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Der Terror ist systemimmanent ...

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  1. Der Terror ist systemimmanent ...

    Autor Chevarez 27.11.12 - 18:29

    Kein Bombenleger, kein Attentäter und kein noch so schlimmer Amokläufer, Pädophiler, illegaler Glücksspieler, Raubmord-Kopierer oder sonst wer kann unserer Demokratie mehr Schaden zufügen, als die Herrschaften in den Lobbyverbänden und deren Lakaien in der von uns gewählten Volksvertretung. Man kann allerdings wählen, wen man will, denn die Marionetten sind beliebig austauschbar. Wer einmal Macht gerochen hat, wirft scheinbar ganz schnell all seine Tugenden über Bord oder wird, dank des Parteizwangs, schnell mundtot gemacht oder aus der Partei verbannt.

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  2. Re: Der Terror ist systemimmanent ...

    Autor looter 27.11.12 - 19:11

    +1

    Die Lösung liegt m.M.n. in der Abschaffung der Parteiendemokratie und der Etablierung einer anderen (evtl. neuen Form) der repräsentativen Demokratie.

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  3. Re: Der Terror ist systemimmanent ...

    Autor Trockenobst 27.11.12 - 19:41

    looter schrieb:
    > Die Lösung liegt m.M.n. in der Abschaffung der Parteiendemokratie und der
    > Etablierung einer anderen (evtl. neuen Form) der repräsentativen
    > Demokratie.

    Die Piraten haben das ja im Prinzip ähnlich vorgemacht: der Staat gibt 10-20 Themen
    pro Jahr in einen Diskussionspool (Themen etwa werden durch Unterschriftensammlungen angeregt). Wird ein Thema diskutiert, können Gruppen (Parteien oder sonstwas ist egal) Vorschläge zur Lösung des Problems einlegen. Dann gibt es öffentlich Diskussionen (im Stream auch im Netz), auch mehrmals.

    Und dann gibt es jährlich ein Wahldatum, wo über diese 20 Vorschläge abgestimmt wird. Wessen Gruppierung die meisten Vorschläge "gewinnt", stellt die "passenden" Minister für eine bestimmte Periode. Und diese Gruppierung stellt alle paar Jahre
    auch den Kanzler.

    Vorteil dieses Modells: nur die Leute die was *machen*, kommen an die Macht.
    Das Aussitzen von Problemen wie H4 oder Reform der Energiewirtschaft sind nicht mehr möglich. Verbindet man mit der Einreichung eines Konzeptes für ein Thema
    auch gleichzeitig eine Auszahlung von Geld damit die Leute sich auch wirklich
    voll beruflich darauf konzentrieren können, bevorzugt dieses System Leute die sich einbringen vs. Leute die einen Parteienapparat betreiben.

    Es ist offensichtlich, dass das aktuelle Parteiensystem nichts machen unterstützt und dann muss man nur nur Geldgeschenke verteilen oder Frustwähler anlocken, um weitere x Jahre der Macht zu bleiben. Sie können auch Themen von der Tagesordnung nehmen, was in einer Demokratie absurd ist.

    Bei jährlichen Wahlen und einer finanziellen Unterstützung des Staates bei Neuanträgen ist dieser kleine Trick nicht mehr möglich.

    Hollande ist in Frankreich auch mit großen Worten angetreten, aber jetzt scheint er auch lieber erst mal alles auszusitzen - denn die "parteiübergreifenden" Probleme seines Vorgängers will er genauso wenig auf die Weise lösen, die Sinn macht. Und das bedeutet vor Allem: Schmerzen.

    Der zweite Chef in England, Clegg, hat sich jetzt öffentlich für seine **offensichtliche**
    Wahllüge entschuldigt:
    http://www.guardian.co.uk/politics/video/2012/sep/20/nick-clegg-apology-tuition-fees-video

    Weil er wohl doch wiedergewählt werden will, obwohl ihn fast jeder hasst und keiner ihm die Entschuldigung abnimmt. Demokratie 2.0 wird dringend benötigt.

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