Auch wenn ich bei Facebook nie ein Profil unter meinem richtigen Namen oder mit meinen Daten betreiben oder auch nur einen meiner persoenlichen Freunde mit seinem "Real-Name-Account" in mein Fake-Profil eintragen oder mit ihnen ueber Facebook kommunizieren wuerde, so muss ich hier doch sehen, dass die Politik gerade mal wieder ueber das Ziel hinausschiesst.
Facebook erzwingt schliesslich die Herausgabe persoenlicher Daten nicht unter vorgehaltener Pistole und haelt sich offenbar auch an seine in der AGB erwaehnten Datenschutzbestimmungen, die jeder Benutzer vor dem Anlegen seines Accounts lesen und im Zweifelsfall von seinem Vorhaben abruecken kann. Daher muss FB nicht wie ein Raeuber behandelt werden.
Zitat aus dem Artikel: "Die Aufforderung, die letzten Datenlücken im Internet schnell zu schließen, ist genau das Gegenteil dessen, was wir unter Medienkompetenz verstehen: sparsam mit seinen persönlichen Daten umzugehen."
Wenn Frau Aigner das so gesagt und nicht nur ein verwirrter Presseonkel da etwas verdreht hat, dann sollten wir uns eher ueber den Geisteszustand von Frau Aigner Gedanken machen. Facebook braucht naemlich keine Medienkompetenz zu beweisen und es kann seine Nutzer durchaus auffordern "ihr ganzes Leben" zu veroeffentlichen. Die Nutzer muessen Medienkompetenz beweisen und das ablehnen. Man kann niemanden vor seiner eigenen Dummheit bewahren. Wenn es Facebook nicht gaebe wuerden eben mehr Leute ihre Lebensgeschichte auf anderen Plattformen im Internet veroeffentlichen. Leute die ihre Daten im Netz verteilen wollen haelt auch eine Frau Aigner nicht davon ab, das zu tun.
Schoen waere auch, wenn Frau Aigner erst einmal vor der eigenen Haustuer kehren wuerde. Ich finde es naemlich nicht so angenehm, dass man im Internet (z.B. auf gewissen chinesischen "Untergrundservern") offenbar Behoerdendatenbanken diverser Laender, u.a. eben auch aus Deutschland, kaufen kann. Um zu verifizieren, dass die Datenbanken echt sind schicken die einem sogar Auszuege daraus zu, wenn man vorgibt Interesse an einer Kopie einer solchen Datenbank zu haben. In einem solchen Auszug habe ich meinen Namen und meine ehemalige Adresse in Deutschland, Steuernummer und Bankverbindung gefunden (Koennte also aus einer Datenbank des Finanzamtes stammen.). Das kann ich nicht wirklich witzig finden und waere ich noch deutscher Staatsbuerger mit diesem Konto und dieser Steuernummer, dann haette ich nach diesem Fund mein Konto wohl geschlossen und ein neues eroeffnet und danach ueberprueft, ob die Datenbank "upgedated", also regelmaessig kopiert bzw. geklaut wird. Solange es solche Sicherheitslecks in der staatlichen Datenverarbeitung gibt, brauchen wir uns um Facebook nicht zu sorgen. Nach Steuernummer und Kontoverbindung fragt Facebook naemlich nicht und man wird wohl auch nicht allzuviele derart naive Nutzer finden, die Facebook diese Daten freiwillig geben wuerden.
Kommentare: 222 | letzter Beitrag 26.05. 23:51
Kommentare: 169 | letzter Beitrag 15:11 Uhr
Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 68 | letzter Beitrag 14:48 Uhr
Kommentare: 64 | letzter Beitrag 26.05. 17:51
E-Mail an news@golem.de

Ein soziales Netzwerk für Pornografie muss seine Marke nicht an Facebook übergeben. Faceporn, ein norwegisches Unternehmen, freut sich über den Sieg vor einem kalifornischen Gericht.

Diablo 3 ist toll, sagen viele Spieler - Diablo 3 ist eine Stimulus-Response-Maschine, sagt Rainer Sigl. Der Blogger und leidenschaftliche Gamer erklärt, warum er sich Blizzards jüngstem Werk verweigert.

Lockheed Martin hat eine neue Version des Exoskeletts Hulc vorgestellt, das es einem Menschen ermöglicht, schwere Lasten zu heben und zu tragen. Der Hersteller will das System im Spätsommer testen und, wenn alles gutgeht, danach an US-Soldaten in Afghanistan ausliefern.

RIM soll in den kommenden Tagen erneut einen massiven Stellenabbau ankündigen. "Ich habe herausgefunden, welche Teile ich in meinem Puzzle nicht mehr benötige", sagte Firmenchef Thorsten Heins.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.

Am 26. Mai 2012 treten neue Datenschutzregeln der EU in Kraft. Websitebetreiber und Werbenetzwerke müssen Nutzer um Erlaubnis fragen, wenn sie Cookies setzen.