Zunächst mal, ich sehe es tatsächlich als positiv, wenn zwischen den
Sender ARD,ZDF, Dritte, P7,S1, RTL, aber auch zwischen den Audowegen
(Analog Stereospuren und Digital-Ton etc. ein einheitlicher Pegel
herrscheren würde. Den beim Zappen ist es wirklich sehr nervend, wenn
man beim einen Sender beinahe nichts hört und beim anderen vom Ton
erschlagen wird.
Auch die Dynamik in Filmen und Musik soll ja nicht angetastet werden,
das liebevolle Flüster wird weiterhin leise sein und die Explosion
die Gläser im Regal scheppern lassen, Pink Floyd oder Wagner wird
ebenfalls mit das Spektrum von beinahe Stille bis zu Mezzoforte alles
aufbieten können (außser man stellt den TV bzw. Verstärker auf
Nachtmodus). In diesen Fällen sind die Unterschiede zwischen Laut und
Leise ja durchaus meist gewünscht (meine Frau wird jedoch weiterhin
bei einer Folge von Explosionen leise drehen und wenn nur die Bienen
summen die Lautstärketaste "+" drücken).
Was uns dies jedoch leider auch künftig nicht ersparen wird:
Die am nervigsten wirkende Werbung welche KEINE Dynamik einsetzt.
Musik, Geflüster, Papierrascheln, lautes Schreien und der
Presslufthammer, alles ist immer bis auf den Maximumwert des
Begrenzers ausgepegelt. Und obwohl dieser Maximumpegel zwar nicht
Lauter ist als der Contentinhalt vor und nach der Werbung (zumindest
innerhalb eines Senders), wirkt dies aufgrund der fehlenden Dynamik
und des konstant hohen Pegels viel viel lauter. Und wenn tatsächlich
mal in einer Scene nur Stille zu "hören" ist, dann deshalb, weil die
anschliessende Lautstärke so noch wirkungsvoller zur Geltung kommt,
die Message einem sozusagen eingehämmert wird.
Die Mute-Taste wird somit auch künftig nicht arbeitslos werden. Und
meine Frau wird weiterhin ständig Lautstärke "-" und "+" drücken
müssen.
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Deine Überlegungen sind allesamt richtig. Allerdings schreiben die neuen Richtlinien des EBU genau vor, wie laut es innerhalb von 400 ms, 3 s oder während des ganzen Programms werden darf. Etwas Naiv hoffe ich, dass diese Werte nur so hoch liegen, dass die Werbung an Lautheit verliert. Theoretisch könnte es auch sein, dass der Peak höher ausfällt, als es bisher der Fall war, dafür wäre dann aber der Rest des Spots leiser.
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borg schrieb:
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> Auch die Dynamik in Filmen und Musik soll ja nicht angetastet werden,
> das liebevolle Flüster wird weiterhin leise sein und die Explosion
> die Gläser im Regal scheppern lassen, Pink Floyd oder Wagner wird
> ebenfalls mit das Spektrum von beinahe Stille bis zu Mezzoforte alles
> aufbieten können (außser man stellt den TV bzw. Verstärker auf
> Nachtmodus). In diesen Fällen sind die Unterschiede zwischen Laut und
> Leise ja durchaus meist gewünscht (meine Frau wird jedoch weiterhin
> bei einer Folge von Explosionen leise drehen und wenn nur die Bienen
> summen die Lautstärketaste "+" drücken).
Das ist, wie im richtigen Leben, so richtig und gewollt. Da aber nur Masochisten die Quäklautsprecher der Glotze nutzen, werden diese wohl weiter stellen müssen. Ich kann an meinem Onkyo AVR „Audyssey Dynamic Volume“ einstellen, dann regelt diese den Dynamikumfang.
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Ja und Nein!
Klar, der Spot ist in der Summe leiser. genauso wie ein drum rum gelegter
Spielfilm mit Geflüster und ein paar Spitzen bei Explosionen und dramatischer
Musik. Da der Zuschauer aber das Geflüster verstehen will, wird er sein Gerät lauter stellen. Und dann wird der zwar in der Summe runtergeregelte Werbespot
ebenfalls wieder sehr viel lauter und mächtiger wirken, als ein Beitrag der hauptsächlich aus leisen Teilen mit ein paar wenigen lauten besteht wirkt.
Messtechnik und Subjektiver Eindruck sind immer noch zwei verschiedene paar
Schuhe.
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