Fotos usw sind in Ordnung, aber das Font-Rendering ist unter aller Kanone. Das Antialiasing ist viel zu stark, man muss die Texte extrem zoomen damit die Schrift halbwegs scharf erscheint. Bei kleinen Texten bzw im rausgezoomten Modus kann man überhaupt nichts mehr erkennen. Das Antialiasing-Rendering mehererer gleicher Buchstaben in derselben Textzeile ist jeweils unterschiedlich, da wird man bekloppt von beim Lesen.
Schade dass man Antialiasing nicht komplett abschalten oder wenigstens für seine Bedürfnisse konfigurieren kann, es gibt auch keine App dafür. Deshalb wird mein iPad Ende der Woche zurück an den Händler gehen, obwohl ich das Gerät ansonsten recht gelungen finde.
Das ist mir damals auch aufgefallen, als ich 2005 von Windows auf Mac umgestiegen bin: Apple und Microsoft haben andere Prioritäten bei Bildschirmfonts. Microsoft setzt auf scharfe Kanten, auch wenn die Buchstarbenformen dadurch hässlich und verfälscht werden, Apple setzt auf korrekte Buchstabenformen, auch wenn es mal etwas unscharf wird. Beide Ansätze haben ihre Anhänger und Gegner, aber im Großen und Ganzen ist es einfach Gewohnheitssache.
Du gewöhnst dich dran. Windowsuser müssen sich an das Mac OS Fontrendering immer erst gewöhnen. Microsoft opfert das Schriftbild einem subjektiven Schärfeeindruck, indem sie die Buchstaben in den Subpixelraster zwängen. Dadurch werden Buchstabenformen und Abstände ruiniert und die Buchstaben bekommen einen Farbsaum. Das sieht zwar auf den ersten Blick schärfer aus, ist aber auf Dauer schwieriger zu lesen.
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