordert. Ich sehe darin eine klare Diskriminierung der großen Mehrheit der Männer und der Deutschen. Deswegen bin ich auch für anonyme Bewerbungen, denn unsere Qualifikationen sind im Schnitt besser als die der Anderen. Ich bin kein Rassist oder Nazi, es sind Fakten, die man überall nachlesen kann.

  2. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor leserer 05.08.10 - 17:04

    auto r schrieb:
    --------------------------------------------------------------> Deswegen bin ich auch für anonyme Bewerbungen, denn unsere Qualifikationen
    > sind im Schnitt besser als die der Anderen. Ich bin kein Rassist oder Nazi,
    > es sind Fakten, die man überall nachlesen kann.

    Solche statistischen Fakten gehören eben nicht in eine Personalauswahl. Hier hat die Qualifikation des Einzelnen zu zählen und eben nicht der Durchschnitt seiner ethnischen Gruppe, seines Geschlecht oder was auch immer.

    Daher glaube ich auch, dass einige Unternehmen im eigenen Interesse zu Anonymisierung greifen.
    Auch an anderer Stelle wird bei der interenen Qualitätskontrolle z.B. der Author einer Arbeit, die ins Review kommt, nicht angegeben.

  3. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor kostja 05.08.10 - 17:27

    @Auto r: In der großen weiten Welt haben die Deutsche Ein guten Ruf. Nur die Deutschen selbst schaffen es, sich durch heulen und nörgeln schlecht zu machen. Ist jemanden schon mal aufgefallen das in Deutschland jeder verspottet oder selber ziel von Spott ist? Es gibt kein wir Gefühl,den hat man Deutschland nach den zweiten Weltkrieg genommen. Jetzt heult jeder einsam und allein, den ändern kann man nichts, man ist zu schwach geworden. Ich frage mich wir es Ausländer in Deutschland haben müssen. Heulen die auch oder schaffen sie es? :-)

  4. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor ChaosGeek 05.08.10 - 18:57

    Die heulen bestimmt nicht. Man fuehlt sich ja nicht als Deutscher.
    Sind sie vielleicht sogar mit der Grund warum das nicht besser wird? Nahezu 20% haben einen Migrationshintergrund... wo soll ich da als Deutscher ein WIR Gefuehl herbekommen? Aber richtig... war wieder nur heulen und noergeln...

  5. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor ChaosGeek 05.08.10 - 19:07

    Nachtrag: Etwas pauschal formuliert. Macht die Aussage daran nicht fest!

  6. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor Dreadi 05.08.10 - 19:28

    @ChaosGeek: Ich habe gute Freunde mit Migrationshintergrund, die sich im Gegensatz zu dir sehr mit Deutschland verbunden fühlen und sogar stolz sind, in einem so tollen Land leben zu können. Kostja hat leider Recht.

  7. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor ChaosGeek 05.08.10 - 19:30

    Darum hatte ich ja geschrieben, dass es nicht zu allgemein zu sehen ist! Naja..

  8. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor weiguoren 05.08.10 - 19:59

    ...Ausländer bevorzugt?
    Ich spreche aus eigener Erfahrung: Nach zig Bewerbungen für eine Diplomarbeitsstelle im IT-Bereich habe ich keine "Bevorzugung" gespürt.
    Seit nunmehr 2 Monaten finde ich keine Stelle, um meine Abschlussarbeit zu schreiben, damit ich endlich mit dem Studium fertig werde.
    Noten sind überdurchschnittlich + etliche (Auslands-)Praktikas + 4 Fremdsprachen + Bewerbungstraining hat nix gebracht...

    Einige andere ausländische Kommilitonen von mir machen grad die gleiche Erfahrung.
    Wer sucht hier händeringend IT-Kräfte? Deutschland bestimmt nicht.

  9. Nachtrag

    Autor weiguoren 05.08.10 - 20:06

    Zur Untermauerung meiner Aussage:

    ...Dass die Leistungsgesellschaft oft schon bei der Stellenbesetzung ein Mythos ist, ist belegbar: Die Universität Konstanz hat in einer Studie zur Arbeitsplatzdiskriminierung von Türken festgestellt, dass die Chancen von Stellenbewerbern mit türkischen Namen, zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, in Deutschland um 14 Prozent geringer sind als bei Kandidaten mit deutschen Namen. Der Verband der türkischen Akademiker veröffentlichte eine Untersuchung, derzufolge viele Uniabsolventen und andere Hochqualifizierte mit türkischen Wurzeln an Auswanderung denken, weil sie ihre Berufschancen allein durch ihre ethnische Herkunft gemindert sehen. Bei der ADS gehen nach den Worten ihrer Leiterin Christine Lüders auch Beschwerden von Müttern ein, die die Zeile „verheiratet, zwei Kinder“ im Lebenslauf mit einer Absage büßen. Verschweigen sie die Kinder, werden sie eingeladen...

    Aus http://www.tagesspiegel.de/politik/der-namenlose-anwaerter/1895402.html

  10. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor arkham city 05.08.10 - 21:11

    Das geschilderte Problem würde sich über anonyme Bewerbungen minimieren. Match-Making-Server StellenSucher<->Bewerber wären trivialistisch und auch datensicher realisierbar.

    Mit einem ausländischen Nachnamen würde ich auf Messen gehen und Direktansprache machen.
    Dann kann man dort einen positiven Eindruck hinterlassen, um beim Anschreiben nicht sofort ausgefiltert zu werden.

    Bei Diplomarbeiten könnte das auch funktionieren.
    Und wenn es nur ist, das man am Telefon den Erstkontakt machen kann, damit die gleich hören, das man verhandlungssicher und problemfrei deutsch kann. D.h. man stellt sich auf der Messe vor und versucht, den Kontakt in der Firma für Diplomarbeiten herauszubekommen. Besuch bei Vorträgen über Diplomarbeiten ist möglicherweise auch erfolgreich, wenn die Projektleiter anwesend sind. Mit "ich weiss es besser"-Fragen um imprägnieren sollte man es aber nicht übertreiben... Aber Checkern braucht man das ja nicht erklären und ist nur zur Erinnerung an die 0-Peiler.

    Es gibt genug Studenten aus dem Ausland, wo man das Abitur leichter kriegt. Und viele der Chinesen sind zwar sehr fleissig, aber deutsch-sprechen ist oft nicht ihre beste Fremdsprach-Kenntnis.

    Heute bei Computerwoche im Newsletter: "Inder suchen Deutsche". Gelesen habe ich den "Artikel" aber nicht.
    Bevor die 0-Peiler herumkrakelen: "Deutsche" sind vermutlich alle, die deutsch sprechen.
    Und woanders sind die Steuern noch niedrig weil man (noch) nicht so viele Altlasten durchschleppen muss wie in heruntergewirtschafteten Ländern.

  11. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor Rual 05.08.10 - 21:25

    was nutzt das, wenn sie in d keinen besseren ruf haben. da wird billig vorgezogen

  12. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor weiguoren 06.08.10 - 16:02

    @arkhamcity
    Ja, danke erstmal für die vielen Tipps!
    Die Kontaktaufnahme mache ich immer telefonisch und nehmen dann in dem Anschreiben den Bezug darauf.
    Ja, das mit den Messen ist eine gute Idee. Muss mich jetzt mal umschauen, wo es Jobmessen geben könnte.

    SG

    weiguoren

  13. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor arkham city 07.08.10 - 01:58

    Die kleinen und Mittelständler sind teilweise Weltmarkt-Führer, weil eh nur 2-5 Firmen so etwas weltweit machen. Die haben Haustarif-Verträge die oft auch nicht schlecht sind. Das sieht man an der jährlichen Gewerkschaftsstatistik über Einstellungs-Gehälter, wo nur Tarif-Unternehmen drin sind, die natürlich viel mehr bezahlen, als die kleinen Progger-Klitschen, die als Subsubsubunternehmer die wahre Arbeit machen.

    BWLer gehen "natürlich" auf die fetten Messen in Köln usw.
    Studierte Techniker usw. evtl eher auf regionale Messen lokaler Firmen, die aber teilweise größer sind, als man denkt. Je nach Studienrichtung VDI-Nachrichten oder FAZ vom Wochen-Ende und halt die lokale Tages-Zeitung.
    Gesellen/Handwerker vielleicht auch auf diese lokalen Messen etwa Kreisgebiets-Größe, wo die ganzen Bau-Firmen sich vorstellen und Kunden suchen.

    Bei Xing soll man Freiberufler-Aufträge über die Foren organisieren können. Evtl gibts da auch Anlauf-Tipps, wo man Messen findet oder welche man als Diplom-... sinnvollerweise besuchen sollte. Weil Du aber wohl lokal suchst:

    Bei der Cebit konnte man früher nach PLZ der Aussteller suchen. Teilweise hatten die dann Filialen im Ort, die man so nicht gefunden hat. Aber man hat schon zumindest die Hauptunternehmen der Umgebung gefunden und die dann abgeklappert.
    Das kann man vielleicht auch nach der Cebit noch benutzen und Telefonansprache probieren.
    Oder dasselbe für oder auf IFA (die läuft glaube ich bald oder schon), wenn man Medien-... ist. Oder als MaschBauer bzw. Ingenieur die "Hannover-Messe". Manche Messen haben auch einen Bewerber-Tag. Also Aussteller-Listen und lokale Firmen suchen. Firmenverzeichnisse helfen natürlich auch, da geht man einigen möglicherweise aber auf den Keks oder schaut vorher auf der Webseite, ob die Diplomthemen anbieten. Evtl gibts dafür auch sonder-verzeichnisse bei den Job-Börsen.

    Oft läuft sowas aber eher über die Profs. Wobei bestimmte Sparten wie Mathematiker usw. da eher wenig machen, während bei manchen Maschinen-Bauer-Profs eine Wand nur mit Diplomarbeiten bei Firmen voll hängt. Evtl also nur einmal auch die "unbeliebten" Prof-Bretter in den Seiten-Gebäuden abgrasen. Fachschaft vielleicht auch, auch wenn dort nicht alle die zügigsten Studierer sind.

    1 Jahr vorher sollte man auch schon anfangen, sich zu bewerben bzw. vorzubereiten, also schon mal wegen Beruf bei Firmen anzufragen und erste Testläufe auf Messen machen. Strichlisten der Stellenausschreibungen und der "Must-Have-Voraussetzungen" neben "Unter 21 Jahren, 10 Jahre auslandsprojekte, 20 Sprachen, 5 Dr-Titel" usw. helfen, bei den Themen passende Schwerpunkte zu setzen. Wobei natürlich auch Verhandlung mit dem Geschäftspartner (Diplom-Firma usw.) dazugehört, wenn man "unbedingt" "HTML5" oder "linksdrehende brandneue Stahlblechschrauben" oder iOS-Smartphones nutzen "will" bzw. muss, weil das die aktuell gefragten Skills bei Bewerbungen sind und man sich gleich "erschiessen" kann, wenn man z.b. als Fachinformatiker-Windows-Admin nicht "W2008-Server" "kann", also diese im Praktikum oder Abschluss-Arbeit, Hausarbeit, oder Seminar ... nennenswert vorkamen.

    Manche Bewerber-Filme vom Öffentlichen Rundfunk sind teilweise auch ganz nett (RTL usw. machen eher mainstream-bewerbungs-Sendungen für Realschüler oder Harz4ler). Leider wurde z.b. dort nicht erklärt, wieso man z.b. kleine "Themen-Arbeiten" erledigen soll, und die BWlerin "ich habe ein Prädikats-Examen, jetzt nach zig Bewerbungen bundesweit weiss ich, das sowas nichts wert ist." deshalb herumjammert.
    Oder wie Checkergruppen oder Skilltests abgehen.
    Checkerlisten für "im gegenseitigen Einvernehmen getrennt"(=volle Kanne rausgeworfen) "er ist gesellig"(=alkoholiker),... in Zeugnissen kann jeder finden. Aber Checkerlisten und Kurzerklärungen und Verhaltenstipps für Bewerbungen leider nur verstreut. Schade.
    "meine Referenzen nenne ich dem Endkunden" (IT-Freiberufler-Spruch)
    "Über das Gehalt möchte ich im Bewerbungs-Gespräch verhandeln" (Allgemeiner Bewerber-Spruch, welcher vielleicht aber Einschränkungen hat, oder man durch "mein aktuelles Gehalt liegt bei etwa xx.000 im Jahr" ersetzen kann oder sollte)
    ... sind alles Verhaltens-Sachen, die man schlecht erklärt kriegt, und stattdessen nur von miesen Standardfloskel-Anschreiben-Ratgebern oder unbrauchbarem Rauschen wie "du brauchst nicht zugeben das Du schwanger bist"-Tipps umgeben ist.
    Schade das die nicht-rechte Partei oder die Augenklappen-Partei oder sonstwer kein halb-moderiertes Wiki dafür hat.

    Erst probieren, dann bedanken. Am besten durch konstruktive Hinweise in Foren damit die bezahlten destruktivisten Boden verlieren.

  14. Re: Heute wird man eher als deutscher diskriminiert

    Autor peter schmidtke 31.03.12 - 01:38

    @auto r

    also einen so überheblichen Typen wie dich habe ich selten gesehen. Wie kannst du schon eine bessere Qualifikation haben als andere. Dieser Schwachsinn, daß Frauen und Ausländer den Deutschen vorgezogen werden, zeigt schon, daß deine Qualifikation unter aller Sau sein muss. Vielleicht bist du in Deutschland gut genug, aber im Ausland ist deine Qualifikation sicherlich nichts wert. Die meisten Deutsche beherrschen nicht mal die englische Sprache. Davon ist sicherlich auch ein Großteil Akademiker. Ich spreche von Erfahrung, da ich viele Akademiker kenne, die nicht einmal eine Fremdsprache durchschnittlich beherrschen. Darüberhinaus sind diese gar nicht auf den Beruf vorbereitet und fachlich sehr schlecht. Da fragt man sich, was die überhaupt studiert haben. Viele ausländische Absolventen können dagegen einen qualitativ viel besseren Abschluss vorweisen. Auch das habe ich des öfteren miterlebt. Aber der deutsche (angeblich kein Rassist) "Fachmann" weiss es natürlich wiedermal besser. Nur weiter so.

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