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"organisatorisches Chaos und der Einsatz einer handgestrickten Lösung"

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  1. "organisatorisches Chaos und der Einsatz einer handgestrickten Lösung"

    Autor Charles Marlow 08.11.11 - 18:06

    Für so einen Laden habe ich auch schon gearbeitet. Studenten und Praktikanten, die für (fast) lau Linux-Server programmieren und dann, sobald sie nicht in feste Arbeitsverhältnisse übernommen bzw. für ihre Tätigkeit anständig bezahlt und behandelt werden, das Weite suchen.

    Das ist die andere Seite von "geiz ist geil", die Unternehmerseite - die Herabwürdigung von Fachkräften und deren Fähigkeit, Qualität zu einem angemessenen Preis zu erbringen. Stattdessen will man "Ecken" nehmen.

    Aber eine abschreckende Wirkung wird wohl auch diesmal nicht eintreten. Die Verantwortlichen werden schon jemand finden, dem sie die Schuld geben können.

  2. Re: "organisatorisches Chaos und der Einsatz einer handgestrickten Lösung"

    Autor Trockenobst 09.11.11 - 00:38

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber eine abschreckende Wirkung wird wohl auch diesmal nicht eintreten. Die
    > Verantwortlichen werden schon jemand finden, dem sie die Schuld geben
    > können.

    In der IT hat es schon immer gemenschelt. Und die Leute, die das schaffen dass
    man immer 10x mehr Kosten erzeugt als man geplant hat, schaffen es auch immer
    irgendeinen Paragraphen in hanebüchenen Verträgen zu finden der die Schuld
    *mindestens* teilt.

    Die ganze IT mit Staatsaufträgen ist doch schon auf die Inkompetenz der Projekt-
    führung ausgelegt. Da steht dann drin "Es ist regelmäßig X Y Z zu prüfen". Dann
    tut der Projektleiter das nicht, und das ist dann das Schlupfloch.

    Die Verträge müssten so gestaltet werden, dass erst bei einer Prüfung die nächste
    *Bezahlung* stattfindet. Aber das kann der Staat dann nicht leisten. Dann wird irgendwie ewig gebastelt und geflickt, und die Mehrkosten werden sich dann schon "finanzieren" lassen. Siehe S21 und das was die Verantwortlichen schon gewusst haben.

    Widerlich.

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