Verstehe ich jetzt nicht! Aldi und Lidl geben lediglich Produkte in Auftrag z.B. bei Medion und co. Warum verklagt man dann Aldi und Lidl?
Man kann doch nicht der Verkäufer verantwortlich machen wenn ein Gerätehersteller Patente verletzt. Apple verklagt ja auch HTC und nicht T-Mobile oder Vodaphone
Steht doch im Artikel drin:
Lidl und Aldi sind dazu verpflichtet zu prüfen, ob die Hersteller bei denen sie die Geräte in Auftrag geben, korrekt lizenziert haben.
Würden die beiden, die Geräte nicht neu labeln, dann sähe das vllt anders aus...
Es geht da wohl eher um die Finanzen, die bei Aldi und Co. besser dastehen als bei Silvercrest und Co. Bei den Händlern ist in diesem Fall halt mehr zu holen als bei den Herstellern (die vielleicht sogar Tochterunternehmen des Händlers sind?).
> Bei den Händlern ist in diesem Fall halt
> mehr zu holen als bei den Herstellern
> (die vielleicht sogar Tochterunternehmen
> des Händlers sind?).
Man sollte in dem Kontext immer auch schauen, wer für die Rechtsberatung bzw. -vertretung im Hintergrund steht.
Wenn's sog. "Patentexperten" sind, dann kann man sich sicher sein, dass es hier ganz gewiss nicht um "Recht", sondern nur um miese Abzocke geht.
DasGute schrieb:
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> Man kann doch nicht der Verkäufer verantwortlich machen wenn ein
> Gerätehersteller Patente verletzt.
Doch, natürlich verklagt man den Verkäufer. Zulieferer sind nicht von Interesse und werden niemals verklagt (es sei denn von Aldi und Co).
Ich darf für mich zu Hause im Prinzip ein beliebiges Produkt herstellen und muss mich an nix halten (abgesehen von wenigen Ausnahmen wie z.B. Sprengstoffe). Ich muss erst viele Dinge wie z.B. Patente, Copyright, GEMA, ... beachten, wenn ich mein Produkt verkaufen oder öffentlich nutzen will. Dann ist aber egal, welche Teile ich verbaut habe, denn ich bin für das Produkt verantwortlich. Nicht Intel, weil ein Prozessor von denen drin ist, nicht Asus wegen deren Motherboard, nicht Kingston wegen deren Speicher, nicht WD wegen ihrer Festplatten, nicht Samsung wegen des Monitors, nicht ATI wegen der Grafikkarte, nicht OpenOffice wegen des Office, nicht Ubuntu wegen des OS, ... ICH als Verkäufer hafte für das Produkt. Und wenn mein Produkt ein Patent verletzt, dann ist das mein Problem.
Eventuell kann ich von meinen Zulieferern wiederum Schadensersatz verlangen, aber erst einmal hafte ich für mein Produkt.
Apple kann HTC verklagen, da HTC nicht nur über T-Mobile anbietet, sondern auch selber Verkäufer ist.
Ingenieur schrieb:
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> Ich darf für mich zu Hause im Prinzip ein beliebiges Produkt herstellen und
Dann bist Du Hersteller...
> Ich muss erst viele Dinge wie z.B. Patente, Copyright, GEMA,
> ... beachten, wenn ich mein Produkt verkaufen oder öffentlich nutzen will.
... welcher seine Produkte verkauft.
Du dürftest also als Endverbraucher keine betroffenen (Aldi/Lidl) Geräte weiterverkaufen (gebraucht, oder neu), weil Du dann genauso gegen die Patente verstösst?
fsafas schrieb:
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> Ingenieur schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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...
> Du dürftest also als Endverbraucher keine betroffenen (Aldi/Lidl) Geräte
> weiterverkaufen (gebraucht, oder neu), weil Du dann genauso gegen die
> Patente verstösst?
Richtig. Ich könnte ja sonst meine Teile in einem Land kaufen, das nicht den Wipo-Vertrag angehört (sagen wir Nordkorea), und dann wäre mein Produkt hier legal. -- Wohl kaum.
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