Der "PC-Markt" ist die Summe mehrerer völlig unterschiedlicher Märkte. Genau so gut könnte man einen "Quadratmarkt" definieren mit Dingen die quadratisch sind.
Mal so ein paar Beispiele für Leute die zur Zeit oder in der Vergangenheit PCs gekauft haben:
Der Büromaschinenmarkt: Das sind die Leute die "Office-Software" benutzen und den PC deshalb nehmen, weil er billiger ist als ein Textverarbeitungssystem mit Fax und Telex-Anbindung. Da inzwischen Computer wieder zuverlässiger werden, werden die Verkaufszahlen zurückgehen. Die Rechner sind da, und laufen dann halt die nächsten 10-15 Jahre, so wie früher Schreibmaschinen.
Der Gaming-Markt: Das sind die Leute die primär spielen wollen. Der steht in Konkurrenz zu Konsolen und Mobiltelefonen. Wenn jemand mal eine Konsole herausbringt die Leistungsfähig ist, und nicht über die Software quer-subventioniert wird, könnte der Gaming-PC-Markt zusammenbrechen. Wenn aber der Konsolenmarkt noch schlimmer wird, kann dieser Markt aber auch boomen.
Der Workstationmarkt: Das sind die, die früher eine Sun-Workstation hatten, aber ab den 1990gern auf PCs mit Linux umgestiegen sind, weil die billiger waren und ähnlich leistungsfähig. Das Betriebssystem ist denen egal, so lange es eine ordentliche Shell gibt, und emacs. Manche brauchen noch einen Fortran Compiler. Die werden erst mal nicht vom PC-Markt wechseln, es sei denn, der Markt läuft ihnen weg und produziert nur noch Spielzeug. Diese Leute sind auch bereit mehr für ECC-RAM zu zahlen.
Und natürlich gibts da noch viele andere Märkte. Das Entscheidende ist, wenn man nur die Summe sieht, kann man keine Entscheidungen treffen. Es ist wichtiger zu wissen warum Rechner gekauft werden, nicht wie viele.
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