aber dieser Datensatz stammt von einer Person, die OSS generell nicht feindlich gegenübersteht, mit Linux im Allgemeinen keine Berührungsängste hat, sich nicht alles 1:1 wie bei Windows wünscht und aller Wahrscheinlichkeit nicht auf der Gehaltsliste von Microsoft oder Apple steht. Ich neige auch dazu, diese Person tendentiell als "Poweruser" zu sehen.
Wenn diese Person mit einer Desktopumgebung nicht klar kommt, dann sollte einem das schon zu denken geben. Natürlich kann man jede Kritik wegwischen und alles machen wie bisher, aber wenn dann viele Leute (z.B. ich) lieber LXDE verwenden und Ubuntu auch sein eigenes Ding macht, dann ist das nicht ganz zufällig.
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Was ist mit den Meinungen anderer "Power" User, die aber keine so öffentliche Beachtung finden? Nur weil einer behauptet die Desktops taugen nichts und hier einige lieber LXDE verwenden bedeutet das genau was? Vor allem pauschale und inhaltslose Kritik hilft irgendiwe nicht. Wenn jemand etwas kritisiert ist es ja auch ok und wird sicherlich auch beachtet, zumindest wen es sachlich und kostruktiv ist. Wenn die Änderungswünsche aber nicht in das selbstgesteckte Konzept oder zur Philosophie passen, was soll man damit machen? Trotzdem umsetzen, nur weil es von einem "Power"-User kommt, oder sogar von einem berümten "Power"-User?
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Hängt immer davon ab, welches Ziel man anstrebt. Wenn man "sein eigenes Ding" so machen will, wie man es sich vorstellt, dann ist es schon ok, sich von niemand anderen etwas dreinreden zu lassen.
Falls man jedoch einen möglichst großen Marktanteil anstrebt, dann sieht die Sache anders aus. Und Linus Torvalds ist ja mit seiner Meinung nicht ganz alleine. Steven Vaughan-Nichols, einer der profiliersten Journalisten im OS-Umfeld, lässt ja auch keinen Zweifel daran erkennen, was er z.B. von Gnome 3 hält.
Und wenn keine der beliebtesten Desktop-Distros mehr eine der großen Desktopumgebungen in der aktuellen Version ohne weitreichende Änderungen verwendet - oder umgekehrt, wenn genau die Distros, die im Desktop eigene Wege gehen - zu den beliebtesten Distros aufsteigen, dann ist das doch mehr als eine Einzelmeinung, dass mit diesen Desktopumgebungen was nicht stimmt.
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Otto d.O. schrieb:
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> Hängt immer davon ab, welches Ziel man anstrebt. Wenn man "sein eigenes
> Ding" so machen will, wie man es sich vorstellt, dann ist es schon ok, sich
> von niemand anderen etwas dreinreden zu lassen.
>
Ich vermute dass das bei den Desktopprojekten der Fall sein wird, zumindest sollte. Kritisieren oder reinreden sind ja doch zwei verschiedene Sachen. Thema ist hier die Bewertung der Meinung eines einzelnen abhängig von seinem öffentlichen Status. Das kann kontraproduktiv sein, da es durchaus Menschen gibt die Meinungen mehr oder weniger unreflektiert übernehmen. Wenn dann in Diskussionen Sprüche kommen wie "...aber Linus sieht es genaus so!", dann kann man auch gleich nach Hause gehen.
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Otto d.O. schrieb:
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> Wenn diese Person mit einer Desktopumgebung nicht klar kommt, dann sollte
> einem das schon zu denken geben.
Warum? Du selbst ordnest ihn doch in eine eigene Kategorie von Usern ein. Warum sollten denn die Entwickler von Desktopoberflächen sich Gedanken darum machen, wenn ein gewisser "Poweruser" nun einmal nicht zur Zielgruppe gehört (die dann wahrscheinlich mit "User" betitelt wird)? Was ist, wenn beispielsweise KDE-Entwickler der Ansicht sind, dass Enduser mit der Software umgehen müssen, Poweruser aber eben nicht.
Das Prinzip hast du doch unter Windows ebenfalls - warum ist es unter Linux auf einmal etwas schlechtes? Die GUIs haben unterschiedliche Zielgruppen, unterschiedliche Nutzerbreite, unterschiedliche Funktionen, .... - es ist einfach unterschiedliche Software, jeder kann sich seinen Liebling heraussuchen. Wenn wir das mal vergleichen mit anderer Software: Machen nicht gerade diese Unterschiede den Markt divers und halten ihn innovativ? Ich nutze ja auch lieber MediaMonkey auf meinem Windows als iTunes, andere bevorzugen aber vielleicht iTunes vor Winamp, usw..
Ich verstehe gar nicht, warum sich der Herr Torvalds hier so echauffieren muss. Er ist nicht der einzige Nutzer von Linux.
> Natürlich kann man jede Kritik wegwischen
> und alles machen wie bisher, aber wenn dann viele Leute (z.B. ich) lieber
> LXDE verwenden und Ubuntu auch sein eigenes Ding macht, dann ist das nicht
> ganz zufällig.
"Viele Leute" - definiere das doch mal bitte. "Viele Leute" nutzen auch Windows, müssen sich jetzt die Linux-Entwickler insgesamt Gedanken machen, was mit ihrer Software falsch läuft?
Ich verwende lieber XFCE und weiß von vielen, dass die das ebenfalls tun, also sollten sich die Entwickler von LXDE mal Gedanken machen, das kann ja nicht ganz zufällig sein.
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