Was soll dieser Artikel sein? Soll denn hier die größere Zeitspanne bis zur Zahlung kritisiert oder die "Strategie" von Amazon gelobt werden? Was wurde denn vertraglich festgelegt? Ansonsten Frist setzen, Verzug setzen, Zinsen berechnen. Klar oder?
mmh, klar! immer dieser neoliberalen markt-fundi-sprüche...
schon mal überlegt, wer hier auf wen als vertriebsplattform angewiesen ist? rechtlich mag das gehen, je nach vertragswerk zwischen b2b ja, wenn du das aber durchziehst kannst du dir dann bald eine andere plattform aussuchen, um deine ware loszuwerden.
und rate mal, wer deine kundendaten mitgesammelt hat....
Osolemio schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Ansonsten Frist setzen, Verzug setzen, Zinsen
> berechnen. Klar oder?
Letzten Schritt vergessen: von Amazon ausgelistet werden.
Klar, oder?
> Ansonsten Frist setzen, Verzug setzen, Zinsen berechnen. Klar oder?
Das ist wahrscheinlich schon vertraglich abgesichert, allerdings hat Amazon wohl gleichzeitig genug Marktmacht die Regelung durchzudrücken.
Dass es negativ ist versteht sich denke Ich von selbst. Welcher kleinere Lieferant hat schon das Geld 72 Tage lang Kreditgeber für Amazon zu spielen? Eine Gegenleistung wird man dafür kaum bekommen.
Ich bin seit 10 Jahren Kunde von Amazon.de und zahl dort per Abbuchung. Was mir in letzter Zeit aufgefallen ist, dass Amazon immer schneller das Geld für Käufe abbucht. Oft ist das Geld eher vom Konto abgebucht, als die Ware (auf Lager) bei mir eintrudelt. Ich denke schon, dass seitens Amazon Methode dahinter steckt und es wird sich für Amazon sicherlich lohnen.
Kenn ich nicht anders. Wäre mir neu dass Amazon jemals gewartet hätte bis die Ware ankommt, oder mir sogar zusagt. Das ist nicht anders als Vorkasse, nur dass sie Einzug machen und ich nicht blöd meien Online-Überweisung eintippen muss. Zugleich hat das den Vorteil dass man so einen Bankeinzug bei der Bank widerrufen kann. Das ist bei einer Überweisung nicht möglich.
Jop. Da muss ich dir zustimmen. Bin auch schon sehr lange Kunde, ca. 7 Jahre und bei den letzten Bestellungen ist mir auch aufgefallen, dass fast direkt einen Tag nach der Bestellung abgebucht wird, Während man noch einen Tag auf Ware warten muss.
Auch wenn die Preise meistens gut sind und ich auch sonst kein Problem mit dem Service bisher hatte. Frech ist das ja schon.
Etwas schade, da ich Amazon bisher für seriös hielt.
worscht schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> mmh, klar! immer dieser neoliberalen markt-fundi-sprüche...
> schon mal überlegt, wer hier auf wen als vertriebsplattform angewiesen ist?
> rechtlich mag das gehen, je nach vertragswerk zwischen b2b ja, wenn du das
> aber durchziehst kannst du dir dann bald eine andere plattform aussuchen,
> um deine ware loszuwerden.
> und rate mal, wer deine kundendaten mitgesammelt hat....
Es ist hier die Rede von Lieferanten, nicht Marketplace-Teilnehmern.
iJones schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Ich bin seit 10 Jahren Kunde von Amazon.de und zahl dort per Abbuchung. Was
> mir in letzter Zeit aufgefallen ist, dass Amazon immer schneller das Geld
> für Käufe abbucht. Oft ist das Geld eher vom Konto abgebucht, als die Ware
> (auf Lager) bei mir eintrudelt. Ich denke schon, dass seitens Amazon
> Methode dahinter steckt und es wird sich für Amazon sicherlich lohnen.
die buchen "schon immer" bei warenausgang ab. wenn bei dir die post langsamer geworden ist, kann amazon nun wirklich nichts dafür.
ansonsten hat Osolemio recht. wer sind denn die lieferanten von amazon? das ist mit sicherheit nicht fleischer h.wurst aus hintertupfingen. das sind firmen wie sony oder microsoft. wenn die die späte zahlung stört, können die da mit sicherheit was machen. amazon kommt um sie nicht herum.
Ich prangere das ja (aus Endkundensicht) nicht an. Amazon muss man zu gute halten, dass sie bei Gutschriften ebenfalls sehr fix sind und sie innerhalb kürzester Zeit gutschreiben. Da kenne ich andere Unternehmen, die nur zu festen Terminen Rücküberweisungen tätigen und das kann dann schonmal einige Wochen dauern.
Ich denke nur insgesamt profitiert Amazon natürlich, wenn sie das Geld vom Kunden direkt einziehen, andererseits aber mit der Bezahlung der Ware einige Wochen warten. Fair gegenüber den Lieferanten ist das sicherlich nicht.
Das kann ich so nicht bestätigen. Bei meinen Bestellungen war immer die Ware schon mehrere Tage da, bevor die Abbuchung vom Konto runter ging.
Gruß
Tantalus
Bei mir ist es mal so, mal so. Mal wird am Folgetag der Bestellung (=Losschicken) abgebucht, mal erst 3 oder 4 Tage später.
Tantalus schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Das kann ich so nicht bestätigen. Bei meinen Bestellungen war immer die
> Ware schon mehrere Tage da, bevor die Abbuchung vom Konto runter ging.
>
> Gruß
> Tantalus
vor 10 Jahren zuletzt in dem Saustal Amazon bestellt und seit dem nur noch bei der Konkurrenz... Amazon hat nichts, was andere nicht auch haben...
Ähm, es ist "frech", dass Amazon etwas abbucht, was du bestellt hast und bereits ausgeliefert wird? Es soll ja auch Händler geben, die verschicken erst, wenn du nachweislich bezahlt hast. Klingt ein wenig nach Erbsenzählerei :)
Sturmflut schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> > Ansonsten Frist setzen, Verzug setzen, Zinsen berechnen. Klar oder?
>
> Das ist wahrscheinlich schon vertraglich abgesichert, allerdings hat Amazon
> wohl gleichzeitig genug Marktmacht die Regelung durchzudrücken.
>
> Dass es negativ ist versteht sich denke Ich von selbst. Welcher kleinere
> Lieferant hat schon das Geld 72 Tage lang Kreditgeber für Amazon zu
> spielen? Eine Gegenleistung wird man dafür kaum bekommen.
Das man eine riesige potentielle Käuferschaft anspricht ist keine Gegenleistung?
Du kannst bestellen wo du willst, du kannst AMazon gerne kritisieren. Fakt ist aber, bei Amazon sind der Bezahlablauf, die Lieferung und auch Service/Rückgaben/Retouren vorbildlich. In dem Punkt ist Amazon für den Käufer einfach unkompliziert und es klappt.
TjaSoIsDas schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> vor 10 Jahren zuletzt in dem Saustal Amazon bestellt und seit dem nur noch
> bei der Konkurrenz... Amazon hat nichts, was andere nicht auch haben...
Stimmt, nur ist Amazon meist billiger und ohne Versandkosten
> Es ist hier die Rede von Lieferanten,
> nicht Marketplace-Teilnehmern.
Das macht doch gar keinen Unterschied. Die Verlage wollen nicht pünktlich ihr Geld bekommen?
Mit meinen rudimentären BWL-Kenntnissen ergibt das schon Sinn für mich.
1. In der jetzigen Zeit kommt man schlechter an Geld. Woher nehmen, wenn nicht von Banken? Klar, Kunden und Zulieferer. Und das Beste ist: als zinsloses Darlehen. Die Marktmacht machts möglich.
2. Temporäre Steigerung des Cash-Flows eigentlich auch der Umschlagsrentabilität. Sie können sofort wieder neue Geschäfte tätigen und sogar mehr Geschäfte. Also neu einkaufen, da sie ja durch das nach hinten verlagern des Zahlungsziels für Lieferanten ja 72 Tage kein Geld ausgeben. Krass formuliert, können sie 72 Tage wirtschaften, ohne einen einzigen Lieferanten zu bezahlen. Danach gehts weiter wie vorher. In meinen Augen eine Trickserei, da der Effekt irgendwann ein Ende hat, weil die Lieferanten Pleite gehen bzw. vorher schon revoltieren.
3. Der Lieferant ist der Dumme. Er hat zwar ein Geschäft gemacht, kann aber nicht neu investieren, da ihm die liquiden Mittel fehlen um z.b. neue Produkte zu produzieren. Das einzige was er hat, ist eine Forderung an Amazon, die in 72 Tagen beglichen wird. Nun kann er diese verkaufen oder einen Überbrückungskredit beantragen. Miese macht er auf alle Fälle, nähmlich, dass was Amazon gut gemacht hat. Vielleicht sogar noch mehr, wenn seine Bonität nicht so gut ist wie die von Amazon, was ja der Fall ist, da Amazon liquide ist und der Lieferant nicht mehr.
Irgendwie muss ich immer an Heuschrecken und Geier denken.
Kommentare: 170 | letzter Beitrag 15:54 Uhr
Kommentare: 94 | letzter Beitrag 26.05. 19:45
Kommentare: 75 | letzter Beitrag 19:49 Uhr
Kommentare: 70 | letzter Beitrag 18:56 Uhr
Kommentare: 59 | letzter Beitrag 19:29 Uhr
E-Mail an news@golem.de

Nach der Urteilsverkündung im Rechtsstreit zwischen Youtube und Gema fühlten sich beide Seiten als Gewinner. In Wahrheit gibt es aber nur einen Verlierer, bloggt Medienrechtsexperte Thomas Hoeren: die Gema.

Ein soziales Netzwerk für Pornografie muss seine Marke nicht an Facebook übergeben. Faceporn, ein norwegisches Unternehmen, freut sich über den Sieg vor einem kalifornischen Gericht.

Diablo 3 ist toll, sagen viele Spieler - Diablo 3 ist eine Stimulus-Response-Maschine, sagt Rainer Sigl. Der Blogger und leidenschaftliche Gamer erklärt, warum er sich Blizzards jüngstem Werk verweigert.

Renesas ist nach Elpida der zweite schwer angeschlagene japanische Chiphersteller. Renesas, das Hitachi, Mitsubishi Electric und NEC gehört, macht Verlust und will seine größte Fabrik verkaufen.

RIM soll in den kommenden Tagen erneut einen massiven Stellenabbau ankündigen. "Ich habe herausgefunden, welche Teile ich in meinem Puzzle nicht mehr benötige", sagte Firmenchef Thorsten Heins.

Ein britisches Blog will erfahren haben, dass Facebook den norwegischen Browserhersteller Opera Software kaufen will. Beide Unternehmen wollen sich dazu nicht äußern.