Ich hab meinen Golf 6 bewusst mit Reifendruckkontrollsystem bestellt. Allerdings hat der keine drahtlosen Pförds sondern prüft das übers ESP ab...
Genau genommen hast Du dann aber keine Reifendruckkontrolle, sondern nur eine Kontrolle, ob ein Rad mit einer anderen Geschwindigkeit dreht, als die anderen.
Dies hat dann z.B. Auswirkungen, wenn alle Reifen gleichmäßig Druck verlieren. Ein richtiges Reifendrucksystem zeigt dies an, das bei Deinem Golf eingesetzte allerdings nicht. Auch ist damit nicht möglich zu überprüfen, ob der Druck der Reifen ausreichend korrekt ist; es wird nur geprüft, ob der Druck überall gleich ist.
fairlight
Das gleiche hatte ich mir auch gedacht. Zum einen finde ich es ja witzig die vorhandenen Daten eines Autos intelligent zu nutzen, zum anderen ist es aber eben nur ein zusätzliches Kontrollsystem und keine Reifendruckkontrolle im eigentlich Sinn.
Da kann man ja böse Dinge mit machen.
z.B. jeden 100sten Prius beschleunigen lassen.
Ich hatte schon etliche Reifenpannen - auch welche mit schleichendem Druckverlust.
Aber fast immer war es ein einzelner Reifen, nur einmal haben die beiden Hinteren zugleich Druck verloren - der eine aber so langsam, das ich noch Zig Kilometer hätte fahren können.
Daher halte ich das beschriebene "Risiko" für herzlich gering.
Schlimme Unfälle passieren ohnehin durch heftige Platzer bei höherem Tempo - da versagt jedes Drucksystem.
Ich hole mir - wenn die soweit sind - gute "Run-Flat" Reifen, da passiert nichts beim "Platzen" und man kann noch hundert km weiterfahren zur Werkstatt.
Dafür brauche ich nicht noch mehr Elektronik im Auto... o_O
> Ich hole mir - wenn die soweit sind - gute "Run-Flat" Reifen, da passiert
> nichts beim "Platzen" und man kann noch hundert km weiterfahren zur
> Werkstatt.
> Dafür brauche ich nicht noch mehr Elektronik im Auto... o_O
braucht man für Run-Flat reifen nicht generell einen Reifendrucksensor? Damit man auch mitbekommt wenn der reifen keine luft mehr hat.
Nein braucht man nicht.
Runflat Reifen sind übrigens der Größte Mist den die Reifenindustrie in den letzten 20 Jahren rausgewürgt hat, BMW 5er Fahrer wissen was ich meine!
Du meinst sicher die mit doppelter Lauffläche - sehr komplexe Konstruktion.
Ich meinte die mit verstärkter Karkasse, die auch auf herkömmliche Felgen passen und keinen Sensor brauchen - im Grunde stinknormale Pneus - halt mit verstärkten Flanken. Dadurch gehen sie bei Druckverlust nicht ganz runter und Du fährst au den Flanken weiter - eine Weile bis zur Werkstatt...
Oder gibt es was ganz Neues?
Hmm, ich weiß ja nicht... Aber im Golf z.B. speicherst du ja die Daten nach einem Reifenwechsel ab. Und sobald sich dann ein Rad anders dreht, auch nur gering, dann meldet das System das. Sagt zumindest der Verkäufer, der mir das im VW Pressevertrieb aufgeschwatzt hat...
Manamana schrieb:
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> Daher halte ich das beschriebene "Risiko" für herzlich gering.
> Schlimme Unfälle passieren ohnehin durch heftige Platzer bei höherem Tempo
> - da versagt jedes Drucksystem.
Das System richtet sich vermutlich eher an Leute die auch einen platten Reifen (bis zur nächsten Kurve/Ausfahrt) nicht bemerken würden, bzw. ihren Reifendruck nicht kontrollieren.
> Ich hole mir - wenn die soweit sind - gute "Run-Flat" Reifen, da passiert
> nichts beim "Platzen" und man kann noch hundert km weiterfahren zur
> Werkstatt.
> Dafür brauche ich nicht noch mehr Elektronik im Auto... o_O
Lediglich mehr Sprit im Tank. *scnr* ;-)
Einen Druckabfall über die Drehzahlunterschiede zu erkennen funktioniert in der Praxis sehr gut. Wenn man mal auf der Autobahn über ein Metallteil gefahren ist, dann ist es schon gut direkt zu wissen, dass der Reifen hinüber ist.
Genau so wenn der Reifenhändler den Druck mal wieder uneinheitlich eingestellt hat.
Beides so passiert und in beiden Fällen hat die Erkennung funktioniert. Man spart sich außerdem so weitere (fehleranfällige) Sensoren ein.
> Daher halte ich das beschriebene "Risiko" für herzlich gering.
> Schlimme Unfälle passieren ohnehin durch heftige Platzer bei höherem Tempo
> - da versagt jedes Drucksystem.
Stimmt so nicht, denn Reifen platzen nur bei zu geringem Druck.
Klingt komisch, ist aber so:
Durch das Gewicht, das auf einem Reifen lastet, wird der Reifen ungleichmäßig belastet. Man kann das auch an der Verformung der Reifen sehen. Diese wandert beim Drehen der Reifen durch diesen. Der Reifen wird durch diese mechanische Belastung natürlich stark strapaziert und auch warm. Normalerweise kein Problem, wenn der Reifen nicht zu alt ist und genug Druck hat. Fehlt aber Druck, wird die Verformung immer größer und damit die Belastung immer größer. Irgendwann hält der Reifen diese nicht mehr aus und reist an den Seitenwänden auf => Er platzt
Um dies zu verhindern, sollte immer der Reifendruck stimmen und ist der eigentliche Sinn von Reifendrucksensoren.
> passen und keinen Sensor brauchen - im Grunde stinknormale Pneus - halt mit
> verstärkten Flanken. Dadurch gehen sie bei Druckverlust nicht ganz runter
> und Du fährst au den Flanken weiter - eine Weile bis zur Werkstatt...
> Oder gibt es was ganz Neues?
also wenn ich z.B.: hier schaue
http://eu.goodyear.com/de_de/tires/runonflat/
dann steht da unter "so funktioniert es"
Reifenluftdruck-Überwachungssystem
Da diese Reifen nach einem Luftdruckverlust ganz normal weiterrollen, kommt - in Verbindung mit der RunOnFlat-Technologie - ein Reifenluftdruck-Überwachungssystem zum Einsatz, das den Fahrer darauf hinweist, dass eine Reifenreparatur fällig ist. Ohne ein solches System würde der Fahrer den Reifenschaden überhaupt nicht bemerken.
robinx schrieb:
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> Da diese Reifen nach einem Luftdruckverlust ganz normal weiterrollen, kommt
> - in Verbindung mit der RunOnFlat-Technologie - ein
> Reifenluftdruck-Überwachungssystem zum Einsatz, das den Fahrer darauf
> hinweist, dass eine Reifenreparatur fällig ist. Ohne ein solches System
> würde der Fahrer den Reifenschaden überhaupt nicht bemerken.
und wenn du dann irgendwann in der lage bist werbung von informationen zu unterscheiden darfst du hier nochmal posten.
Bei der Verwendung von Runflat-Reifen ist ein Reifendruck-Kontrollsystem vorgeschrieben. Google mal ein wenig.
Manamana schrieb:
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> Daher halte ich das beschriebene "Risiko" für herzlich gering.
> Schlimme Unfälle passieren ohnehin durch heftige Platzer bei höherem Tempo
> - da versagt jedes Drucksystem.
Wenn ein Reifen langsam Luft verliert, erwärmt er sich stärker und durch die zunehmende Walkbewegung wird sein Material stärker beansprucht. Je höher das Tempo, umso stärker diese Effekte.
Wenn der Reifen platzt, ist meistens die Auflösung der Lauffläche aufgrund der oben beschriebenen Vorgänge vorangegangen. Er platzt nicht im eigentlichen Sinn, sondern zerfetzt weil sein Material den Belastungen von außen nicht mehr standhält.
Bevor das aber passiert, kann Dich selbst ein Vergleich der Reifendrücke dieses Risiko rechtzeitig vor dem GAU warnen!
und wie erkennt der den Druckabfall?
Das vorgeschriebene Kontrollsystem war sicher weniger gemeint, eher die Werbeaussage das man den Druckverlust ansonsten nicht bemerken würde.
Wobei ich das differenzierter sehe. Den meisten, insbesondere natürlich männlichen, Fahrern wird ein Reifenschaden auch bei solchen Runflat-Reifen auffallen. Der Reifen läuft ja nicht wirklich 1:1 so weiter wie gehabt, er wird wesentlich schwammiger und beeinträchtigt so das Fahrverhalten. Das gilt natürlich tendenziell mehr, wenn entsprechend sportlich gefahren wird(daher noch mal der extra "Vorteil" für männliche Fahrer ;) ).
Anderseits gibt es genug Leute die so etwas überhaupt nicht raffen würden, da darf man nicht so von sich selbst ausgehen. Was man manchmal auf den Straßen sieht ist schon oft schauderlich. Da ist die Bremse total hinüber, da schreit schon Metall auf Metall, der Keilriemen quietscht ewig beim Anfahren, oder die schrottreifen Stoßdampfer müssen schon Rodeo-Feeling aufkommen lassen. Beziehungsweise der Klassiker, kaputter Frontscheinwerfer. Heckscheinwerfer, Bremslicht oder Blinker kann ich immer noch ein wenig verstehen, aber man muss doch merken wenn man nichts mehr nach vorn sieht. Pustekuchen, solche Leute trifft man auf dem Arbeitsweg oft wochenlang an! So etwas wie offensichtliche Fehler gibt es also eher nicht, da ergibt ein Warnsystem schon Sinn.
Wobei mir da immer diese Simpson-Folge einfällt: "Homer, da leuchtet die Motorwarnleuchte!", "Oh, das Pflaster ist schon wieder abgefallen" -> klebt Pflaster wieder drauf *G*
Als ich dann einen Nagel im linken Vorderrad hatte, konnte ich das am Lenkrad wesentlich eher merken als der Bordcomputer.
gouranga schrieb:
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> und wie erkennt der den Druckabfall?
kA obs stimmt, ich kann mir vorstellen, daß an der Felge ein kleiner mit Gas gefüllter Behällter befestigt ist, der mit einer beweglichen Membran oder Kolben, durch den Druckunterschied, einen Ausschlag registriert und anhand dessen auf den Luftdruck schließt
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