| Am 10. August 2012 waren 20 von 50 durch Nakami getestete Shops noch
| angreifbar. Die Shopbetreiber wurden von Nakami nach eigenen Angaben
| informiert, die Liste der 20 noch ungesicherten Shops liegt Golem.de vor,
| wird aber nicht veröffentlicht.
Hallo golem.de,
ich weiß ja nicht, was ihr unter journalistischer Sorgfalt versteht und wie ihr es rechtfertigen wollt, wenn jetzt Abertausende in ungesicherten Onlineshops unterwegs sind, obwohl ihr es hättet verhindern können.
So gesehen macht ihr euch zum Komplizen, falls jemand Kundendaten abgreift, da ihr es durch entsprechende Informationen hättet verhindern können.
Angenommen, ich laufe in solch einem Shop auf, meine Daten werden ausgelesen und ich erleide einen Schaden, weil jemand in meinem Namen einkauft oder meine Bankdaten missbraucht. Kommt ihr dafür auf oder muss man euch erst wegen unterlassener Hilfeleistung und Beihilfe anzeigen?
Ich finde es ungeheuerlich, wenn ihr wirtschaftliche Interessen (Werbekunden?) über die der Informationspflicht gegenüber euren Lesern stellt. Ich werde eure Glaubwürdigkeit neu bewerten.
Gruß
Hassashin
--
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Hassashin schrieb:
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> ich weiß ja nicht, was ihr unter journalistischer Sorgfalt versteht und wie
> ihr es rechtfertigen wollt, wenn jetzt Abertausende in ungesicherten
> Onlineshops unterwegs sind, obwohl ihr es hättet verhindern können.
Die Information steht im Netz, gut erreichbar für jeden, der sie finden will. Spätestens in dieser Situation bringt es nichts mehr, die Information zu verschweigen und so zu tun als, könnte man durch Nichtnennung Schaden verhindern. Es ist an den Shops, diese Sicherheitslücke zu schließen, spätestens, nachdem der Exploit bekannt wurde. Das Update ist seit über einem Monat verfügbar.
Du willst jetzt den Überbringer der Botschaft zur Rechenschaft ziehen, weil dieser nicht verschweigt, dass die Luft jetzt wirklich brennt?
Jens Ihlenfeld
(Golem.de)
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ji (Golem.de) schrieb:
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> Die Information steht im Netz, gut erreichbar für jeden, der sie finden
> will. Spätestens in dieser Situation bringt es nichts mehr, die Information
> zu verschweigen und so zu tun als, könnte man durch Nichtnennung Schaden
> verhindern. Es ist an den Shops, diese Sicherheitslücke zu schließen [...]
>
> Du willst jetzt den Überbringer der Botschaft zur Rechenschaft ziehen, weil
> dieser nicht verschweigt, dass die Luft jetzt wirklich brennt?
Ich habe ihn so verstanden, dass ihr auch die Liste der betroffenen Shops direkt auf Golem veröffentlichen sollt. Als Überbringer der Botschaft sollt ihr also nicht nur sagen, *dass* die Luft brennt, sondern auch *wo*, damit man diese Orte meiden kann.
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ji (Golem.de) schrieb:
> Die Information steht im Netz, gut erreichbar für jeden, der sie finden
> will.
Der war gut. Ein Nachrichtenportal erklärt mir, dass es Informationen gibt und wer sie haben will, müsse nur ein wenig im Netz herumsuchen. Da frag ich mich: wozu brauch ich dann eigentlich das Nachrichtenportal golem.de?
> Du willst jetzt den Überbringer der Botschaft zur Rechenschaft ziehen, weil
> dieser nicht verschweigt, dass die Luft jetzt wirklich brennt?
Der Überbringer ist ein Dummschwätzer, weil er schreit: "Es brennt, es brennt!" Und wenn ich frage: "Wo denn?", dann sagt er: "Das saag ich niiicht! Kannst ja googlen."
Frank (s.o.) hat's verstanden. Ihr anscheinend noch nicht.
Gruß
Hassashin
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