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Gut für RIA, schlecht für simple Frontends

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  1. Gut für RIA, schlecht für simple Frontends

    Autor LX 19.12.09 - 11:43

    Für Rich Internet Applications ist qooxdoo unbestritten eine gute Wahl. Auch das Python-Backend, welches es ermöglicht, die benötigten Module nach Bedarf zusammenzustellen und zu packen, ist durchaus brauchbar.

    Allerdings wurmt es mich als Frontend Developer des öfteren, dass Entscheidungsträger häufig meinen, für ihr Projekt unbedingt als Frontend eine RIA zu benötigen statt einer einfachen, durch JavaScript und CSS sinnvoll angereicherten und gut bedienbaren Webseite.

    Das Ergebnis ist Bandbreitenverschwendung, langsame Bedienung (besonders in älteren IEs) und Kunden, die möglicherweise überfordert sind, weil sie im Internet Webseiten erwarten und keine Anwendungen.

    Gruß, LX

  2. Re: Gut für RIA, schlecht für simple Frontends

    Autor Yannick 19.12.09 - 14:11

    > Das Ergebnis ist Bandbreitenverschwendung, langsame Bedienung (besonders in
    > älteren IEs) und Kunden, die möglicherweise überfordert sind, weil sie im
    > Internet Webseiten erwarten und keine Anwendungen.

    Dem kann ich absolut nicht zustimmen. Die Bandbreite wird nicht verschwendet sondern optimiert, da nur wirklich benötigte Seiteninhalte geladen werden.

    Dass ggf. die Javascript Ausführung unter IE 6 lahmt mag sein, aber den Kunden kann man eh nicht mehr helfen.

  3. Re: Gut für RIA, schlecht für simple Frontends

    Autor nuffi 19.12.09 - 18:01

    solche webseiten SIND in den meisten fällen deutlich langsamer als herkömmliche html-seiten. vor allem beim verwenden riesiger js-frameworks. mit langsamen verbindungen sind solche internetseiten absolut garnicht bedienbar. ganz zu schweigen die kompatibilität zu mobilen geräten und deren software.
    ein selten doofes argument "es muss ja nicht alles jedesmal neugeladen werden". was ist denn alles? die 10kb quellcode pro seite? dem stehen mehrere hundert kb js-quellcode gegen.
    diese massenhafte verwendung von ajax im web ist völliger schwachsinn. so selten dass dessen verwendung wirklich sinn macht.

  4. Re: Gut für RIA, schlecht für simple Frontends

    Autor LX 19.12.09 - 22:14

    Einen simplen XMLHttpRequest kann man leicht in weniger als 1k JS packen - auf asynchrones JavaScript braucht also niemand zu verzichten.

    Insofern ist ein RIA-Toolkit, dass einen Haufen größtenteils nur in Einzelfällen verwendeter Templates für den Nachbau eines Fenstermanagers und Applikationselementen mitbringt, ziemlich eindeutig eine Bandbreitenverschwendung.

    Es gibt durchaus Fälle, in denen ein solcher Aufwand angebracht sein mag. Doch die Tendenz der qooxdoo-Entwickler, ihr Framework als für alle Aufgaben überlegen anzupreisen, halte ich für überheblich.

    Gruß, LX

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