Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Browsersicherheit: Firefox…

OT: Was ist der Vorteil von Java auf dem Server?

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. OT: Was ist der Vorteil von Java auf dem Server?

    Autor: Anonymer Nutzer 14.01.13 - 17:56

    Generell wird ja von den Java-Anhängern oft erzählt, dass zwar Java Clientseitig abstirbt, aber auf der Serverseite ganz stark sein soll.
    Nun frage ich mich aber, warum das so sein soll?
    Denn der große Vorteil von Java ist doch eigentlich die Plattformunabhängigkeit und nicht die große Geschwindigkeit.

    Auf dem Server kommt es doch aber eigentlich gerade auf Geschwindigkeit an und die Plattformunabhängigkeit ist doch völlige Nebensache ?!?
    Warum also ist Java im Serverbereich so stark?

    Gibt es vielleicht viele gute und ausgereifte Bibliotheken, die frei und offen verfügbar sind?
    Und/Oder liegt es einfach daran, dass es dank Unistandardsprache viele Javaprogrammierer gibt, die so einen leichteren Einstieg in die Serverwelt haben?

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  2. Re: OT: Was ist der Vorteil von Java auf dem Server?

    Autor: meschie 14.01.13 - 18:27

    Die Performance von Java ist heut zu tage auf Server-Seite gar nicht so schlecht.

    Jedoch gibt es bei Servern das Problem, das es dutzende Verschiedene Betriebssysteme/Derivate gibt, die alle so ihre Eigenheiten haben.

    Da man nicht für jedes System den Sourcecode erst kompilieren will, ist es praktisch, das der selbe Code von Java auf jedem System auf dem es eine JVM gibt läuft. Es ist dabei egal ob OpenJDK, SunJDK/OracleJDK oder andere, rein theoretisch, sollte immer das gleiche raus kommen.

    Hinzu kommt das der JiT von Java den Code zur Laufzeit besser optimieren kann als es der C++-Compiler zur Compile-Zeit kann. JIT ermittelt aus dem realen Anwendungsverhalten die best-mögliche Optimierung und wenn sich das Verhalten ändert, so kann er die Optimierung anpassen.

    Des weiteren ist der Implementierungsaufwand bei java unter optimalen Bedingungen nicht so hoch, da man sich um die Speicherverwaltung nicht wirklich Gedanken machen muss (Ausnahmen bestätigen die Regel).

    Worauf bei Java geachtet werden muss ist die Anpassung der GC-Parameter an die Anwendung sowie die Vergabe geeigneter Speicherparameter (Speichergenerationen).
    Sind diese Parameter "optimal" so kann die Performance einer gut implementierten Java-Applikation die einer C++-Applikation erreichen, bzw. in machen Fällen sogar übersteigen.

    Zudem ist eine sehr große Anzahl von Libs (egal ob OpenSource oder CloseSource) im Netz verfügbar, was die Entwicklung drastisch beschleunigen kann.

    Sicherheit war noch nie eine Stärke von Java, das ist allgemein bekannt. Im Browser würde ich auch nicht freiwillig Java-Code ausführen, bei Webstart-Apps ist dies jedoch etwas anderes, da diese zwingend Signiert werden müssen.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  3. Re: OT: Was ist der Vorteil von Java auf dem Server?

    Autor: Christo 14.01.13 - 22:08

    Wenn du etwas Zeit hast (2h), kannst du diesen Podcast anhören:
    http://cre.fm/cre090
    In ihm wird so gut wie alles erklärt.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  4. Re: OT: Was ist der Vorteil von Java auf dem Server?

    Autor: Anonymer Nutzer 14.01.13 - 22:45

    > Da man nicht für jedes System den Sourcecode erst kompilieren will, ist es
    > praktisch, das der selbe Code von Java auf jedem System auf dem es eine JVM
    > gibt läuft. Es ist dabei egal ob OpenJDK, SunJDK/OracleJDK oder andere,
    > rein theoretisch, sollte immer das gleiche raus kommen.
    Ist natürlich auf jeden Fall ein Vorteil, ich hatte da einen Denkfehler, da ich vom klassischen Javaanwendungsprogramm ausgegangen bin - läuft auf dem System und auf dem System, prima. Aber Server wechseln ja im allgemeinen nicht das OS ... aber die Plattformunabhängigkeit kommt ja natürlich auch zum tragen, wenn man Code ganz einfach wiederverwendet ...

    > Sicherheit war noch nie eine Stärke von Java, das ist allgemein bekannt.
    Heißt das, dass Java Server leichter angreifbar sind?
    Wäre ja schon ein gravierender Nachteil, finde ich ...

    Ansonsten jedenfalls danke für deine ausführliche Antwort.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

  5. Re: OT: Was ist der Vorteil von Java auf dem Server?

    Autor: meschie 15.01.13 - 09:12

    Da Server in der Regel eine abgeschottete Umgebung darstellen, ist dies kein Problem. Problematisch wird es nur wenn Java in andere Applikationen eingebettet wird, z.B. Browser.

    Generell werden Java-basierende Server auch mit stark eingeschränkten Nutzern ausgeführt.

    Um die Auswertung von User-Requests muss man sich selbst kümmern, in der Regel ist es jedoch nicht möglich von Außen Code per Anfrage so in die JVM zu laden das er ausgeführt wird. Es sei denn man implementiert es explizit, z.B. dynamische groovy-scripte.

    Dies erfordert jedoch genaue Kenntnisse der Java-Applikation und der zugrunde liegenden Architektur.

    Es ist einfacher in einer C++-Applikation einen Pufferüberlauf zu produzieren, als in Java code zur Laufzeit einzuschleusen und auszuführen. (Immer vorausgesetzt, man hat keinen physischen Zugriff auf das System, z.B. ssh-shell...)

    zum Thema wiederverwendbarkeit: Man implementiert ein Produkt in der Regel nur einmal und verkauft es an mehrere Kunden. Bei jedem Kunden läuft etwas anderes, z.B. Kd1=Suse, Kd2=Redhat, Kd3=ubuntu, Kd4=centOS => jeweils mit unterschiedlichen Kernel-Versionen.

    Von Java gibt es für jede dieser Distributionen/Versionen irgend eine JVM. D.h. muss ich mich nicht mehr darum kümmern, welche Lib-Versionen auf welchem System gerade laufen, welcher Compiler gerade verfügbar ist, was für eine Architektur vorhanden ist etc. (x86, x64, powerpc, sparc, arm) und welche Compiler-Switches gerade funktionieren.

    Benutzer wird von Ihnen ignoriert. Anzeigen

Neues Thema Ansicht wechseln


Entschuldigung, nur registrierte Benutzer dürfen in diesem Forum schreiben. Klicken Sie hier um sich einzuloggen


Anzeige
  1. Mobile Developer (m/w) in Core Business Platforms oneMobile
    Allianz Managed Operations & Services SE, München
  2. Projektleiter/in Zeitwirtschaft und Personaleinsatzplanung
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  3. Techniker (m/w) Service Management Center
    Vodafone Kabel Deutschland GmbH, Frankfurt
  4. Head of Program Management Office (PMO) (m/w)
    Kelvion Holding GmbH, Bochum

Detailsuche



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. VORBESTELLBAR: BÖHSE FÜR'S LEBEN [Blu-ray]
    36,99€
  2. TV-Serien Einstieg auf Blu-ray reduziert
    (u. a. Arrow, Hannibal, The Originals, Banshee, The Big Bang Theory, Silicon Valley)
  3. 3 Blu-rays für 20 EUR
    (u. a. Spaceballs, Anastasia, Bullitt, Over the top, Space Jam)

Weitere Angebote



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  2. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden
  3. id Software Dauertod in Doom

Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. APT28 Hackergruppe soll CDU angegriffen haben
  2. Veröffentlichung privater Daten AfD sucht mit Kopfgeld nach "Datendieb"
  3. Security Roboter aus Lego knackt Gestenauthentifizierung

  1. Medizin: Tricorderartiger Sensor erfasst Vitaldaten
    Medizin
    Tricorderartiger Sensor erfasst Vitaldaten

    Ein Tricorder, der auf die Haut aufgesetzt wird und den Gesundheitszustand erfasst: Das ist das Ziel von Forschern aus Kalifornien. Der erste Prototyp erfasst zwei Parameter - und kann damit schon mehr als die meisten handelsüblichen Sensoren.

  2. TG-Tracker: Sensorbeladene Olympus-Actionkamera mit 4K-Aufnahme
    TG-Tracker
    Sensorbeladene Olympus-Actionkamera mit 4K-Aufnahme

    Die Actionkamera Olympus TG-Tracker wirkt wie die Requisite eines Sci-Fi-Films, beherbergt zahlreiche Sensoren, macht 4K-Videoaufnahmen und besitzt einen Ausklappbildschirm. Ohne Gehäuse ist sie 30 Meter tauchfest.

  3. Trotz Unterlassungserklärung: Unitymedia bleibt im Streit um WLAN-Hotspots hart
    Trotz Unterlassungserklärung
    Unitymedia bleibt im Streit um WLAN-Hotspots hart

    Unitymedia hält an der automatischen Aktivierung von WLAN-Hotspots fest. Trotz Abmahnung der Verbraucherschützer soll es kein Opt-in für die Kunden geben.


  1. 11:38

  2. 11:28

  3. 11:10

  4. 10:43

  5. 10:34

  6. 09:44

  7. 09:00

  8. 07:51