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Das ist genauso manipulativ gefragt...

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  1. Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor Emulex 31.08.12 - 17:21

    Jeder Frage die impliziert dass es arme Menschen gibt die sich das nicht leisten können, führt zu dem Reflex dass eine Preissenkung, kostenloses Angebot oder staatliche Subvention tendenziell befürwortet wird.

    Diesselbe Frage kann man mit Porsche stellen ;)

    Ein wenig weniger Kundengängelung wäre mir lieber als kostenlos.

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  2. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor stuempel 31.08.12 - 17:24

    "Künstlerische Werke sollten für alle frei verfügbar sein und nicht nur für Leute, die sich das ohne Probleme leisten können."

    Da würden ja selbst Metallica zustimmen, die ihre Musik unter die Leute bringen wollen.
    Gegen werbefinanzierte Angebote, bei denen die Künstler ausreichend entlohnt werden, sag' ich ja gar nichts. Bei Spotify - und selbst der grundsätzlich kostenpflichtigen Konkurrenz - scheint das aber (noch) nicht der Fall zu sein. Aber die Richtung stimmt ja.

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  3. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor redwolf 31.08.12 - 17:30

    Stellt euch mal die Frage was passieren würde, wenn es kein Urheberrecht auf Musik gäbe.

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  4. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor Anonymer Nutzer 31.08.12 - 17:34

    1) So willenlos und unmüdnig ist der Mensch dann doch nicht, dass man die Frage nur entsprechend umformulieren muss um gezielt eine Antwort provozieren zu können.
    2) Die staatlich geschützen Abgaben an die GEMA sind so massiv und teilweise unberechtigt, dass ich mit gutem Gewissen das Häkchen bei [] kein Urheberrecht setzen würde
    3) Das Urheberrecht in seiner jetzigen Form ist absolut überholt und der Krieg der Verwerter gegen moderne Vertriebswege rührt einzig und allein aus dem Unverständis zur Technik und der Illusion auf diese Weise die Gewinne Maximieren zu können.

    [x] kein Urheberrecht

    Finanzierungsmöglichkeiten neben den Zwangsabgaben sind bekannt und jahrelang erprobt.

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  5. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor Anonymer Nutzer 31.08.12 - 17:35

    redwolf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stellt euch mal die Frage was passieren würde, wenn es kein Urheberrecht
    > auf Musik gäbe.

    Was würde passieren?

    //Edit: Es würde sich nichts ändern, ausser das eine Generation nicht kriminalisiert wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.08.12 17:38 durch providus.

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  6. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor wasabi 31.08.12 - 17:37

    > Stellt euch mal die Frage was passieren würde, wenn es kein Urheberrecht
    > auf Musik gäbe.

    Oh, das wäre bestimmt der Untergang des Abendlandes. Niemand würde mehr Musik machen (weil ja Geld verdienen die einzige Motivation dazu ist), die MEnschheit würde geistig verarmen, Nazis würden wieder auf Dinosauriern durch die Gegend reiten.

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  7. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor spiderbit 31.08.12 - 17:42

    ich bin fest überzeugt, das 90% der Leute sagen würden das Porsche Autos nicht kostenlos verschenkt werdne sollten weil das schlicht nicht geht, da eine "Kopie" hier unmengen an Geld kostet. Dann ist übermorgen oder morgen Porsche Bankrot und es gibt keine mehr.

    Anders sieht es beim Urheberrecht aus, das kopieren eines solchen Werkes kostet den Urheber oder vorallem die Verwerter (um die gehts ja immer primär, das sie die die laut rum schreien pirmär), erstmal nichts.

    Das hießt, es ist gut möglich das diese Firma hohe Umsätze und hohe Gewinne macht und es aber trotzdem 90% Raubmord-totschlag-vergewaltigungs-kopien gibt.

    Kannst sagen ja aber dann können sich die Künstler keine 5 Porsche mehr leisten oder die verwerter... ja mag sein... aber einer reicht vielleicht zur not auch.

    Nochmal kannst auch ungerecht finden, aber deine Aussage das bei Porsche die meisten auch gleich antworten würden wenn man änlich fragt halte ich für Blödsinn... weil die meisten so viel gripps haben und wissen das sie eben keine Gelddruckmaschine haben wie die Verwerter. Wo ein Proudkt einmal erzeugt wird und dann quasi kostenlos (mehr oder weniger) beliebig oft vervielfätltigt wird.

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  8. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor Anonymer Nutzer 31.08.12 - 17:46

    Ich finde es schrecklich bei derart komplexen Themen alles auf ein simples "Ja/Nein" begrenzen zu wollen.
    Ich beispielsweise kann keine der beiden Ansichten unterstützen.
    Was dann?

    //Tante Edith:
    Warum fragt man nicht "Sind sie mit der derzeitigen Form des Urheberrechts einverstanden oder sind Sie der Ansicht, dass dies dringend überholt werden muss?"



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.08.12 17:49 durch rawrawraw.

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  9. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor Anonymer Nutzer 31.08.12 - 17:49

    rawrawraw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es schrecklich bei derart komplexen Themen alles auf ein simples
    > "Ja/Nein" begrenzen zu wollen.
    > Ich beispielsweise kann keine der beiden Ansichten unterstützen.
    > Was dann?


    Es wird auch nicht im golemforum entschieden und es wird auch garantiert nicht der Fall eintreten dass das Urheberrecht auf o.g. Medien abgeschafft wird.
    ABER: Du hast ja bereits ein statement abgelegt: Du lehnst ebenso das Urheberrecht in seiner jetzigen Form ab, jedenfalls geht das aus deinem Beitrag hervor. Und darum geht es.

    //Edith: Wie würdest du es denn reformieren? Darauf weiß wohl keiner eine Antwort. Aber dass man plötzlich auf Musik, die im Radio läuft, die man technisch nunmal nachweislich einfach kopieren kann (wie lachhaft ist eigendlich DRM musik die man 20x brennen darf, aber die beschriebene CD besitzt keinen Kopierschutz?) limitieren will? Musik wurde vor 40 Jahren auch schon getauscht - nur damals waren es eben Kasetten.
    Ich bin jedenfalls nicht bereit 20+¤ für eine DVD auszugeben mit den allseits bekannten Restriktionen/Gängelungen. Wir brauchen nicht nur eine Urheberrechtsreform sondern auch eine Qualitätsrevolution.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.08.12 17:53 durch providus.

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  10. Dem Künstler das Geld...

    Autor admin666 31.08.12 - 17:50

    Gema, Plattenfirmen etc .... können von mir aus vor die Hunde gehen.
    Da hätte ich eher dem Webdesigner des Künstlers noch 2,10¤ bezahlt und dem Künstler natürlich 7,90¤ .... als der Verbrecher-GEMA... GEZ ist der kleine Bruder der GEMA und gehört ebenso verboten.

    Die hängen alle noch im 19. Jahrhundert fest und sollten im Namen des Volkes mit Megabytes beworfen werden.... bis sie bluten ! :)


    rock´n´roll

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  11. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor Anonymer Nutzer 31.08.12 - 17:53

    providus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > rawrawraw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich finde es schrecklich bei derart komplexen Themen alles auf ein
    > simples
    > > "Ja/Nein" begrenzen zu wollen.
    > > Ich beispielsweise kann keine der beiden Ansichten unterstützen.
    > > Was dann?
    >
    > Es wird auch nicht im golemforum entschieden und es wird auch garantiert
    > nicht der Fall eintreten dass das Urheberrecht auf o.g. Medien abgeschafft
    > wird.
    > ABER: Du hast ja bereits ein statement abgelegt: Du lehnst ebenso das
    > Urheberrecht in seiner jetzigen Form ab, jedenfalls geht das aus deinem
    > Beitrag hervor. Und darum geht es.


    Korrekt. Nur kann ich nicht von mir behaupten überhaupt kein Urheberrecht zu wollen.
    Das ist mein Problem mit der Studie.

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  12. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor sav 31.08.12 - 17:55

    @spiderbit
    Wer sich Porsche (Angesagte Musik) leisten kann kauft sich einen Porsche, wer nicht, klaut sich keinen Porsche sondern kauft sich was er leisten kann z.B. VW (z.B. Musik von Jamendo). Sicherlich, etwas digitales kann man nicht direkt mit etwas Materiellen vergleichen, aber auch bei Porsche zahlt man viel für den Namen (obwohl dieser aus einem einfachen Schriftzug besteht und in der Herstellung keine 2 Cent kostet).
    Vieles Geld geht für die Image Pflege, das Marketing, das Design usw. drauf, ähnlich wie bei Top-Musik, Britney Spears wird nicht viel besser singen als Tante Berta, aber ihr Image und die Mach-Art der Videos ist besser, professioneller, cooler, whatever.

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  13. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor Anonymer Nutzer 31.08.12 - 17:56

    Naja, es geht ja hier um das Urheberrecht auf Musik, Bücher und Filme in dem Kontext, dass wir Pauschalabgaben bereits zahlen. Direkt UND Indirekt. Die Elektronischen Versionen der Werke ebooks,mp3 etc sollten eben frei verfügbar sein.

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  14. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor /mecki78 31.08.12 - 17:57

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist genauso manipulativ gefragt...

    FULL ACK! Das war auch mein aller erster Gedanke, als ich die Fragestellung gelesen habe. Den Teil: "Künstlerische Werke sollten für alle frei verfügbar sein und nicht nur für Leute, die sich das ohne Probleme leisten können." hätte man sich komplett schenken müssen. Wäre der zweite Satz nämlich gewesen: "Auch dann, wenn das bedeutet, dass Künstler dadurch kaum noch Einkommen haben werden und somit nicht mehr von ihrer Arbeit leben können.", dann wären die Zahlen nämlich wieder deutlich geringer für das Kopieren und deutlich stärker für das Urheberrecht ausgefallen.

    Hier wird mit Urängsten der Menschen gespielt. Menschen schlagen sich tendenziell schon aus Prinzip immer auf die Seite der Armen und Schwachen, keine Ahnung ob das angeboren oder anerzogen ist. Vielleicht ist es auch nur aus Egoismus (man könnte ja eines Tages selber einer dieser Armen/Schwachen sein), vielleicht ist es auch das Sozialumfeld unserer Gesellschaft, das uns lehrt, wenn jemand bereits am Boden ist, dann tritt man nicht noch weiter auf ihm ein.

    Menschen wollen natürlich nicht, dass jemand der arm ist sich keine Musik, Filme oder Bücher leisten kann und somit gegenüber dem Rest der Gesellschaft massiv benachteiligt ist. Menschen wollen aber auch nicht, das Künstler am Hungertuch nagen. Schon gleich doppelt nicht, wenn der befragte direkt betroffen ist (also über wenig Geld verfügt oder selber ein Künstler ist).

    /Mecki

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  15. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor Anonymer Nutzer 31.08.12 - 17:59

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Auch dann, wenn das bedeutet, dass Künstler dadurch kaum
    > noch Einkommen haben werden und somit nicht mehr von ihrer Arbeit leben
    > können.", dann wären die Zahlen nämlich wieder deutlich geringer für das
    > Kopieren und deutlich stärker für das Urheberrecht ausgefallen.

    Ja, aber du verschweigst, dass das eben nicht der Wahrheit entspricht ;)

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  16. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor redwolf 31.08.12 - 18:08

    Auf der Konsumentenseite würde sich fast nichts ändern. Die welche heute Musik kaufen, tun es weil es ihnen der Service wert ist, sie sich damit identifizieren (z.B. die CD im Regal, das T-Shirt usw.) und/oder weil sie ihren Künstler unterstützten wollen. Die welche vorher schon alles was nicht niet und nagelfest ist kopiert haben, für die ändert sich nichts, mal abgesehen von der Rechtssicherheit. Verwerter haben keine Daseinsberechtigung mehr und verlagern ihr Geschäftsmodell hin zu PR und Werbefirmen für Künstler, welche die Organisation und Coaching übernehmen. Die GEMA warscheinlich nicht, da sie zu starr und unbeweglich ist. Für Künstler rücken statt Kopien ihrer Werk Auftritte in den Vordergund (das ist ja jetzt schon der Fall). Vermutlich gibt es dann mehr und mehr gratis Musikbörsen. Und da kommt das Problem. Da gibt es dann kommerzielle Anbieter, welche ihr Musiksortiment als Service sehen, der gepflegt wird und bezahlt werden soll. Davon sehen die Künstler dann nichts. Solch ein Geschäftsmodell hat jedoch einen Vorteil für die Künstler, ihre Musik wird verbreitet. Schlechter sieht es durch nicht vorhandenes Urheberrecht mit Plagiaten aus. Ist ein Lied erfolgreich, kommt jemand der es covert und zum Hit macht. Für bekannte Künstler kein Problem, für den Nischenkünstler viel eher, da solch ein Fall meist keine Beachtung finden wird. Der Orginalautor erntet nichts von seiner Saat, außer den zweifelhaften Fame, dass jemand anderes auf seinem Werk aufgebaut hat (je nach eigener Sichtweise kann das auch abgebaut bedeuten). In einem solchen Modell wird aber wie kickstarter.com auch Crowdsourcing interessanter, da es genau die Anforderungen erfüllt, welches ein funktionierendes Marktmodell in einem solchen System braucht.
    Alles in allem ist es aber eine schwierige Situation.
    Alle die beschriebenen Zustände gibt es jetzt schon.

    Ersetze gratis Musikportale mit Warezseiten.
    Ersetze Plagiatisten durch Bushido.

    Fazit, es geht nicht um Extreme, es geht auch nicht darum das jeder Künstler von seinen Werken leben kann, es geht um Fairness. Alle Gesetze, welche hier regulieren sollten auf allen Seiten kleine Einschnitte zulassen.

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  17. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor /mecki78 31.08.12 - 18:08

    spiderbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich bin fest überzeugt, das 90% der Leute sagen würden das Porsche Autos
    > nicht kostenlos verschenkt werdne sollten weil das schlicht nicht geht, da
    > eine "Kopie" hier unmengen an Geld kostet. Dann ist übermorgen oder morgen
    > Porsche Bankrot und es gibt keine mehr.
    >
    > Anders sieht es beim Urheberrecht aus, das kopieren eines solchen Werkes
    > kostet den Urheber oder vorallem die Verwerter (um die gehts ja immer
    > primär, das sie die die laut rum schreien pirmär), erstmal nichts.

    99,9999% der Menschen würden auch verneinen, das wir rücksichtslos auf der Erde alle Pflanzen und Tiere töten sollten und den Planeten somit zunehmend in einen toten Wüstenplaneten verwandeln.

    Faktisch machen wir das aber alle. Jeder von uns macht das. Zwar nur ein winzig kleines bisschen, aber bei 7 Mrd Menschen auf der Welt ist das 7 Mrd mal ein kleines bisschen, und das ist schon ganz schön viel. Wenn wir das nicht unterbinden, werden wir langfristig also genau dort landen, nur eben sehr langsam.

    Das Kopieren eines Werkes führt nicht dazu, dass die Verwerter in wenigen Tagen bankrott gehen, so wie Porsche, aber wenn wir jegliches Kopieren erlauben, dann werden die Einnahmen der Verwerter immer weiter und weiter schrumpfen. Warum etwas kaufen, was man legal kostenlos bekommt? Du sagst sie können sich dann keine 5 Porsche mehr leisten? Die wenigsten Verwerter können sich heute einen Porsche leisten. Wenn du wirklich glaubst Verwerter sind alle reich, warum wirst du dann keiner? Fakt ist: Die sprichst hier von 0,01% der Verwerter, 99,9% sind schon zufrieden, wenn sie sich einen Mittelklassewagen für 25'000 über einen Leasing Vertrag bekommen. Und bald können sie sich nur noch einen Kleinwagen leisten, dann reicht es noch für ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr und irgendwann gehen sie dann auch Bankrott. Nicht morgen, aber vielleicht in einigen Jahren. Es wird länger dauern als bei Porsche, aber auf das gleiche hinauslaufen.

    Sicher, alle werden nicht bankrott gehen, aber die Frage ist: Ist es wirklich gut einen Markt so massiv auszudünnen, dass nur noch die wenigen ganz großen übrig bleiben oder am Ende vielleicht nur noch einer und wir haben ein Monopol?

    Jeder der jetzt antworten will, er hat ja nichts gegen Künstler, er findet es nur fair und gerecht, dass sie Geld bekommen, er hat nur was gegen Verwerter, dem sage ich folgendes: Schaut mal auf eure Platte was ihr alles kopiert habt. Habt ihr bei jeden dieser Werke dem Künstler dann im Nachhinein freiwillig was gezahlt, sozusagen am Verwerter vorbei? Nein? Dann spart euch bitten diesen Kommentar, denn er wäre heuchlerisch ohne Ende.

    /Mecki

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  18. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor wasabi 31.08.12 - 18:12

    > Wer sich Porsche (Angesagte Musik) leisten kann kauft sich einen Porsche,
    > wer nicht, klaut sich keinen Porsche sondern kauft sich was er leisten kann
    > z.B. VW (z.B. Musik von Jamendo). Sicherlich, etwas digitales kann man
    > nicht direkt mit etwas Materiellen vergleichen

    Das Problem an dem Vergleich ist nicht materiall vs. immateriell, sondern Kunst vs. Nutzen. Bleiben wir doch beim digitalen und nehmen Software. Da kann man sagen, dass wer es sich leisten kann Photoshop kauft, wer nicht der nimmt GIMP (bitte jetzt keine Qualitivate Wertung, nur ein Beispiel und das Sofwtare auch geklaut wird ist an dieser stelle egal).

    Ich weiß auch nicht, wie du darauf kommst, dass das was mit Image zu tun hat, was man da kauft. Letztlich kostet Musik doch überall gleich, solange sie bei einem großen Label ist. Und wenn ich Musik kaufe, dann gehe ich doch nicht hin, denke mir "ich hätte gerne ein neues instrumentales Post-Metal-Album" höre mir zwei Alben an, das eine gefällt mir zwar besser, aber es ist auch teurer. Dann entscheide ich mich für das billigere. Das ist doch Quatsch. Photoshop kauf ich mir, weil ich eine Bildbearbeitunsgsoftware haben will, und ist mein Favorit - aber wenn ich es mir nicht leisten kann, dann muss ich zum billigeren kaufen kann. Ein bestimmtes Album von der und der Band kauf ich mir aber, weil ich genau das haben will. Da greif ich doch nicht zu einer "günstigeren Alternative".

    Ich finde es daher auch genauso albern, wenn welche mir sagen wollen, dass ich dann (weil die doch alle böse sind) aus Überzeugung darauf verzichten sollte, Musik von den Majorlabels zu kaufen. Wenn mir eine Band gefällt, die bei einem MajorLAbel ist, dann will ich die haben. Da kauf ich mir doch dann keine "ähnliche Alternative"

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  19. Re: Das ist genauso manipulativ gefragt...

    Autor /mecki78 31.08.12 - 18:12

    providus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, aber du verschweigst, dass das eben nicht der Wahrheit entspricht ;)

    Es entspricht genauso wenig der Wahrheit, das es massig Leute in Deutschland gibt, die sich das was sie "wirklich wollen" (bezogen auf Musik, Filme und Bücher) nicht legal leisten könnten und es sich deswegen über Internet kopieren müssen (ihnen bleibt quasi nichts anderes übrig). Die wenigen Leute, die wirklich so arm sind, dass das zutreffen würde, haben nämlich gar keinen Internetanschluss, von einem PC oder Smartphone ganz zu schweigen und würden somit von dieser Regelung (Denkfehler) gar nicht profitieren.

    /Mecki

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  20. Re: Dem Künstler das Geld...

    Autor /mecki78 31.08.12 - 18:15

    admin666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da hätte ich eher dem Webdesigner des Künstlers noch 2,10¤ bezahlt und dem
    > Künstler natürlich 7,90¤ ....

    Finde ich toll, wie alle Leute immer schreiben was sie wem bezahlt hätten... warum macht es nur keiner? Warum machst du es nicht einfach? Verbietet dir jemand dem Webdesigner oder dem Künstler diese Beträge zu zahlen?

    Würden die Leute die Künstler direkt bezahlen, dann würden diese sich vielleicht auch alle auf die Seite der Leute stellen. Aber sie bezahlen die Künstler nicht und die Verwerter auch nicht (worauf diese dann die Künstler auch nicht bezahlen). Am Ende bezahlt niemand die Künstler und das obwohl immer jeder Schreit "Mehr Geld für die Künstler, statt für die Verwerter".

    /Mecki

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