Ich nutze eigene Hardware in der Firma weil mir die gebotenen Krükken dermassen auf den Geist gehen...
Die Unterschied zwischen dem Computererlebnis zuhause (man klickt und es passiert was) und dem in der Firma (man klickt und mit Glück passiert 5 Sekunden später etwas) wurde mir einfach zu groß...
Der Cheff hat meinen Upgadewunsch mit der typischen "dann wollen ja alle einen neuen PC"-Begründung abgelehnt...
Das ganze hat der Geldbörse nicht gutgetan, aber den Nerven gehts jetzt wieder gut...
Einen Rechner würde ich nicht anschaffen. Aber was man so an Mäusen und Tastaturen vorgesetzt bekommt, muss nicht sein. Meist der billigste OEM-Schrott mitgeliefert mit dem Rechner. Die beiden Sachen bringe ich gerne selbst mit.
matok schrieb:
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> Einen Rechner würde ich nicht anschaffen. Aber was man so an Mäusen und
> Tastaturen vorgesetzt bekommt, muss nicht sein. Meist der billigste
> OEM-Schrott mitgeliefert mit dem Rechner. Die beiden Sachen bringe ich
> gerne selbst mit.
Friseure und manche Handwerker bringen ja auch einen Teil ihrer Werkzeuge selbst mit. Letzlich ist ein Computer auch nichts anderes als der Hammer oder Blaumann.
spaceMonster schrieb:
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> Ich nutze eigene Hardware in der Firma weil mir die gebotenen Krükken
> dermassen auf den Geist gehen...
> Die Unterschied zwischen dem Computererlebnis zuhause (man klickt und es
> passiert was) und dem in der Firma (man klickt und mit Glück passiert 5
> Sekunden später etwas) wurde mir einfach zu groß...
> Der Cheff hat meinen Upgadewunsch mit der typischen "dann wollen ja alle
> einen neuen PC"-Begründung abgelehnt...
>
> Das ganze hat der Geldbörse nicht gutgetan, aber den Nerven gehts jetzt
> wieder gut...
Unglaublich, wie manche Leute mit Freuden ihr Geld dem Arbeitgeber spenden. Es ist Aufgabe des Unternehmens, geeignete Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen. Wenn mein Arbeitsplatz-PC für meine Tätigkeit zu langsam ist, dann rede ich mit meinem Vorgesetzten darüber. Und wenn dieser es nicht für nötig hält, mit besseres Material zur Verfügung zu stellen, benötige ich eben mehr Zeit für meine Aufgaben, so einfach ist das. Mir ist das aber auch noch nie passiert, denn wenn es bei einem Unternehmen nicht einmal mehr für adäquate Rechner für die Angestellten reicht, sollte man sich so oder so mal umbewerben, weil der Laden dann extrem schlecht läuft
Kenne das sehr aehnlich:
Arbeitsplatz: 2x 17" Monitor, Intel Core2Quad, 4GB Ram. Maus und Tastatur kommen aus dem privaten Bestand. Ich bin am ueberlegen mir einen privaten 24" Monitor fuers Buero anzuschaffen, da mein Arbeitgeber das nicht auf den Kreis bekommt.
Zu Hause: 2x 27" Monitor (99.8% NTSC farbtreu), Core2Quad, 8GB Ram, teure ergonomische Eingabegeraete, Notebook (11", Core i7, 16GB Ram) mit weiterem 27" Monitor angehaengt.
Wenn ich in die Firma komme, denke ich jedesmal ich bin 6 Jahre in der Zeit zurueckgereist.
Mein Notebook hab ich meistens dabei, fast die Haelfte der leute hat das gleiche privat. Wir haben einen n-WLAN AP aufgesetzt fuer uns (Internet ueber UMTS) und haben alle VMware Workstation oder Virtualbox auf den Kisten und koennen so verschiedene Dinge schnell testen.
Unser offizielles Arbeitslabor hat 16 ESX Hosts mit 1TB Ram (oder so, aber chronisch zu wenig) in dem gut 500-600 VMs rennen koennen. Aber die Anbindung nach aussen zu unseren Arbeitsplaetzen ist ein einzelner 1GB Uplink fuer 800 MItarbeiter. Das macht dann wenig Spass, bis ich im Lab da bin wo ich hin wollte, habe ich auf unserem privaten Cluster die Loesung fuer den Kunden bereits erarbeitet. Ohne das koennte keiner von uns die vom Management vorgegeben Targets schaffen.
Chatlog schrieb:
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> Ohne das koennte keiner von uns die vom
> Management vorgegeben Targets schaffen.
Das traurige daran ist eigentlich das es so funktioniert und das Management sich dann in seinem Kurs eventuell auch noch bestätigt fühlt..
irgendwann wird man noch für seine Arbeit Geld zahlen müssen statt welches zu verdienen, wenn da so weiter geht.
matok schrieb:
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> Einen Rechner würde ich nicht anschaffen. Aber was man so an Mäusen und
> Tastaturen vorgesetzt bekommt, muss nicht sein. Meist der billigste
> OEM-Schrott mitgeliefert mit dem Rechner. Die beiden Sachen bringe ich
> gerne selbst mit.
ack. die können andere mit der dell-tastatur und der entsprechenden maus quälen, aber ich tue mir das freiwillig bestimmt nicht an.
"we have computers, which can beat your computers"
Chatlog schrieb:
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> Das macht dann wenig Spass, bis ich im Lab da
> bin wo ich hin wollte, habe ich auf unserem privaten Cluster die Loesung
> fuer den Kunden bereits erarbeitet. Ohne das koennte keiner von uns die vom
> Management vorgegeben Targets schaffen.
Gerade dann, wenn man als Firma selber Kunden hat, sollte der Arbeitgeber immer das bestmögliche Equipment zur Verfügung stellen. Scheinbar sind bei euch die guten Entwickler (Leistungsträger) entweder zu feige oder unfähig dies vor der Geschäftsleitung vorzutragen. Habt ihr mal im Kollegenkreis darüber gesprochen?
Ich arbeite auf Stundenbasis bei Auftraggeber.
Wenn der mir schlechte Hardware zur Verfügung stellt, bin ich eben nur halb so schnell dh. doppelt so teuer.
Seine Entscheidung.
lol...
Tja was soll man da sagen, mein letzter Arbeitgeber hatte im Management Bereich maßgeblich Win98 im Einsatz, lediglich 1 PC hatte sogar schon Win2000 installiert.
Jedoch alle PCs stammten aus längst vergessenen Zeiten.
Absolut nichts hat dort ordnungsgemäß funktioniert, und in dem Bereich wo ich gearbeitet habe sollte ich mit moderner Technik ausgerüstet werden "laut dem Chef".
Das Ergebnis war ein uralt IBM Flachrechner mit Pentium 2 CPU, 32MB RAM und 4MB Grafikkarte... inkl. Win98 was noch für komplexe Aufgaben herhalten sollte. Hinzu kam dass die Maus wie auch die Tastatur nur in begrenztem Maße funktioniert haben.
Da mein Arbeitgeber offenkundig zu beschränkt war zu sehen das man ohne diese Bremse deutlich schneller arbeitet und er drauf bestand das man mit dem Gerät seine Arbeit verrichtet, folgte dann ohnehin die Kündigung meinerseits.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.02.12 16:51 durch posix.
hschu schrieb:
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> matok schrieb:
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> > Einen Rechner würde ich nicht anschaffen. Aber was man so an Mäusen und
> > Tastaturen vorgesetzt bekommt, muss nicht sein. Meist der billigste
> > OEM-Schrott mitgeliefert mit dem Rechner. Die beiden Sachen bringe ich
> > gerne selbst mit.
> Friseure und manche Handwerker bringen ja auch einen Teil ihrer Werkzeuge
> selbst mit. Letzlich ist ein Computer auch nichts anderes als der Hammer
> oder Blaumann.
@huschu
Es ist definitiv etwas anderes als Handwerkswerkzeug, und dieses Werkzeug bekommt man schliesslich auch gestellt nur ist es mit keinem komplexen PC zu vergleichen... PC ist nicht gleich PC - doch ein Hammer bleibt schlicht ein Hammer und bringt immer dieselbe Leistung.
@matok
Bei allem Verständnis, aber man kann es miesen Arbeitgebern auch noch einfacher machen. Durch dieses Verhalten werden die noch darin bestätigt nichts tun zu müssen, da man ja bequem die Mitarbeiter dafür ausnutzen kann.
Und das schlimmste dabei sowas wird einem niemals gedankt, eher wird man noch intensiver ausgebeutet.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.02.12 17:06 durch posix.
azeu schrieb:
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> irgendwann wird man noch für seine Arbeit Geld zahlen müssen statt welches
> zu verdienen, wenn da so weiter geht.
Vergnügungssteuer für abgefahrene "Arbeitnehmer"Rollenspiele in nichtvirtueller Umgebung ;-)
Oldschooler schrieb:
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> Gerade dann, wenn man als Firma selber Kunden hat, sollte der Arbeitgeber
> immer das bestmögliche Equipment zur Verfügung stellen. Scheinbar sind bei
> euch die guten Entwickler (Leistungsträger) entweder zu feige oder unfähig
> dies vor der Geschäftsleitung vorzutragen. Habt ihr mal im Kollegenkreis
> darüber gesprochen?
Wir haben viele Kunde, da ich fuer einen der groessten Computerhersteller der Welt arbeite. Jegliches Equipment bei uns im Haus, vom Dekstop ueber die Server bis zu Storage Arrays und Libraries hat unser Firmenlogo drauf.
Meine 27" zu Hause tragen das Logo meines Arbeitgebers genau wie die raeudigen 17er vor denen ich gerade sitze. Wir haetten das Equipment das besser zu machen, aber es wuerde Geld kosten.
Und wenn sich in einem knapp 200.000 Mitarbeiter Unternehmen 45 Leute hinstellen und sagen "so nicht", lacht das Management und stellt neue Leute ein.
Schoene bunte Welt, oder?
posix schrieb:
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> Bei allem Verständnis, aber man kann es miesen Arbeitgebern auch noch
> einfacher machen. Durch dieses Verhalten werden die noch darin bestätigt
> nichts tun zu müssen, da man ja bequem die Mitarbeiter dafür ausnutzen
> kann.
> Und das schlimmste dabei sowas wird einem niemals gedankt, eher wird man
> noch intensiver ausgebeutet.
Ich sprach von Maus und Tastatur, die ich mir selbst zulege, weil mich das OEM-Zeug meines Arbeitsrechners nervt. Das ist eine Investition von 30-40 EUR. Klar könnte das auch mein Arbeitgeber zahlen, aber für einen Abschreibungsbetrag, der jährlich einstellig ist, tue ich mir das Politikgelaber mit meinem Vorgesetzten bzw. unserem Einkauf nicht an. Da stimmt für mich das Aufwand/Nutzen Verhältnis nicht. Besonders bei Eingabegeräten ist häufig auch persönlicher Geschmack dabei.
Allerdings ziehe ich da auch die Grenze. Wenn das restliche Equipment meine Produktivität bremsen würde, würde ich lediglich darauf hinweisen. Um mehr würde ich mich da nicht kümmern.
...nimmst du privates zeug, wirst du gegängelt. nimmst du das bescheidene arbeitswerkzeug, wird dir bei zeitverzug inkompetenz und detailverliebtheit vorgeworfen...
alles doof!
> doch ein Hammer bleibt schlicht
> ein Hammer und bringt immer dieselbe Leistung.
selten so einen quatsch gelesen. bei jedem, JEDEM werkzeug gibt es qualitative unterschiede. bei einem hammer mögen die unterschiede geringer ausfallen, aber wenn dir nach drei kräftigen schlägen der stiel abbricht ist hammer nicht mehr gleich hammer.
stell dir vor es ist krieg und keiner geht hin...
du kannst nicht sagen "aber wenns keiner macht" und es selber nicht machen, und dich dann noch beschweren.
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