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Ich bin den Piraten dankbar.

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  1. Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor HerrHerger 18.09.12 - 12:54

    Dank den Piraten sind wichtige Themen endlich in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt. Für diese Leistung bin ich den Piraten sehr dankbar!

    Gerne hätte ich es gesehen, dass die Piraten eine erfolgreiche 1-Themen-Partei bleibt. Leider leben sie (noch) zu sehr in einer Traumwelt und versuchen andere Themenfelder zu besetzen. Hier sind sie aber genau so schlecht, wie die etablierten Parteien beim Thema Internet.

    Trotzdem: Ob die Piraten bald Geschichte sind oder nicht, was sie bewegt haben, wird nicht rückgängig gemacht werden können.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.12 12:54 durch HerrHerger.

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  2. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor Realist_X 18.09.12 - 13:01

    +1

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  3. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor Mingfu 18.09.12 - 13:04

    HerrHerger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dank den Piraten sind wichtige Themen endlich in den Fokus der
    > Öffentlichkeit gelangt. Für diese Leistung bin ich den Piraten sehr
    > dankbar!

    Andersherum wird ein Schuh daraus: Die Piraten nehmen Themen auf, die längst im Fokus der Öffentlichkeit sind. Und sie verwursten sie: Zwar anders als andere Parteien, aber ein wesentlicher Qualitätssprung ist da nicht dabei.

    Urheberrechtsdebatten, Informationsfreiheit - all das war ja längst Teil der öffentlichen Diskussion. Den Piraten gelang es nicht einmal, diesen längst laufenden Debatten neue Ansätze zu geben. Gerade bei diesen Kernthemen der Piraten sieht es erschreckend ungar aus.

    > Gerne hätte ich es gesehen, dass die Piraten eine erfolgreiche
    > 1-Themen-Partei bleibt. Leider leben sie (noch) zu sehr in einer Traumwelt
    > und versuchen andere Themenfelder zu besetzen. Hier sind sie aber genau so
    > schlecht, wie die etablierten Parteien beim Thema Internet.

    Und dann wählst du 4 Jahre das Thema Internet in den Bundestag und der Rest ist dir egal? Von einer Regierung wird logischerweise eine umfassende Politik erwartet, demzufolge sind 1-Themen-Parteien regierungsunfähig. Was will man damit aber im Bundestag, das wäre pure Steuergeldverschwendung in Form von Diäten, wenn die Piraten dort zu den meisten Themen gar nicht mitarbeiten können.

    > Trotzdem: Ob die Piraten bald Geschichte sind oder nicht, was sie bewegt
    > haben, wird nicht rückgängig gemacht werden können.

    Es darf gelacht werden (obwohl es zum Heulen ist). Du träumst wohl? 2013 ist die große Koalition so sicher wie das Amen in der Kirche - schon weil die SPD völlig phantasielos agiert und überhaupt kein Programm mehr hat. Und was eine große Koalition für Bürgerrechte bedeutet, kann man sich ja leicht ausmalen. Die Piraten haben halt nichts bewegt, deshalb wird das Rad der Geschichte einfach über sie hinwegrollen.

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  4. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor Henny T 18.09.12 - 13:06

    Gut gesagt. Die dankbarkeit ist auch meinerseits.

    Leider helfen solche spackomäßigen Aktionen bzw. Akteure wie der im Artikel beschriebene da nicht weiter.
    Fast schlimmer als die Fatzkes in der FDP zu ihren schlimmsten Zeiten.

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  5. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor HerrHerger 18.09.12 - 13:26

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HerrHerger schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dank den Piraten sind wichtige Themen endlich in den Fokus der
    > > Öffentlichkeit gelangt. Für diese Leistung bin ich den Piraten sehr
    > > dankbar!
    >
    > Andersherum wird ein Schuh daraus: Die Piraten nehmen Themen auf, die
    > längst im Fokus der Öffentlichkeit sind. Und sie verwursten sie: Zwar
    > anders als andere Parteien, aber ein wesentlicher Qualitätssprung ist da
    > nicht dabei.
    >
    > Urheberrechtsdebatten, Informationsfreiheit - all das war ja längst Teil
    > der öffentlichen Diskussion. Den Piraten gelang es nicht einmal, diesen
    > längst laufenden Debatten neue Ansätze zu geben. Gerade bei diesen
    > Kernthemen der Piraten sieht es erschreckend ungar aus.
    >
    > > Gerne hätte ich es gesehen, dass die Piraten eine erfolgreiche
    > > 1-Themen-Partei bleibt. Leider leben sie (noch) zu sehr in einer
    > Traumwelt
    > > und versuchen andere Themenfelder zu besetzen. Hier sind sie aber genau
    > so
    > > schlecht, wie die etablierten Parteien beim Thema Internet.
    >
    > Und dann wählst du 4 Jahre das Thema Internet in den Bundestag und der Rest
    > ist dir egal? Von einer Regierung wird logischerweise eine umfassende
    > Politik erwartet, demzufolge sind 1-Themen-Parteien regierungsunfähig. Was
    > will man damit aber im Bundestag, das wäre pure Steuergeldverschwendung in
    > Form von Diäten, wenn die Piraten dort zu den meisten Themen gar nicht
    > mitarbeiten können.
    >
    > > Trotzdem: Ob die Piraten bald Geschichte sind oder nicht, was sie bewegt
    > > haben, wird nicht rückgängig gemacht werden können.
    >
    > Es darf gelacht werden (obwohl es zum Heulen ist). Du träumst wohl? 2013
    > ist die große Koalition so sicher wie das Amen in der Kirche - schon weil
    > die SPD völlig phantasielos agiert und überhaupt kein Programm mehr hat.
    > Und was eine große Koalition für Bürgerrechte bedeutet, kann man sich ja
    > leicht ausmalen. Die Piraten haben halt nichts bewegt, deshalb wird das Rad
    > der Geschichte einfach über sie hinwegrollen.

    Sicher, die FDP hatte sich schon lange für dieselben Themen stark gemacht. "Wir im Internet" waren uns dem ganzen auch längst bewusst (siehe Sticker: Schäuble = Stasi 2.0). Dennoch, meine Mutter hat die Thematik erst durch die Piraten mitbekommen.

    Wenn meine Freiheit gefährdet ist, dann wähle ich das Thema "Internet" sogar gerne für 4 Jahre in den Bundestag. Allerdings ging es mir bei der Analyse weniger um mich, ich bin äußerst politisch interessiert ... nicht nur beim Thema Internet. Aber was ist mit den Nichtwählern, den politisch meist uninteressierten die aber von der Problematik der Vorratsdatenspeicherung/Patriot Act/Acta/... mitbekommen haben? Die können durch eine 1-Themen-Partei motiviert werden zur Wahl zu gehen, besser als nichts.

    Und was soll die 1-Themen-Partei dann bei anderen Themen machen? Die Piratenpartei könnte doch mit z.B. der SPD koalieren und bei den Piraten-Themen wird gemacht, was die Piraten sagen. Bei allen anderen Themen, halten sich die Piraten an den Fraktionszwang der bei der SPD herrscht.

    Ich weiß, man könnte nun ewig diskutieren. Das sollen nur meine Gedanken sein bei denen auch ich Probleme sehe, aber für mich ein interessanter Ansatz. Damit bin ich raus hier :)

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  6. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor detructor15 18.09.12 - 14:01

    > Urheberrechtsdebatten, Informationsfreiheit - all das war ja längst Teil der öffentlichen Diskussion.

    äh was? Wo denn? Wer denn? Da gabs nicht mal 'ne Diskussion. Maximal wurde über 'böse Raubmordkopierer' berichtet, aber die waren sowieso 'schuldig'. Da wurde nicht diskutiert.

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  7. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor Mingfu 18.09.12 - 14:39

    detructor15 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > äh was? Wo denn? Wer denn? Da gabs nicht mal 'ne Diskussion. Maximal wurde
    > über 'böse Raubmordkopierer' berichtet, aber die waren sowieso 'schuldig'.
    > Da wurde nicht diskutiert.

    Da musst du mehr als das letzte Jahrzehnt vollkommen verschlafen haben. Die Debatte um Urheberrechtsverletzungen tobt spätestens seit es für Filesharing via Kazaa, eMule und Co. die ersten Straf- und Zivilverfahren gab. Natürlich mag das Ergebnis nie befriedigt haben, denn mehr als halbgare Sachen ("man dürfe die Schulhöfe nicht kriminalisieren", Strafverfolgung erst ab "gewerblichem Ausmaß", ...) sind nie dabei herumgekommen.

    Aber was haben denn die Piraten da ganz konkret beigesteuert? Überhaupt nichts! Nur Phrasen, die genauso hohl daherkamen. Das gipfelt nun in dem, was wir heute sehen: Die Partei steht bezüglich ihrer ganzen Urheberrechtsdebatte vor einem Scherbenhaufen, dank Frau Schramm nun für jeden offenbar geworden. Man hat überhaupt nichts Konkretes zu bieten, wie man die widersprechenden Interessen irgendwie unter einem Hut bringen kann.

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  8. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor Trockenobst 18.09.12 - 16:31

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es darf gelacht werden (obwohl es zum Heulen ist). Du träumst wohl? 2013
    > ist die große Koalition so sicher wie das Amen in der Kirche - schon weil
    > die SPD völlig phantasielos agiert und überhaupt kein Programm mehr hat.

    Was sollen die denn auch machen? Europas Finanzen sind im Eimer, weil man
    sich jahrzehnte lang nicht gekümmert hat und jetzt die Arroganz ihrer sog.
    "europäischen Freunde" zum Tragen kommt: ihr habt uns nicht zu sagen,
    wie hoch unsere maßlos überzogenen Renten sein sollen damit man uns
    weiter wählt!" Das selbe gilt in der durchkorrumpierten Energiepolitik, in
    der Kriegsmaschine oder oder oder.

    Was soll die "Politik" denn ändern? Will man es etwa im Extremfall darauf
    hinauslaufen lassen, die EU zu kippen, aus der Nato und anderen Dingen
    auszusteigen, massiv Porzellan zu zerstören (mit 100fach unklarer Zukunft?)

    Am Ende haben die politischen Vorgänger Tatsachen geschaffen, die nicht
    mehr "einfach" politisch zu lösen sind. Schon gar nicht in vier oder
    fünf oder zehn Jahren. Obama musste auch erkennen, dass es wahrscheinlich
    10 Jahre und mehr dauern wird, bis man Gitmo tatsächlich "legal" schließen kann.
    Er kann es nämlich...nicht. Die Strukturen wurden so designt, dass es praktisch
    ewig dauern kann. Das passiert wenn der Staat sich von innen korrumpieren lässt.

    Die große Koalition ist nichts anderes als der verzweifelte Versuch der Masse
    wieder Ruhe einkehren zu lassen. Jeder kriegt seinen Schnitt, gut ist. Dass
    dabei nur irrer Murks raus kommt, dass wird erwartet. Hauptsache einem selbst
    erwischt es nicht. Augen zu und durch. Bis es vielleicht besser wird.

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  9. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor Mingfu 18.09.12 - 18:10

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was sollen die denn auch machen? Europas Finanzen sind im Eimer, weil man
    > sich jahrzehnte lang nicht gekümmert hat und jetzt die Arroganz ihrer sog.
    > "europäischen Freunde" zum Tragen kommt: ihr habt uns nicht zu sagen,
    > wie hoch unsere maßlos überzogenen Renten sein sollen damit man uns
    > weiter wählt!"

    Die machen es wenigstens noch richtig. Der Entwurf des neuen Armutsberichtes der Bundesregierung zeigt nämlich, dass vor allem in Deutschland etwas falsch läuft.

    * Innerhalb der letzten 4 Jahre (Berichtszeitraum) ist das Vermögen in Deutschland um weitere 1,4 Billionen Euro gewachsen. Leider verteilt es sich sehr ungünstig: Die untere Hälfte der Haushalte besitzt gerade mal rund 1 % des Gesamtvermögens.

    * Die Einkommen steigen - allerdings nur im oberen Einkommensbereich. Die unteren 40 % der Einkommen hatten dagegen in den letzten 4 Jahren inflationsbereinigt Verluste hinzunehmen.

    * Obwohl das Gesamtvermögen wächst, ist das Staatsvermögen zurückgegangen und die Schuldenquote des Staates hat zugenommen.

    In Deutschland herrscht also Asozialität vor. Trotz gigantischer Vermögenszuwächse verarmen große Teile der Bevölkerung weiter, selbst der Staat schafft es nicht, diese Vermögen ausreichend zur Finanzierung des Gemeinwohls heranzuziehen.

    Bevor wir also großkotzig in Europa auftreten, sollten wir erstmal den Dreck vor der eigenen Haustür wegräumen. Denn Deutschland ist Teil der Ursache vieler Probleme in Europa. Da wir die erwirtschafteten Gewinne in den Händen weniger konzentrieren, die es gar nicht sinnvoll ausgeben können, schaffen wir kaum Binnennachfrage. Deshalb entgleist unsere Leistungsbilanz ständig weiter - wir exportieren irrsinnig viel, importiert wird aber auf Grund schwacher Binnenkonjunktur zu wenig. Andere Länder haben deshalb gar nicht die Chance, ihre Leistungsbilanz beim Handel mit Deutschland auszugleichen. Ferner ruinieren wir - gerade durch die jahrelange Lohnstagnation im unteren bis mittleren Einkommensbereich die Arbeitsbedingungen in Europa. Deutschland ist inzwischen dermaßen konkurrenzfähig, dass selbst Verlagerungen nach Osteuropa immer seltener lohnen.

    Bevor also mal wieder am deutschen Wesen die Welt genesen soll, wäre eine Selbstheilung dringend anzuraten. Die Leistungsbilanz schießen die anderen Länder Deutschland sofort um die Ohren - vollkommen zu Recht. Und nebenbei bemerkt: Sie sitzen am längeren Hebel. Würden es durch Euro-Austritte u. ä. zu Kreditausfällen kommen, dann ist es vor allem deutsches Kontovermögen, welches dann wertlos wird. Dabei sind die offiziell durch den deutschen Staat übernommenen Bürgschaften noch das geringste Problem. Denn zusätzlich dazu haben auch die hiesigen Banken erheblich direkt (Staatsanleihen) oder indirekt (Anleihen anderer Banken) in die dortigen Länder investiert. Wenn dieses Geld nicht zurückgezahlt wird, weil die Länder aus dem Euro austreten und sich sämtlicher Verpflichtungen entledigen, dann herrscht in Deutschland keine Kontodeckung mehr.

    > Was soll die "Politik" denn ändern? Will man es etwa im Extremfall darauf
    > hinauslaufen lassen, die EU zu kippen

    Die EU kippen? Ganz im Gegenteil - ehrlicherweise müsste man viel enger zusammenrücken, so wie es ja durch die wirtschaftlichen Verflechtungen längst geschehen ist. Wenn die EU zerbricht, ist der Großteil des deutschen Vermögens sofort wertlos, weil er nur auf dem Papier in Form von Schuldverschreibungen existiert. Wenn wir also überhaupt die Chance haben wollen, einen kleinen Teil davon real zu behalten, werden wir verzichten müssen. Da können wir auch großzügig sein - gegenüber 100 % Verlust ist jeder geringere Verlust schon ein Gewinn.

    DAS wären doch jede Mengen Themen für eine moderne sozialdemokratische Partei. Und was machen die Pfeifen? Nichts! Entweder weil sie es nicht begreifen oder aber weil sie sich scheuen, die Realitäten konkret gegenüber den Wählern auszusprechen. Dabei hätten sie gar nichts zu befürchten: Denn wie eingangs erwähnt - die Hälfte der Haushalte hat ohnehin kaum nennenswert Vermögen, die haben also auch nichts zu verlieren. Diese Wähler verschreckt man damit schonmal nicht, ganz im Gegenteil...

    > Die große Koalition ist nichts anderes als der verzweifelte Versuch der Masse
    > wieder Ruhe einkehren zu lassen. Jeder kriegt seinen Schnitt, gut ist. Dass
    > dabei nur irrer Murks raus kommt, dass wird erwartet. Hauptsache einem selbst
    > erwischt es nicht. Augen zu und durch. Bis es vielleicht besser wird.

    Die Masse hat nur gar nicht verstanden, dass sie gegenüber einigen wenigen Personen in Deutschland, gar nichts bzw. im Vergleich nur lächerlich wenig zu verlieren hat. Das Handeln der Politik wird momentan von den Wenigen bestimmt, die tatsächlich was zu verlieren hätten. Das Weiterwurschteln der großen Koalition führt allerdings nur dazu, dass es weiter wie bisher läuft und noch mehr Geld innerhalb Europas verliehen wird. Das macht den irgendwann unvermeidlichen Knall nur noch eindrucksvoller, wenn wir vorher noch mehr Energie dafür investieren. :-)

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  10. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor Raketen angetriebene Granate 18.09.12 - 18:15

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Andersherum wird ein Schuh daraus: Die Piraten nehmen Themen auf, die
    > längst im Fokus der Öffentlichkeit sind. Und sie verwursten sie: Zwar
    > anders als andere Parteien, aber ein wesentlicher Qualitätssprung ist da
    > nicht dabei.
    >
    > Urheberrechtsdebatten, Informationsfreiheit - all das war ja längst Teil
    > der öffentlichen Diskussion. Den Piraten gelang es nicht einmal, diesen
    > längst laufenden Debatten neue Ansätze zu geben. Gerade bei diesen
    > Kernthemen der Piraten sieht es erschreckend ungar aus.

    Ja, früher hat man Leute mit Kompetenz und Erfahrung dazu befragt, z.B. aus dem CCC. Heute fragt man die Berufspolitiker von den Piraten.

    Je länger es die Piratenpartei gibt, desto offenkundiger wird, wie überflüssig sie eigentlich sind.

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  11. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor wmayer 18.09.12 - 18:21

    Dann würde ich aber zu 98% SPD wählen, wenn ich die Piraten wähle. Welch ein Irrsinn.

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  12. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor wmayer 18.09.12 - 18:23

    Glücklicherweise können sich Mitgliedschaften im CCC sowie der Piratenpartei niemals überschneiden.

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  13. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor spiderbit 18.09.12 - 18:25

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HerrHerger schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dank den Piraten sind wichtige Themen endlich in den Fokus der
    > > Öffentlichkeit gelangt. Für diese Leistung bin ich den Piraten sehr
    > > dankbar!
    >
    > Andersherum wird ein Schuh daraus: Die Piraten nehmen Themen auf, die
    > längst im Fokus der Öffentlichkeit sind. Und sie verwursten sie: Zwar
    > anders als andere Parteien, aber ein wesentlicher Qualitätssprung ist da
    > nicht dabei.

    so sollte es ja auch sein, das parteien das was schon diskutiert wird auf nimmt und dann die mehrheitsmeinung um setzt (sofern innerhalb des GG), das tun ja die anderen nicht, wir haben keine diskusion die auf änderungen führt bei dena nderen Parteien zum Thema sozialstaat, hartz4 ist gescheitert (gleich viele stunden arbeit werden aus geführt wie in den 60er jahren). Es wurden also nur jobs zerstückelt und aufgeteilt auf mehr leute + aufstock-folter dazu gepackt. Außer dei Linken will sonst keine Partei das an gehen, aber selbst die linken träumen noch von künstlicher vollERWERBS-beschäftigung.


    > Und dann wählst du 4 Jahre das Thema Internet in den Bundestag und der Rest
    > ist dir egal? Von einer Regierung wird logischerweise eine umfassende
    > Politik erwartet, demzufolge sind 1-Themen-Parteien regierungsunfähig. Was
    > will man damit aber im Bundestag, das wäre pure Steuergeldverschwendung in
    > Form von Diäten, wenn die Piraten dort zu den meisten Themen gar nicht
    > mitarbeiten können.

    da geb ich dir recht, natürlich müssen sie mehr themen in focus nehmen. Zumal das Internet eigentlich kein Thema der Piraten ist, das ist mehr ein Werkzeug als ein thema. es geht auch primär nicht um liquid feedback (die software) sondern um liquid democracy das prinzip... dafür eignet sich prinzipiel das internet vieleicht ganz gut, aber es ist nur das mittel nicht der zweck.

    > Es darf gelacht werden (obwohl es zum Heulen ist). Du träumst wohl? 2013
    > ist die große Koalition so sicher wie das Amen in der Kirche - schon weil
    > die SPD völlig phantasielos agiert und überhaupt kein Programm mehr hat.
    > Und was eine große Koalition für Bürgerrechte bedeutet, kann man sich ja
    > leicht ausmalen. Die Piraten haben halt nichts bewegt, deshalb wird das Rad
    > der Geschichte einfach über sie hinwegrollen.

    das war eh klar, selbst mit piraten bei 15% wäre diese koolition so sicher wie das Amen in der Kirche, das ziel muss es sein das cdu und spd zusammen mittelfristig (vielleicht schon in 4 jahren) keine koolition mehr zusammen hin kriegen, erst dann ists geschaft, oder das sie aus angst vor soetwas bessere politik machen.

    Zu dem Programm der Piraten, sie haben natürlich radikal neues zu bieten, geh wieder auf das Grundeinkommen zurück die 1. Partei die auf hört von der Vollbeschäftigung zu träumen, da jeder noch so große Depp weiß das es Vollbeschäftigung nie wieder geben wird (auch wenn manche schon 3mio OFFIZIELLE Arbeitslose schon als Vollbeschäftigung definieren).

    Wir leben doch längst in der Welt wo der König ohne kleider rum rennt, das schlimme ist das es nicht der König ist, der nicht erkennt das er keine Kleider an hat sondern das Volk... wir müssen das Volk dazu bringen zu erkennen das der König längst nackt vor uns steht.

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  14. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor Mingfu 18.09.12 - 18:48

    spiderbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das war eh klar, selbst mit piraten bei 15% wäre diese koolition so sicher
    > wie das Amen in der Kirche, das ziel muss es sein das cdu und spd zusammen
    > mittelfristig (vielleicht schon in 4 jahren) keine koolition mehr zusammen
    > hin kriegen, erst dann ists geschaft, oder das sie aus angst vor soetwas
    > bessere politik machen.

    Da müsste man auf den Sankt-Nimmerleins-Tag warten. Die SPD ist in dieser Richtung vollkommen schmerzfrei. Schau es dir doch an: Nach der letzten großen Koalition fährt die SPD 2009 mit 23 % ihr mit Abstand schlechtestes Bundestagswahlergebnis ein. Und was machen diese Spinner? Arbeiten mit voller Kraft darauf hin, 2013 wieder Juniorpartner einer großen Koalition zu werden. Da ist überhaupt keine Vision für eigene Regierungsverantwortung mehr da. Also der Ansatz mit der Angst und der besseren Politik wird schonmal nicht funktionieren.

    Und SPD und CDU zusammen unter 50 % wird so schnell definitiv auch nicht geschehen - die Rentnerfraktion, denen der Stift geführt werden muss, kreuzt relativ stabil an. Zumal dann sicher auch die Grünen oder die FDP gern einspringen würden, um für "stabile Verhältnisse" zu sorgen...

    Nein, was es bräuchte, wäre eine reformierte SPD. Dort müsste man endlich mal aufwachen, damit die SPD endlich mal die Mehrheiten nutzt, die in Deutschland vorhanden sind.

    > Zu dem Programm der Piraten, sie haben natürlich radikal neues zu bieten,
    > geh wieder auf das Grundeinkommen zurück die 1. Partei die auf hört von der
    > Vollbeschäftigung zu träumen, da jeder noch so große Depp weiß das es
    > Vollbeschäftigung nie wieder geben wird (auch wenn manche schon 3mio
    > OFFIZIELLE Arbeitslose schon als Vollbeschäftigung definieren).

    Die Frage ist doch nur, wie man Vollbeschäftigung definiert. Warum denn z. B. noch 37,5 Stunden arbeiten? 25 oder 30 Stunden wären auch genug. Wir haben genug Arbeitslose, Europa hat noch viel mehr Arbeitslose - man könnte sich ja einfach mal um eine bessere Verteilung bemühen, so dass alle Menschen die Vorteile des technischen Fortschrittes in Form geringerer Arbeitszeiten genießen können und das nicht nur einseitig zu Gunsten derer geht, die durch Wegrationalisierung von Arbeitsplätzen noch größere Gewinne in ihre Taschen wirtschaften.

    Nebenbei gibt es auch so viele Sachen, die wünschenswert wären, aber einfach liegen bleiben, weil niemand bereit ist, Geld dafür zu zahlen. Vollbeschäftigung in der Form, dass jeder etwas Sinnvolles zum Gemeinwesen beitragen kann, ist durchaus machbar. Aber die zukünftige Vollbeschäftigung muss halt nicht mehr unbedingt eine 40-Stunden-Woche sein bei der dann auch noch mit Repressionen unbezahlte Überstunden rausgequetscht werden.

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  15. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor Milber 18.09.12 - 22:16

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > detructor15 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > Aber was haben denn die Piraten da ganz konkret beigesteuert? Überhaupt
    > nichts! Nur Phrasen, die genauso hohl daherkamen. Das gipfelt nun in dem,
    > was wir heute sehen: Die Partei steht bezüglich ihrer ganzen
    > Urheberrechtsdebatte vor einem Scherbenhaufen, dank Frau Schramm nun für
    > jeden offenbar geworden. Man hat überhaupt nichts Konkretes zu bieten, wie
    > man die widersprechenden Interessen irgendwie unter einem Hut bringen kann.

    Da kann ich Dir nur recht geben, eine reine Rattenfänger-Partei. Wobei es denen durch die kommunikative Dummheit der anderen Parteien auch sehr leicht gemacht wird.
    Aber mit dieser Aktion sieht man ganz klar, dass zumindest dieser Frau das eigene Eigentum schützenswert erscheint, das Eigentum anderer ist für sie Gemeingut.
    Dann soll sich doch jetzt mal ein Offizieller dieser Partei äußern, ob er es gut findet, dass man durch das Urheberrecht und/oder durch geistiges Eigentum Geld verdienen kann.
    Diese Schreihälse, die so dumm uniformiert sind dass sie es gar nicht merken, sind hoffentlich bald in verantwortlicher Position, damit sie sich selbst noch stärker entlarven können.

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  16. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor spiderbit 18.09.12 - 23:16

    ich hab früher auch so gedacht, erstmal keine so schlechte idee, aber die eigentlich eingeführte 38 STundenwoche die heute zu 40 aufm papier aufgepumpt wurden (was ja gewerkschaftsstand war bei großen firmen solange die gewerkschaften noch was zu sagen hatten) und dann durhc machtverhältnisse gerne noch mit kostenlosen überstunden auf 60 stunden auf gepumpt werden (ja rede halt von nicht gewerkschaftlich organisierten firmen...


    also egal was die politik beschließt wo kein kläger ist wird sich auch nix ändern.

    Daher bin ich für das BGE, warum weil man jedem die freiheit gibt NEIN zu sagen, es gibt nicht mehr das gängige machtgefälle AG hat volle macht AN hat keine die es heute meistens gibt. Und ja manche arbeiten vielleicht auch lieber nur 15h und andere lieber die 60h. oder wenigstens die 40... daher halte ich erstmal prinzipiel nicht viel davon die arbeitszeit vor zu geben, genauso wie es blödsinn ist ein künstliches pseudo-eintrittsalter zu definieren, was in wirklichkeit nur ein rechending ist wo halt mit gerechnet wird um renten zu kürzen... das jemand wirklich mit 67 in rente geht ist äußerst unwahrscheinlich...

    Wenn dann durch diese Freiheit und den Spielraum, das man nicht schon fast 40h arbeiten muss um von dem einkommen leben zu können bzw eben man kaum verhandeln kann, da oft 5 andere vor der tür stehen mit änlichen kenntnissen, wäre ich bereit drüber nachzudenken eine maximalarbeitzeit von 30 jahren an zu diskutieren.

    Aber es muss im Einzelfall bei zu wenig arbeit auch leuten ermöglicht werden zu überleben ohne in ihrer Würde geschändet zu werden (Artikel 1 GG) die meisten halten es eh nicht ohne aus, ich denk sogar das wenn man allen das gleiche geld geben würde (ohne zu sagen das ich das will) alleine wegen decke aufm kopf fallen die Leute freiwillig arbeiten würden, 80% oder so... wie heute auch... Ohne arbeit gibts doch für viele gar keine Lebensziel mehr, außerdem können menschen eh nur arbeiten, evolutionär, früher halt die jagt, muss auch nicht immer bankmanager oder änliches sein, (was ja übrigends zu einem großen Teil überflüssige jobs sind nicht alle...) aber irgend eine arbeit und wenns nur kinder großziehen wollen die leute, sonst werden sie depressiv.
    Nur sollte die arbeit anders als heute nicht an sklavenhaltung erinnern (zum teil).

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  17. Re: Ich bin den Piraten dankbar.

    Autor Ftee 19.09.12 - 12:19

    Du überschätzt das. Wenn die Piraten so weitermachen, sind sie in 5 Jahren eine Splitterpartei die genausoviel Aufsehen erregt und genauso im Gedächtnis ist wie die Tierschutzpartei oder die Grauen Panther: Garnicht.

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    GPS für AR.Drone 2.0 ermöglicht autonome Flüge

    Parrot hat für die AR.Drone 2.0 ein GPS-Modul zum Nachrüsten vorgestellt, mit dem der Kurs des Quadcopters über eine Karte vorgegeben werden kann. Die Drohne fliegt diesen dann filmend ab.


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