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Frau Aigner sollte erst einmal vor der eigenen Haustuer kehren...

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  1. Frau Aigner sollte erst einmal vor der eigenen Haustuer kehren...

    Autor nOOcrypt 08.01.12 - 23:33

    Auch wenn ich bei Facebook nie ein Profil unter meinem richtigen Namen oder mit meinen Daten betreiben oder auch nur einen meiner persoenlichen Freunde mit seinem "Real-Name-Account" in mein Fake-Profil eintragen oder mit ihnen ueber Facebook kommunizieren wuerde, so muss ich hier doch sehen, dass die Politik gerade mal wieder ueber das Ziel hinausschiesst.

    Facebook erzwingt schliesslich die Herausgabe persoenlicher Daten nicht unter vorgehaltener Pistole und haelt sich offenbar auch an seine in der AGB erwaehnten Datenschutzbestimmungen, die jeder Benutzer vor dem Anlegen seines Accounts lesen und im Zweifelsfall von seinem Vorhaben abruecken kann. Daher muss FB nicht wie ein Raeuber behandelt werden.

    Zitat aus dem Artikel: "Die Aufforderung, die letzten Datenlücken im Internet schnell zu schließen, ist genau das Gegenteil dessen, was wir unter Medienkompetenz verstehen: sparsam mit seinen persönlichen Daten umzugehen."

    Wenn Frau Aigner das so gesagt und nicht nur ein verwirrter Presseonkel da etwas verdreht hat, dann sollten wir uns eher ueber den Geisteszustand von Frau Aigner Gedanken machen. Facebook braucht naemlich keine Medienkompetenz zu beweisen und es kann seine Nutzer durchaus auffordern "ihr ganzes Leben" zu veroeffentlichen. Die Nutzer muessen Medienkompetenz beweisen und das ablehnen. Man kann niemanden vor seiner eigenen Dummheit bewahren. Wenn es Facebook nicht gaebe wuerden eben mehr Leute ihre Lebensgeschichte auf anderen Plattformen im Internet veroeffentlichen. Leute die ihre Daten im Netz verteilen wollen haelt auch eine Frau Aigner nicht davon ab, das zu tun.

    Schoen waere auch, wenn Frau Aigner erst einmal vor der eigenen Haustuer kehren wuerde. Ich finde es naemlich nicht so angenehm, dass man im Internet (z.B. auf gewissen chinesischen "Untergrundservern") offenbar Behoerdendatenbanken diverser Laender, u.a. eben auch aus Deutschland, kaufen kann. Um zu verifizieren, dass die Datenbanken echt sind schicken die einem sogar Auszuege daraus zu, wenn man vorgibt Interesse an einer Kopie einer solchen Datenbank zu haben. In einem solchen Auszug habe ich meinen Namen und meine ehemalige Adresse in Deutschland, Steuernummer und Bankverbindung gefunden (Koennte also aus einer Datenbank des Finanzamtes stammen.). Das kann ich nicht wirklich witzig finden und waere ich noch deutscher Staatsbuerger mit diesem Konto und dieser Steuernummer, dann haette ich nach diesem Fund mein Konto wohl geschlossen und ein neues eroeffnet und danach ueberprueft, ob die Datenbank "upgedated", also regelmaessig kopiert bzw. geklaut wird. Solange es solche Sicherheitslecks in der staatlichen Datenverarbeitung gibt, brauchen wir uns um Facebook nicht zu sorgen. Nach Steuernummer und Kontoverbindung fragt Facebook naemlich nicht und man wird wohl auch nicht allzuviele derart naive Nutzer finden, die Facebook diese Daten freiwillig geben wuerden.

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