Mal ehrlich Leute, wie lange soll diese Angst vor der Timeline noch geschürt werden? Ich sehe Facebook vollkommen im Recht, hier nicht die Zustimmung des Nutzers einzuholen, denn es handelt sich um keine Änderung der Zugriffsrechte sondern um eine des Designs. Und das wurde schließlich schon öfters seit dem Start von Facebook geändert, nie wurde dabei gefragt (Ist ja auch verständlich, golem hat auch nicht beim Redesign davor darüber abstimmen lassen).
Merkwürdigerweise vermischen sehr viele Leute, selbst bekannte Blogger und auch die golem-Reaktion die Timeline mit den zufällig zeitgleich eingeführten Neuerungen wie die Spotify- oder die Zeitungsartikel-Intergration. Diese sind in der jetzigen Form wirklich etwas nervig, aber es handelt sich um Apps und diese sind vollkommen frei deaktivierbar.
Also mal ehrlich, wieso kann man sich beim besten Willen darüber aufregen, dass in einem Social Network alle Profile einem gemeinsamen Grundschema folgen sollen? Man weiß doch gar nicht, wohin man klicken soll wenn die Hälfte dieses Layout hat und die andere Hälfte ein anderes.
Finde es auch zunehmend penetranter wie unter dem Fähnchen des Datenschutzes jeder dahergelaufene Witzbold seine Weltuntergangsfantasien und vergleichbaren Blödsinn publiziert.
Man regt sich im Prinzip darüber auf dass es Besuchern immer einfacher gemacht wird immer mehr persönliche Daten immer unkomplizierter und detaillierter zu sehen.
Und dazu trägt (wenn auch nur sehr wenig) die zeitliche Einordnung deiner Aktivitäten bei.
Weiterhin kommt mit der timeline soweit ich informiert bin auch Opengraph, eine Schnittstelle zwischen FB und anderen Unternehmen, die es beispielsweise in Zukunft ermöglichen soll einen in einem Spiel neu erreichten Highscore automatisch direkt in der Timeline zu posten. Gleiches könnte passieren wenn du dir online einen Film ausleihst, und das dann direkt in der Timeline veröffentlicht wird.
Der ausschlaggebende Punkt ist, dass diese Neuerungen für dich kein Problem darstellen, da du Funktionen ausstellen kannst und entscheiden kannst was für die Öffentlichkeit gedacht ist und was du besser für dich und deine Freunde behälst. Jedoch kannst du dieses Urteilsvermögen und die geistige Reife nicht von einem 11, 12 oder 13 Jahre alten Kind erwarten.
Man will oder muss als Datenschützer gewissermaßen den Nutzer auch vor sich selber schützen.
Entschuldige bitte mögliche Rechtschreibfehler, ich hab das jetzt vom Handy aus getippt.
Mfg
1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.01.12 00:35 durch San_Tropez.
Nun, über den Punkt der Öffentlichkeit der Daten kann man sich sicherlich streiten. Facebook hat ja einige Funktionen eingeführt die deutlich transparenter machen, wer jeden einzelnen Post sehen kann - dann jeweils für die richtige Gruppe zu posten kann dem User nicht auch noch abgenommen werden. Wird dies konsequent befolgt, sehen nicht-Freunde auch nichts von der Timeline.
Ich gebe dir Recht, meines Wissens nach brauchen die neuen opengraph-Apps zwingend die Timeline. Das fällt aber unter diesen "zeitlichen Zufall" den ich angesprochen habe, denn natürlich hätte die Schnittstelle auch für das klassische Profil entwickelt werden können - aber warum sollte man sie an etwas anpassen das nun sowieso upgedated wird? Und all diese Opengraph-Apps müssen meines Wissens nach immer noch am Anfang nachfragen ob sie automatisch posten dürfen - das verbietet man dann halt.
Und ganz offiziell darf man unter 13 sowieso keinen Facebook-Account erstellen, Kinder die das trotzdem tun müssen dann aber auch nicht vom Datenschutz gesondert berücksichtigt werden.
ich sag da nur eins: sicherlich können andere jetzt schneller deine posts sehen (wo sie vorher öfters auf "mehr" klicken mussten), aber: 1.) du siehst sie auch schneller und 2. hast du 7 tage zeit, einmal durch deine timeline durchzuscrollen.
irgendwo in den einstellungen kann man auch einmal für alle alten posts die sichtbarkeitseinstellungen ändern.
Was ich immer so geil finde: seit WOCHEN ist das Thema Timeline bekannt.
Ich habe immer das Gefühl daß sich so einige "Promis" erst mal Zeit lassen, die Reaktion der Bevölkerung abwarten um sich dann dem Tenor der Mehrheit anzuschließen.
Im Falle eines Politikers natürlich immer ein tolles Argument um sich erneut wählen zu lassen. :(
"Es werde aber nichts ohne die ausdrückliche Benachrichtigung der Nutzer geändert, betonte eine Facebook-Sprecherin am Mittwoch. Erst wenn man sein Profil aufsuche und die Freischaltung der Funktion bestätige, starte die Frist von sieben Tagen, in der ein Facebook-Mitglied sein Profil noch vorab aufräumen kann."
heisst also, wenn ich die Freischaltung der Funktion nicht bestätige, bekomme ich die auch nicht.... oder wie?
San_Tropez schrieb:
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> Man regt sich im Prinzip darüber auf dass es Besuchern immer einfacher
> gemacht wird immer mehr persönliche Daten immer unkomplizierter und
> detaillierter zu sehen.
Einfacher für wen? Wenn deine Daten sichtbar waren, waren sie alle über die Opengraph API längst verfügbar. Unkompliziert und vollständig für jemanden, der es wirklich wissen will.
>
> Und dazu trägt (wenn auch nur sehr wenig) die zeitliche Einordnung deiner
> Aktivitäten bei.
Nochmals: nur für Besucher deiner Profilseite und ich finde diese Sicht praktischer als detailiert durch jedes doofe Posting von mir gehen zu müssen ("mehr" klicken) um zu einem bestimmten Zeitpunkt zurück zu gehen.
>
> Weiterhin kommt mit der timeline soweit ich informiert bin auch Opengraph,
> eine Schnittstelle zwischen FB und anderen Unternehmen, die es
> beispielsweise in Zukunft ermöglichen soll einen in einem Spiel neu
> erreichten Highscore automatisch direkt in der Timeline zu posten. Gleiches
> könnte passieren wenn du dir online einen Film ausleihst, und das dann
> direkt in der Timeline veröffentlicht wird.
Opengraph gibt es schon lange und davor gab es eine API, die einen anderen Namen hatte. Man kann alles damit auslesen was dem jeweiligen Benutzer erlaubt ist. Spiele können schon lange frei auf deiner Pinnwand/Timeline posten, wenn du das erlaubt hast. Das passiert nicht einfach so ...
>
> Der ausschlaggebende Punkt ist, dass diese Neuerungen für dich kein Problem
> darstellen, da du Funktionen ausstellen kannst und entscheiden kannst was
> für die Öffentlichkeit gedacht ist und was du besser für dich und deine
> Freunde behälst. Jedoch kannst du dieses Urteilsvermögen und die geistige
> Reife nicht von einem 11, 12 oder 13 Jahre alten Kind erwarten.
> Man will oder muss als Datenschützer gewissermaßen den Nutzer auch vor sich
> selber schützen.
Facebook hat eine Altersbeschränkung ... ab 13 steht dort irgendwo. Und der Standard scheint "Nur für Freunde" zu sein und sind es nicht gerade diese Altersgruppen, die über so was besser bescheid wissen als ein Thilo Weichert?
>
> Entschuldige bitte mögliche Rechtschreibfehler, ich hab das jetzt vom Handy
> aus getippt.
>
> Mfg
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