... bzw. deren Auftraggeber: Die Webseite muss auf allen Browsern und Ausgabegeräten gleich aussehen. Am besten pixelgenau.
Diese Einstellung bescherte uns DIV-Suppe mit Festbreite, was zwar leichter wartbar, aber genauso blödsinnig wie das starre Tabellenlayout der Vergangenheit ist (bzw. golem.de Gegenwart). Der Vorteil von HTML ist aber doch gerade die Geräteunabhängigkeit mit z.B. dynamischer Textformatierung, sowie die Browserunabhängigkeit durch Mechanismen für Fehlertoleranz.
Natürlich hebt das den IE6 auch nicht zu aus seinem Schrottstatus heraus; was aber soll der Grund dafür sein, dass eine Webseite auf dem IE6 _exakt_ so auszusehen hat wie auf allen modernen Browsern?
Schelm schrieb:
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> Diese Einstellung bescherte uns DIV-Suppe mit
> Festbreite, was zwar leichter wartbar, aber
> genauso blödsinnig wie das starre Tabellenlayout
> der Vergangenheit ist (bzw. golem.de Gegenwart).
> Der Vorteil von HTML ist aber doch gerade die
> Geräteunabhängigkeit mit z.B. dynamischer
> Textformatierung, sowie die Browserunabhängigkeit
> durch Mechanismen für Fehlertoleranz.
Dass Websites meistens ne feste Breite haben, hat nichts mit dummen Auftraggebern zu tun, sondern mit gutem Layouten. Denn man muss nicht den Inhalt an den Rahmen anpassen, sondern andersrum. Denn der Inhalt ist das wichtige. Die Layoutregeln für Magazine/Zeitschriften/etc. gelten nämlich auch für Websites.
Nur weil bei Websites dynamische Breiten möglich sind, muss man aber nicht automatisch generell dynamische Seiten machen! Es kommt auf den Inhalt an! Seiten wie Deviantart sind dynamisch besser als statisch, die meisten textbasierenden Seiten sind aber mit statischem Layout besser, weil besser lesbar und besser optimierbar.
Denn dynamisch hat den Nachteil, dass es im Grunde keine optimale Darstellung gibt, alles sieht immer "irgendwie" aus, so wie es gerade halt ins Fenster passt und das ist bei den meisten Seiten halt Müll. Das hat auch nichts mit "verschwendetem Platz" oder so zu tun, wie oft gesagt wird. Dynamische Seiten kann man sehr schlecht optimieren, weils eben keine Referenz gibt, auf die man optimieren könnte.
>was aber soll der Grund dafür sein, dass eine Webseite auf dem IE6 >_exakt_ so auszusehen hat wie auf allen modernen Browsern?
Bravo!
Schon lange meine Rede: warum soll jemand, der unbedingt IE6
benutzen will/muss, die gleichen Vorzüge bekommen, wie jemand
mit aktuellem Browser.
Last Ninja schrieb:
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> Dass Websites meistens ne feste Breite haben, hat
> nichts mit dummen Auftraggebern zu tun, sondern
> mit gutem Layouten. Denn man muss nicht den Inhalt
> an den Rahmen anpassen, sondern andersrum. Denn
> der Inhalt ist das wichtige. Die Layoutregeln für
> Magazine/Zeitschriften/etc. gelten nämlich auch
> für Websites.
Genau diese Analogie ist der Kern der Fehlannahme. Die Layoutregeln für Printmedien sind gebunden an das Ausgabemedium. Webseiten sind es nicht.
"Du, danke für die Webseite. Allerdings hat einer meiner Mitarbeiter die Seite bei sich zuhause angeschaut und sie sieht echt übel aus."
"Wie was? Was hat er denn für einen Browser?"
"Öh wie hiess der... Internet Explorer 6?"
"..."
"Kannst du bitte noch schauen, dass die Seite auch dort funktioniert?"
"... ja... kann ich... kann aber nicht garantieren, dass ich es hundertprozentig schaffe. Aber ich mach mich mal an die Arbeit." *grummel*
Mit dem Mitarbeiter hab ich dann mal gesprochen, er hat mir (Teilzeit-Webdesigner der was von XHTML/CSS versteht) ernsthaft und überzeugt (!) vorgeschlagen, ich soll doch "die Seite mit Tabellen gestalten, damit sieht es in allen Browsern gleich aus". Dann hat er mir seine eigene Webseite gezeigt, die noch voller Tabellen, Font-Tags und HTML 1.0-Flair war.
Ich bin zwar kein Webdesigner (zum Glueck), aber Softwareentwickler. Von mir bekommt der Kunde, was es will. Solange er auch bereit ist, dafuer zu bezahlen.
Soll auch fuer den IE6 funktionieren? Kein Problem, wird nur teurer.
Also dann lass doch mal eine IE6-Seite auf einem Drucker genau so cm-genau aussehen, wie auf einem x-beliebigen Bildschirm. Die Entscheider 2000 waren halt die gleichen Exberden, wie die Entscheider 2010.
Ich möchte mal behaupten, dass alleine die Entscheidung für den IE6- damals gab es ja noch die aktiv geführten Glaubenskriege, jede Volkswirtschaft um zig milliarden geschädigt hat. Nur der EU ist/war das noch nie aufgefallen. Die kratzen nur etwas an der Oberfläche.
Das endet immer in einem Chaos. Die Webseite sieht dann IMMER scheisse aus.
Schelm schrieb:
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> Genau diese Analogie ist der Kern der Fehlannahme.
> Die Layoutregeln für Printmedien sind gebunden an
> das Ausgabemedium. Webseiten sind es nicht.
Dann erklär mir warum Millionen professioneller Designer da falschliegen und sich das im Laufe der Jahre als Standard durchgesetzt hat?
Und Webseiten sind sehr wohl zumindest an viele der Regeln gebunden, damit eben alles aus einem Guss aussieht und nicht aus 30 verschiedenen Güssen, weil jede Unterseite wieder ihr eigenes Ding macht.
Was natürlich ein Kompromiss ist, Seiten mit Minimal- und Maximalbreite zu gestalten, damit man einen dynamischen Guss hat, der aber im geregelten Rahmen bleibt.
Nur da machen dann wieder alte Browser einen Strich durch die Rechnung, wenn sie aktuelle CSS-Befehle nicht kennen oder falsch interpretieren und alles dann noch kaputter aussieht.
syntax error schrieb:
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> Dann erklär mir warum Millionen professioneller
> Designer da falschliegen und sich das im Laufe der
> Jahre als Standard durchgesetzt hat?
> Und Webseiten sind sehr wohl zumindest an viele
> der Regeln gebunden, damit eben alles aus einem
> Guss aussieht und nicht aus 30 verschiedenen
> Güssen, weil jede Unterseite wieder ihr eigenes
> Ding macht.
>
> Was natürlich ein Kompromiss ist, Seiten mit
> Minimal- und Maximalbreite zu gestalten, damit man
> einen dynamischen Guss hat, der aber im geregelten
> Rahmen bleibt.
>
> Nur da machen dann wieder alte Browser einen
> Strich durch die Rechnung, wenn sie aktuelle
> CSS-Befehle nicht kennen oder falsch
> interpretieren und alles dann noch kaputter
> aussieht.
Wie bereits anfangs gesagt ist das Problem die grundsätzliche Fehleinstellung, dass eine Webseite, über alle Browser und Anzeigemedien hinweg, _gleich_ auszusehen hat. Dafür ist HTML aber gar nicht gemacht. HTML ist darauf ausgelegt, größtmögliche Anpassungsfähigkeit an die Anzeige zu gewährleisten.
Durch das Festzurren in ein starres Korsett, ob über DIV-Suppe oder Tabellen, geht aber genau dieser Vorteil verloren. Zudem ist es ein schlicht ein Ding der Unmöglichkeit. Egal wie du die Webseite „optimierst“, es wird immer nur auf einer Untermenge der Anzeigemedien „korrekt“ aussehen. Aber an Handydisplays gedacht? Oder eine abweichende Defaultschriftgröße?
Das ist doch quatsch. HTML gibt vor wie eine Seite auszusehen hat und zwar auf jedem Browser der den Standard unterstützt gleich.
Alles andere wäre Nonsens oder IE6
loolig schrieb:
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> Das ist doch quatsch. HTML gibt vor wie eine Seite
> auszusehen hat und zwar auf jedem Browser der den
> Standard unterstützt gleich.
>
> Alles andere wäre Nonsens oder IE6
Nein, HTML beschreibt -- vergleichbar zu LaTeX -- nur die Semantik, nicht das explizite Aussehen. Ansonsten könnte man ja auch gleich PDFs ausliefern und bräuchte sich nicht um Rendering-Engines und dergleichen in Browsern bemühen.
> Nein, HTML beschreibt -- vergleichbar zu LaTeX --
> nur die Semantik, nicht das explizite Aussehen.
Korrekt. Für das Aussehen haben wir CSS. Und das sollte bitte bei allen Browsern die gleichen Ergebnisse liefern.
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