Nun, den Datenschutz-Aspket will ich hier gar nicht behandeln. Was mich mal interessiert ist, aus rein technischer Sicht, warum wird nicht einfach der komplette HTTP-Request vom Backend an Google übertragen? Damit kann ich doch auch 99% der analytisch interessanten Daten erfassen, warum muss das immer noch via JavaScript geschehen?
Der Vorteil als Seitenbetreiber: die Benutzung von Google Analytics kann mir vordergründig gar nicht mehr nachgewiesen werden.
T.
Weil die Google Server je nach Auslastung auch ein paar Millisekunden(weiß jetzt nicht genau wieviele, schätze 50-1000ms) brauchen um eine Antwort zu schicken.
Und da es in PHP keine Möglichkeits gibt asynchrone Request abzusetzen muss immer auf die Antwort gewartet werden und so erhöht sich die Ladezeit der Website teilweise erheblich.
Die Auswertung ist für den Webseiten Betreiber und nicht für den Besucher gedacht. Also muss mit der Auslieferung der Webseite nicht gewartet werden bis die Antwort vom Google Server kommt.
Warum denken eigentlich immer alle immer direkt an PHP wenn man von Webseiten spricht?
Das kann man viel eleganter mit einem Modul für den Webserver lösen.
Dann kann nicht mehr ermittelt werden welche Flash Version, screen resolution, etc. dein Besucher hat.
Aber ich denke das man diese Informationen zum erstellen eines Nutzerprofiles vernachlässigen kann.
könnte man auch per ajax an das "backend" schicken ...
Aber das wäre für den User wieder ein Anzeichen dafür das ein Nutzerprofil erstellt wird.
ne das wird nur benutzt um zukünftige contents für den nutzer vorzubereiten
Als erstes sollte jeder der Entscheidungsträger mal einen Grundkurs im Bereich Web belegen. Ich bin mir sicher so nach und nach würden die Meisten vor Scham im Boden versinken, wenn ihnen langsam dämmert was für einen Humbug sie beschließen wollten.
ich denke das der entscheidungsträger, oder auch der gesetzgeber absolut richtig handelt wenn er die verwendung von google-analytics unterbindet. sicherlich ist das tool google analytics für den betreiber einer website sehr wertvoll, unglaublich praktisch und somit kaum wegzudenken. man muss sich aber mal vor augen führen das der betreiber einer website - falls er analytics einsetzt - die daten seiner besucher einfach an einen dienstleister (nämlich google) weiterleitet ohne diesen vorher darüber in kenntnis zu setzen. der besucher kann nicht entscheiden ob er google diese daten schenken möchte. google kontert natürlich mit dem umstand das plugins exsistieren die die übermittlung der daten verhindern, aber das ist nur ein geschickter schachzug. google ist sich absolut im klaren das die menge an nutzern die solche plugins nutzen sowieso nicht ins gewicht fällt. die große masse der leute wird weiterhin ohne ein solches plugin unterwegs sein. aber darum geht es eigentlich gar nicht. des pudels kern liegt in der monopolstellung der firma google im suchmaschinen markt und der daraus resultierenden macht. keine andere firma auf der welt ist in der lage so exakt wiederzugeben was die masse der menschen interessiert und wonach sie suchen, was im trend ist und was morgen out sein wird. allein der besitz dieser informationen machen google faktisch zu einem der mächstigsten unternehmen der welt. aber das ist google nicht genug. man möchte weiter, und nicht nur wissen wonach die leute suchen. man möchte auch auskunft darüber geben können was die leute machen nachdem sie bei google waren, welche seiten sie sich ansehen und wie lange sie wo verweilen. die daten dazu liefert nicht nur der dienst "analytics". google hat eine ganze reihe weiterer kanäle. vermeindlich kostenlose gimmicks wie zb "google ad-sense", "google-chrome", "google-earth" oder die "google-toolbar". diese dienste und applikationen sind geschaffen worden um daten zu sammeln und sie an google zu übermitteln. sie decken, so unglaublich es klingen mag, den grossteil des internets ab. was beudeutet das man sich faktisch kaum noch durchs internet bewegen kann, ohne auf eine webseite zu geraten in der nicht irgendwelche scripte von google enthalten sind. selbst wenn man google gar nicht als suchmaschine nutzt oder gar meidet liefert man immer wieder ohne es zu wollen neue informationen an google. damit ist google in der lage ein sehr genaues bild zu zeichnen was die menschen im internet "en detail" treiben. mancher mag denken "na und? sollen sie doch daten sammeln, ist mir doch egal" diese meinung wird sich aber spätestens dann ändern wenn man feststellt was die tollen kostenlosen sachen von goole wirklich kosten. die sind nämlich keineswegs umsonst, sie kosten "nur" unser aller privatssphere. und ob man das will oder nicht will, danach wird gar nicht mehr gefragt. das beste dabei ist: google muss sich noch nicht mal anstrengen diese daten zu sammeln. sie werden ihnen von zigtausend helferlein (eben den leuten die analytics einsetzen) auch noch gebracht. und als ob das noch nicht genug wäre stehen die emsigen helfer am ende auch noch im rechtlichen sinne für den "datenklau" grade und machen den konzern auf diese weise unangreifbar.
wer meint das google eine so mächtige firma geworden ist nur weil sie total lieb ist und alles verschenkt, der ist total auf dem holzweg. mit den technischen mitteln die heute zur verfügung stehen ist google in der lage absolut jede vorstellbare auswertung der gesammelten daten zu machen. und selbst wenn der schnellste und teuerste hochleistungsrechner der welt dazu nötig wäre: google kann ihn ganz locker aus der portokasse zahlen. man kann heute mit sicherheit davon ausgehen das google in der lage ist die interessen und vorlieben von solchen einzelpersonen zu nennen die das internet regelmässig nutzen. wer denkt das solche daten nicht von interesse wären ist gutgläubig. lassen wir doch einfach mal unserer phantsie freien lauf: was könnte man mit solch exakten sog. profil-informationen tun um einen maximalen geld-gewinn daraus zu schlagen? könnte es nicht sein das sich zb eine firma für soetwas interessieren könnten die grade auf der suche nach hochbezahltem personal ist? private krankenversicherungen oder arbeitgeber sind sicherlich sehr interessiert daran nach welchen krankheiten oder medikamenten der antragsteller oder bewerber in den letzten 3 monaten bei google gesucht hat. und auch im vorfeld millionenschwerer deals könnten informationen aus dem google-datenarchiv zur entscheidungsfindung extrem wertvoll sein. ist das alles nur phantasie? na, wollen wir es mal hoffen...
Sorry ich wollts echt lesen, aber so ganz ohne Absätze... na gut einer ist drin
Aber was denkst du warum google die beliebteste Suchmaschine ist?
Natürlich weil sie die besten Ergebnisse liefert.
Und warum liefern sie die besten Ergebnisse?
Weil Sie das Such- und Surfverhalte analysieren.
Die Leute wollen zwar das eine aber nicht das andere. Und das geht nun mal nicht.
google war schon lange bevor es analytics, ad-sense oder irgendwelche "analysen des surfverhaltens" gab mit abstand die beste suchmaschine. ich glaube kaum das google die daten seiner dienste nur zur verbesserung der suchmaschine verwendet.
die luft könnte noch viel dünner sein. es exsitieren technische verfahren die es ermöglichen den nutzer am PC an seinem individuellen tippverhalten wiederzuerkennen. dieses verfahren ist sogar so exakt das eine software die dieses verfahren anwendet (psylock) vom tüv zertifiziert wurde. dazu passend wurde von google vor nicht allzulanger zeit ein feature im TV promotet: die "automatische vervollständigung". schon beim tippen der ersten zeichen bekommt man ganze worte vorgeschlagen, toll! für den benutzer ist das selbstverständlich wie immer "kostenlos".
google hingegen musste um dieses nette extra einzuführen nicht nur den TV-spot bezahlen, sondern musste dafür auch eine infrastruktur schaffen die sicherstellt das das ganze gut funktioniert. das kostet ebenfalls geld. es stellt sich also automatisch die frage was man sich seitens google von dieser geld-investition verspricht.
mithilfe dieser technologie könnte google die technische vorrausetzung dafür geschaffen haben das einzelpersonen an ihrem tippverhalten wiedererkannt werden können. eine wiedererkennung ist nämlich genau dann möglich wenn jedes eingegebene zeichen in echtzeit zum (google) server übermittelt wird. und genau das passiert wenn die automatische vervollständigung anwendung findet. laut presse ist das so gut wie ein fingerabdruck.
mit etwas vorstellungsvermögen sieht man schnell: die möglichkeiten die google hat sind schier unbegrenzt... sie haben sich die allerbesten computerfachleute ins haus geholt. das ist kein geheimis. die sind also ganz locker in der lage sind technische szenarien, wie das von mir angedachte, einfach in die tat umzusetzen.
bei goggle ist absolut nichts kostenlos, weder analytics oder all die anderen "glasperlen" die sie verschenken. man bezahlt dafür meist mit informationen aus seiner eigenen privatsphere. also ganz simpel gesprochen: "ich bekomme ein suchergebnis und goggle von mir meine suchbegriffe". solange das jedermann noch selbst entscheiden kann "ja, ich benutze den google-dienst XYZ. sollen sie doch mit meinen daten machen was sie wollen..." mag das noch ok sein.
im falle von google-analytics ist das aber nicht mehr der fall. hier entscheidet eine einzelne person, nämlich der webmaster, darüber ob die daten seiner besucher zu google übermittelt werden. der einzelne besucher kann gar nichts entscheiden, denn wenn der so eine website betritt, dann ist es schon zu spät. das internet ist zugepflastert mit websites die so funktionieren und die unsere daten in irgendeiner form direkt zu google übermitteln. selbst websites von politikern, einkaufsportale oder seiten wie zb www.fonic.de waren oder sind mit google-analytics ausgestattet. selbst in der wirklich hinterletze ecke des internets gehört google-ad-sense zum quasi-standard.
google ist eines der reichsten und mächtigsten unternehmen der welt, dessen hauptgeschäft darin besteht daten auszuwerten und aufzubereiten. darüber sollte sich jeder im klaren sein. kann man vor diesem hintergrund darauf vertauen das ein solches unternehmen die gesammelten datenmassen immer nur im positiven sinne verwendet?
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