Meiner Meinung nach war der größte Fehler der Piratenpartei alles und jeden Aufzunehmen und auch zuwort kommen zu lassen.
An dieser Stelle ein passendes Sprichwort:
"Wer für alles offen ist, der kann nicht ganz dicht sein!"
Bei den Anfängen Amerikas zog es all die religösen Sonderlinge und sonstigen Irren von Europa nach Amerika. Dort hatte man die Möglichkeit seine Blödheit voll auszuleben. Was aus Amerika geworden ist sieht man ja heute. Ein großer Haufen von Sekten-Anhängern und sonstigen religiösen Fanatikern.
Ein ähnliches Problem hat auch die Piratenpartei. Nachdem die Piratenpartei ihre ersten Erfolge verzeichnen konnte, kamen von allen Seiten die Idioten an die ihre dämlichen Ideen mit über die Piratenpartei in ein Wahlprogramm schleusen wollten. Drogen freigeben, Grundeinkommen für alle, etc. etc. etc.
Alles Punkte die man ja gerne Diskutieren kann, die aber absolut nichts mit der ursprünglichen Piratenpartei zutun haben und mir persönlich sauer aufstoßen.
Ich persönlich kann diese Partei nicht mehr aus voller Überzeugung wählen. Allenfalls zum Protest. Das ist aber wohl auch nicht Sinn der Sache.
Meiner Meinung nach hätte man sich an die ursprünglichen Themen halten sollen. So wird man auf dauer mehr Leute verschrecken als dazugewinnen!
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grizzler schrieb:
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> Ein ähnliches Problem hat auch die Piratenpartei. Nachdem die Piratenpartei
> ihre ersten Erfolge verzeichnen konnte, kamen von allen Seiten die Idioten
> an die ihre dämlichen Ideen mit über die Piratenpartei in ein Wahlprogramm
> schleusen wollten. Drogen freigeben, Grundeinkommen für alle, etc. etc.
> etc.
> Alles Punkte die man ja gerne Diskutieren kann, die aber absolut nichts mit
> der ursprünglichen Piratenpartei zutun haben und mir persönlich sauer
> aufstoßen.
Natürlich hat das mit Piratenwerten zu tun und zwar essentiell. Drogen freigeben spricht für eine Freiheit für verantwortungsvolle Menschen und eine fortschrittliche Drogenpolitik statt sinnfreier Tabus die nur den Untergrund befördern. Und das Grundeinkommen dient der gesellschaftlichen Teilhabe aller, also wieder Freiheit für das Individuum. Alles sehr piratig wenn du mich fragst und ich bin schon ne ganze Weile Mitglied und finde diese Ideen sinnvoll und wichtig für ein positives Menschenbild und eine sinnvolle Zukunft der Gesellschaft.
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Dass es in der Partei viele Spinner gibt, da muss ich dir recht geben. Die Frage ist aber: Ist das ein Problem? Natürlich! Auch ein Grundsätzliches? Was ich damit sagen will, was unterschiedet eine Piratenpartei von jeder anderen Partei die sich neu gründen und so populär werden würde wie die Piraten. Jede andere Partei würde wohl ähnlich mit Spinnern überflutet wie die Piraten. Wenn das aber heißt, dass man keine Parteien mehr gründen kann, "nur" weil sich dann da auch mal die Spinner ansammeln, sollte man sich die Frage stellen ob das Parteiensystem so noch funktionieren kann, wenn man keine Parteien mehr gründen kann.
Also entweder es ist wirklich ein Problem, dann liegt es aber nicht an den Piraten, sondern liegt viel tiefer und wiegt viel schwerer. Oder aber es ist kein wirkliches Problem und die Piraten müssen sich mal auf den Hosenboden setzen und das in den Griff bekommen. Die Frage ist dann wieder: Ist das überhaupt in den Griff zu bekommen? Haben das andere Parteien im Griff?
Was bliebe als Alternative? Zusehen, wie die anderen das schon für und machen? Die machen das schon, wir brauchen bloß zu folgen? Schwierig, ernsthaft. Wir sehen ja es geht irgendwie, aber vielleicht könnte es ja noch besser gehen? Wer weiß.
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Das Problem das ich sehe ist eher, dass die ganzen Leute die piratige Ideen vertreten und der Uridee treu sind nicht den Mund aufmachen und sich nur in Foren oder so auslassen. Geht zu den Stammtischen, macht mit in LiquidFeedback. Denn nur wenn niemand hingeht haben die "Deppen" ihre Bühne ohne Widerworte.
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Ich denke das Problem entsteht dann, wenn man die "Einzelmeinung" nicht von der "Parteimeinung" bzw. "Parteilinie" unterscheiden kann, da so der Eindruck entsteht, eine(r) spräche so für das gesamte Kollektiv. Sehr viele Menschen wissen gar nicht, wie es intern (strukturell) bei den Piraten abläuft, wissen nichts über die Meinungsfindungsprozesse etc. und nehmen dann die Aussagen einzelner Figuren für bare Münze und übertragen dies dann als "Meinung" bzw. "Position" auf die gesamte Partei.
Was mich auch stört sind noch zwei weitere Dinge: Zum einen, dass man sich nicht von vorne herein z.B. darüber Gedanken gemacht hat, wie man mit Leuten wie Ponader umgehen soll, dessen Situation ja schon problematisch ist, keine Frage, die aber durch den Spendenaufruf und seinen Umgang mit dem Thema allgemein noch viel problematischer wurde. Dass dies mehr oder weniger abzusehen war, hätte man sich auch vorher denken können. Da frage ich mich schon, was man sich parteiintern dabei gedacht hat. Ich greife das jetzt mal als Beispiel heraus, gibt sicher noch einiges mehr.
Zum anderen nervt mich der extrem unprofessionell-unreflektierte Umgang, der bisweilen wirklich extrem amateurhaft wirkt. Die Art und Weise, wie sich diese Menschen in der Öffentlichkeit bewegen ist schlicht höchst unprofessionell. Seien es nun die z.T. unüberlegten Äußerungen, Einzelmeinungen die den Eindruck von Parteikonsens erwecken, oder solche sehr fragwürdigen Verhaltensweisen einer Frau Schramm, die sich die Frage gefallen lassen muss, ob ihre Autorentätigkeit und der Gewinn etc.pp. nicht gegen Parteiinhalte verstoßen bzw. wie sich dies alles miteinander vereinbaren lässt (ich spare mir Ausführungen hierzu jetzt einfach mal, da diese auch schon wo anders mehrfach dargestellt wurden).
Für manche Leute mag das alles Jux und Dollerei sein. Für jemanden, der Politik aber halbweg ernst nimmt und der auch keine 20 mehr ist, wird das ab nem gewissen Punkt schlicht und ergreifend peinlich und vor allem nervtötend, weil außer Egowichserei der Akteure, für den Wähler einfach nichts bei rum kommt.
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Benjamin_L schrieb:
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> Das Problem das ich sehe ist eher, dass die ganzen Leute die piratige Ideen
> vertreten und der Uridee treu sind nicht den Mund aufmachen und sich nur in
> Foren oder so auslassen. Geht zu den Stammtischen, macht mit in
> LiquidFeedback. Denn nur wenn niemand hingeht haben die "Deppen" ihre Bühne
> ohne Widerworte.
Danke! Das Problem haben aber nicht nur die Piraten. Das zieht sich nämlich wie ein roter Faden durch unsere Gesellschaft. Das Problem ist, dass es wirklich sowas wie Berufs"deppen" gibt, die auch die nötige Zeit haben sich Gehör zu verschaffen. Der piratige Pirat ist aber wohl leider nicht von dieser Sorte und muss sich anderweitig professionell um sein Lebensunterhalt kümmern. In diesem Zusammenhang sind doch Systeme, die es solchen Leuten ermöglichen sich auch neben ihrer anderen professionistischen Tätigkeit einzubringen und es den Berufs"deppen" schwer zu machen.
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grizzler schrieb:
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> Meiner Meinung nach war der größte Fehler der Piratenpartei alles und jeden
> Aufzunehmen und auch zuwort kommen zu lassen.
>[...]
> Meiner Meinung nach hätte man sich an die ursprünglichen Themen halten
> sollen. So wird man auf dauer mehr Leute verschrecken als dazugewinnen!
um mich mal nur auf deinen den Titel deines Postings zu beziehen: wo bitte macht sich die Piratenpartei lächerlich?
Das Buch ist ein Privatprojekt von Frau Schramm die – ja richtig erkannt im Bundesvorstand sitzt. Aber hören die Gemeinsamkeiten schon auf. sonst hat das Buch mit der Partei nichts gemeinsam.
Sonst ist es nichts anderes als wenn sich Schlömer in nem Interview sagt "ich bin der Meinung dass" Es ist eine Privatmeinung....
moep, jm2c
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Denkst du ernsthaft man kann deinen Post bei deinen Äußerungen über Amerika ernst nehmen? Das istja mal sowas von tief in die Pauschalisierungskiste gegriffen...
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Lasst uns doch einfach alle Gesetze abschaffe, damit endlich Freiheit herrscht.
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hubie schrieb:
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> Denkst du ernsthaft man kann deinen Post bei deinen Äußerungen über Amerika
> ernst nehmen? Das istja mal sowas von tief in die Pauschalisierungskiste
> gegriffen...
Und meine Äußerungen einfach mal ohne jegliche Begründung als Falsch abzustemplen ist besser?
Und sag mir jetzt nicht, dass es auch andere Amis gibt. So viel Verstand habe ich den Golem-Lesern dann doch noch zugetraut. Es spricht aber schon für sich wenn in den Schulen die Kreationstheorie als Tatsache gelehrt wird.
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Lächerlich ist, dass so eine peinliche Person in den Vorstand gewählt wurde. Die ist nicht nur ein einfaches Mitglied. Und die Ansichten in ihrem Buch decken sich wohl auch mit dem, was sie politisch erreichen will.
Und wenn sie jedoch nicht die Mehrheitsmeinung der Piraten vertritt, dann frage ich mich, warum sie im Vorstand ist als Beisitzerin!!! Beisitzer sollen ja die Basis im Vorstand vertreten. Hallo? Diese Frau? Also entweder haben die Piraten in den letzten Jahren eine 180° Wende vollzogen, oder sie wissen nie für wen sie da eigentlich so abstimmen.
Vor ein paar Jahren war ich mir noch nicht so ganz sicher, ob ich die Piraten mal wählen soll. Heute bin ich mir absolut sicher, dass ich die Partei, wie sie jetzt ist, garantiert nicht wählen werde.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.12 23:31 durch Raketen angetriebene Granate.
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pythoneer schrieb:
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> Benjamin_L schrieb:
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> > Das Problem das ich sehe ist eher, dass die ganzen Leute die piratige
> Ideen
> > vertreten und der Uridee treu sind nicht den Mund aufmachen und sich nur
> in
> > Foren oder so auslassen. Geht zu den Stammtischen, macht mit in
> > LiquidFeedback. Denn nur wenn niemand hingeht haben die "Deppen" ihre
> Bühne
> > ohne Widerworte.
>
> Danke! Das Problem haben aber nicht nur die Piraten. Das zieht sich nämlich
> wie ein roter Faden durch unsere Gesellschaft. Das Problem ist, dass es
> wirklich sowas wie Berufs"deppen" gibt, die auch die nötige Zeit haben sich
> Gehör zu verschaffen. Der piratige Pirat ist aber wohl leider nicht von
> dieser Sorte und muss sich anderweitig professionell um sein
> Lebensunterhalt kümmern. In diesem Zusammenhang sind doch Systeme, die es
> solchen Leuten ermöglichen sich auch neben ihrer anderen
> professionistischen Tätigkeit einzubringen und es den Berufs"deppen" schwer
> zu machen.
Die Frage bleibt aber langfristig noch zu klären, ob Politik als Nebensache funktionieren kann. Ich bezweifle das derzeit jedenfalls. Aus meiner Sicht braucht ein guter Politiker vor allem Expertise in dem Feld für das er Politik macht. Wenn er diese hat, kann er sich von mir aus auch hauptberuflich auf diese Arbeit für die Partei konzentrieren. Das wäre mir jedenfalls lieber, als jemand, der mit dem Kopf ggf. ganz woanders steckt und weder das eine, noch das andere richtig anpacken kann. Aus meiner Sicht kann das nicht gut gehen und reibt jeden über kurz oder lang auf, weil die Belastung mit den beiden Gebieten, Privatleben etc. einfach zu hoch ist.
Auch als Berufspolitiker muss man mMn. kein "Depp" oder Korrupter sein, dieses Feindbild sollten die Piraten überwinden, weil das eine mit dem anderen wieder nichts zu tun hat. Da geht es viel mehr um Überzeugung, Werte und Anstand und die hat man bzw. das ist man oder man ist es nicht bzw. hat diese nicht (oder verkauft sie im schlimmsten Fall).
Auch der Umgang mit Hirarchie ist innerhalb der Partei definitiv noch zu klären und zu reflektieren. Auch wenn in der Partei scheinbar die Meinung vorherrscht, Hierarchie sei etwas schlechtes, lässt sich dies so nicht sagen, da eine gewisse Anzahl an Hierarchieebenen wichtig ist, um die Komplexität in der Organisation auf ein funktionales Maß zu reduzieren. Dirk Baecker hat als Organisationssoziologe u.a. einige wirklich gute Bücher darüber geschrieben, aber das würde hier zu weit führen.
Jedenfalls glaube ich nicht, dass die Piraten langfristig auf einen grünen, politischen, Zweig kommen werden, wenn sie diese ideellen- und strukturellen Probleme nicht in den Griff bekommen.
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Wer absolute Freiheit möchte, sollte sich die Kugel geben. Dann unterliegt er/sie nicht mehr den Zwängen des Lebens.
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Whitey schrieb:
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> pythoneer schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Benjamin_L schrieb:
> >
> ---------------------------------------------------------------------------
>
> Die Frage bleibt aber langfristig noch zu klären, ob Politik als Nebensache
> funktionieren kann. Ich bezweifle das derzeit jedenfalls.
Das ist schade, denn das würde bedeuten, dass sich nur Politiker, die beruflich die nötige Zeit mitbringen, am politischen Leben teilhaben sollten. Politik ist aber kein Berufszweig. Politik ist einfach die Ausgestaltung unseres gemeinschaftlichen Miteinanders. Und die Demokratie möchte nun mal erreichen dass alle Teilnehmer an dieser auch daran und an ihrer Gestaltung teilhaben. Im Zuge dessen ist "Politik als Nebensache" nichts schlimmes, und vielleicht sogar ein Ziel?
> Aus meiner Sicht
> braucht ein guter Politiker vor allem Expertise in dem Feld für das er
> Politik macht. Wenn er diese hat, kann er sich von mir aus auch
> hauptberuflich auf diese Arbeit für die Partei konzentrieren. Das wäre mir
> jedenfalls lieber, als jemand, der mit dem Kopf ggf. ganz woanders steckt
> und weder das eine, noch das andere richtig anpacken kann. Aus meiner Sicht
> kann das nicht gut gehen und reibt jeden über kurz oder lang auf, weil die
> Belastung mit den beiden Gebieten, Privatleben etc. einfach zu hoch ist.
Das Problem von meiner Seite ist, dass es in diesem Entwurf von dir keinen Platz für Leute gibt die sich einbringen wollen. Es klingt bei dir wie ein Berufstand der einfach seien Arbeit verrichtet. Das ist auch weiter kein Problem. Das Problem beginnt da wo es mich betrifft, denn die Arbeit derer beeinflusst mich in hohem Maße. Warum soll ich da nicht mit entscheiden sollen, auch wenn ich keine Zeit habe mich ausgiebig damit zu befassen.
Warum soll eine Mutter und ein Vater nicht mitentscheiden können, wenn es ums Kindergeld geht oder wenn es um die Gestaltung des Schulsystems für ihr Kind geht? Weil sie arbeiten müssen? Langfristig müssten dann alle Bürger ihre Meinung, die nicht mit ihrer Arbeit zu tun hat abgeben und die Hoheit darüber, den Professionellen Politikern überlassen. Nein so kann das nicht gehen!
>
> Auch als Berufspolitiker muss man mMn. kein "Depp" oder Korrupter sein,
> dieses Feindbild sollten die Piraten überwinden, weil das eine mit dem
> anderen wieder nichts zu tun hat.
Hier hast du mich falsch verstanden. Ich meine hier wirklich die Berufs"Deppen" was nicht synonym zum Berufspolitiker zu verstehen war. Es ging hier wirklich um diese verwirrten, die mit ihren Zeit nichts anderes anzufangen wissen als Leuten ihren Schwachfug aufzudrängeln. So wie sie zu Schaaren in der Piratenpartei eintrudeln. Vor verwirrten rechten die mit ihren Freie-Energie-Maschinen die Menschheit retten wollen, oder sonstige verwirrte, die gilt es zu überwinden. Das geht freilich nur mit Verstand und ich mutmaße einfach mal, dass dies mehrheitlich in der gemeinen Bevölkerung vorherrscht. Und wenn sich ein gewisser Teil der Bevölkerung beteiligt, dann wird es diesen Berufs"Deppen" eben unmöglich gemacht ihren Unsinn zu verbreiten. Meiner Meinung die einzig gangbare Lösung.
> Da geht es viel mehr um Überzeugung,
> Werte und Anstand und die hat man bzw. das ist man oder man ist es nicht
> bzw. hat diese nicht (oder verkauft sie im schlimmsten Fall).
> Auch der Umgang mit Hirarchie ist innerhalb der Partei definitiv noch zu
> klären und zu reflektieren. Auch wenn in der Partei scheinbar die Meinung
> vorherrscht, Hierarchie sei etwas schlechtes, lässt sich dies so nicht
> sagen, da eine gewisse Anzahl an Hierarchieebenen wichtig ist, um die
> Komplexität in der Organisation auf ein funktionales Maß zu reduzieren.
> Dirk Baecker hat als Organisationssoziologe u.a. einige wirklich gute
> Bücher darüber geschrieben, aber das würde hier zu weit führen.
>
> Jedenfalls glaube ich nicht, dass die Piraten langfristig auf einen grünen,
> politischen, Zweig kommen werden, wenn sie diese ideellen- und
> strukturellen Probleme nicht in den Griff bekommen.
Die Piraten sind gekommen und etwas anders zu machen. Und mit diesem Ziel sind sie angetreten. Jetzt zu sagen: "ey Piranten, wenn ihr nicht langsam anfangt, es so zu machen wie alle anderen, dann wird das nix" ist total in den Prinzipien der Piraten vorbei. Denn dann hat die Partei keine Berechtigung mehr und ist nix weiter als jede andere Partei, die sie nie sein wollten. Sollte es wirklich so sein, dass es so nicht funktioniert, dann muss sich die Partei, sollte sie das erkannt habe, basierend auf ihren eigenen Prinzipien, auflösen! So einfach ist das.
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<°(((><<
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Whitey schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Die Frage bleibt aber langfristig noch zu klären, ob Politik als Nebensache
> funktionieren kann.
Funktioniert doch bei allen anderen Parteien auch. Wer Zeit genug für dutzende Aufsichtsrat-Jobs hat, macht ja offensichtlich keine "Vollzeit-Politik".
> Ich bezweifle das derzeit jedenfalls. Aus meiner Sicht
> braucht ein guter Politiker vor allem Expertise in dem Feld für das er
> Politik macht.
Wozu? Welcher Politiker hat denn Ahnung von dem, was er redet? Wenn Fachkenntnis wirklich benötigt wird, holt man sich bezahlte Berater. Oder man macht, was großzügige Spender wollen.
> Wenn er diese hat, kann er sich von mir aus auch
> hauptberuflich auf diese Arbeit für die Partei konzentrieren. Das wäre mir
> jedenfalls lieber, als jemand, der mit dem Kopf ggf. ganz woanders steckt
> und weder das eine, noch das andere richtig anpacken kann. Aus meiner Sicht
> kann das nicht gut gehen und reibt jeden über kurz oder lang auf, weil die
> Belastung mit den beiden Gebieten, Privatleben etc. einfach zu hoch ist.
Komisch. Die "etablierten Parteien" haben dieses Problem nicht. Wieso sollten es die Piraten bekommen?
> Auch als Berufspolitiker muss man mMn. kein "Depp" oder Korrupter sein,
Muss man nicht. Stört aber auch nicht weiter. Im Gegenteil...
> dieses Feindbild sollten die Piraten überwinden, weil das eine mit dem
> anderen wieder nichts zu tun hat.
Wieso soll man die Augen davor verschliessen?
> Da geht es viel mehr um Überzeugung,
> Werte und Anstand und die hat man bzw. das ist man oder man ist es nicht
> bzw. hat diese nicht (oder verkauft sie im schlimmsten Fall).
Du klingst ein wenig wie Gerhard Schröder. Der hat auch nur Müll gelabert. :)
> Jedenfalls glaube ich nicht, dass die Piraten langfristig auf einen grünen,
> politischen, Zweig kommen werden, wenn sie diese ideellen- und
> strukturellen Probleme nicht in den Griff bekommen.
Wird schon noch passieren. Macht korrumpiert. Sieht man ja wunderbar bei den Grünen.
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fratze123 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Whitey schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
>
> > Die Frage bleibt aber langfristig noch zu klären, ob Politik als
> Nebensache
> > funktionieren kann.
>
> Funktioniert doch bei allen anderen Parteien auch. Wer Zeit genug für
> dutzende Aufsichtsrat-Jobs hat, macht ja offensichtlich keine
> "Vollzeit-Politik".
Das behauptest du.
Ich wage zu bezweifeln, dass du Einblick in die Tätigkeiten dieser Leute hast. Politik ist ein 7-Tage Job und ich möchte nicht wissen, wie viele dieser Leute schlicht "auf der Liste" stehen und kassieren, weil sich die Unternehmen etc. etwas davon versprechen. Genauso: irgendwo mal ein oder zwei hoch dotierte Vorträge zu halten kriegt man wohl unter.
Darüber hinaus könnte man die Frage stellen, ob nicht gerade diese heikle Verbindung (z.B. zur Wirtschaft) gerade AUCH Politik ist bzw. Politik machen heißt. Das ist im Grunde auch nichts anderes als den Kontakt zum Bürger zu suchen, nur eben in die entsprechenden Felder und muss auch nicht immer in "Bestechung" (was implizit häufig ausgelegt wird) enden.
> > Ich bezweifle das derzeit jedenfalls. Aus meiner Sicht
> > braucht ein guter Politiker vor allem Expertise in dem Feld für das er
> > Politik macht.
>
> Wozu? Welcher Politiker hat denn Ahnung von dem, was er redet? Wenn
> Fachkenntnis wirklich benötigt wird, holt man sich bezahlte Berater. Oder
> man macht, was großzügige Spender wollen.
Gerade DAS ist doch das Problem!
Die Leute haben oftmals keine Ahnung von dem was sie tun bzw. tun sollen! Im Endeffekt könnten wir uns nach deiner Logik die bezahlten Berater auch gleich holen und die Politiker einsparen. Nur dann sind wir wieder genau bei dem Problem des Lobbyismus, Bestechung, Einflussnahme von denjenigen, der die meiste Macht und Geld hat. Das kann nicht Sinn der Sache sein und führt zu hochproblematischen Verstrickungen. Genau deshalb ist es wichtig, dass ein fähiger Politiker Expertise auf seinem Posten besitzt. Er muss beurteilen können, ob das Gesetz gut ist, welche Auswirkungen es hat etc.. Ansonsten ist so eine Person schlicht nicht zu gebrauchen.
> > Wenn er diese hat, kann er sich von mir aus auch
> > hauptberuflich auf diese Arbeit für die Partei konzentrieren. Das wäre
> mir
> > jedenfalls lieber, als jemand, der mit dem Kopf ggf. ganz woanders
> steckt
> > und weder das eine, noch das andere richtig anpacken kann. Aus meiner
> Sicht
> > kann das nicht gut gehen und reibt jeden über kurz oder lang auf, weil
> die
> > Belastung mit den beiden Gebieten, Privatleben etc. einfach zu hoch ist.
>
> Komisch. Die "etablierten Parteien" haben dieses Problem nicht. Wieso
> sollten es die Piraten bekommen?
Weil in den "etablierten Parteien" ab einer gewissen Hierarchiestufe nur noch Berufspolitiker arbeiten?? Alles was über eine regionale Ebene hinaus geht, wird zum Beruf, weil die Anforderungen und der Zeitaufwand einfach nicht mehr anders zu stemmen sind. Was glaubst du, warum so viele Piraten nach so kurzer Zeit "aufgeraucht" waren und sich zurückgezogen haben?
> > Auch als Berufspolitiker muss man mMn. kein "Depp" oder Korrupter sein,
>
> Muss man nicht. Stört aber auch nicht weiter. Im Gegenteil...
Klar stört es nicht unbedingt. Nur sind diese Leute bestenfalls auf einer moralischen Ebene "Deppen". Denn so blöde werden sie sich nicht anstellen, wen sie gut verdienen und sich dabei nicht erwischen lassen.
> > dieses Feindbild sollten die Piraten überwinden, weil das eine mit dem
> > anderen wieder nichts zu tun hat.
>
> Wieso soll man die Augen davor verschliessen?
Weil das genau die Geisteshaltung der Piraten ist. Nur Berufspolitiker sind schlecht, die Halbe-Halbe-Lösung ist (angeblich) die beste, wir können/wollen unseren Leuten nichts zahlen etc.. Die Entwicklung bei vielen, wichtige Ämter bekleidenden Piraten sieht man. Das Problem vieler etablierter Politiker ist aber nicht, dass sie Berufspolitiker sind, sondern liegt auf anderen Ebenen (s.o.). Insofern braucht man mMn. weniger vor dem Schreckgespenst "Berufspolitiker" Angst haben, als mehr von problematischen Einstellungen der entsprechenden Akteure. Frau Schramm baut aus Sicht bestimmter Personen gerade richtig Scheiße und agiert gegen "Piratenüberzeugungen" und das, obwohl sie keine "Berufspolitikerin" ist.
Deshalb sage ich, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
> > Da geht es viel mehr um Überzeugung,
> > Werte und Anstand und die hat man bzw. das ist man oder man ist es nicht
> > bzw. hat diese nicht (oder verkauft sie im schlimmsten Fall).
>
> Du klingst ein wenig wie Gerhard Schröder. Der hat auch nur Müll gelabert.
> :)
Verstehe nicht, was das mit Schröder zu tun hat.
Aber vielleicht triffts das: Es geht eben genau nicht "ums Müll labern" sondern um Politiker mit Sachverstand, die wissen, wovon sie sprechen. Dann wird auch nicht so viel Scheiße gequatscht oder Zeug verbreitet, das nur bestimmten Kunden in den Kram passt. ;)
> > Jedenfalls glaube ich nicht, dass die Piraten langfristig auf einen
> grünen,
> > politischen, Zweig kommen werden, wenn sie diese ideellen- und
> > strukturellen Probleme nicht in den Griff bekommen.
>
> Wird schon noch passieren. Macht korrumpiert. Sieht man ja wunderbar bei
> den Grünen.
Das kann (!) sein. Ich glaube aber weniger, dass es per se die Macht ist, sondern die Struktur, welche sich im Laufe der Jahre so verfestigt hat, dass sie ganz_grundsätzlich nicht mehr reflektiert wird. So nach dem Motto: "das haben wir ja schon immer so gemacht". Das es in jeder Partei ab einem gewissen Level auch "Egos" gibt ist glaub ich klar, das sieht man bei den Piraten aber jetzt schon und die haben noch so gut wie nichts gerissen - insofern geht das auch ohne Macht. :D
Nur sehe ich die Piraten eigentlich als Bereicherung für unsere Politiklandschaft, auch wenn sie vieles nicht auf die Reihe kriegen. Deshalb würde ich mir eben wünschen, sie würden ihre Probleme in den Griff bekommen.
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Meinst du die anderen Parteien filtern die Mitglieder?
Das "Problem" ist weniger, dass die Frau ein Mitglied ist, sondern dass diese auch gewählt wurde. Ist aber auch eine Frage, wer sich alles zur Wahl stellt.
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Sorry, irgendwie verwirrt mich die Struktur dieses Forums :-D
Ich teile deine Meinung schon und ich bin auch absolut dafür, dass so viele Leute wie möglich an Politik und der Arbeit partizipieren können. Nur so wie ich die Lage im Moment einschätze, sind die Piraten mit ihrer "Strukturreform" bzw. dem anders_machen eher am Kentern als am Entern.
Und ich glaube, dass sich langfristig einfach Qualität und Wissen durchsetzen MUSS, damit die Bevölkerung wieder Vertrauen in die Politik gewinnt. Gerade das wäre mMn. ein Alleinstellungsmerkmal der Piraten. Nicht wie in anderen Parteien, wo ein Mediziner plötzlich Wirtschaftsminister wird etc.pp.
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Die Piraten haben Leute die ihnen viel Sympathie bringen: z. B. Christopher Lauer oder Marina Weisband. Dann aber auch wieder so Leute mit denen die meisten Wähler absolut nichts anfangen können wie: Bernd Schlömer oder Julia Schramm.
Aktuell stellen die letzteren den Vorstand der Partei und treten in der Öffentlichkeit als Piratenpartei auf. Und die Wahlprognosen sind wieder knapp über der Hürde...
Die Partei wäre besser beraten weniger skurile Figuren in die Öffentlichkeit zu schubsen und wieder verstärkt auf Leute zu setzen die sich intelligent zu Wort melden können statt nur ihren egozentrischen Sülz von sich zu geben.
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2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.12 11:18 durch Keridalspidialose.
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