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Fast niemand braucht Verlage

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  1. Fast niemand braucht Verlage

    Autor Amazon verkauft wieder 08.02.10 - 13:41

    Bei Musik und Filmen sind viel mehr Leute beteiligt. Aber Autoren schreiben die Bücher alleine und selber. Die brauchen keine Verlage.

    Autoren können alleine bei Amazon-Marketplace oder hitflip oder tauschticket oder booklooker ihre Bücher reinstellen.
    Man bezahlt und kriegt das Buch per Email.

    Wo ist das Problem ?
    Nur weil hier manche eine 5- in Deutsch haben, heisst das nicht, das die anderen keinen geraden Satz auf die Reihe kriegen.
    Arbeitslose Deutschlehrer korrigieren für ein paar Euros oder Flaschen Bier.

    Speziell bei Sachbüchern bietet sich das an.
    Updates kriegt man eine Weile kostenlos. Zusatzkapitel für ein paar Cents usw.
    Sowas wie diese Sammel-Zeitschriften-Knebel-Abos oder 20-teilige Lexika wo man jeden Monat eines kauft. Aber in gut und anständig. Vom Autor zum Käufer.

  2. Re: Fast niemand braucht Verlage

    Autor AndyMt 08.02.10 - 13:48

    Die Verlage übernehmen ähnliche Aufgaben wie die Musik-Labels: Editing, Produktion, Vermarktung, Verkauf, Werbung, Organisation, "Talentsuche" *pruuust*.

    Nicht jeden Autor ist ein Unternehmer, der das Talent, die Zeit und die Fähigkeiten hat seine Werke selbst zu produzieren, vermarkten und verkaufen. Von daher benötigen viele bestimmt Unterstützung in diesen Bereichen - das waren bisher die Verlage.

    Die müssen jetzt aber endlich über neue Wege und Modelle nachdenken. Es wird sich nicht vermeiden lassen, dass die "Erzeugung" eines Buches und dessen Vertrieb, Werbung etc. sich trennen. Die Verlage werden mehr in den Hintergrund gedrängt und grosse Plattformen wie Amazon, iBook-Store etc. werden Aufgaben übernehmen, die bisher die Verlage und Buchhändler inne hatten.

    Die Verlage werden also mehr zum Dienstleister für die Autoren und werden an Einfluss verlieren - und an Umsatz.

    Daneben wird es bestimmt Autoren geben, die in Zukunft alles selbst machen werden. Oder Zusammenschlüsse von Autoren, die sich die nötigen Dienstleistungen und Infrastruktur teilen.

  3. Re: Fast niemand braucht Verlage

    Autor Amazon verkauft wieder 08.02.10 - 14:49

    Die meisten Zeitschriften gibt es nur im Abo. Die entstehen im Keller oder Wohnzimmer des Chef-Redakteurs.

    Es gibt Leute, die für ISBN-Nummern abgezockt werden.
    Daher die Idee mit einer KOSTENLOSEN "Zwangs"-Gilde oder sowas für Autoren. Dann kann man ISBN-Nummern nicht mehr von der Steuer absetzen, weil man das ja wusste, weil die Gilde es veröffentlicht hat.

    Und dann gibts Dienstleister die Word-Bücher ins Epubxml umwandeln oder Kurse dafür anbieten. Und die Kochmütter Buxtehude battlen bei youBook um mehr Downloads und Votes als die Küchen-Omas Pusemuckel mit ihrem ultimativem Kochbuch... .
    Diese Vereinigungen entstanden aus VHS-Kochkursen die dann den VHS-EBücher-Macher-Kurs belegten.

    Vereine, Lokalleute usw. Die machen ihre Bücher für lau und selbst-tragend. Für die könnte das mehr Geld bringen, als mit den teuren Papierbüchern auf dem Weihnachtsmarkt abzufrieren.
    Man downed das Buch in klein und schwarzweiss. Wer farbe will, bezahlt. Wer drucken will, bezahlt für die Bilder 10% der Poster-Kosten oder sowas als Lizenz . Die Posterdruck-Firmen sollten dafür Wasserzeichen einführen.

    Und die Vertriebsformen und Werbeformen verändern sich dann halt.
    "Wer sich dieses EBook gekauft hat, hat auch folgendes auf seinem Reader." Oder man voted und empfiehlt oder rät ab, weil man ein besseres Buch gefunden hat.

    Das kann durchaus in Richtung echter Märkte gehen. Und nur die Mitesser und Baumfäller hätten ein Problem.
    Leser und Autoren wären zufrieden.
    Und eine Comicsammlung habe ich lieber günstig als Reader-Version.
    Digitaler Besitz müsste aber sinnvoll definiert werden. Damit ist von internetdruckern nicht zu rechnen.

  4. Re: Fast niemand braucht Verlage

    Autor mööp 08.02.10 - 16:46

    Schön, dann schreibt so ein Auto mal 1 Jahr an seinem Buch und solange er das macht, holt er sich einen Kredit von der Bank?

    Damit kann er dann seine Kosten bezahlen und am Ende noch einen Lektor.

    Und wenn das Buch sich dann Scheisse verkauft, weil keiner Werbung macht, und weil er mal was geschrieben hat das keine so große Zielgruppe hat, oder vielleicht auch wirklich mal schlecht ist, dann ist er halt gleich ruiniert...

    Das ist ein echter Anreiz für junge Autoren.

  5. Re: Fast niemand braucht Verlage

    Autor Verlage unnötiger als früher 08.02.10 - 19:16

    Viele Autoren kriegen Einmal-Zahlungen und danach nie wieder etwas.

    Für Bücher wie "php+mysql3" gibt es soweit mir bekannt 800-1200 DM. Einmal im Leben. Und die musst Du mit Deinem "Paten" teilen. Der Dich nämlich mit dem Verlag in Kontakt gebracht oder im Forum "Wer will ein paar 100 DM mit einem WoW-Buch verdienen" angeheuert hat.

    J.K. Rowling hat Harry Potter geschrieben, als sie Sozialhilfe bekam.

    Also wohl eher Verlags-Schönrederei.
    Guck doch mal bei grin.de oder hausarbeiten.de . Die finanzieren denen die Diplomarbeiten, Studienarbeiten usw. ?
    Oder Doktorarbeiten sind auch zu veröffentlichen. Aus Kostengründen drucken die nicht mehr 1 Exemplar pro landes-Universitäts-Bücherei sondern hauen ein PDF auf den Server.

    Und die Bücher (häufig Habilitation) von Deinem Professor wenn du welche hast oder hattest. Kannst ja mal fragen, wieviel Vorauszahlung und Monate die vom Verlag durchgefüttert wurden.

    Und nochmal: Ich habe davon geschrieben, das die meisten Leute ihre Bücher selber schreiben und faktisch nix dafür kriegen. "Geschichte von unterpusemuckel" "Unterpusemuckels Dackelclubs im Wandel der Zeit" "Bildband von Pusemuckel im Lauf der Jahreszeiten". Schau doch mal in Deine Tageszeitungen oder die kostenlosen Wochenzeitungen, was für "wertvolle" Bücher und Lokalkalender usw. die in ihren Dienststellen verkaufen.

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