Ich hatte vor einiger Zeit einmal mit Qt geliebäugelt.
Aber wenn man das alles so liest, scheint es ja ein totes Projekt zu werden?
Nur noch weiterentwickelt durch eine - wenn auch begeisterte Fangemeinde - das kann auf Dauer doch nichts mehr werden... :-(
Schade eigentlich, der Multiplattformansatz hätte mir genau in meinen Kram gepasst.
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Ich denke nicht. QT wird vor allem von KDE gebraucht und hat somit viele Anhänger. Am besten sollte QT ein offenes Gemeinschaftsprojekt wie GTK & Co werden. Dann klappt das auch.
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nur wenige Open Source Projekte bringen es wirklich zu was, aber Qt könnte genug in Firmen verankert sein, dass es tatsächlich weiterhin funktioniert - und selbst wenn die Entwicklung langsamer wird hat es anderen Multiplattformbibliotheken immer noch einiges voraus. Kurz: vl stirbt es vl nicht, aber tot ist es noch eine ganze Weile nicht.
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hm!
Wie sieht es denn eigentlich mit den Anschaffungskosten aus?
Wird das ganze bald Open Source? Dann würde ich doch nochmal einen Blick riskieren :-)
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Das ganze ist längst Open Source und steht unter LGPL.
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RenéMorszeck schrieb:
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> Ich denke nicht. QT wird vor allem von KDE gebraucht und hat somit viele
> Anhänger. Am besten sollte QT ein offenes Gemeinschaftsprojekt wie GTK & Co
> werden. Dann klappt das auch.
Gegenüber GTK hängt an QT aber nur KDE oder? Bei GTK gibt es ja diverse Desktopumgebungen die es nutzen Gnome, Unity, Xfce, LXDE fallen mir da gerade ein.
Wenn also QT nicht mehr weiterentwickelt wird hätte nur ein Desktop Probleme, von daher ist es gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass es da für KDE eng werden könnte. Mir fallen jetzt auch direkt keine Gründe weshalb sich da jetzt neuerdings mehr Entwickler auf QT stürzen sollten, war bisher ja auch nicht der Fall.
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Ninex schrieb:
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> Das ganze ist längst Open Source und steht unter LGPL.
Hm, gab es da nicht eine kommerzielle Lizenz parallel? Ist das mittlerweile hinfällig? Auf deren Webseite führen die Links zur kommerziellen Version zumindest ins Nirgendwo :)
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Gibts auch mit professionellem support. In dem Fall muss man Änderungen an Qt auch nicht veröffentlichen.
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IchBinBobbin schrieb:
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> RenéMorszeck schrieb:
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> > Ich denke nicht. QT wird vor allem von KDE gebraucht und hat somit viele
> > Anhänger. Am besten sollte QT ein offenes Gemeinschaftsprojekt wie GTK &
> Co
> > werden. Dann klappt das auch.
>
> Gegenüber GTK hängt an QT aber nur KDE oder? Bei GTK gibt es ja diverse
> Desktopumgebungen die es nutzen Gnome, Unity, Xfce, LXDE fallen mir da
> gerade ein.
> Wenn also QT nicht mehr weiterentwickelt wird hätte nur ein Desktop
> Probleme, von daher ist es gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass es da
> für KDE eng werden könnte. Mir fallen jetzt auch direkt keine Gründe
> weshalb sich da jetzt neuerdings mehr Entwickler auf QT stürzen sollten,
> war bisher ja auch nicht der Fall.
QT wird aber auch außerhalb von Linux sehr oft genutzt. Meiner Beobachtung nach öfter als GTK (auch, weil GTK teilweise Probleme macht, aber das ist eine andere Geschichte).
Außerdem wird QT von einigen sehr prominenten, propritären Anwendungen genutzt:
Google Earth oder Teamspeak (2 und 3).
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...als langjähriger kommerzieller Kunde kenne ich die Historie von Qt bereits seit über 12 Jahren. Seither gab und gibt es kommerzielle Lizenzen, kommerziellen Support und eine sehr aktive OpenSource Community rund um Qt.
Nicht nur KDE, Google Earth, Adobe, Skype, VLC, Deutsche Flugsicherung usw. basieren auf/nutzen Qt... diverse Industrielösungen die kein Endanwender kennt ebenfalls.
Digia deckt mittlerweile den kommerziellen Part ab - heisst: Wer gerne eine kommerzielle Lizenz ohne irgendwelche Einschränkungen durch LGPL oder GPL haben möchte und auch gern noch Support hätte, bekommt das von den Jungs.
Nokia stellt derzeit (noch) die meisten hauptamtlichen Qt-Entwickler, die aber direkt auf dem nun ganz offenem Qt-Projekt arbeiten und die Community (endlich) direkt einbeziehen. Alles was dort entwickelt wird, steht jedem frei unter der GPL (für OpenSource-Software) und der lockeren LGPL (auch für kommerzielle Projekte geeignet) zur Verfügung.
Also: Man kann auch als Unternehmen mit Qt Software kostenlos entwickeln und diese mit der LGPL-Version von Qt als reine Binärstände ausliefern/verkaufen - ganz ohne Geld zu investieren.
Nebenbei: Qt bringt auch gleich seine eigene Multiplattform-IDE mit, die in einigen Bereichen die MS VisualStudio IDE und in puncto Performance die Eclipse-IDE richtig alt aussehen lässt.
Mittlerweile wird die Nutzerbasis und die Anzahl der freien (nicht-Nokia) Entwickler von Qt immer größer - das sollte helfen, das weit verbreitete Framework auch über die nächsten Jahre zu helfen.
Und: So weit, wie Qt derzeit verbreitet ist, ist die kritische Masse an Nutzern und Supportern mittlerweile zu groß, als dass Qt einen schnellen Tod sterben kann. Auch für den Ausstieg von Nokia ist schon vorgesorgt: Qt geht dann automatisch an die KDE Foundation über :)
Also: Don't panic! :)
ciao,
3DH
1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.08.12 15:17 durch 3DH.
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PCAhoi schrieb:
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> Aber wenn man das alles so liest, scheint es ja ein totes Projekt zu
> werden?
Ach Unsinn. Selbst wenn sich Nokia komplett zurück ziehen würde, gäbe es noch genügend andere Entwickler: KDE-Community stellt welche, KDAB auch und sogar RIM, HP und Intel (ja, auch Intel entwickelt trotz Tizen an Qt).
Wenn Qt „stirbt“, ist hoffentlich bald endlich dieses blöde Contributor License Agreement, bei dem man alle Rechte an Nokia abtritt, am Ende.
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IchBinBobbin schrieb:
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> RenéMorszeck schrieb:
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> > Ich denke nicht. QT wird vor allem von KDE gebraucht und hat somit viele
> > Anhänger. Am besten sollte QT ein offenes Gemeinschaftsprojekt wie GTK &
> Co
> > werden. Dann klappt das auch.
>
> Gegenüber GTK hängt an QT aber nur KDE oder? Bei GTK gibt es ja diverse
> Desktopumgebungen die es nutzen Gnome, Unity, Xfce, LXDE fallen mir da
> gerade ein.
> Wenn also QT nicht mehr weiterentwickelt wird hätte nur ein Desktop
> Probleme, [...]
ein relativer junges DE das auf QT setzt ist Razor-qt
http://en.wikipedia.org/wiki/Razor-qt
und natürlich gibts auch zahlreiche QT Software ausserhalb von KDE und Razor-qt. Qt Anwendungen die ich nutze sind z.B. Opera, VirtualBox.
im beruflichen Bereich wird viel häufiger auf QT als auf GTK gesetzt.
hier: http://jobs.golem.de/
sind 8 Stellen ausgeschrieben, die Entwickler mit QT Erfahrung suchen. Und 0 Stellenanzeigen wo GTK vorkommt.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.08.12 17:56 durch wolfi86.
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