Den Kunden wird im Laufe der Zeit der RFID-Tag sicherlich schmackhaft gemacht.
Die in die Kleidung implementierte Kundenkarte wurde im Artikel bereits implementiert.
Für die Kids wird es dann irgendwann einfacher mit einer Smartphone-App sich den Freundeskreis adäquat aussuchen zu können. Immerhin kann heute noch der eine oder die andere sich mit geeigneter "Markenkleidung" vom "Polenmarkt" den Status in der Clique behaupten.
Aber für die kluge Hausfrau (oder Hausmann) wäre sicherlich auch eine Waschmaschine vorstellbar, die entweder das Waschprogramm auf die in der Trommel befindlichen Wäsche abstimmt oder den Start des Waschvorgangs verweigert, wenn bei den weissen und hellen Baumwoll-Kleidungsstücken eine Bluse aus roter Seide enthalten ist.
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Nun, es ist doch auch immer eine Frage, was für Daten auf den Tags drauf sind. Wenn ich in der Kleidung z.b. Tags habe die ich mit dem Smartphone oder der Waschmaschine auslesen kann wo gespeichert ist 30 Grad hellbunt ist das Pillepalle. Das macht nicht identifizierbar. Vor allem nicht, wenn es Chips mit kleiner Reichweite sind.
RFID Tags mit EAN Code, Seriennummer einer Ware, vielleicht noch Marke, Artikel, Produkteigenschaften wie Größe und Farbe im Klartext dürfen nicht an der Kleidung bleiben.
RFID Tags sind eine praktische Sache. Für die Logistik. Für die Inventur. Für die Kasse. Aber spätestens dort müssen sie entfernt werden. Es spricht doch nichts dagegen, die Tags in üblichen Pappschildern unterzubringen, die man selbst wenn sie an der Kasse nicht entfernt werden vor dem Tragen mindestens selber abreißt. Damit ständen sie im Rahmen der Logistik im Handel zur Verfügung und würden automatisch vor dem Tragen entfernt.
Die Frequenzen auf denen die Tags / Scanner arbeiten sind zwar im Frequenznutzungsplan festgelegt, jedoch bedarf es weitere gesetzlicher Regelung.
- Die Frequenzen müssen weltweit einheitlich sein
- Waren selbst dürfen nur mit Tags geringer Reichweite (unter 2 Meter) ausgestattet sein, die vor dem Gebrauch zwangsweise entfernt werden, z.b. in den Warenetiketten
- Es dürfen dauerhaft an Waren nur Tags verbleiben, die keine Identifizierung ermöglichen, aber bestimmte Funktionen auslösen. Z.b. max. Waschtemperatur, TV-Programm-App starten wenn man das Smartphone kurz vor den TV hält und ähnliche Vorgänge
- Smartphones die über das Ausstattungsmerkmal NFC/RFID verfügen, müssen dann auch alle Frequenzen arbeiten und die Tags lesen können
NFC/RFID wird uns noch sehr praktische Möglichkeiten und Features bescheren, wenn man fürh genug den nötigen Datenschutz beachtet. Ich finde es sehr bequem, wenn ich mein Smartphone in den Autohalter stecke, dass dann Bluetooth aktiviert, sich mit dem Headset was im Auto liegt verbunden wird, WLAN ausgeschaltet und die automatische Displayhelligkeit aktiviert wird. Komme ich nach Hause, ziehe ich das Smartphone kurz am Türrahmen vorbei, werden Bluetooth ausgeschaltet, WLAN eingeschaltet, die Displayhelligkeit wieder auf 25% gesetzt.
Und das sind vorerst nur "Spielereien für Technikfreaks". Wären die Autos schon mit den neuesten, im Grunde genommen von Hard- und Software sehr preiswerten, Möglichkeiten ausgestattet könnte das Auto wenn ich das Smartphone in den Halter mit dem NFC Tag schiebe vom Telefon das Kommando bekommen Sitz- und Spiegelpositionen abzurufen und zum Wetter passende Einstellungen der Klimaanlage vorzunehmen. Je nach Fahrzeugklasse sogar zum Wetter passende Einstellungen für die Fahrprogramme für Lenkung, ESP und Federung.
So viele Möglichkeiten die mit bereits erfundener Technik machbar wären liegen brach, weil jede tolle Technik mit miteinander verknüpft wird und wenn, dann große Fehler beim Datenschutz gemacht werden.
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Produkteigenschaften wie Größe und Farbe im Klartext dürfen nicht an der Kleidung bleiben.
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und wieso nicht ? also dazu brauche ich keine RFID-Tags um zu erkennen und zuordnen zu können welche Farbei ein TShirt hat und Welche Größe die du gerade trägst ...
und meine Kunden kann ich auch so identifizieren ... auch ohne RFID Tags ... solange da nicht meine Blutgruppe; Krankheitsverlauf; Sozialversicherungsnummer oder sonstwas kompromitierendes drinn gespeichert ist ...
Wenn nen Herr im Armani Massanzug reinmaschiert weis ich auch so das der zu den Besserverdienern gehört ... mehr kann mir da so nen RFID Tag auch nicht verraten!
das ist das Crux in Deutschland: überall Datenskandale vermuten und auf exorbitalen Datenschutz pochen ... um dann jedes kleine peinlich Detail meines Privatlebens in Facebook in die Welt posaunen!
2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.12.12 10:09 durch serra.avatar.
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borg schrieb:
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> ... Immerhin kann heute
> noch der eine oder die andere sich mit geeigneter "Markenkleidung" vom
> "Polenmarkt" den Status in der Clique behaupten.
> ...
Ja, die Polenmärkte werden Pleite gehen oder auch mit diesen Chips nachziehen, wenn die Leute da mit Scannern einkaufen gehen. :-)
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Die sache mit "identifizierung" und paranoide Verfolgungswahn ist schon sehr hergeholt.
RFID chips sind schlichtweg genial um Daten unterzubringen und Produkte einfach "intelligenter" zu machen, gerade weil man mit diesen daten dann so wunderbare Sachen machen kann.
Das heißt aber eben, auf dem RFID chip sollten genau die sachen stehen die dieses Produkt auszeichnet, das ganze ersetzt in der Regel ja auch gleich den barcode.
Bei Kleidung macht es durchaus Sinn das dort Daten hinterlegt sind über das Produkt, die Sache mit der Waschmaschine die diese Daten ausließt ist doch eine super sache.
Alles was man auf dem barcode findet muss da auch rein, damit man seine intelligenten Kassen/Einkaufswaagen bauen kann, ohne jedes Produkt einzeln den barcode zu scannen.
So alles absolut in Ordnung.
Der "Preis" sollte nicht im RFID chip sein, das muss eine Datenbank machen die vom entsprechenden Laden gesteuert wird, die ordnet dann eben den Produktschlüssel zu, alles was sich ändern könnte steht einfach nicht auf dem RFID chip, den der soll nach möglichkeit nicht wiederbeschreibbar sein (wenn wir von Verkaufsprodukten reden, in anderen Anwendungsgebieten machen Wiederbeschreibbare natürlich schon Sinn).
Das man theoretisch personen identifizieren kann anhand ihrer Kleidung auf 8-10 meter ist ja ziemlich wurst. Das dürfte ohnehin keinen interessieren.
Wichtig dabei finde ich aber die Kleidung muss ordentlich gekennzeichnet sein, es muss jedem klar sein das ein RFID chip drin steckt, hat man damit keine Probleme, soll man es eben lassen ; wer es ablehnt, warum auch immer, der kauft die Produkte eben nicht (sollte der Chip warum auch immer nicht entfernbar sein, aber kann man alles rausschneiden wenn man will).
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