Ich stimme dem Artikel in großem Umfang zu, bis auf den Teil mit dem Real Life.
Ich selbst bin noch mit Packetradio, 28,8er Modem, dann dem guten 56k V90 (der helle Wahnsinn!) etc. aufgewachsen und kenne das Internet seitdem es in Deutschland überhaupt für Privatleute zur Verfügung steht. Davor gabs es halt Packetradio und C&C per Modem-Anruf als Multiplayer Spiel.
Die Digital Natives wachsen hingegen mit minimum 32mbit und 3G auf. Leider haben sie nie gelernt ohne das ganze Zeug klarzukommen! Wenn mal was schief geht stehen sie dumm dar. Das ist ein Problem, das bei lauter Überheblichkeit völlig außer acht gelassen wird.
Die richtigen Onliner sind meiner Meinung nach diejenigen, die von Anfang an dabei waren und auch eine Offliner-Vergangenheit besitzen. Dann kennt man nämlich beide Seiten und setzt sich nicht einfach ins gemachte Nest wie dieser 23 Jährige troll.
Was die Kritik gegenüber der Musikindustrie betrifft, ist das auch meine Meinung. Keiner kauft ein MP3 Album, das teurer ist als eine CD. Und wenn ich bei Amazon ein MP3 Album nicht kaufen kann, was aber in UK und USA als MP3 Album verfügbar ist, dann könnte ich den Plattenfirmen und der GEMA schlichtweg eine rein hauen. Das ist grob gesagt ein völlig identischer Haufen aus paar Bytes, aber es werden künstliche Landesgrenzen eingezogen. Sowas ist Unfug.
Genauso wie der Online-Filmvergleih, bei dem ich 3,99 für einen Film bezahlen soll während die Videothek die Bluray für 2,50 vermietet.
Die Unternehmen sparen bei der Sache das Pressen von Datenträgern, den Transport, die Marge des Einzelhändlers etc. und dementsprechend müsste das Zeug deutlich billiger sein. Status Quo ist aber: Die Contentindustrie versucht uns einfach zu verarschen.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.04.12 14:01 durch ronlol.
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> Die richtigen Onliner sind meiner Meinung nach diejenigen, die von Anfang
> an dabei waren und auch eine Offliner-Vergangenheit besitzen.
Bis auf diesen Abschnitt gebe ich dir Recht. Das ist einfach nur Elitär.
Die Behauptung ist schon deshalb witzlos, weil das Internet in seiner heutigen Form zu Zeiten der Modems noch etwas ganz anderes war. Technisch zwar weniger (HTTP, IP, TCP, Email etc. gabs alles) aber es bot bei weitem noch nicht die Möglichkeiten so in unser Leben integriert zu werden.
Mir ist aufgefallen, dass viele technisch versierte Menschen dadurch, dass sie "von Anfang an" dabei waren das größere Bild aus den Augen verlieren und dann die Personen belächeln die abstrakte Gebilde, wie das Internet, als Entitäten wahrnehmen obwohl es ihnen viel mehr Möglichkeiten bietet, dieser Abstraktion zu folgen und nicht an den Konkreten Umständen fest zu halten.
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Das eine schließt ja aber das andere nicht aus.
Ich bin froh damals am 286er schon im Hexeditor Spielstände geändert zu haben, meine PC Systeme selbst gebaut und mit 3dfx Karten aufgerüstet zu haben etc. Insofern stellt es für mich auch kein Problem dar heute einen modernen NAS im Hausnetz einzubinden und meine eigene Cloud Engine und den persönlichen iTunes Server laufen zu lassen.
Für diese Grundlagen benötige ich aber weder eine Anleitung bei Youtube noch irgend ein Tutorial, sondern Erfahrung und technisches Verständnis. So braucht man erst garnicht zu googeln bevor man irgendwas macht.
So siehts auch aus wenn mein moderner Wagen ein Problem hat. Ich kann per ODB erfahren was es für ein Problem gibt und technisches Verständnis hilft mir es zu lösen. Wenn etwa eine Zündspule (ja, so eine habe ich tatsächlich immer dabei) fliegen geht, wird die eben am Straßenrand gewechselt und dann fährt man weiter.
Um einen Schrank auseinander und zusammen zu bauen muss man ja auch kein Youtube Tutorial anschauen sondern man packt einfach den Ratschenkasten aus und krempelt die Ärmel hoch.
Und genau dieses Vorgehen ist immer noch besser als erstmal herum zu suchen! Erfahrungen zu machen hat immer noch den größeren Lerneffekt, als paar Forenbeiträge zu lesen.
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ssssssssssssssssssss schrieb:
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> > Die richtigen Onliner sind meiner Meinung nach diejenigen, die von
> Anfang
> > an dabei waren und auch eine Offliner-Vergangenheit besitzen.
>
> Bis auf diesen Abschnitt gebe ich dir Recht. Das ist einfach nur Elitär.
>
> Die Behauptung ist schon deshalb witzlos, weil das Internet in seiner
> heutigen Form zu Zeiten der Modems noch etwas ganz anderes war. Technisch
> zwar weniger (HTTP, IP, TCP, Email etc. gabs alles) aber es bot bei weitem
> noch nicht die Möglichkeiten so in unser Leben integriert zu werden.
>
> Mir ist aufgefallen, dass viele technisch versierte Menschen dadurch, dass
> sie "von Anfang an" dabei waren das größere Bild aus den Augen verlieren
> und dann die Personen belächeln die abstrakte Gebilde, wie das Internet,
> als Entitäten wahrnehmen obwohl es ihnen viel mehr Möglichkeiten bietet,
> dieser Abstraktion zu folgen und nicht an den Konkreten Umständen fest zu
> halten.
Ich gebe dir Recht, den das Thema Internet ist in seinem gesamten Wesen so komplex, das kann gar keiner überblicken.
Wenn man Erfahrung mit den Anfängen hat, dann findet man häufig paralellen, oder denkt auf einer ganz anderen Abstraktionsschicht, was wiederum seine nachteile hat (da man in aller Regel viel zu stark in Details denkt, da sind die "offensichtlichen" Probleme meist unsichtbar).
Mit jeder technischen Entwicklung kommt aber genau diese Situation.
Der Endanwender will "benutzen" aber nicht wissen wie es funktioniert, den das braucht der auch gar nicht.
Natürlich, wenn etwas kaputt geht muss man sich Hilfe suchen, aber so ist das ja einfach überall.
Wenn ich krank werde suche ich mir hilfe, den auch wenn ich schon mein ganzes Leben lang meinen Körper "benutze" weiß ich doch nicht im Detail wie alles funktioniert und kann es schon gar nicht reparieren.
In dem Sinne ist man gut bedient wenn man sich tatsächlich auskennt, so wie es eben ganz gut ist Medizin zu studieren, aber deshalb sollte man nicht verlangen das jeder von uns jedes Fachgebiet mit Doktor abschließt, den witzigerweiße unterscheidet sich in dem Sinne die Digitale nicht von der realen Welt.
Der Vorteil im Netz ist schlicht man kann seine Dummheit leichter verdecken, fehlende Informationen viel einfacher "suchen" und erfragen.
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Natürlich. Das mag ich ja auch so am Internet. Wenn ich etwas kaufe bei dem ich im Datenblatt Dinge sehe die ich nicht kenne, dann informiere ich mich auf den Herstellerseiten was es ist und weiß es auch. Wunderbar. Das ist auch toll und das mag ich ja ebenso am Internet.
Der Kerl da kommt aber so rüber als würde er einfach durch etwas googlen plötzlich genau das können was ein KFZler, ein ITler, ein Maler und Arzt drauf hat. Das ist halt überheblich.
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Mein Reden. Danke Danke Dank. :)
Es ist Zeit für ein Stück weißes Papier, um Probleme ganz neu und unvoreingenommen erneut zu lösen. Es ist Zeit sich von seinem Wissen zu verabschieden und sich auf seinen Verstand zu berufen.
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> Die richtigen Onliner sind meiner Meinung nach diejenigen, die von Anfang
> an dabei waren und auch eine Offliner-Vergangenheit besitzen. Dann kennt
> man nämlich beide Seiten und setzt sich nicht einfach ins gemachte Nest wie
> dieser 23 Jährige troll.
Die richtigen "Onliner" sind meiner Meinung nach diejenigen, die sich mit der Materie (hier und jetzt) auskennen - unabhängig von ihrem Alter. Da hilft einem auch die Erfahrung mit dem 56k Modem nichts.
Edit: Ist korrigiert ;-)
R.I.P. Fisch :-(
1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.04.12 15:05 durch lottikarotti.
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lottikarotti schrieb:
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> Die richtigen "Onliner" sind meiner Meinung nach diejenigen, die sich mit
> der Materie (hier und jetzt) auskennen - unabhängig von ihrem Alter. Da
> hilft einem auch die Erfahrung mit dem 59k Modem nichts.
56k, nicht 59.
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Irrelevanter Tippfehler.
R.I.P. Fisch :-(
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Klar, kann man aber trotzdem richtig stellen, bevor per Google noch eines der Netzkinder hier im Thread landet ;)
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Ich glaube nicht, dass "Netzkinder" sich für 56k Modems interessieren ;-) Damit brüsten sich eigt. nur die alten Eisen! :-D
R.I.P. Fisch :-(
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Mein Wissen wird später ARJ verpackt :P
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EiEiEi wie ich mich noch erinner -> Im AOL Chat schnell Tel-Nummer vom Gegner "klar" machen -> C&C Öffnen -> anrufen und auf gehts! Hachja..
So weiter arbeiten ;(
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Depp, ich habe immer anrufen lassen :D haha
Oh, wie war das nochmal mit der Umsonstkultur? ;)
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ronlol schrieb:
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> Die Digital Natives wachsen hingegen mit minimum 32mbit und 3G auf. Leider
> haben sie nie gelernt ohne das ganze Zeug klarzukommen! Wenn mal was schief
> geht stehen sie dumm dar.
Das betrifft doch jede Kulturtechnik. Wer kommt heute noch ohne Supermarkt oder Zentralheizung klar?
Chris
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C. Stubbe schrieb:
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> ronlol schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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>
> > Die Digital Natives wachsen hingegen mit minimum 32mbit und 3G auf.
> Leider
> > haben sie nie gelernt ohne das ganze Zeug klarzukommen! Wenn mal was
> schief
> > geht stehen sie dumm dar.
>
> Das betrifft doch jede Kulturtechnik. Wer kommt heute noch ohne Supermarkt
> oder Zentralheizung klar?
Also ich kam gut 2 Monate ganz gut ohne Internet klar. Ich hatte zwar nen PC, aber der war zum TV degradiert in der Zeit. Von wegen Sucht... Ich hab einmal die Woche auf arbeit meine Mails gecheckt, der rest war mir relativ wumpe :)
Wohlgemerkt: Ich bin Fachinformatiker und meine Mutter hatte schon mal eine Intervention geplant, weil ich so viel vorm Rechner hing...Aber ich kann immernoch gut ohne. Les ich halt nen Buch oder geh ne runde Radeln.
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Genau darauf will ich hinaus. Man sollte sich nicht so abhängig machen, dass man ohne all dem nicht überleben kann.
Was das Beispiel mit dem Supermarkt und der Zentralheizung angeht: Wenn diese beiden Dinge auf einmal verschwinden geht man halt wieder auf den Markt und befeuert den Holzofen in der Küche. Ich weiß schließlich wie man Feuer macht, welches Holz man nimmt und welche Sorten man als große Blöcke über Nacht drin liegen lassen kann, die dann bis zum nächsten Morgen langsam abbrennen.
Es geht mir um das schlichte Auskommen ohne bestimmte Dinge wenn es mal wirklich hart auf hart kommt ... zum Beispiel bei der Zombie Apokalypse.
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ronlol schrieb:
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> Genau darauf will ich hinaus. Man sollte sich nicht so abhängig machen,
> dass man ohne all dem nicht überleben kann.
>
> Was das Beispiel mit dem Supermarkt und der Zentralheizung angeht: Wenn...
>
> Es geht mir um das schlichte Auskommen ohne bestimmte Dinge wenn es mal
> wirklich hart auf hart kommt ... zum Beispiel bei der Zombie Apokalypse.
Die schiere Anzahl der Abhängigkeiten in denen sich quasi jeder in unserer modernen Gesellschaft befindet kann schon Angst machen wenn man mal darüber nachdenkt. ^^
- Was wenn die Strom-, Wasser- und/oder Energieversorgung nicht mehr funktionieren?
- Wer könnte sich komplett und vor allem nachhaltig selbst versorgen?
- etc.pp.
Daher würde auch der großteil der Bevölkerung Zombiefutter bei der genannten Apokalypse ;)
Gruß schubischubs
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schubischubs schrieb:
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> - Was wenn die Strom-, Wasser- und/oder Energieversorgung nicht mehr
> funktionieren?
> - Wer könnte sich komplett und vor allem nachhaltig selbst versorgen?
> - etc.pp.
Genau deshalb gehören Strom-, Wasser- UND Energieversorgung auch in Staatliche Hand. Eine Mär, das da durch Privatbesitz irgendetwas besser, billiger, oder verfügbarer wird. Man sollte daher auch das Internet verstaatlichen (wäre doch mal ein Thema für die Piraten) ;o)
---
"Ein anständiger Mensch macht keinen Schritt, ohne Feinde zu kriegen." - Herrmann Hesse
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Sagt euch Known, Unknown and Unknown Unknown was?
Hab ich letztens n guten Artikel drüber gelesen.
Ging darum dass Schlimme Dinge nicht passieren, weil man etwas nicht kann, sondern weil man nicht weiß, was man nicht kann.
Mehr Können führt oft dazu, dass man den Anteil der Dinge von denen man nicht weiß, dass man sie nicht weiß, unterschätzt.
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