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Die Politik mag Facebook.

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  1. Die Politik mag Facebook.

    Autor Charles Marlow 20.06.12 - 12:17

    Man kann sich damit präsentieren, man kann es am Stammtisch dämonisieren oder verherrlichen, man kann die Polizei damit "arbeiten" lassen, anstatt neue Stellen zu schaffen.

    Und das Beste: die Bevölkerung gewöhnt sich schon mal daran, von der Wiege bis zur Bahre bespitzelt und verkauft zu werden - UND es auch noch gut zu finden.

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  2. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor jasowasaberauch 20.06.12 - 12:30

    Exakt - das ist die schöne neue Welt in Reinkultur - Du wirst nach Strich und Faden ausgenommen und die meisten finden es auch noch gut.

    Der Schule gehört aber so ein Rüffel erteilt, dass es ihr nie wieder einfällt, wegen der Fotos für Facebook Schüler vom Unterricht auszuschließen. Wo sind wir denn? Schule ist für Schüler da, nicht für Facebook. UNGLAUBLICH.

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  3. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor modd 20.06.12 - 12:36

    so wie ich das verstanden habe war das kein unterricht sondern eine veranstalltung mit einem geschichtenerzähler bei der fotos gemacht wurden und wer eben nicht auf die fotos will (oder darf weil die eltern es verboten haben) kann eben nicht teilnehmen.
    Mit facebook hat das eigentlich garnix zu tun, sowas gabs schon immer nur ging es früher um normale Internetseiten der Schule oder Zeitungsveröffentlichungen.

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  4. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor syntax error 20.06.12 - 12:37

    Und wenn es darum gegangen wäre, die Fotos davon in der örtlichen Tageszeitung abzudrucken? Dafür ist auch das Einverständnis der Eltern notwendig.

    Hätte es dann auch so einen Aufstand gegeben oder würde man es "Bespitzelungen" und "Verkauf" nennen?

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  5. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor evilchen 20.06.12 - 12:47

    Es mag so was schon öfter gegeben haben, besser wird es dadurch allerdings nicht.
    Wenn ich als Schule einen Geschichtenerzähler einlade, dann mache ich das für die Schüler. Den Schülern soll altersgemäße Unterhaltung zugute kommen. Wenn ich die Teilnahme nun mit der Einwilligung zur Verbreitung der Fotos auf Facebook verkette, diskriminiere ich einen Teil der Kinder, deren Eltern sich Gedanken um die Privatsphäre ihrer Kinder machen. (Nicht das andere Eltern das nicht auch tun, aber diese sind eben zu einem anderen Ergebnis gekommen und die Kinder können dadurch teilnehmen. Das Recht der eigenen Wahl)

    Ich finde, das ist fast ein Verstoß gegen den Bildungsauftrag.
    Ich kann ja auch nicht nur Schüler annehmen, welche die Marke Marlboro raucht, weil der Tabak Konzern die Tafeln gestiftet hat.

    Wie der Artikel schon beschreibt können Bilder, auf denen Kinder ohne Einverständniserklärung zu sehen sind, ja extra vermieden oder aussortiert werden.

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  6. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor SaSi 20.06.12 - 12:48

    was ist denn dabei, ein bisschen schwanger gibt es nicht - also ganz oder gar net.

    zur sicherheit: pedofile im internet ok, aber genauso können die bilder direkt vor der schule machen - was jagt mehr angst ein?

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  7. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor Jakelandiar 20.06.12 - 12:52

    SaSi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zur sicherheit: pedofile im internet ok, aber genauso können die bilder
    > direkt vor der schule machen - was jagt mehr angst ein?

    Die Schule. Eindeutig... zu laut, zu hektisch und viel zu viele Miniaturmenschen die da rumrennen.


    Aber um mal deine Pedofilen fragen zu beantworten: Internet.

    Warum? Weil es dabei mehr potenzielle Pedofile gibt.

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  8. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor evilchen 20.06.12 - 12:57

    Beispiel Kindergarten: Die Erzieher meiner Gruppe wissen schon ganz genau, wer sich regelmäßig beim Gelände aufhält. Man wird gesehen.

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  9. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor 1st1 20.06.12 - 13:03

    Richtig.

    Außerdem sind wir ja in einer modernen Welt, in der man selbst mit kostenlosen Programmen Gesichter unkenntlich machen kann, und zwar deutlich schöner, als wie ich mich in meiner Kindheit an die schwarzen Balken vor den Augen erinnern kann.

    Man hätte eben aus dem Unterricht (um nichts anderes handelt es sich, auch wenn der Geschichtenerzähler von Extern ist) Bilder machen können, und anschließend die Kinder unkenntlich machen können, die man nicht erkennen soll. Erzieherisch wertvoll wäre das vielleicht sogar (für andere Eltern) wenn man das Unkenntlichmachen im Bildkommentar erklärt hätte.

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  10. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor SaSi 20.06.12 - 13:05

    Jakelandiar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SaSi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > zur sicherheit: pedofile im internet ok, aber genauso können die bilder
    > > direkt vor der schule machen - was jagt mehr angst ein?
    >
    > Die Schule. Eindeutig... zu laut, zu hektisch und viel zu viele
    > Miniaturmenschen die da rumrennen.
    >
    > Aber um mal deine Pedofilen fragen zu beantworten: Internet.
    >
    > Warum? Weil es dabei mehr potenzielle Pedofile gibt.

    hmmm, ob er ein bild hat, oder das kind direkt entführt macht für mich einen bedeutenden unterschied. meist resultiert eine tat aus kurzfristigkeit. ein bild bedeutet recherche, planung der tat etc. (da muss sich selbst das kranke gehirn damit länger auseinandersetzen) - vor dem kind zu stehen und die situation auszunutzen also in affekt zu handeln ist meiner meinung gefährlicher! zeigen auch die fälle die es bereits gab, meistens familienangehörige oder nachbarn etc. die im affekt gehandelt haben.

    ich seh das bild daher weniger schlimm, jedem anderen in unmittelbarem kontakt würde ich alles erdenkliche brechen, wenn er das kind ansprechen sollte.

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  11. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor nille02 20.06.12 - 13:11

    modd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > so wie ich das verstanden habe war das kein unterricht sondern eine
    > veranstalltung mit einem geschichtenerzähler bei der fotos gemacht wurden
    > und wer eben nicht auf die fotos will (oder darf weil die eltern es
    > verboten haben) kann eben nicht teilnehmen.

    Die Fotos waren nicht das Problem da man die Kinder hätte unkenntlich machen können. Aber es wurde auch eine Videoaufzeichnung gemacht und die Rektorin glaubt es da ein Problem wäre die Kinder ebenfalls unkenntlich zu machen.

    Aber zumindest zeigen die Einsicht und der Geschichtenerzähler Andreas Bollmann kommt noch mal in die Schule.

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  12. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor nille02 20.06.12 - 13:12

    syntax error schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn es darum gegangen wäre, die Fotos davon in der örtlichen
    > Tageszeitung abzudrucken? Dafür ist auch das Einverständnis der Eltern
    > notwendig.
    >
    > Hätte es dann auch so einen Aufstand gegeben oder würde man es
    > "Bespitzelungen" und "Verkauf" nennen?

    Die Bilder in Zeitungen wandern aber nach einiger Zeit ins Archiv und sind dann nicht mehr von Millionen abrufbar. Bei FB bleiben die Bilder immer verfügbar und wandern auch immer mal wieder durch eine Bilderkennung.

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  13. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor Test_The_Rest 20.06.12 - 13:40

    SaSi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jakelandiar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > ich seh das bild daher weniger schlimm, jedem anderen in unmittelbarem
    > kontakt würde ich alles erdenkliche brechen, wenn er das kind ansprechen
    > sollte.

    Mein Gott, wie krank und paranoid diese Welt geworden ist.

    Ein Mensch, der mit einem Kind spricht, gilt direkt als potentieller Pädophiler ( ja "ä" nicht "e") und er muß fürchten, daß irgendein Vollidiot um die Ecke kommt und ihn verprügelt...
    Wenn man Facebook benutzt ist man automatisch ein Selbstdarsteller und läuft Gefahr, von allen Seiten nur bespitzelt zu werden ^^

    Es gibt noch Menschen, die sprechen mit Kindern, ohne ihnen etwas tun zu wollen und es gibt noch Menschen, die nutzen soziale Netzwerke bewußt und vorsichtig...

    Man stelle sich einmal vor...
    Ein weinendes Kind...
    Ein Mensch der helfen will und sicher gehen will, daß mit dem Kind alles okay ist...
    Ein Hohlkörper, der paranoid ist und die Situation nicht richtig einschätzen kann...

    Wo soll das noch hinführen?

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  14. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor Reiter auf dem MIPS 20.06.12 - 13:57

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Bilder in Zeitungen wandern aber nach einiger Zeit ins Archiv und sind
    > dann nicht mehr von Millionen abrufbar.

    Die meisten Zeitungen haben inzwischen auch eine Onlineausgabe.
    Und ich verstehe die Aufregung nicht: Was ist denn daran so schlimm, wenn diese Bilder veröffentlicht oder später abrufbar sind? Könnte das Kind im späteren Leben Probleme bekommen, wenn sich herausstellt, das es an einre Stunde mit dem Geschichtenerzähler teilgenommen hat?

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  15. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor Dragos 20.06.12 - 14:04

    Test_The_Rest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SaSi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Jakelandiar schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > ich seh das bild daher weniger schlimm, jedem anderen in unmittelbarem
    > > kontakt würde ich alles erdenkliche brechen, wenn er das kind ansprechen
    > > sollte.
    >
    > Mein Gott, wie krank und paranoid diese Welt geworden ist.
    >
    > Ein Mensch, der mit einem Kind spricht, gilt direkt als potentieller
    > Pädophiler ( ja "ä" nicht "e") und er muß fürchten, daß irgendein
    > Vollidiot um die Ecke kommt und ihn verprügelt...
    > Wenn man Facebook benutzt ist man automatisch ein Selbstdarsteller und
    > läuft Gefahr, von allen Seiten nur bespitzelt zu werden ^^
    >
    > Es gibt noch Menschen, die sprechen mit Kindern, ohne ihnen etwas tun zu
    > wollen
    Zustimm.


    >und es gibt noch Menschen, die nutzen soziale Netzwerke bewußt und
    > vorsichtig...
    >
    Hier verstehe ich jetzt nicht ob du auf der Seite der schule bist oder auf der Seite des Kindes/der Eltern. Falls ersteres, Schulen nutzen soziale Netzwerke nicht bewußt, falls dich sind die garnicht erst in einem Sozialen Netzwerk. Es macht doch keinen Sinn für eine Schule Facebook zu nutzen aber ohne öffendliche Seite.

    > Man stelle sich einmal vor...
    > Ein weinendes Kind...
    > Ein Mensch der helfen will und sicher gehen will, daß mit dem Kind alles
    > okay ist...
    > Ein Hohlkörper, der paranoid ist und die Situation nicht richtig
    > einschätzen kann...
    >
    > Wo soll das noch hinführen?
    Kein Kommentar.

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  16. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor Test_The_Rest 20.06.12 - 14:49

    Dragos schrieb:

    > Hier verstehe ich jetzt nicht ob du auf der Seite der schule bist oder auf
    > der Seite des Kindes/der Eltern.

    Kann ich Dir klar und unumwunden sagen.

    Ich bin auf der Seite der Eltern.
    Da Kinder noch nicht die Entscheidung treffen können, ob und welche Daten von ihnen veröffentlicht werden sollen und ganz klar die Eltern alleinig erziehungsberechtigt sind, hat die Schule nicht das geringste Recht, Sanktionen bei Nichtveröffentlichung zu verhängen.

    IMHO geht das ganz Nahe in Richtung Erpressung zum Verzicht auf das Recht an privater Selbstbestimmung und dem Recht am eigenen Bild.

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  17. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor cry88 20.06.12 - 14:56

    Test_The_Rest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > IMHO geht das ganz Nahe in Richtung Erpressung zum Verzicht auf das Recht
    > an privater Selbstbestimmung und dem Recht am eigenen Bild.

    omg hilfe hilfe polizei, der da drüben zwingt mich schuhe zu tragen. ja, er sagt: no shirt, no shoes, no service...

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  18. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor perpetual_beta 20.06.12 - 14:57

    Test_The_Rest schrieb:

    > hat die Schule nicht das geringste Recht,
    > Sanktionen bei Nichtveröffentlichung zu verhängen.
    >

    Herr Gott!

    Es ist keine Sanktion wenn jemand die Teilnahmekriterien nicht erfüllt/erfüllen will!

    Es ist ja das gute Recht der Eltern das abzulehnen, aber dann müssen sie eben mit dem Ersatzprogramm leben, so einfach ist das.

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  19. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor ianmcmill 20.06.12 - 15:02

    syntax error schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wenn es darum gegangen wäre, die Fotos davon in der örtlichen
    > Tageszeitung abzudrucken? Dafür ist auch das Einverständnis der Eltern
    > notwendig.
    >
    > Hätte es dann auch so einen Aufstand gegeben oder würde man es
    > "Bespitzelungen" und "Verkauf" nennen?


    Ein lokales Zeitungsblatt wie die Goslarsche Zeitung ist kaum mit einem weltweit aggierenden sozialen Netzwerk wie Facebook vergleichbar. Sei es vom Bekanntheitsgrad oder der öffentlichen Zugänglichkeit und der damit inbegriffenen Einfachheit der Abrufbarkeit der Bilder über Medien jedweglicher Art.

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  20. Re: Die Politik mag Facebook.

    Autor Test_The_Rest 20.06.12 - 15:06

    Sehe ich anders.
    Es ist eine schulische Veranstaltung gewesen.

    "Eine Grundschule hat Kinder deswegen jetzt von einer Unterrichtsstunde ausgeschlossen."

    Und ich finde, Unterricht hat nichts mit dem Zwang zu tun, persönliche Daten in sozialen Netzwerken veröffentlichen zu lassen.

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