In Jahrzehnten der Browserentwicklung hat niemand es geschafft, die jeweils aktuellen Standards vollständig zu implementieren. Vielleicht wird Servo ja eine Ausnahme. Ich gebe die Hoffnung jedenfalls nicht auf.
Solange müssen die 90%-Lösungen, die man so vorgeschmissen bekommt halt ausreichen...und 90 sind noch eine freundliche Schätzung. ;)
#sb
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spambox schrieb:
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> In Jahrzehnten der Browserentwicklung hat niemand es geschafft, die jeweils
> aktuellen Standards vollständig zu implementieren. Vielleicht wird Servo ja
> eine Ausnahme. Ich gebe die Hoffnung jedenfalls nicht auf.
> Solange müssen die 90%-Lösungen, die man so vorgeschmissen bekommt halt
> ausreichen...und 90 sind noch eine freundliche Schätzung. ;)
>
> #sb
Vielleicht muss man das ganze w3c Procedere mal verändern.
Die Spezifikation erreichen mittlerweile biblische Ausmaße.
Da kann es nicht verwundern wenn von 5 die es versuchen zwei scheitern, einer die Spezifikation abändert und die anderen beiden bei 90% aufhören.
Meiner Meinung nach gehört zu jedem vom w3c veröffentlichten Standard eine Standardimplementierung, egal wie langsam oder unflexibel die sein mag.
Dadurch würde man echte Standards und ein echtes Standardverhalten schaffen und nicht nur die Idee von (komplexen) Standards kreieren, die aufgrund menschlicher Fehler nicht zu 100% eindeutig & korrekt formuliert und vor allem verstanden werden.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.06.12 20:38 durch teenriot.
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teenriot schrieb:
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> Dadurch würde man echte Standards und ein echtes Standardverhalten schaffen
> und nicht nur die Idee von (komplexen) Standards kreieren, die aufgrund
> menschlicher Fehler nicht zu 100% eindeutig & korrekt formuliert und vor
> allem verstanden werden.
Genau das wird seit HTML5 gemacht. Früher wurde das Verhalten bei Fehlern nicht vorab definiert, heute schon.
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Klar könnte man triviale Standards machen, aber HTML ist "riesig" und was da alles drinsteckt ist einfach gigantischer Stoff.
Schaut man sich an was ein Browser alles können "soll" nach Standards ist das schon so lächerlich viel, das kommt im Prinzip einem OS gleich und allen Treibern für verschiedenste Hardware, natürlich für alle Plattformen und alle Endgeräte.
Ein Browser ist ein Monster Projekt und die Entwicklung geht noch viel schneller und in krassere Richtungen.
Schaut einfach mal die Google Idee an, ein Google OS, komplett alles im Browser, alles nur noch per Server über das Netz, die ganze Cloud Schiene geht ja schließlich auch immer mehr darauf ein.
Dazu kommt das man viel komplexere Anwendungen im Browser haben will, sachen die man vorher nur auf dem desktop gemacht hat und mit so krassen grafiken das natürlich alles als Client oder SaaS Version existieren soll.
Unfassbar das alles.
Dazu kommt das Standards eben immer hinterherhinken, die setzen ja nicht wirklich etwas an das wirklich "neu" wäre, bis ein Standard existiert und das dauert schon 2+ Jahre ist der schon veraltet, dient dann "höchstens" noch als Standard der eben einfach implementiert werden muss.
Browser sind lieber vorreiter, das bedeutet aber jeder Browser macht eben den Standard so weit es geht und kocht dann seine eigenen Ideen, die "wenn sie gut sind" sich irgendwo in einem Standard etablieren und Jahre später von jedem so gemacht werden "sollen".
Heute sind wir soweit das der IE9 schon lange nicht mehr so ein Dreck ist wie seine Vorgänger, man geht weg von den ganzen Microsoft Eigenentwürfen und benutzt doch die Standards (mit VML hat Microsoft ja irgendwo die gleiche Aktion gemacht wie mit ihrem eigenen pdf format, das im Endeffekt auch kein Mensch benutzen will).
Soll heißen:
Browser sind unglaublich komplexe Produkte.
Die Entwicklung wird jedes Jahr locker faktor 2 komplexer und den "alten" Code weiterhin zu unterstützen ist spätestens dann ein Problem wenn die Leute die diesen mal geschrieben haben schon lange nicht mehr bei dir arbeiten.
Multithreading in Browsern (im gleichen tab) ist auch etwas das wir nur extrem eingeschränkt mit WebWorker benutzen können. Genau da kommt aber der DOM in den Weg, der sich nur sehr aufwendig und fehleranfällig zwischen den WebWorkern aufteilen lässt und die WebWorker selbst können am DOM nichts machen, ergo geht wieder fast alles auf den Haupt-Prozess zurück und es ist kaum wirklich paralell.
JavaScript selbst ist auch nur SingleThreaded, man muss also so viel mit AJAX oder anderen asynchronen Geschichten arbeiten, das ist alles unglaublich fehleranfällig und JavaScript ist nicht gerade die Sprache um "fehlerfreien" und komplexen Code zu schreiben (ist ja so gut wie nichts statisch berechenbar, alles nur zur Laufzeit).
Man kann sich wund schreiben, aber Browser sind ein Medium für sich und so komplex das man im Prinzip ein eigenen Studiengang nur für "Browser" machen könnte (und selbst das wäre noch zu viel, man müsste sich sogar einen browser speziell vornehmen).
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