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    Autor NochEinLeser 18.04.12 - 12:27

    Die spannendste Frage zu diesem Thema, die ich je gelesen habe. Hat da irgendwer eine Antwort drauf?

    Würde mich wirklich mal interessieren.

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  2. Re: Frage

    Autor Uschi12 18.04.12 - 12:35

    Was die davon haben? Massig Geld und die Vorstellung, dass sie mit ihrer Macht in Wirtschaft und Politik eben nicht sich selbst und ihre Sonderstellung, sondern nur "die anderen" treffen.

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  3. Re: Frage

    Autor redwolf 18.04.12 - 13:03

    Die Motivation ist hier sicherlich vielschichtig, einerseits das Angesprochene, andererseits gibt es hier gezieltes Lobbying, von Indurstrien, welche Bedarfsweckung betreiben, wie die Sicherheitsindustrie. Es ist zum Beispiel bezeichnend, wenn jemand wie Otto Schily nach Innenministerposten einen Platz in den Vorständen der Sicherheitsindustrie bekommt. Von ACTA und anderen Plänen hat vor allem die Contentindustie etwas. Für alle Beispiele gibt es jemand, der sich an den neuen Gesetzeslagen dran bereichert. Man muss gar nicht soweit gehen, den Staat vorzuwerfen einen Unterdrückungsapparat aufzubauen; auch wenn diese Technologien einen solchen natürlich Vorschub verleihen. Bezogen auf das Internet wird hier versucht Konstrukte vorhandener Rechtmaßnahmen auf das Internet zu übertragen. Und sie haben Verbündete, wenn man sich die glücklicherweise noch geringe Zahl an Postprivacy-Befürwortern anguckt. Es gibt da Personen, welche sehr kommunikativ sehen und die Öffentlichkeit ihrer Privatsphäre als einen Vorteil herausstellen. Ich glaube diese Gruppe wird durch soziale Netzwerke weiteren Zulauf bekommen. Aus meiner Sicht generiert sich diese Gruppe aktuell aus hippen, ideologisch denkenden, 24/7 Internetnutzern, welche einen breiten Freundeskreis online wie offline vorweisen können und nur wenige negative Erfahrungen mit ihrer Offenheit gemacht haben.
    Das Totschlagargument "Ich habe ja nichts zu verbergen" ist sicherlich auch einer der Gedankengänge von Politikern, die sich selbst als die Guten betrachten. Machen wir uns nichts vor, natürlich können Maßnahmen die zu mehr Überwachung führen Verbrechensraten verringern, die Frage ist eine philosphische: Was schätzt man mehr die Freiheit oder die Sicherheit. Und da man hier normalerweise den Kompromiss geht, wieviel Freiheit und wieviel Sicherheit räumt man ein.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 18.04.12 13:12 durch redwolf.

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  4. Re: Frage

    Autor Uschi12 18.04.12 - 15:00

    redwolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Machen wir uns nichts vor, natürlich können Maßnahmen die zu
    > mehr Überwachung führen Verbrechensraten verringern

    Das wichtigste Wort in diesem Satz ist das KÖNNEN. Auf der anderen Seite steht aber das DARF NICHT die Freiheit einschränken.
    Jedes mehr an Überwachung schränkt die Freiheit ein, aber nicht jedes mehr an Freiheit erhöht die Verbrechensrate.

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