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Wie kann man das Problem Leiharbeit lösen?

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  1. Wie kann man das Problem Leiharbeit lösen?

    Autor: Andreas2k 19.02.13 - 11:03

    Ganz einfach:
    - Leiharbeiter bekommen für die Zeit ihrer Beschäftigung die gleichen Rechte (Stunden/Überstunden,Pausen,Krankengeld etc) wie die Festangestellten
    - Leiharbeiter bekommen aber das 1,5x - bis 2x des Stundenlohns eines Festangestellten (immerhin sind die ja danach wieder Arbeitslos)

    Diese zwei Punkte würden alles verändern, denn hier überlegen sich Firmen zweimal ob es nicht sinnvoller ist die Leute gleich fest beschäftigen. In Stoßzeiten wie Weihnachten hingegen machen diese Unternehmen dermaßen viel Gewinn das Sie es sich locker leisten können, Leiharbeiter gut zu bezahlen, die ja dabei helfen diese hohen Gewinne einzufahren.

    Leider nutzen viele Unternehmen, nicht nur Amazon, das derzeitige System der Leiharbeit aus, um auf kosten von Arbeitslosen hohe Profite ein zu streichen.

    Moderne Sklavenarbeit, wie es in der ARD Doku genannt wird, trifft es eigentlich sehr gut finde ich.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 19.02.13 11:05 durch Andreas2k.

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  2. Re: Wie kann man das Problem Leiharbeit lösen?

    Autor: schueppi 19.02.13 - 11:21

    Als ich vn der Schule kam hatte ich kurz einen Job als Aushilfe bis zur Festanstellung. Dort wurde der Lohn zusammen mit dem Feriengeld ausbezahlt. Sprich es war mehr Lohn als ein Festangestellter, jedoch ohne anrecht auf Feriengeld.

    So wie ich das lese ist das wirklich nichts anderes als moderner Sklavenhandel.

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  3. Re: Wie kann man das Problem Leiharbeit lösen?

    Autor: helgebruhn 19.02.13 - 11:22

    Andreas2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz einfach:
    > - Leiharbeiter bekommen für die Zeit ihrer Beschäftigung die gleichen
    > Rechte (Stunden/Überstunden,Pausen,Krankengeld etc) wie die
    > Festangestellten
    > - Leiharbeiter bekommen aber das 1,5x - bis 2x des Stundenlohns eines
    > Festangestellten (immerhin sind die ja danach wieder Arbeitslos)

    Dann zeig mir mal eine einzige Firma, die nach deinen Vorschlägen auch nur einen einzigen Leiharbeiter einstellen würde ;) Dann kämen entweder Arbeitnehmer aus dem osteuropäischen Ausland dazu, die mit 5-10 ¤/Stunde super zufrieden sind oder aber man erweitert einfach die Praktikantenstellen massiv bzw. schmeißt die Leute am Ende der Probezeit wieder raus.

    > Leider nutzen viele Unternehmen, nicht nur Amazon, das derzeitige System
    > der Leiharbeit aus, um auf kosten von Arbeitslosen hohe Profite ein zu
    > streichen.
    >
    > Moderne Sklavenarbeit, wie es in der ARD Doku genannt wird, trifft es
    > eigentlich sehr gut finde ich.

    Stimmt, aber ich frage mich als erstes immer bei solchen Berichten, ist das legal passiert oder nicht. Es ist offenbar legal, denn von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft habe ich nichts vernommen, also ist IMMER der Gesetzgeber gefordert, dafür halten wir uns aufgeblähte Ministerien.

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  4. Re: Wie kann man das Problem Leiharbeit lösen?

    Autor: powerbernd 19.02.13 - 11:24

    Dann wird im nächsten Schritt dank Lobbyarbeit der Kündigungsschutz aufgeweicht/abgeschafft und jeder, der nicht jeden Tag 120% leistet, wird direkt entlassen. Gibt ja immer genug Arbeitslose, die von den Agenturen zwangsvermittelt werden würden.

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  5. Re: Wie kann man das Problem Leiharbeit lösen?

    Autor: modder31415 19.02.13 - 11:46

    @powerbernd:
    Das ist doch in der Vielzahl der kleinen Firmen schon so. Da gibt es keinen Kündigungsschutz. Betriebsbedingte Kündigung ist nahezu jederzeit möglich.

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  6. Re: Wie kann man das Problem Leiharbeit lösen?

    Autor: El-Duderino 19.02.13 - 12:07

    Die Leiharbeit und die Möglichkeiten die die Firmen mitlerweile haben, hauen auch weit am ursprünglichen Gedanken vorbei bzw es wurde in meinen Augen extrem pervertiert.

    Das Kind mag mitlerweile in den Brunnen gefallen sein, aber zu Retten wäre das ganze noch... wenn Staat denn wollen würde.

    Man kann sich ja ein Beispiel nehmen an anderen Ländern wie Frankreich. Dort kostet ein Leiharbeiter wesentlich mehr als ein Festangestellter. Dann kann der Betrieb sich kurzfristig Leute holen, muss aber auch blechen.

    In Afrika gibt es ein Land (find den Artikel nicht mehr) was vor 2-3 Jahren die Leih und Zeitarbeit vollständig abgeschafft hat, mit der Begründung es sei moderne Sklavenhandel!

    Änderungen die man bräuchte wären folgende:

    - Der Leih bzw. Zeitarbeiter bekommt den gleichen Lohn wie ein Festangestellter
    - Der Betrieb muss an die Zeitarbeitsfirma allerdings das doppelte bezahlen
    - Ein Leih bzw. Zeitarbeiter hat nach 3 Monaten anspruch auf eine Festanstellung
    - Sollte der Betrieb den Leih bzw. Zeitarbeiter vorher kündigen, hat er eine 6 monatige bzw. 1 jährige Sperre in der er keine Leiharbeiter mehr einstellen darf, damit dieser nicht einfach immer wieder neue kündbare Leute einstellt.

    Die Zustände heute sind zu bedauern, und es bedarf dringend einer Änderung, ABER mich wundert es nicht, dass es soweit gekommen ist, wenn man den Unternehmen/Kapitalisten völlig freie hand lässt. Jede rechtlich legale Möglichkeit wird genutzt, ob Sie nun moralisch fragwürdig ist oder nicht. Und auch Amazon wird den Shitstorm verkraften und weitermachen...

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  7. Re: Wie kann man das Problem Leiharbeit lösen?

    Autor: helgebruhn 19.02.13 - 13:30

    Solange die Lobby der Unternehmer derart übermächtig ist, dürfte sich in Berlin nix ändern. Selbst derart gravierende Dinge wie die FInanz- und Bankenkrise geht da komplett am ... vorbei, geändert hat sich überhaupt nix.

    Die Idee mit den wesentlich teureren Leiharbeitern ist garnicht schlecht, aber ich bezweifle, daß die Leiharbeiter davon viel sehen werden, da wird der Staat mächtig abkassieren. Eher sollte man mal an das viel zu starre Kündigungsschutzgesetz rangehen, denn dadurch werden Unternehmen stark daran gehindert, Leute fest anzustellen, weil sie in arbeitsschwachen Zeiten diese nicht entlassen können.

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  8. Re: Wie kann man das Problem Leiharbeit lösen?

    Autor: El-Duderino 19.02.13 - 13:40

    Wenn du den Unternehmen ein lascheres Kündigungsschutz gesetz mitgibst, hast du am Ende genau den Zustand den man jetzt mit Leih u. Zeitarbeitern hat.

    Amazon stellt dann zu weihnachten halt fest Leute ein, die sie im Januar wieder rauswerfen... und auch sonst werden in allen firmen akut ma leute entlassen, weil ist ja kein problem. wäre dann ja legal.

    DAS wäre definitiv der falsche Weg. Diese Gewinnmaximierungs scheisse auf deubel komm raus muss ma ein ende haben

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  9. Re: So eher nicht

    Autor: Bouncy 19.02.13 - 13:47

    Andreas2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz einfach:
    > - Leiharbeiter bekommen für die Zeit ihrer Beschäftigung die gleichen
    > Rechte (Stunden/Überstunden,Pausen,Krankengeld etc) wie die
    > Festangestellten
    Im Grunde ja, aber Krankengeld ist kritisch, leicht auszunutzen - schließlich spielen nicht nur die Firmen unfair, die Arbeiter tun es ihnen gleich, es wird besch*ssen wo sich eine Lücke auftut. Hier wird immer so argumentiert als sei das ein einseitiges Spiel, aber es ist vielmehr Krieg - meistens unterliegt der Arbeitnehmer, aber auch er hat seine Waffen um Firmen zu schaden.
    > - Leiharbeiter bekommen aber das 1,5x - bis 2x des Stundenlohns eines
    > Festangestellten (immerhin sind die ja danach wieder Arbeitslos)
    Ist klar, in Spitzenzeiten in denen auch Festangestellte massiv belastet sind bekommen die dann sowas vorgeworfen, ungelernte, häufig inkompetente Arbeitskräfte verdienen das Doppelte? Ein Schlag ins Gesicht wäre das...
    > Leider nutzen viele Unternehmen, nicht nur Amazon, das derzeitige System
    > der Leiharbeit aus, um auf kosten von Arbeitslosen hohe Profite ein zu
    > streichen.
    Was heißt ausnutzen, sie BEnutzen es, es ist schließlich ein System das für kurzfristige Lastausgleiche gedacht ist. Und grundsätzlich macht es ja auch Sinn, was imho überarbeitet gehört ist das Gesetz, das Großunternehmen dazu zwingt Subunternehmen mit Zeitarbeit zu beauftragen. Direkt bei Amazon beschäftigt würden die meisten der Probleme nämlich wegfallen, die werden allesamt davon begünstigt, dass ein Dritter zwischengeschaltet ist und maximalen Profit abgreifen will...
    > Moderne Sklavenarbeit, wie es in der ARD Doku genannt wird, trifft es
    > eigentlich sehr gut finde ich.
    Das ist Arbeit im weitesten Sinne fast immer, schließlich ist das System, dass der Arbeitgeber seinen Gewinn durch den Arbeitnehmer erwirtschaftet - das kann noch so fair sein, man arbeitet grundsätzlich für einen geringeren Lohn, als andere dafür einheimsen. Aber beschäftige dich mal mit echter "Sklavenarbeit", das sind lachhafte Vergleiche wenn man mal die Relation sieht...

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  10. Re: Wie kann man das Problem Leiharbeit lösen?

    Autor: helgebruhn 19.02.13 - 14:24

    El-Duderino schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du den Unternehmen ein lascheres Kündigungsschutz gesetz mitgibst,
    > hast du am Ende genau den Zustand den man jetzt mit Leih u. Zeitarbeitern
    > hat.
    >
    > Amazon stellt dann zu weihnachten halt fest Leute ein, die sie im Januar
    > wieder rauswerfen... und auch sonst werden in allen firmen akut ma leute
    > entlassen, weil ist ja kein problem. wäre dann ja legal.

    Genau dieses Todschlagsargument wird ja immer wieder von Gewerkschaften usw. vorgebracht und das ist definitiv quatsch. Es gibt viele andere Länder, die sowas schon lange haben, und sehr gut damit fahren, auf BEIDEN Seiten. Natürlich gibts immer Ausnahmen und gerade in Bereichen einer Firma, wo reine Handlangertätigkeiten gefordert sind, kann man schnell mal jemanden rausschmeißen und dann von der Straße nachbesetzen.

    Bei der großen Masse der Arbeitnehmer geht das aber nicht, weil deren Tätigkeit lange Einarbeitungszeiten, Erfahrung und mindestens eine mehrjährige Ausbildung vorab bedingt. Selbst wenn ich einen Elektriker brauche, kann ich nicht jemanden mit dieser Ausbildung nehmen ohne weiteres, wenn der 10 Jahre nicht mehr diesen Beruf ausgeübt hat.

    Warum setzen denn Firmen heute wieder verstärkt auf ältere, erfahrene Mitarbeiter ? Noch vor 5-10 Jahren galt es noch, möglichst blutjunge, dynamische Leute einzustellen und alles ab 50 in den Vorruhestand zu schicken. Heute ist es eher umgekehrt, weil die Firmen endlich erkannt haben, daß Erfahrung weit mehr Vorteile bietet, als Jugend bzw. Dynamik. Dasselbe passiert bei einem "lascheren" Kündigungsschutz. Die Arbeitnehmer hängen sich mehr rein, sind flexibler, und gute Arbeitnehmer tun gut daran, diese erfahrenen Leute zu behalten, sind aber gleichzeitig in der Lage, in schlechten Zeiten sich zumindest zeitweise von enigen zu trennen. Heute läßt der Staat ja lieber Firmen pleite gehen, weil sie die Mitarbeiter nicht rechtzeitig "los" werden, als flexibel zu reagieren. Schwarze Schafe gibts immer und man muß es ja nicht wie in den USA auf die Spitze treiben.

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  11. Re: Wie kann man das Problem Leiharbeit lösen?

    Autor: El-Duderino 19.02.13 - 15:05

    > Schwarze Schafe
    > gibts immer und man muß es ja nicht wie in den USA auf die Spitze treiben.

    und genau das meine ich. Wenn du den Firmen die Möglichkeit gibst, das zu tun, werden Sie es nutzen. Macht korrumpiert. Wer will das denn verhindern??

    Als Beispiel fällt mir da nur die Finanzkrise und die Kurzarbeit dazu ein. In dem Fall, und deiner lockereren Gesetzgebung, wären wohl tausende von Leuten rausgeflogen.

    Und darüber hinaus, gibt es in genug Firmen ja mehr als einen Tarif. Heisst ich hab nen Mitarbeiter der seit 15 Jahren da ist und 40k im jahr verdient, ein neuer Mitarbeiter bekommt 25k.
    Wenn das Unternehmen den los werden kann und dann nach 6 wochen wieder einstellt, bekommt der doch auch nur noch den neutarif. So schaff ichs auch das Gehaltsgefüge dann vollends kaputt zu machen... (klar muss er den job nicht mehr annehmen, aber die handhabe die hier den Firmen mitgegeben wird, wird ausgentuzt werden!)

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