Der kann vielerzählenwenn der Tag lang ist. Ich glaube ihm zwar, aber Ricke wird nicht so unklug gewesensein dass voreinem Haufen Zeugen oder gar schriftlich niedergeleht zu haben. Und selbst wenn, dann kommt eben die Nummer mit "Mißverständnis" oder "ich unterschreibe jeden Tag hunderte Dokumente, ich wusste ja nicht...".
Unter dem Strich dürfte diese Aussage nicht wirklich von Bedeutung sein. Auch handelt es sich hier um den Hauptangeklagten, dass der jemand anders die Verantwortung zuschieben will ist offensichtlich, wenn er nichts hierb- & stichfestes vorweisen kann ist die Sache sinnlos.
Das eigentlich verwunderliche daran ist, dass der Typ überhaupt seinen Chef beschuldigt. Bei der Spitzel-Affäre ist bei mir der Eindruck enstanden dass alle Bescheid wussten und einige wenige als die Schuldigen rausgedeutet wurden, die die Sache eben ertragen mussen. Dafür wird man aber i.d.R. fürstlich entlohnt, d.h. man nimmt die Schuld auf sich, lässt sich max. auf Bewährung verknacken, steckt hintenrum ein paar Millionen dafür ein und alle sind zufrieden. Wenn er aber nun gegen seinen Chef schiesst heisst das entweder, dass er den Hals nicht vollbekommen hat oder das er garnichts kassiert hat.
Ich als Kenner dieser Kreise muss dir sagen: du hast die Antwort bereits angedeutet. Ab einem gewissen Einkommenslevel herrscht zwischen Verdächtigen und Richtern ein mit dem Wort "Verhandlungsstimmung" noch recht untertrieben klassifiziertes Verhältnis. Die wirklich verantwortlichen müssen also nichts fürchten. Ihre Position stellt sie außerhalb der direkten Zuständigkeit des Rechtsstaaten. Auch in Deutschland. Dem Buhmann muss also kein müder Cent Schweigensgeld gezahlt werden. Dem glaubt eh keiner mehr als dem unfehlbaren gottgleichen Oberboss.
Treffen sich Schulze von der Security und sein Oberboss an der Pinkelrinne.
Chef: Wir müssen die undichte Stelle im Haus mit allen Mitteln finden, tun Sie was, Schulze.
Schulze: OK Chef, wird erledingt.
lol XD
aber so könnte ich mir das vorstellen :D

PartnerVomLenzen schrieb:
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> wurden, die die Sache eben ertragen mussen. Dafür wird man aber i.d.R.
i.d.R. - wovon leitest du denn diese Regel ab? Von den hunderten Erfahrungen, die Du aus erster Hand gemacht hast?
> fürstlich entlohnt, d.h. man nimmt die Schuld auf sich, lässt sich max. auf
> Bewährung verknacken, steckt hintenrum ein paar Millionen dafür ein und
Das wäre Korruption, und wie das mit Geld so ist: Das ist gar nicht so leicht, die Spuren im einzelnen zu verwischen. Die Tatsache so einer Zahlung allein reicht schon als Verteidigung. Ein Vertrag, der Zahlung nach erfolgter Verurteilung garantiert, ist in Deutschland mit Sicherheit Sittenwidrig, und damit Wirkungslos, und erst mal eine Vorstrafe kassieren, und hinter mal schauen ... Leute zu finden, die so dämlich sind, dürfte in der Realität schwer fallen.
Für mich liegt die Vermutung nahe, das Du Dein "i.d.R." aus TV und Kino Produktionen ableitest ... und auch wenn es vielleicht das Bild vom Weihnachtsmann zerstört: CSI sonstewas und wie die Schinken alle heissen ist nicht die Realität, sondern einfach nur im Detail schwachsinnige Fiktion.
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