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Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

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  1. Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor Teradil 18.09.12 - 12:45

    Und mit dieser jungen Dame und ihrem Buch wird einer ganzen Partei von Weltverbesserern schön vor Augen geführt, wo die Schwachstellen ihrer Argumentationen liegen bzw. die nicht-Umsetzbarkeit.

    Die Frau hat für ein Buch Zeit investiert in der sie auch hätte Arbeiten können. Dementsprechend möchte sie entlohnt werden für eine "Arbeit". ( ich bewerte hier nicht die Qualität dieses Buches, da ich es nicht gelesen habe noch plane..)
    Und der Verlag, der die Vermarktung bezahlt, die Korrekturlesungen, den Druck etc möchte für sein Produkt ebenfalls bezahlt werden.
    Und selbst wenn jemand sagt, dass er ja kein materielles Gut "klaut", so nimmt man eine Dienstleistung in Anspruch (vom Schreiben bis zur Vermarktung) für welche die Menschen, die Zeit investieren entlohnt gehören.

    Schon sehr ironisch, dass die Piraten, die auch sehr gute Ansätze verfolg(t)en nun durch ihre eigene Spitze öffentlich zugrunde gerichtet werden.
    "Herzlichen Glückwunsch!"



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.12 12:45 durch Teradil.

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  2. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor Ftee 18.09.12 - 13:27

    Sie sind einfach nicht wählbar, weil ein Grossteil ihrer eigenen Ideen Ihnen selbst die Lebensgrundlagen jeder Art entweder zum Teil oder komplett zerstören würden.

    Das Beispiel hier ist ein wirklich schönes, und ich hoffe das es richtig schön breitgetreten wird.

    Wasser predigen und Wein saufen.

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  3. Korrekt!

    Autor aktenwaelzer 18.09.12 - 22:33

    Teradil schrieb:

    > Und mit dieser jungen Dame und ihrem Buch wird einer ganzen Partei von
    > Weltverbesserern schön vor Augen geführt, wo die Schwachstellen ihrer
    > Argumentationen liegen bzw. die nicht-Umsetzbarkeit.

    Ich bezweifle, dass die meisten Mitglieder oder Sympathisanten der Piratenpartei das erkennen werden.

    > Die Frau hat für ein Buch Zeit investiert in der sie auch hätte Arbeiten
    > können. Dementsprechend möchte sie entlohnt werden für eine "Arbeit".

    Korrekt.

    > Und der Verlag, der die Vermarktung bezahlt, die Korrekturlesungen, den
    > Druck etc möchte für sein Produkt ebenfalls bezahlt werden.

    Korrekt.

    > Und selbst wenn jemand sagt, dass er ja kein materielles Gut "klaut", so
    > nimmt man eine Dienstleistung in Anspruch (vom Schreiben bis zur
    > Vermarktung) für welche die Menschen, die Zeit investieren entlohnt
    > gehören.

    Korrekt.

    > Schon sehr ironisch, dass die Piraten, die auch sehr gute Ansätze
    > verfolg(t)en nun durch ihre eigene Spitze öffentlich zugrunde gerichtet
    > werden.
    > "Herzlichen Glückwunsch!"

    Korrekt.

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  4. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor Local_Horst 18.09.12 - 23:12

    Das man für eine Arbeit entlohnt werden will, leuchtet jedem ein, auch den Leuten der Piraten-Partei. Aus Deinem Beitrag kann man entnehmen, dass Du der Meinung bist, die Piraten sind für einen generellen Lau-Tarif für Inhalte. Dem ist nicht so; man ist nur gegen das Urheberrecht in seiner jetzigen Form.

    Der vorliegende Fall liegt auch etwas anders. Da steht wohl in erster Linie der Verlag dahinter, der seine schon mal auf Vorkasse raus gehauene ¤ 100.000,- Investition schützen will. Die Autorin hätte auch gar nicht die Möglichkeit, so einen Download gut zu heißen, da die entspr. Rechte beim Verlag liegen.

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  5. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor fluppsi 19.09.12 - 01:41

    Local_Horst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der vorliegende Fall liegt auch etwas anders. Da steht wohl in erster Linie
    > der Verlag dahinter, der seine schon mal auf Vorkasse raus gehauene ¤
    > 100.000,- Investition schützen will. Die Autorin hätte auch gar nicht die
    > Möglichkeit, so einen Download gut zu heißen, da die entspr. Rechte beim
    > Verlag liegen.

    Ist dir dieser Unsinn nicht selbst peinlich? Man kann doch nicht mit einem Industriezweig Verträge schließen und dann so tun, als hätte man mit deren Geschäften nichts zu tun. Wie absurd ist das denn?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.12 01:41 durch fluppsi.

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  6. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor gaym0r 19.09.12 - 07:23

    Teradil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon sehr ironisch, dass die Piraten, die auch sehr gute Ansätze
    > verfolg(t)en nun durch ihre eigene Spitze öffentlich zugrunde gerichtet
    > werden.
    > "Herzlichen Glückwunsch!"

    Musste lachen :-D

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  7. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor Holganaut 19.09.12 - 08:58

    So ein Schwachfug. Die Piraten sind doch nicht dafür alles umsonst anzubieten. Und so lange das Urheberrecht noch so existiert, wie das jetzt der Fall ist, müssen auch Piraten nach den Regeln spielen. Es ist aber natürlich nicht gerade politisch schlau als Pirat gegen Raubkopien vorzugehen, das muss ich zugeben. Sie hätte das halt auf einem neuen Weg vermarkten müssen, z.B. im Netz als e-Book für einen frei-bestimmbaren Preis und analog dazu halt den normalen Vertrieb über gedruckte Bücher. So hätte ich es gemacht, wenn ich im Vorstand der Piraten wäre.

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  8. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor Captain 19.09.12 - 09:15

    Holganaut schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ein Schwachfug. Die Piraten sind doch nicht dafür alles umsonst
    > anzubieten. Und so lange das Urheberrecht noch so existiert, wie das jetzt
    > der Fall ist, müssen auch Piraten nach den Regeln spielen. Es ist aber
    > natürlich nicht gerade politisch schlau als Pirat gegen Raubkopien
    > vorzugehen, das muss ich zugeben. Sie hätte das halt auf einem neuen Weg
    > vermarkten müssen, z.B. im Netz als e-Book für einen frei-bestimmbaren
    > Preis und analog dazu halt den normalen Vertrieb über gedruckte Bücher. So
    > hätte ich es gemacht, wenn ich im Vorstand der Piraten wäre.

    Das ist aufgrund der Buchpreisbindung nicht möglich, bei Veröffentlichung muss nämlich ein fester Preis für ein Buch genannt werden, freie Preise sind in dem System nicht vorgesehen...

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  9. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor Fragile Heart 19.09.12 - 09:29

    Ach komm schon, das ist doch kein wirkliches Argument!

    Niemand hat sie gezwungen mit diesen Verlag einen Vertrag einzugehen oder? Wenn Sie unbedingt ein Buch schreiben wollte, dann hätte Sie das auch ganz ohne Verlag machen können.

    Sagen wir es doch einfach wie es ist. Sie hat sich "kaufen" lassen. Das ist jetzt nicht mal böse gemeint, denn ich wüsste nicht was ich sagen würden wenn mir jemand 100k für ein Buch anbieten würde! Das ist eine Menge Geld für normal Sterbliche. Es ist leicht mit der Moral Keule auszuholen, aber etwas völlig anderes wenn man selber da steht! Es gibt wirklich nur sehr wenig Menschen, die zu ihren Überzeugungen stehen und sich nicht "verkaufen".

    Was mich allerdings zum schmunzeln bringt ist, die liebe Dame hat die Keule auch geschwungen und nun verdreht sie die Argument wirklich schon so wie jeder Politiker dadraus. Auf der eine Seite die Idealistin spielen und auf der anderen Seite etwas anderes tun, das kennt man doch von vielen anderen Beispielen in diesen Lande oder? Nur zu Schade das sie Piratin ist und nicht bei der CxU, sonst wäre eine gute Ergänzung zur aktuellen Frauenriege da.

    Letztendlich ist es aber auch egal. Auch die Piraten sind nur Menschen, die möglichst gut Leben wollen. Sie haben einige gute Ideen geäußert, die man wirklich in weiter Überlegungen einfließen lassen sollte, und sich dann im Ruhm gesonnt. Nun stellt sich raus, das einige bei weitem nicht so extrem sind wie sie sich darstellen, zumindest wenn es um den eigenen Vorteil geht. Auch das war zu erwarten gewesen! Es sind und bleiben Menschen, wie wir alle auch! ;)

    -------------------
    Only fools believe that nothing changes, nothing leaves, but I need to believe that we at least will have some dignity

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  10. Alles schön und gut, ABER

    Autor fratze123 19.09.12 - 09:55

    sie hätte gar nicht so ein Vertriebsmodell wählen dürfen, um den Ansprüchen ihrer Partei gerecht zu werden.

    Einfach nur dumm sowas.

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  11. Buchpreisbindung kann problemlos umgangen werden.

    Autor fratze123 19.09.12 - 09:59

    Einfach in einem Land ohne selbige veröffentlichen. Importe aus solchen Ländern unterliegen nicht der Preisbindung.

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  12. ok...

    Autor fratze123 19.09.12 - 10:39

    Käuflichkeit sehe ich nicht als Problem - solange das nicht heimlich passiert.
    Als Problem sehe ich Lügen. Mit Lügnern will ich ncihts zu tun haben.

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  13. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor Local_Horst 19.09.12 - 12:08

    Mir keineswegs, aber der guten Frau Schramm sollte das vielleicht peinlich sein. Das ändert an meiner Aussage aber nichts oder was ich von der Dame und ihrem Verhalten denke. Keine Ahnung, was Du in mein RE hinein interpretieren möchtest.

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  14. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor msdong71 19.09.12 - 12:28

    Die Bindung setzt ein gleiches Format voraus. Ein Taschenbuch .mobi und .epub können also durchweg anders preislich gestaltet sein.

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  15. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor Icestorm 19.09.12 - 12:35

    Tja, sie hätte das auch im Eigenverlag rausbringen können, als BoD oder zum Download als pay-as-you-want. Wenn schon mindestens zwei größere Bands das so machten, dann sollte das diese aufstrebende Schriftstellerin mit wohl baldigem Weltruhm auch wagen. :)

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  16. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor Tuxraxer007 19.09.12 - 15:05

    Hallo,

    Captain schrieb:

    > Das ist aufgrund der Buchpreisbindung nicht möglich, bei Veröffentlichung
    > muss nämlich ein fester Preis für ein Buch genannt werden, freie Preise
    > sind in dem System nicht vorgesehen...
    Es hindert keinen den Verlag daran, eBooks für 0,- anzubieten, hat der Haufe-Verlag z.b. gerade zu seinem Firmenjubiläum über Amazon gemacht. 15 Tage lange jeden Tag ein anderes eBuch für omme

    Ich hab das Buch von Julia Schramm angefangen zu lesen und nach 30 Seite aufgehört, war mir einfach zu blöd.

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  17. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor sabbl 20.09.12 - 19:54

    Fragile Heart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    .....
    > Sagen wir es doch einfach wie es ist. Sie hat sich "kaufen" lassen.

    .....

    ..."käuflich" finde ich für diesen Sachverhalt nicht angebracht, denn Sie hat eine Leistung erbracht (ob sinnvoll oder nicht).

    Die Wahrnehmung von 100 TEUR als überbezahlt oder zu hoch ist ebenfalls subjektiv.
    In einigen Nachbarländern sind deutsche Löhne ebenfalls als überhöht angesehen.

    Dürfen diese uns dann ebenfalls als "Käuflich" bezeichnen, aufgrund ihrer subjektiven Empfindungen?
    ...muss mann dann nicht jeden Menschen als käuflich bezeichnen, der für seine Arbeit einen Lohn beansprucht????

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  18. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor Anarchrist 20.09.12 - 20:32

    sabbl Wrote:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > In einigen Nachbarländern sind deutsche Löhne ebenfalls als überhöht
    > angesehen.

    Aehm, Deutschlands Loehne sind im unteren Mittel Europas angekommen, wenn nicht sogar noch tiefer.

    In Parteien gehen Leute, die ein überzogenes Geltungsbedürfnis haben, mit sich nichts Vernünftiges anfangen können sowie unstet und flüchtig die Öffentlichkeit belästigen. Sie treffen sich regelmäßig, um sich über sich zu ärgern, gegenseitig hinten herum gehässig zu beschimpfen aber offiziell großspurig von sich zu reden.

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  19. Re: Deklassierung einer Partei durch ein einziges Beispiel

    Autor mfeldt 21.09.12 - 09:46

    Logisch - wenn man die 100 Riesen erstmal eingesackt hat würde es einem persönlich natürlich leicht fallen allen zu sagen ,,hey, ich bin mal großzügig und laß' euch das frei runterladen". Denjenigen, der die Summe bezahlt hat kann man dan prima als geldgiereigen Rechteverwerter anprangern.

    Ich frage mich, ob das Pamphlet jemals derart viel einbringen wird...



    Local_Horst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das man für eine Arbeit entlohnt werden will, leuchtet jedem ein, auch den
    > Leuten der Piraten-Partei. Aus Deinem Beitrag kann man entnehmen, dass Du
    > der Meinung bist, die Piraten sind für einen generellen Lau-Tarif für
    > Inhalte. Dem ist nicht so; man ist nur gegen das Urheberrecht in seiner
    > jetzigen Form.
    >
    > Der vorliegende Fall liegt auch etwas anders. Da steht wohl in erster Linie
    > der Verlag dahinter, der seine schon mal auf Vorkasse raus gehauene ¤
    > 100.000,- Investition schützen will. Die Autorin hätte auch gar nicht die
    > Möglichkeit, so einen Download gut zu heißen, da die entspr. Rechte beim
    > Verlag liegen.

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