Der Sinn warum man einen Browser "missbraucht" um Desktop-Applikationen "nachzuspielen" erschließt sich mir irgendwie nicht. Ist das Totschlagargument wirklich, dass man dann "einfach überall" mit seinen Daten rumspielen kann? Also so wie die Nerds, lässig im Café sitzen und an irgendwelchen Exceltabellen rumdoktoren? Toll! ;) Brauch ich nicht!
Ich habe meine Daten lieber da wo ich sie kontrollieren kann, auf MEINEM Rechner und nicht in einer "Cloud" IRGENDWO im Web ...
Und wozu Javascript, HTML und CSS noch mehr unnütz aufblähen, statt es für den reinen Anwendungsfall wofür es mal entwickelt wurde, nämlich fürs Webseiten-darstellen, lieber schlanker und simpler zu gestalten ... das auch Oma Lieschen Seiten basteln könnte. Mittlerweile muss man fast schon wieder studieren um durch alles machbare durchzublicken ...
Als Machbarkeitsstudie find ich's ja noch ganz interessant, aber ein ernstzunehmendes Produkt gegenüber einer richtigen Desktop-Applikation wird es für mich wohl nicht werden. Es sei denn es gibt irgendwann nur noch diese Wisch-Tabs ... und somit nur noch Browser-Apps.
Ne, mal im ernst, was soll das Killerargument für diese Web-Apps sein?
1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.02.11 15:07 durch Jenz.
Verkaufst du alleine Staubsauger oder was?
Tausende Unternehmen besitzen eigene Serveranwendungen und möchten diese (für die Nutzer so einfach wie möglich) auch mobil zur Verfügung stellen. Eine Lösung heißt VPN, eine andere heißt eben Web App. Dazu muss ich meine Daten nicht in "irgendeine" Cloud irgendwo im Web legen. Die können ganz entspannt auf meinen eigenen Servern rumoxidieren. Geil, ne? ;-)
Nicht nur auf dem eigenen Server... Die daten können sogar auf dem eigenen Rechner ganz lokal und ganz ohne Internet liegen. Der Unterschied ist nur, dass die Programmoberfläche mit HTML/CSS und JavaScript programmiert ist. Im Idealfall fällt es nicht mal auf, dass es keine "richtige" Desktop-Applikation ist.
Mag ja auch alles stimmen was ihr schreibt, aber was ist jetzt der VORTEIL von der Webapp? ;) warum muss ich mit CSS/HTML rumhampeln um eine Desktop-App zu simulieren? Hat das IRGENDEINEN Vorteil?
Hab ich doch geschrieben. Du kannst für den Nutzer sehr unkompliziert Anwendungen mobil zur Verfügung stellen ohne beispielsweise erst ein VPN aufzubauen, Clientsoftware aktuell zu halten und und und...
Die Vorteile bestehen vor allem für Entwickler. Webanwendungen haben sich ja mehr oder weniger durchgesetzt in vielen Bereichen auch bei geschäftlicher Software. Der webbrowser als einheitliche Basis, als kleinster Gemeinsamer Nenner aller Betriebssysteme und Computer ist ziemlich praktisch.
Mit dem Cromeless (und vorher Prism) kann man Webanwendungen nun für seine Anwender noch besser und kompfortabler zur Verfügung stellen, sie laufen aber trotzdem auch weiterhin in "normalen" browsern.
Entwickler entwickeln nur noch für eine Plattform (den Browser) und können sich darauf mehr konzentrieren, was dem Nutzer wiederum zugute kommt, da dadurch Anwendungen schneller und besser werden.
(In der Realität muss man natürlich immer auch abstriche machen z.B. Browserkompatibilität. Idealer weise würde es aber so funktionieren wie beschrieben)
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