Die Existenz verschiedener Betriebssysteme bringt es immer mit sich, dass Programme unter Umständen nicht auf allen Plattformen laufen. Entwickler stehen dann unter Umständen vor der Entscheidung, bei welchen Plattformen es sich lohnt, sie zu unterstützen.
Die Hersteller der Betriebssysteme können damit verschieden umgehen. Sie können die Interoperabilität fördern, ein Betriebssystem, das Programme, welche nicht speziell für dieses Betriebssystem entwickelt wurden, leichter unterstützt, ist offensichtlich ein besseres System als eines, für das man vieles noch einmal separat entwickeln muss.
Wenn ein Betriebssystem-Anbieter aber bereits eine starke Stellung hat, besteht aber die Versuchung, das System abzuschotten. Aufgrund der starken Stellung wird trotzdem Software für dieses System entwickelt, und diese Software steht dann in vielen Fällen nur den Nutzern dieses geschlossenen Systems zur Verfügung, was ihm wiederum nutzt. Das war offensichtlich eine wichtige Grundlage des Vorgehens von Microsoft während langer Zeit (in letzter Zeit gibt es Anzeichen für eine Öffnung von Seiten von Microsoft, möglicherweise auch deshalb, weil sonst juristische Probleme drohen würden).
Apple hat bei mobilen Geräten niemals eine so dominante Position wie das Microsoft-Betriebssystem bei PCs, trotzdem versucht es Jobs mit einer Abschottungsstrategie, die höchstens erfolgreich sein könnte, wenn Apple bereits eine monopolähnliche Stellung hätte. Das wird kaum funktionieren, in Zukunft werden Applikationen wahrscheinlich vor allem für Betriebssysteme wie Symbian, Android und andere Linux-basierte Betriebssysteme mit Unterstützung erstellt werden, und in vielen Fällen wird wahrscheinlich mit Java programmiert werden, und ein Framework wird dafür sorgen, dass ein Programm auf diesen verschiedenen Plattformen läuft und nicht für jede separat entwickelt werden muss, was eine unsinnige Verschwendung wäre. Wenn Jobs Apple davon ausschließen will, ist das Apples Problem. Einige Software-Hersteller werden wohl Spezialversionen ihrer Software nur gerade für iPhones herstellen, für andere wird sich dieser Spezialaufwand aber nicht lohnen, und ihre Software wird künftig nur noch für Betriebssysteme zur Verfügung stehen, für welche es nicht erforderlich ist, dass eine separate Version der Software entwickelt wird. Die mittelfristige Folge wird sein, dass iPhones unattaktiv werden, weil viele neue Programme, die man z.B. auf Android- oder JME-Geräten (z.B. Blackberry) nutzen kann, dort nicht mehr verfügbar sind.
Wenn iPhones bereits eine monopolähnliche Stellung hätten, wäre Jobs Abschottungsstrategie sicher auch höchst unpopulär und würde zu juristischen Auseinandersetzungen führen, aber die kundenfeindliche Strategie hätte wenigstens wirtschaftlich einen Sinn. Da aber iPhones keine so dominante Stellung im Markt haben, ist die Strategie einfach nur dumm. Wenn Apple abstürzt, wird man zu Recht den Hochmut von Jobs dafür verantwortlich machen.
Kommentare: 171 | letzter Beitrag 20:42 Uhr
Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 77 | letzter Beitrag 20:57 Uhr
Kommentare: 70 | letzter Beitrag 18:56 Uhr
Kommentare: 60 | letzter Beitrag 20:11 Uhr
E-Mail an news@golem.de

Der japanische Spieldesigner Goichi Suda - Fans sagen schlicht "Suda 51" - ist für schräge Actionspiele bekannt. Sein nächstes Werk schickt ein scheinbar braves Schulmädchen in den Kampf gegen Zombies.

Weitgehend unbemerkt hat der US-Händler Tigerdirect die ersten Chromebox-Systeme von Google ausgeliefert. Für 330 US-Dollar bekommt der Nutzer recht gute Hardware in Nettop-Form, die sehr viel leistungsfähiger ist als die des Chromebook mit ChromeOS.

Der neue Chef der Piratenpartei steht im Verteidigungsministerium unter Druck. Elektronische Kommunikation für seine Partei ist ihm in der Dienstzeit untersagt. "Es gibt Leute im Ministerium, die darauf warten, dass ich Fehler mache", sagte Schlömer.

Renesas ist nach Elpida der zweite schwer angeschlagene japanische Chiphersteller. Renesas, das Hitachi, Mitsubishi Electric und NEC gehört, macht Verlust und will seine größte Fabrik verkaufen.

RIM soll in den kommenden Tagen erneut einen massiven Stellenabbau ankündigen. "Ich habe herausgefunden, welche Teile ich in meinem Puzzle nicht mehr benötige", sagte Firmenchef Thorsten Heins.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.