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Problematische "Berichterstattung"

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  1. Problematische "Berichterstattung"

    Autor Dirk Wilhemsen 16.07.09 - 10:44

    Jetzt wäre natürlich die Frage ob es nicht schon an der Grenze zur Illegalität ist, solche Infos zu Veröffentlichen vor dem Hintergrund, dass man sehr wohl weiß, dass diese Daten Twitter illegal entwendet wurden...

    Der Denkmantel des Journalismus bietet auch keine unendliche Narrenfreiheit.

  2. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor qwezuiop 16.07.09 - 10:54

    hmm aber dann könnte man jedweilige Berichtersattung welche gewissen Leuten mit Macht unbequem ist, z.B. unlautere Geschäftspraktiken von Vattenfall oder Shell auch kriminalisieren.
    Die Presse ist die einzige Waffe der Öffentlichkeit . Sonst bleibt nur Gewalt und das ist keine Alternative.

  3. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor Misdemeanor 16.07.09 - 11:01

    Gewalt ist keine Alternative?! :-) Von wegen *hehe*

  4. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor Golum 16.07.09 - 11:09

    Denkmantel?
    Bauchen die Mäntel zum denken?!^^

    Ich weiß, nur ein kleiner Tippfehler. Ich musste nur grade sehr schmunzeln.

  5. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor Alternativ: kostenlos registrieren 16.07.09 - 11:14

    Dies ist nun die andere Seite der Medallie. Ich kann mich da an einen Thread zu einem Artikel über die Entführung eines Journalisten im Jemen erinnern wo der Ersteller sich über die "Selbstzensur der Presse" aufregte.

  6. Hitzige Diskussion

    Autor Berta 16.07.09 - 11:22

    gab deswegen auch hitzige Diskussionen gestern auf Techcrunch http://www.techcrunch.com/2009/07/14/in-our-inbox-hundreds-of-confidential-twitter-documents/ . Ich habe der Community gesagt, dass bei Veröffentlichung die Redakteure sich auf Bild-Niveau (tabloids) begeben.

    Als sich dann auch noch auf Lord Northcliffe berufen wurde http://www.techcrunch.com/2009/07/15/our-reaction-to-your-reactions-on-the-twitter-confidential-documents-post/ , einem ausgewiesen Rasissten, war mir es genug. Möge dieser Scheissladen im Datenrauschen des Internets untergehen.

  7. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor IrgendwasMitHase 16.07.09 - 11:23

    Dirk Wilhemsen schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Jetzt wäre natürlich die Frage ob es nicht schon
    > an der Grenze zur Illegalität ist, solche Infos zu
    > Veröffentlichen vor dem Hintergrund, dass man sehr
    > wohl weiß, dass diese Daten Twitter illegal
    > entwendet wurden...

    Evtl. nicht illegal, aber anständiger wäre es wohl gewesen es nicht zu tun. Damit ermutigt man die ganzen Idioten da draussen nur die sich ihre "15 minutes of fame" erhoffen.

    > Der Denkmantel des Journalismus bietet auch keine
    > unendliche Narrenfreiheit.

    Ist halt ein Abwägen, aber in Zeiten in denen eine Meldung nur irgendwie, der page impressions wegen, raus muss ist für Abwägen halt keine Zeit mehr. Publish or perish.

  8. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor palooka 16.07.09 - 11:29

    Golum schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Denkmantel?
    > Bauchen die Mäntel zum denken?!^^
    >
    > Ich weiß, nur ein kleiner Tippfehler. Ich musste
    > nur grade sehr schmunzeln.


    Ich muss ebenfalls schmunzeln. "Brauchen" ohne r, "zum Denken" klein geschrieben, "gerade" nur mit einem e geschrieben. Glücklicherweise ergänzt das festgelegte Gehirn die Worte ohne nachdenken zu müssen.

  9. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor Golum 16.07.09 - 11:36

    Ja sowas passiert nunmal wenn man nicht Korrektur liest.
    Ich wollte ja auch überhaupt nicht auf die mangelnde Rechtschreibung hinaus, sondern nur auf die Bedeutung des entstandenen Wortes.

  10. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor Schlaumeier 16.07.09 - 11:49

    Das ist ja auch bedenkenlos möglich.
    Wenn Journalisten vertrauliche Unterlagen erhalten, die einen Skandal beweisen, dann kann er das ohne Weiteres als Quelle benutzen.
    Aber Informationen, die a) illegal beschafft wurden und b) kaum publizistische Relevanz haben, sind dann schon ein Grenzfall.

    Aber Blogs gehen ja beispielsweise eh schon dazu über, alles als "Guckt, mal hier ist ein Scan von einem Dokument der Personalabteilung" zu posten, statt dem guten alten "Aus Dokumenten, die uns vorliegen, ist ersichtlich, dass…".

  11. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor Profi 16.07.09 - 11:52

    Das ist eben der Unterschied zwischen Journalist mit entspr. Ausbildung und "nebenher schreib ich meinen Senf ins Web2.0".

  12. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor nf1n1ty 16.07.09 - 12:31

    Profi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das ist eben der Unterschied zwischen Journalist
    > mit entspr. Ausbildung und "nebenher schreib ich
    > meinen Senf ins Web2.0".

    Nein, das ist der Unterschied zwischen einem Menschen mit gewissen vernünftigen Werten und einem Maß an Intelligenz und einem, der darüber nicht verfügt.

    Aber wir kommen auf das gleiche Ergebnis:
    Web 2.0 öffnet zu vielen inkompetenten Schreiberlingen das Tor zur Meinungsverbreitung.
    Vorteile gibt es natürlich genauso.

    ___________________________________________________________
    Wenn einer fuddelt, dann klatscht et. aber richtig!

  13. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor nur mal nebenbei 16.07.09 - 12:36

    Bevor hier zu viel Aufregung entsteht: Nach dem Bericht auf Heise Online (Beitrag: "Twitter findet User und sucht Umsatz") erfolgte die Veröffentlichung in Absprache mit den Anwälten von Twitter.
    Zitat: "TechCrunch veröffentlichte die ausgewählten Informationen nach Verhandlungen mit Twitter-Anwälten."

  14. Re: Problematische "Berichterstattung"

    Autor WEB10.0 16.07.09 - 13:07

    womit deine vorredner mit ihrem rumgetöse gerade bewiesen haben, dass die selber genau das darstellen, worüber sie sich grad haben aufzuspielen versucht.

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