HTML5 ist eine Totgeburt, da es nicht abwärtskompatibel ist.
Die neu definierten Tags stören alte Parser zwar nicht und werden einfach ignoriert, aber bei Eingabe-Tags z.B. ist das fatal. Es wird sich kaum ein Entwickler (und vor allem deren Kunden, die ihn bezahlen) die Mühe machen, eine Content-Negotiation abhängig vom User-Browser zu programmieren.
Wozu doppelte Aufwände treiben?
Nur die Tags von HTML5, die irrelevant sind, werden eingesetzt werden. Deren Nutzen aber ist arg begrenzt.
Mir ist völlig schleierhaft, warum ohne Not solche breaking-changes definiert wurden. Man hätte einiges einfach über neue Attribute für z.B. das input-Tag lösen können.
Mittlerweile sind einfach zu viele Alt-Browser im Einsatz z.B. in mobilen Geräten, Konsolen und sonstwas für Geräten, die nicht einfach nachgerüstet werden können. Daher muss man sowieso eine Non-HTML5-Version ausliefern, mindestens aber auf die inkompatiblen Neuerungen verzichten.
Dabei hätte man es auch abwärtskompatibel hinbekommen können, wie es z.B. bei XHTML 1.0 gut gelungen ist.
Woher hast du denn dein Wissen? Und was meinst du genau?
Yoless schrieb:
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> Woher hast du denn dein Wissen? Und was meinst du genau?
Nur ein Beispiel:
Anstelle von <input type="email" ...
wäre besser gewesen: <input type="text" subtype="email" ...
Das wäre problemlos für alte wie neue Browser interpretierbar.
So aber müsste ein Entwickler zwei verschieden Input-Typen implementieren und Browser-Negotiation betreiben - diesen Zusatzaufwand werden nur die wenigsten betreiben und bezahlen wollen.
Bibliotheken könnten die Arbeit zwar etwas abnehmen, das ganze ist aber völlig unnötig viel komplizierter, ohne jegliche Not wurde hier mit der Axt neu entworfen.
Leider hinkt dein vergleich mit type // subtype etwas, da unbekannte typen automatisch als type="text" interpretiert werden, bzw. keine weitere Typendeklaration durchgeführt wird.
Dennoch kann auch mit nicht kompatiblen Browsern mittels Javascript auf den Typ zugegeriffen werden:
<input type="test" subtype="email" id="foo" />
<script type="text/javascript">
alert(document.getElementById('foo').type);
</script>
Ein "alert(document.getElementById('foo').subtype)" führt, falls nicht vorher überprüft zu einem undefined und würde in einem anderen Kontext zum kompletten Abbruch des Scripts führen. In diesem Fall wäre für Sub-Typen sogar ein zusätzlicher Schritt notwendig, um Browser Kompatibilität zu gewährleisten.
Die meisten Browser unterstützen schon große Teile von HTML5.
Der Rest muss eben draußen bleiben.
Wenn du unbedingt veraltete Browser unterstützen willst, wer zwingt dich dann HTML5 zu verwenden und nicht weiterhin 4.01 o.ä.?
titrat schrieb:
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> Yoless schrieb:
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> > Woher hast du denn dein Wissen? Und was meinst du genau?
>
> Nur ein Beispiel:
> Anstelle von <input type="email" ...
> wäre besser gewesen: <input type="text" subtype="email" ...
>
> Das wäre problemlos für alte wie neue Browser interpretierbar.
> So aber müsste ein Entwickler zwei verschieden Input-Typen implementieren
> und Browser-Negotiation betreiben - diesen Zusatzaufwand werden nur die
> wenigsten betreiben und bezahlen wollen.
>
> Bibliotheken könnten die Arbeit zwar etwas abnehmen, das ganze ist aber
> völlig unnötig viel komplizierter, ohne jegliche Not wurde hier mit der Axt
> neu entworfen.
Das wird doch so oder so schon gemacht: Für Alle die, die immer noch mit dem IE6 unterwegs sind, der aufgrund geistiger behinderungen weder HTML noch JS noch CSS richtig versteht.
Warum also nicht auch noch für HTML4/5? Bei der Gelegenheit kann man ja den Weichensupport für Opera streichen, Da Opera ja mit HTML5 wohl was anfangen können wird, und schon hast dus implementiert ohne mehrkosten. Abgesehen davon: ICh bin der meinung dass es einen Standart gibt, und sich daran bitteschön allemann auch halten können. Damit blicke ich nicht nur MS oder Opera sondern auch Mozilla an. Ich bin weiterhin der meinung, dass Browserweichen das Problem mit der inkompatibilität noch verschlimmern. Denn solange etwas funktioniert gibt es keinen grund umzusteigen. Was würden wohl die ganzen Youtube/twitter/Myfacebook/google nutzer die mit IE6 unterwegs sind tun, wenn all das nicht mehr ginge, weil der IE6 nicht mehr per browserweiceh supported wird? Naja, entweder sie gehen, oder sie kommen klar in ihrer welt und installieren einen aktuelleren browser. Und für Corporate Umgebungen, in denen der Admin keinen umstieg/update riskieren will, kann man nach absprache mit dem Admin so oder so portableApps einsetzen.
Stefan Scholl schrieb:
---
> Die meisten Browser unterstützen schon große Teile von HTML5.
Das ist einfach nicht wahr. Außer video/audio wird da bisher nichts unterstützt.
> Der Rest muss eben draußen bleiben.
Nur Idioten verzichten meines Erachtens auf den größeren Teil der Kundschaft aus reiner Ideologie. HTML sollte kein Selbstzweck sein.
HTML5 ist mit voller Absicht nicht abwärtskompatibel. HTML5 geht einen anderen Weg:
Alle text/html-Dokumente sind HTML5[1] und werden als solche geparsed. Scheiß egal was da für ein Doctype kommt, der ist sowieso egal, weil sich noch nie ein Browser dafür interessiert hat, wie genau der aussieht. Maximal ob einer da ist.
Somit räumt HTML5 mit HTML auf, indem es keine SGML-Anwendung mehr ist (was es für Browser eh nie war, die sind schlechte SGML-Parser[2]) und festlegt, wie HTML-Dokumente geparsed werden müssen. Leider geht das zu Lasten von XHTML[3]. Nichts desto trotz ist HTML5 aus heutiger Sicht ein Schritt nach vorn, da XML im Web völlig versagt hat[4][5]. Mit HTML5 wird die Umstellung auf XHTML sicherlich leichter vollzogen werden können (den HTML5 ist gleich XHTML5). Vorher war nicht mal sicher, ob diese Chance besteht.
[1] http://www.whatwg.org/specs/web-apps/current-work/multipage/syntax.html#syntax
[2] http://www.webdevout.net/browser-support-html#support-html401-sgml
[3] http://www.golem.de/0907/68142.html
[4] http://annevankesteren.nl/2005/03/text-xml
[5] http://meiert.com/de/publications/articles/20041004/
crash schrieb:
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> Nichts desto trotz ist HTML5 aus heutiger Sicht ein Schritt nach
> vorn, da XML im Web völlig versagt hat[4][5].
Es wurden bei XHTML Fehler gemacht, aber direkt versagt hat nur Microsoft. Hätte der IE die Entwicklung nicht derart ausgebremst, wären heutzutage richtig deklariertes XHTML, SVG und andere XML-Techniken sehr viel weiter verbreitet. Stattdessen müssen wir mit Kompatibilitätsproblemen und proprietären Plugins leben.
Und wenn wir das Versagen nicht an der Technik selbst, sondern an der Verbreitung festlegen, dann wird XHTML5 wegen des IE wahrscheinlich auch "versagen".
HTML 4.01 ist ja noch in keinem Browser vollständig, z.B:
http://de.selfhtml.org/css/eigenschaften/sprachausgabe.htm
Also weiterhin schön 4.01 benutzen.
PS:
An für sich bin ich auch dafür, alle Browser zu benutzen, aber den IE <7 kann man ruhig verhungern lassen.
Angel schrieb:
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> crash schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Nichts desto trotz ist HTML5 aus heutiger Sicht ein Schritt nach
> > vorn, da XML im Web völlig versagt hat[4][5].
>
> Es wurden bei XHTML Fehler gemacht, aber direkt versagt hat nur Microsoft.
> Hätte der IE die Entwicklung nicht derart ausgebremst, wären heutzutage
Und somit das W3C und das XHTML-Team.
Die Gefahr besteht, dass das mit HTML5 auch passiert. Es ist aber unwahrscheinlicher, da es langsam Zeit für Fortschritte ist. Auch bei Microsoft.
Sorry, aber wer denkt, dass HTML5 eine Totgeburt ist, hat das Konzept des W3C nicht verstanden.
crash schrieb:
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> > Es wurden bei XHTML Fehler gemacht, aber direkt versagt hat nur
> Microsoft.
> > Hätte der IE die Entwicklung nicht derart ausgebremst, wären heutzutage
>
> Und somit das W3C und das XHTML-Team.
Wo hat XHTML denn versagt? Jeder Browser kommt perfekt damit klar, sogar der IE6, mit nur etwas Rücksicht innerhalb der Spec.
Sicher, nicht alle Sites liefern mit XHTML-Doctype aus, oder bekommen die XHTML-Korrektheit nicht zu 100% hin, aber was macht das denn?
Oftmals sind es nur noch Werbebanner, die auf vielen Seiten die XHTML-Validierung verhindern.
> Die Gefahr besteht, dass das mit HTML5 auch passiert. Es ist aber
> unwahrscheinlicher, da es langsam Zeit für Fortschritte ist.
> Auch bei Microsoft.
HTML5 wird versagen, da HTML5 auf alten Browsern schlicht und einfach nicht läuft und z.B. Eingabe-Elemente fehlen, da es nicht abwärtskompatibel ist.
XHTML war und ist abwärtskompatibel und läuft noch heute perfekt in allen Browsern ohne Abstriche machen zu müssen.
Selbst wenn MS mitspielt, gibt es noch hunderte Millionen von Altgeräten, die HTML5 niemals nutzen können werden - wer will diese ohne große Not ausschließen? Und warum sollte er auch, solange XHTML und HTML4 genügend gut funktionieren?
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