Wenn wir schon mal einen seltenen Artikel zu Bastelei und Heimautomation haben, dann will ich mal kurz Erfahrungen zum TI LaunchPad teilen:
Das LaunchPad kann es natürlich mit Systemen wie Tinkerforge, Arduino oder Raspberry Pi nicht aufnehmen. Rechenleistung, Speicher und Erweiterungsmöglichkeiten sind viel, viel geringer. Aber wenn man mal nur was Kleines braucht, dann ist es super:
- billig: weniger als 5 Dollar pro Stück
- stromsparend: Stromverbrauch im Mikroamperebereich (bei um die 2 - 3,5 V Spannung) -> Batteriebetrieb möglich
- wesentliche Dinge für Messen und Regeln vorhanden: je nach eingestecktem Chip um die 10 GPIO-Ports, Komparator, A-D-Wandler, Timer
- eine kostenlose und brauchbare auf Eclipse basierende Entwicklungsumgebung mit C als Programmiersprache, super Dokumentation
Nachteilig sind der relativ geringe Flash-Speicher für das Programm mit nur bis zu 16 KByte im Standardfall, zusätzlichen 256 Byte Flash in kleineren Blöcken für Variablen und bis zu 512 Byte RAM. Aber damit geht trotzdem eine Menge und um wirklich die Funktionsweise eines Prozessors zu verstehen, ist das Ding auf Grund der Einfachheit und tollen Dokumentation bestens geeignet. Vernetzung muss man halt selbst realisieren - entweder über USB, welches eine serielle Schnittstelle nachahmt oder direkt per UART bzw. I2C.
Was leider etwas traurig ist, ist die Verfügbarkeit in Deutschland. Es gibt kaum einen Händler, der diese Dinger führt. Aber im EU-Ausland sollte man auf jeden Fall fündig werden.
Für den Preis ist das Gebotene in Form einer kleinen Testplatine mit allen Anschlüssen (USB, GPIO-Pins, ...), 2 LEDs und 2 Tastern und 2 einsteckbaren Chips wirklich super. Und wenn keine hochkomplizierten Sachen ausgeführt werden sollen, gar der Stromverbrauch noch interessiert, dann muss ich sagen, dass das eine volle Empfehlung ist.
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