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Wirtschaftsspionage und Erpressung

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  1. Wirtschaftsspionage und Erpressung

    Autor naiv 25.11.09 - 18:56

    Kontodaten sind Klasse. Mit denen kann man prima Wirtschaftsspionage betreiben und z.B. Politiker und Wirtschaftsbosse erpressen. Klar, daß die Amis daran grosses Interesse zeigen.

    Wer wüsste z.B. nicht gerne, wie die schwarzen Gelder der CDU durch die Länder wandeln oder wandelten. Sowas lässt sich prima in handfeste Vorteile ummünzen.

  2. Re: Wirtschaftsspionage und Erpressung

    Autor Erpressbar 26.11.09 - 04:03

    Wahrscheinlich wissen die Amerikaner schon viel über die Politiker hier, anders kann ich mir den blinden Gehorsam nicht erklären.



    naiv schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kontodaten sind Klasse. Mit denen kann man prima Wirtschaftsspionage
    > betreiben und z.B. Politiker und Wirtschaftsbosse erpressen. Klar, daß die
    > Amis daran grosses Interesse zeigen.
    >
    > Wer wüsste z.B. nicht gerne, wie die schwarzen Gelder der CDU durch die
    > Länder wandeln oder wandelten. Sowas lässt sich prima in handfeste Vorteile
    > ummünzen.

  3. Re: Wirtschaftsspionage und Erpressung

    Autor iJones 26.11.09 - 08:17

    Stimmt, andererseits kann Deutschland in Sachen Wirtschaftsspionage nicht so schlecht sein, schließlich ist Deutschland nach wie vor die Exportnation Nr. 1. Deutschland ist das einzige Land, was dort noch mit China mithalten kann. Ich find's immer lustig, dass Deutschland immer als Opfer gesehen wird. Im Gegenzug unterhält Deutschland aber einen riesigen Nachrichtendienst, der weltweil operiert und sicherlich nicht nur der Terrorbekämpfung dient... Vermutlich können deutsche Ermittler genauso in die US-Transaktionen einsehen, ob mit Unterstützung der US-Regierung oder ohne. Notfalls gibt es ja diverse große europäische Telekommunikationsunternehmen, die in den USA tätig sind, die sicherlich - gewollt oder ungewollt -ihren Anteil bei der Beschaffung von Informationen leisten.
    Man sollte aber nicht außer acht lassen, bei dieser Diskussion, das es hier um internationale Überweisungen über Swift geht. Innerdeutsche Transaktionen dürften also in den seltensten Fällen davon betroffen sein. Oder gibt einer von euch immer den Swift-Code an? Ich nutze immer nur die BLZ....

  4. Re: Wirtschaftsspionage und Erpressung

    Autor Captain 26.11.09 - 09:09

    iJones schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stimmt, andererseits kann Deutschland in Sachen Wirtschaftsspionage nicht
    > so schlecht sein, schließlich ist Deutschland nach wie vor die Exportnation
    > Nr. 1. Deutschland ist das einzige Land, was dort noch mit China mithalten
    > kann. Ich find's immer lustig, dass Deutschland immer als Opfer gesehen
    > wird. Im Gegenzug unterhält Deutschland aber einen riesigen
    > Nachrichtendienst, der weltweil operiert und sicherlich nicht nur der
    > Terrorbekämpfung dient... Vermutlich können deutsche Ermittler genauso in
    > die US-Transaktionen einsehen, ob mit Unterstützung der US-Regierung oder
    > ohne. Notfalls gibt es ja diverse große europäische
    > Telekommunikationsunternehmen, die in den USA tätig sind, die sicherlich -
    > gewollt oder ungewollt -ihren Anteil bei der Beschaffung von Informationen
    > leisten.
    > Man sollte aber nicht außer acht lassen, bei dieser Diskussion, das es hier
    > um internationale Überweisungen über Swift geht. Innerdeutsche
    > Transaktionen dürften also in den seltensten Fällen davon betroffen sein.
    > Oder gibt einer von euch immer den Swift-Code an? Ich nutze immer nur die
    > BLZ....

    das soll ja harmonoisiert werden, mit der BLZ ist es bald vorbei....

  5. Re: Wirtschaftsspionage und Erpressung

    Autor iJones 26.11.09 - 09:19

    Captain schrieb:
    -----------------------------------------------------------------
    > das soll ja harmonoisiert werden, mit der BLZ ist es bald vorbei....


    Schon, aber das Problem bei sowas ist immer, dass wir nie genau wissen, was hinter den Vorhängen abläuft. Die EU ist sicherlich nicht selbstlos, sie ist wirtschaftlich gesehen mächtiger als die USA und das weiß sie ja beispielsweise bei Handelskonflikten auch einzusetzen. Ich denke man kann aber so gut wie ausschließen, dass jegliche Kontobewegung den USA zugänglich gemacht werden. Wie im Artikel erwähnt wird, soll ja eigens eine EU-Behörde errichtet werden, die dann die Verwaltung der Anfragen aus den USA übernimmt.
    So oder so, wird es aber in Zukunft besser um die Datensicherheit ausschauen; zur Zeit wird ja das gesamte europäische Swift-Datenaufkommen in den USA gespiegelt. Bislang hatten die also auf alle internationalen europäischen Transaktionen Einblick. Außerdem sollten man berücksichtigen, dass wir hier nur einen Teil der Wahrheit kennen. Es geht um den Austausch von Informationen und das wird mit Sicherheit nicht nur in einer Richtung geschehen. Ich möchte zugern wissen, ob es in den USA eine ähnliche Diskussion gibt, schließlich sind deren Swift-Kontobewegungen ja genauso davon betroffen.

  6. Re: Wirtschaftsspionage und Erpressung

    Autor 2laky 26.11.09 - 13:11

    Wenn der Informationsfluss von USA nach Europa tatsächlich so funktioniert, würde es wenigstens einen Befürworter geben, der damit argumentiert, den sehe ich aber nicht!
    Es wird exakt so laufen, wie mit den Flugdaten, welche nicht in beide Richtungen fliesen.
    Oder funktioniert der Informationsaustausch bei Miitäroperationen bekanntermaßen reibungslos??

    Die staatlichen Institutionen der USA sehen europäische Einrichtungen nach wie vor nur als Handlanger und nicht als Partner.

  7. Re: Wirtschaftsspionage und Erpressung

    Autor iJones 26.11.09 - 14:01

    2laky schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die staatlichen Institutionen der USA sehen europäische Einrichtungen nach
    > wie vor nur als Handlanger und nicht als Partner.

    Militärisch und politisch geb ich dir recht, aber wirtschaftlich sind Europa und die USA auf Augenhöhe. Rein volumenmäßig (Gesamtvermögen) ist die EU ja vor einigen Monaten an den USA vorbeigezogen.
    Der große Unterschied ist, wirtschaftlich spricht die EU mit einer Stimme, militärisch und politisch nicht. Da kocht jeder nach wie vor sein eigenes Süppchen. Um mittelfrist mit China und USA auch dort auf Augenhöhe zu sein, muss sich da noch was ändern. Aber der Grund, warum das so ist, liegt nicht in den USA, sondern einzig und allein an den Europäern. Europa stellt mittlerweile mehr Militär in Afghanistan als die USA, aber da sie unterschiedliche Sprachen sprechen, haben nach wie vor die USA das Zepter in der Hand.

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