Amazon soll Marketplace für Autoren freischalten.
Autor wird bezahlt, Versand per Email über Amazon oder gleich vom Autor aus. Oder halt Download von Amazon-S3-Servern.
Vielleicht sind virtuelle Güter von den Geschäftsbedingungen aktuell ausgeschlossen.
Als Privatperson ohne "dicken" Market-Place-Account, darf man keine neuen Bücher eintragen. Man muss die nehmen, die schon eingetragen sind.
Davon abgesehen sollte man Bücher wenn es geht eh nicht mehr neu kaufen. Die Preise bei eurobuch.com zeigen klar auf, das man für Bücher meist fast nichts mehr bekommt und somit auch nicht viel dafür bezahlen sollte.
Und wenn Gebundene Bücher und Taschenbücher unterschiedliche Preise haben dürfen, dann dürfen auch EBooks und Papierbücher unterschiedlich kosten.
90% der Diskussion hier würden entfallen und man könnte vernünftig diskutieren.
Jepp. Wäre prima, wenn das ginge. Wozu braucht man bitteschön noch einen klassischen Verlag?
Ich sehe hier übrigens die Chance für Books on Demand: Die sollten den eBook-Vertrieb über Amazon anbieten. Physische Bücher werden halt nach Bedarf erstellt mit der klassischen Preisstruktur. Scheint mir die letzte sinnvolle Bastion für Verlage zu sein.
Jeem schrieb:
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> Jepp. Wäre prima, wenn das ginge. Wozu braucht man bitteschön noch einen
> klassischen Verlag?
Die erzählen Dir tausend Seiten lang, wofür.
Faktisch aber nisch.
Der Unterschied zu Musik und Filmen ist, das bei Musik und Filmen viel zu viele Leute beteiligt sind. Drehbuchautor, Regisseur, Schauspieler oder Komponist, Lied-Texter, Sänger, Musiker,... .
Aber ein Buch schreibt einer ganz allein. Evtl braucht er noch Bildrechte klar machen. Aber für sowas fehlt alles die rechtliche Infrastruktur. Das ist alles auf Verlage als fette Mitesser ausgerichtet.
Autoren brauchen keine Verlage. Die ganzen Diskussionen sind völlig überflüssig und gehen in die falsche Richtung. Nämlich die ABzocke der Autoren durch Einmalzahlung zu fördern und Verlage zu zementieren. Was aber gar nicht geht. Sobald die ersten Autoren das mitbekommen.
Leider gibt es keine kostenlose Zwangs-Gilde für Autoren. Dort würde man lernen, das man für ISBN-Nummern nichts bezahlen braucht. Es gibt Leute, die wollen dafür Geld und finden wohl auch Kunden... .
Und viele Leute sind froh, wenn sie gelesen werden. Die kriegen vom Verlag doch eh nur eine einmalige Zahlung.
Die faktischen Hungerlöhne bei Redaktionen und Autoren werden bei EReadern zu $200 den Durchbruch für verlags-freie Zeitschriften und verlags-freie Bücher bringen.
Arbeitslose Deutschlehrer machen dann Korrektur.
Lektorat machen Stamm-Leser oder Bekannte oder die Leser und dann gibts bei Fachbüchern Updates.
Oder wer das Buch kauft, kriegt das nächste Update kostenlos.
Und dann voten alle bei "Pyhton-Progger-proggrammierne-PHPler-primitiv" für ein Kapitel "python und postgresql" und er baut es ein. Die alten Kunden kriegen das Update und die neuen zahlen 50 Cent mehr für das E-Buch, weil es ja ein Kapitel mehr hat. Oder sowas in der Richtung das man 15 Monate lang alle Updates bekommt. Und dann die Update für einen geringen Betrag.
Gewisse Marktmechanismen würden entfallen.
Beispiel: Hohlbein ist Co-Autor sehr vieler Bücher . Sucht mal nach Wortvogel danach. Sowas gibt einen Marketing-Boost für die ansonsten völlig unbekannten Haupt-Autoren.
Sowas ähnliches war früher mal "Alfred Hitchcock präsentiert". Hohlbein präsentiert wäre also manchmal vielleicht auch nicht falsch.
Ach so: Mich haben die Marketplace-Verkäufe ca. 15% an Amazon gekostet. Dafür machen sie auch Inkasso . Die Kunden dort sind aber viel pingeliger auch bei Büchern für mikroskopische Preise+3Euro-Versand und Bewertungen geben die fast nie ab.
IMO liegst Du da falsch. Klar ist der Autor die wichtigste Person, aber ein bißchen mehr brauchst Du dann schon. Es gibt immer noch Leute, die das Buch Korrekturlesen, Formatieren, evtl. Bilder nachbearbeiten, das Cover designen usw.
Dann muss das Buch noch in verschiedene Sprachen übersetzt werden oder willst Du dafür Tools wie Google Translate benutzen? =)
Dann müssen die Bücher halt gedruckt werden.
Dann gibts immernoch genug Menschen, die Bücher eben nicht bei Amazon kaufen sondern im Bücherladen um die Ecke. Man braucht also (weltweiten) Vertrieb.
Dann gibts noch Events wie Lesungen des Autoren usw. also Marketing.
Und irgendwie sollte man dann auch noch drauf achten, dass das Urheberrecht gewart bleibt.
Und Du willst mir jetzt erzählen, dass das der Autor alles selbst machen soll? =)
Also ich bin absolut FÜR Verlage! Ich hab keine Lust nur noch 2Schundbücher" zu lesen, die weder gut formuliert noch gut korrigiert/editiert sind!
Reicht ja schon, dass einige Onlinenachrichten so sind...
Der Käufer will doch gar kein Cover im Ebook.
Er ist alt und will die Schrift größer drehen können.
Usw.
Und bei Papers, also wissenschaftlichen Zeitschriften, setzt DU mit DEREN LateX-Style oder DEREN Word- oder Frame-Maker-Vorlagen usw.
Autoren die das brauchen ok. Die anderen machen Selbst-Vertrieb.
Die bezahlen nämlich Pseudo-Verlage teuer und verkaufen die Bücher dann selber über Mundpropaganda, Spezial-Veranstaltungen, Fachhändler, Büchermärkten usw. Falls überhaupt.
Das sind für die allermeisten Titel recht kleine Märkte.
Der Rest wird auch nicht übersetzt. Oder glaubst Du, die Liebes-Schnulz-Romane oder Perry Rhodan oder Jerry Cotton oder Jason Dark wo ich den Namen des Helden vergessen habe, der ständig mit seinem magischen Kreuz gegen Ghouls und Zombies kämpft, werden scharenweise übersetzt ?
Das sind Lizenz-Länderrechte wo man vermutlich tausende von Büchern potentiell übersetzen dürfte. Macht man dann aber nur mit den Titel, die auch nennenswert verkauft wurden und nur wenn genug Nachfrage erwartet wird.
Da die USA/UK-Autoren auch gerne woanders gelesen werden, ist das aus deren Sicht natürlich anders herum.
Aber soll ich wirklich "Unit-Tests für echte J2EE-Profis" oder "J2ME-Master-Set of public Unit-Tests" auf deutsch oder doch nicht besser doch auf Englisch kaufen ?
Mainstream wie "PHP for Dummies" also "PHP für Vollidioten" muss man natürlich übersetzen oder spart sich das und bezahlt 800-1200 DM (DEUTSCHE MARK) also 400-600 Euro an einen Schreiberling.
Oder meinst Du, die Computer-Bild-Tipps-Bücher würden dem Autor mehr Geld bringen ?
Ihr glaubt an Print. ich nich.
EReader werden den Markt aufrollen.
Papier-Print dann "on Demand" und in verschiedenen Schriftgrößen und Papiersorten und graustufen oder farbig auf Bestellung.
Wenn man also 100 Bestellungen für "Witze für alte Omas" in doppelter Schriftgröße hat, druckt man und versendet gleich an die Käufer.
Klar gibt es Mainstream-Titel. Aber die Titel mit geringen Stückzahlen werden virtualisiert und 'E'-Versionen.
Und wir müssen zigtausende arbeitsloser Drucker, Buchhändler und Journalisten bezahlen :-(((
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