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Lehrbuch: Wie sorgt man dafür,...

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  1. Lehrbuch: Wie sorgt man dafür,...

    Autor oldmcdonald 29.07.10 - 20:22

    ...dass ein IT-Unternehmen das nächste mal besser die Klappe hält, anstatt offen mit seinen Verfehlungen umgeht.

    Halten wir fest:
    * Google war derjenige, der überhaupt auf seine WLAN-Daten-Sammelei aufmerksam gemacht hat. Niemand hätte ihnen das nachweisen können, egal, ob das nun Absicht war oder nicht.
    * Betroffen waren ausschließlich KOMPLETT UNVERSCHLÜSSELTE WLANs - wo auch immer es so etwas noch geben mag!

    Und jetzt schreien alle rum und sind empört? Ich verstehe es nicht. Die Vorsicht vor Google ist berechtigt, aber diesmal hat sich die Suchmaschine so verhalten, wie man es von einem Konzern mit Verantwortungsbewusstsein gerne hätte. Selten genug, dass man so etwas behaupten kann.

    Deswegen: Macht Euch nicht lächerlich, Datenschützer! Es gibt genug Wichtiges und Richtiges, was man in Sachen Datenschutz unternehmen kann!

  2. Re: Lehrbuch: Wie sorgt man dafür,...

    Autor patsching 29.07.10 - 21:39

    Volle Zustimmung!

    Google hat aus versehen einen harmlosen Fehler gemacht und diese Tatsache von sich aus veröffentlicht. Man hätte es auch totschweigen können und niemand wär jemals dahinter gekommen.

    Dann kamen haufenweise inkompetente Datenschützer und Medienvertreter, die den Vorfall mit populistischen Schlagworten und ohne jeden Sachverstand hochgejubelt haben.

    Und jetzt wo einer dieser Datenschützer (offenbar einer der klügeren dieser Gattung) dahinter gekommen ist, dass das Ganze wohl tatsächlich etwas zu heiss gekocht wurde und im Grunde nichts passiert ist, kommen die "Bürgerrechtler" hinterher (aus einem Land nota bene, wo jeder Quadratemeter Kameraüberwacht ist) und drehen den Datenschützer durch den Fleischwolf, weil er eine kompetente Analyse abgeliefert hat. Ganz grosses Kino.

  3. Re: Lehrbuch: Wie sorgt man dafür,...

    Autor Trollversteher 29.07.10 - 21:58

    >Google hat aus versehen einen harmlosen Fehler gemacht und diese Tatsache von sich aus veröffentlicht. Man hätte es auch totschweigen können und niemand wär jemals dahinter gekommen.

    Sag mal, wer Abt eigentlich dieses Märchen in die Welt gesetzt? Auf wachsenden Druck der Behörden, ein Streetview Fahrezeug samt eingesetzter Software rauszurücken, haben sie schnell gestanden, was sowieso herausgekommen wäre. So wie ein Steuerhinterzieher sich selbst anzeigt, um das Strafmass zu lindern - das hat überhaupt nichts mit freiwilliger Gutmütigkeit auf Seiten Google zu tu. Sie haben sich verhalten, wie jeder Schuldige, wenn er weiß, dass es keinen anderen Ausweg mehr gibt: Die Flucht nach vorne angetreten.

  4. Re: Lehrbuch: Wie sorgt man dafür,...

    Autor goo gle 29.07.10 - 22:21

    Die Geschichte wird auch hier schon umgeschrieben, obwohl sie jeder bei golem nachlesen kann.

    Aber wenn sich einzelne z.b. dagegen wehren, das google.news als Content-Klauer eingestuft wird, ist man hier alleine auf weiter Flur und alle klatschen Beifall für die desinformierenden Presse-GEZ2-ler... .

    Street View - Google belauschte offene WLANs
    Entgegen früheren Beteuerungen räumte Google am Freitagabend ein, dass seine Street-View-Fahrzeuge auch Inhalte mitgeschnitten haben, die über offene WLANs am Wegesrand ausgetauscht wurden. Noch Ende April 2010 hatte Google dies in einem Blogeintrag ausgeschlossen.
    15.05.2010, Original-Link: http://www.golem.de/1005/75133.html

    So ein Blogeintrag ist ja auch eine zertifizierte testierte Aussage.... . Da sollte man vor der eigenen Haustür bei "Das Erste" mal mit den Schuldigen anfangen... .

    Da hat M$ mit seinen ständigen Lücken deutlich mehr Unheil angerichtet und "seine" Botnetze nerven mich in Form von Spam viel mehr als Datenschutz-Selbstverständlichkeiten, über die von nichts-wissern endlos lange herumdiskutiert wird, statt mal klare Regeln festzulegen mit denen man gut leben kann.

    Man merkt aber an vielen Golem-Meldungen, das google ausserhalb der Hauptprojekte, also der Suchmaschine und AdWords/AdLink oft recht schlampig vorgeht.

    Wenn das die Elite-Progger der USA sein sollen, dann haben die Chinesen wirklich leichtes Spiel... .
    Homer Simpson: "Wir sind China. Oder ?..."

  5. Re: Lehrbuch: Wie sorgt man dafür,...

    Autor oldmcdonald 29.07.10 - 22:35

    Die Frage war zunächst, ob Google in seinen Autos Geräte zum Scannen von WLAN-Netzen installiert hat - das wurde nach langem Zögern von Google bejaht, eben weil es aus anderen Ländern bekannt war und es deswegen nicht mehr zu vertuschen war.

    Die "Daten-Panne" hatte damit nur indirekt zu tun, weil zuvor bestritten wurde, dass durch die Einrichtungen persönliche Daten überhaupt erhoben werden könnten. Die offizielle Version von Google lautet nun so: Nachdem Google bekannt wurde, dass tatsächlich persönliche Daten mitgeschnitten wurden, gingen sie damit an die Öffentlichkeit und entschuldigten sich für diesen Vorfall.

    Selbst, wenn man Google unterstellen sollte, absichtlich WLAN-Datenverkehr mitgeschnitten zu haben, bleibt doch anzumerken, dass

    a) jeder, der sein WLAN absichtlich wie ein Scheunentor aufstehen lässt (noch nicht mal durch WEP abgesichert!), wissen sollte was er tut und damit rechnen muss, dass jemand kommt und diese Dummheit ausnutzt. Mal angenommen, der WLAN-Besitzer wusste tatsächlich nichts von seinem Konfigurations-Desaster, dann hat da wohl irgendjemand "professionelles" nicht sauber gearbeitet (und damit letztlich grob fahrlässig oder gar kriminell gehandelt).

    b) Google wohl eher damit beschäftigt ist, die Straßen abzufotografieren (oder hat jemand schon mal ein StreetView-Auto Stundenlang an der Straße stehen sehen? Vielleicht zum WLAN-Daten sammeln?) und hat damit vermutlich nur wenige Sekunden, maximal Minuten von Datenschnipseln aufgezeichnet: Was sollen sie damit wohl anstellen? Geld abheben? Davon haben die mehr als genug... Veröffentlichen? Klar, die haben noch nicht genug Skandale am Hals... Vielleicht geben sie Ihren Mitarbeitern die Stellen bekannt, an denen sie kostenlos surfen können - womit wir wieder bei Punkt a) wären.

    Sorry, aber das skandalöse an der Sache geht irgendwie an mir vorbei.

  6. Re: Lehrbuch: Wie sorgt man dafür,...

    Autor Fraser 30.07.10 - 07:45

    OT BfDI vom 23.04.2010:
    "Bei der Arbeitsgruppe "Datenschutz in der Telekommunikation" der internationalen Datenschutzkonferenz, die in der letzten Woche tagte, habe ich erfahren, dass eine andere europäische Datenschutzbehörde bei der Prüfung eines Fahrzeugs der Google StreetView-Flotte festgestellt hat, dass die schwarzen Google-Astras bei den Fahrten durch europäische Städte nicht bloß Fotos von Hausfassaden und Straßenszenen anfertigen, sondern gleichzeitig flächendeckend alle umliegenden WLAN-Netze erfassen. Diese Information war für alle übrigen Teilnehmer völlig neu."

    (Quelle: https://www.bfdi.bund.de/bfdi_forum/showthread.php?1206-Flecken-auf-der-Google-Weste&p=6118#post6118)

    Dies bedeutet, dass Google dies nicht im Vorfeld ansprach, sondern die Prüfung eines der Wagen dazu führte, dass das Thema überhaupt bekannt wurde. In diesem Sinne ist die Aussage aus Großbritannien schon zu kritisieren.

  7. Re: Lehrbuch: Wie sorgt man dafür,...

    Autor Trollversteher 30.07.10 - 09:21

    >a) jeder, der sein WLAN absichtlich wie ein Scheunentor aufstehen lässt (noch nicht mal durch WEP abgesichert!), wissen sollte was er tut und damit rechnen muss, dass jemand kommt und diese Dummheit ausnutzt. Mal angenommen, der WLAN-Besitzer wusste tatsächlich nichts von seinem Konfigurations-Desaster, dann hat da wohl irgendjemand "professionelles" nicht sauber gearbeitet (und damit letztlich grob fahrlässig oder gar kriminell gehandelt).

    Die Gesetzeslage ist aber nun mal zum Glück nicht so, dass Naivität oder Unvorsicht Betrügern und Kriminellen ein Freifahrtschein gibt.

  8. Re: Lehrbuch: Wie sorgt man dafür,...

    Autor TenshiRyu 30.07.10 - 13:33

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >a) jeder, der sein WLAN absichtlich wie ein Scheunentor aufstehen lässt
    > (noch nicht mal durch WEP abgesichert!), wissen sollte was er tut und damit
    > rechnen muss, dass jemand kommt und diese Dummheit ausnutzt. Mal
    > angenommen, der WLAN-Besitzer wusste tatsächlich nichts von seinem
    > Konfigurations-Desaster, dann hat da wohl irgendjemand "professionelles"
    > nicht sauber gearbeitet (und damit letztlich grob fahrlässig oder gar
    > kriminell gehandelt).
    >
    > Die Gesetzeslage ist aber nun mal zum Glück nicht so, dass Naivität oder
    > Unvorsicht Betrügern und Kriminellen ein Freifahrtschein gibt.

    Dann sollte die Gesetzeslage mal schnell geändert werden! Ungesicherte Netzwerke stellen schliesslich auch Zugänge für Kriminelle dar, die dann ungehindert Verbrechen im Internet begehen können und wenn Sie fertig sind einfach weiterfahren und dann sind sie verschwunden.

    Wäre ja das gleiche als wenn diese Idioten (die mit den ungesicherten Netzwerken) Ihr Geld auf die Strasse schmeißen und sich im Nachhinein beschweren, weil jemand vorbeigekommen ist und es aufgesammelt hat.

  9. Re: Lehrbuch: Wie sorgt man dafür,...

    Autor Mehr Strategie 30.07.10 - 13:43

    Autos unverschlossen stehen lassen ist zumindest eine Ordnungswidrigkeit. Als Halter bezahlst Du dann vermutlich auch selber den Schaden, wenn Kinder das offene Auto finden und die Handbremse lösen und es die Straße runter-rollt.

    "zum Glück" machen sich in unverschlossenen Autos üblicherweise nur N*tten und Cracker bzw. Junkies breit... .

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