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Es muss ein Papierbrief sein

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  1. Es muss ein Papierbrief sein

    Autor anonym 28.02.10 - 11:03

    Ich kann mir ja kaum vorstellen, dass der CCC ein Internet-Portal fuer sowas sinnvoll haelt. Egal wie sehr man sich abmuehen, es wird immer ein Restrisiko bleiben, dass die Daten in solchen Portalen abgegriffen werden. Einzig bei Daten, die sowieso auf Internetportalen zur Verfuegung stehen kann das eine Alternative sein.
    Per E-Mail ist auch schlecht mangels verbreiteter Verschluesselung. (Da steht auch zu befuerchten, dass das unsaegliche De-Mail mit sowas gepusht werden wird)


    Ausserdem: Wenn die Unternehmen persoenliche Daten speichern wollen, dann muss es ihnen auch Wert sein einmal pro Jahr einen Brief zu verschicken. So schafft man auch Anreize zur Datensparsamkeit, indem Firmen aus kostengruenden ueberlegen ob sie die Daten wirklich brauchen oder nicht doch auf eine Speicherung verzichten koennen.

  2. Re: Es muss ein Papierbrief sein

    Autor FooBarBaz 28.02.10 - 11:42

    Oder man verwendet das gerade als Anreiz die Verschlüsselung bei Emails zu pushen. Wenn man keinen Client hat, der PGP unterstützt, dann kann man das nicht lesen, und man sucht sich nen anderen. Wenn sie die Leute nen anderen Anbieter suchen, sehen sich diese gezwungen Aufzurüsten, damit ihnen nicht noch mehr Kunden weglaufen. So einfach ist das.

  3. Re: Es muss ein Papierbrief sein

    Autor Mannomann 28.02.10 - 13:17

    Dir ist das System "Verschlüsselung" geläufig?

    Bei der von Dir ins Rennen geworfenen Verschlüsselung mittels PGP brauch der Absender den öffentlichen Schlüssel des Empfängers. Hast Du keinen Schlüssel, bekommst Du nox verschlüsselt.
    Solange Du dann auch noch deinen Schlüssel nicht auf Keyservern veröffentlichst, mß dieser von Hand eingepfelgt werden. BTW: Nochmaehr daten die gesammelt werden.

    Da ist es weniger Aufwendig einen Serienbrief durch eine Falt-Kuvertier-Frankier-Maschine zu jagen.

  4. Re: Es muss ein Papierbrief sein

    Autor xsosos 28.02.10 - 13:20

    Mir fällt gerade ein was ist mit denen die viele Daten haben aber keine Adresse?

    (soll man ihnen dann die Adresse schicken?)

  5. Re: Es muss ein Papierbrief sein

    Autor FooBarBaz 28.02.10 - 13:41

    Ja, das ist es, und ich denke nicht, das ein Keyserver - meinetwegen auch ein zentraler der Regierung, als Ersatz für die De-Mail - um einiges mehr Kostenaufwand und Materialaufwand mit sich zieht, als das Versenden hunderter Briefe. Wenn man mal bedenkt, wie viele Services irgendwelche Daten von einem haben, wie viel Papiermüll man dann jedes Jahr hätte... Außerdem mal wieder ein Todesurteil für kleinere Betriebe, die dann mal wieder ne Druckerei beschäftigen müssen, weil die Papierflut mit dem hauseigenen Laserdrucker nicht zu bewältigen ist. Und BTW: Mir ist es lieber, wenn die eine Email-Adresse und nen Public Key von mir haben, als meine physische Adresse.

  6. Re: Es muss ein Papierbrief sein

    Autor Einfachst 28.02.10 - 17:10

    xsosos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir fällt gerade ein was ist mit denen die viele Daten haben aber keine
    > Adresse?
    Wenn man von den Daten nicht auf die adresse kommt, dann sind es keine personenbezogenen Daten.

  7. Re: Es muss ein Papierbrief sein

    Autor xsosos 28.02.10 - 18:27

    Ausweisnummer + Sexuelle Vorlieben != personenbezogene Daten ?

    Da haben die Pornodienstleister aber nochmal Schwein gehabt ;-)

  8. Re: Es muss ein Papierbrief sein

    Autor 486dx4-160 28.02.10 - 20:26

    Ganz klar muss es ein Papierbrief sein. Nicht jeder hat Internet.

  9. Re: Es muss ein Papierbrief sein

    Autor Verschusselung 01.03.10 - 10:58

    FooBarBaz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, das ist es, und ich denke nicht, das ein Keyserver - meinetwegen auch
    > ein zentraler der Regierung, als Ersatz für die De-Mail - um einiges mehr
    > Kostenaufwand und Materialaufwand mit sich zieht, als das Versenden
    > hunderter Briefe.

    Ein zentraler Keyserver der Regierung - hmmmm - das wäre doch mal ein lohnendes Ziel! Von jedem Bürger kann man dann den PublicKey abgreifen (der natürlich ein Leben lang gilt) und mit genügend Rechenkapazität (Botnetze) und/oder ausreichend Zeit (einfach mal laufen lassen, irgendeinen Key knackt man schon) dann schön auf den privaten Teil rückschliessen. Was man dann damit alles schönes im Namen des Opfers anstellen könnte, brauche ich hier wohl nicht zu erwähnen ...

    Mensch Leute! Befasst Euch mal ausgiebig mit Verschlüsselung und auf welchen Annahmen diese beruhen! Kommt ein superschlauer 14-jähriger auf den Trichter, dass Faktorisierung grosser Zahlen mit 10 Fingern plus Hinzunahme des rechten grossen Zehs in O(n) möglich ist, dann schauen alle dumm aus der Waesche mit ihren PGPs. Btw. würde es mich auch interessieren, wieviele Public/Private KeyPaar-Datenbanken einfach mal auf Vorrat angelegt wurden. Da vereinfacht sich die Sache mal schnell auf O(1)!

    Papierbrief ist ganz klar die beste Alternative. Wer darauf verzichten will, kann das ja dem Unternehmen mitteilen.

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