... MySQL einsetzen? Bin erstaunt dass das überhaupt mehr oder weniger gut geht. Aber warum man da nicht zum Beispiel einen Oracle-Cluster einsetzt, versteh ich dann doch nicht. Da hätte man doch immernoch alle Vorteile einer rel. Datenbank. Werden schon ihre Gründe haben ...
Horst-Kevin schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> ... MySQL einsetzen? Bin erstaunt dass das überhaupt mehr oder weniger gut
> geht. Aber warum man da nicht zum Beispiel einen Oracle-Cluster einsetzt,
> versteh ich dann doch nicht. Da hätte man doch immernoch alle Vorteile
> einer rel. Datenbank. Werden schon ihre Gründe haben ...
Es dürfte schlicht wesentlich billiger sein. Und warum sollte man eine funktionierende Lösung wegwerfen?
*vermutung* - an mysql können sie selbst am code optimieren und rumschrauben was sie scheinbar in allen bereichen tun und müssen... bei oracle wäre das so einfach nicht möglich. bei mysql geht das imho schon ;)
außerdem ist das ganze system mit mysql gewachsen... und gewachsen und gewachsen...
Ja, es funktioniert und ist ja auch gut so. Allerdings frage ich mich wie sehr das noch skalieren kann und ob das in der Größenordnung dann noch Sinn macht? Im Beitrag kamen ja Fragen wie Joins und Load-Balancing auf. Vom Administrationsaufwand für solch eine Lösung will ich erst gar nicht reden. Das ganze geht mit 'nem RAC von Haus aus viel einfacher.
Und wenn sie bei den nächsten 300 Millionen zwischendrin tatsächlich an die Grenzen des Machbaren mit dem System stoßen, was dann? MySQL wurde dafür m. E. nach nicht gebaut, bei Oracle hat man sich allerdings über solche Szenarien ein paar mehr Gedanken gemacht. Ich denke für IBM und Microsoft gilt das Gleiche.
Aber wie gesagt, bin erstaunt darüber wie gut das mit MySQL funktioniert ;-)
Wenn die tätsächlich MYSQL wegwerfen sollten, dann wird ein KEY-VALUE Store zum einsatz kommen. Denke da an Tokyo Cabinet oder konsorten (http://www.metabrew.com/article/anti-rdbms-a-list-of-distributed-key-value-stores/)
Tatsächlich haben die Entwickler bei Facebook mit Cassandra (http://incubator.apache.org/cassandra/) schon eine entsprechende NoSQL-Datenbank (wie es derzeit so schön heißt).
"bin erstaunt... aber die haben ihre gründe."
macht sinn die aussage.
Ich glaub die haben am Anfang einfach nicht damit gerechnet, umstellen ist wohl schwierig/teuer.
Ob mysql oder oracle mal aussen vor.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.10.09 18:43 durch RaiseLee.
Horst-Kevin schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> ... MySQL einsetzen? Bin erstaunt dass das überhaupt mehr oder weniger gut
> geht. Aber warum man da nicht zum Beispiel einen Oracle-Cluster einsetzt,
> versteh ich dann doch nicht. Da hätte man doch immernoch alle Vorteile
> einer rel. Datenbank. Werden schon ihre Gründe haben ...
Ich vermute mal folgendes:
- man ist mit MySQL gestartet
- MySQL eignet sich sehr gut für Scale-Out (Daten auf ganz viele Server zu verteilen, Cluster eignen sich meiner Meinung nach für wirklich große Umgebungen nicht)
- 30k Server * 10k $ pro Oracle Lizenz = 300 Mio $ pro Jahr (evtl hat Oracle RAC andere Preise und gewährt wohl auch Rabatte, aber ich denke das Problem wird klar)
- einen Großteil der Features von Oracle braucht man einfach gar nicht für Facebook (Business Intelligence Gedöns, Stored-Procedues stören auch beim Scale-Out)
- solch große Umgebungen wurden nie mit Oracle realisiert, wenn also Änderungen an der Datenbank vorgenommen werden müssen, muss man auf Oracle warten oder Oracle dafür bezahlen kundenspezifische Anpassungen zu machen
Warum sollten sie nicht. Selbst Google setzt erfolgreich MySQL ein.
Aber Google kriegt das besser hin. Facebook ist doch ein Witz dagegen!
Schon gewusst, Facebook setzt MySQL gar nicht als relationale Datenbank ein. MySQL dient nur als Datastore, ohne grossartigen Joins. Für die meisten zeitkritischen Operation wird eh schon MemCache als Key Value Store eingesetzt, aber dass nur am Rande.
Der Hauptgrund für Facebook, an MySQL festzuhalten, war die Tatsache, dass Sich MySQL sehr gut eignet, die Integrität der Daten zu gewährleisten.
Kommentare: 171 | letzter Beitrag 20:42 Uhr
Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 77 | letzter Beitrag 20:57 Uhr
Kommentare: 70 | letzter Beitrag 18:56 Uhr
Kommentare: 62 | letzter Beitrag 21:44 Uhr
E-Mail an news@golem.de

Lockheed Martin hat eine neue Version des Exoskeletts Hulc vorgestellt, das es einem Menschen ermöglicht, schwere Lasten zu heben und zu tragen. Der Hersteller will das System im Spätsommer testen und, wenn alles gutgeht, danach an US-Soldaten in Afghanistan ausliefern.

Immer wieder zeigt Google seine Project Glass genannten Datenbrillen, ohne aber bislang konkrete Ankündigungen zu machen. Neben zahlreichen Fotos, die mit der Brille gemacht wurden, stellte Google nun auch ein erstes Video, das mit der Brille aufgenommen wurde, ins Netz.

Symantec hat sich zu den Aussagen der Bundesregierung geäußert, nach denen Geheimdienste in der Lage seien, SSH oder PGP zu knacken oder zu umgehen. Mathematisch gesehen sei kein wirksamer Angriff bekannt.

Renesas ist nach Elpida der zweite schwer angeschlagene japanische Chiphersteller. Renesas, das Hitachi, Mitsubishi Electric und NEC gehört, macht Verlust und will seine größte Fabrik verkaufen.

RIM soll in den kommenden Tagen erneut einen massiven Stellenabbau ankündigen. "Ich habe herausgefunden, welche Teile ich in meinem Puzzle nicht mehr benötige", sagte Firmenchef Thorsten Heins.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.