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Verkaufszahlen fehlinterpretiert

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  1. Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor DTF 29.12.12 - 20:47

    Nicht jeder der sich ein Tablet oder Smartphone kauft, verzichtet automatisch auf seinen PC. Die Leute nutzen stattdessen beides. Richtig ist aber auch, dass sich viele jetzt lieber erstmal ein Tablet oder Smartphone kaufen, statt einem neuen PC. Wenn jeder sein Tablet/Smartphone hat, werden auch wieder PCs gekauft. Für viele Dinge sind die einfach unverzichtbar.

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  2. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor Anonymer Nutzer 29.12.12 - 23:53

    Ganz deiner Meinung. :o)

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  3. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor azeu 29.12.12 - 23:58

    Desktop-PCs mögen zwar für viele Dinge unverzichtbar sein, ABER, wie viele von diesen Dingen braucht der Otto-Normal-Surfer täglich? Nicht sehr viele davon, würde ich mal sagen.

    Die Desktop-PCs werden zwar nicht aussterben, aber ihre Zeit ist definitiv um und wird auch nicht mehr wieder zurück kommen.

    Gruss an die NS of America

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  4. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor DTF 30.12.12 - 01:09

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Desktop-PCs mögen zwar für viele Dinge unverzichtbar sein, ABER, wie viele
    > von diesen Dingen braucht der Otto-Normal-Surfer täglich? Nicht sehr viele
    > davon, würde ich mal sagen.
    >
    > Die Desktop-PCs werden zwar nicht aussterben, aber ihre Zeit ist definitiv
    > um und wird auch nicht mehr wieder zurück kommen.

    Naja, was heisst ihre Zeit ist um? Sie sind eben nicht mehr die alleinigen Platzhirsche. Bei manchen Anwendungen ist es eben ganz nett, wenn man nicht jedes mal den PC hochfahren muss und mobil sein kann. Dafür ist der PC aber deutlich bequemer und schneller zu bedienen und bei komplexeren Anwendungen hat man immer einen schönen, grossen Bildschirm. Viele Programme wären auf Grund der geringen Bildschirmgrösse auf einem Tablet gar nicht machbar, zumindest nicht so übersichtlich und bequem.
    Vielleicht werden die grossen, grauen Kisten unterm Schreibtisch früher oder später durch Docking-Stationen ersetzt, aber die Arbeitsplätze mit grossem Bildschirm, Tastatur und Maus wird es auch in 20 Jahren noch geben.

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  5. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor azeu 30.12.12 - 03:59

    da möchte ich Dir gar nicht mal widersprechen.

    Nur, die Desktop-PC.-Zielgruppe ist nun mal in der Minderheit. Die Mehrheit der PC-Nutzer waren schon immer die reinen Konsumenten. Und für diese sind Tablets und Notebooks immer attraktiver aufgrund des Fortschrittes bei den kleinen, handlichen Geräten.

    Der Designer, Entwickler etc. braucht natürlich einen Desktop-PC um darauf ordentlich arbeiten zu können. Aber der Normal-User-Konsument eben nicht (wirklich), von ein paar gelegentlichen Briefen etc. abgesehen.

    Gruss an die NS of America

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  6. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor motzerator 30.12.12 - 07:37

    azeu schrieb:
    -----------------
    > Desktop-PCs mögen zwar für viele Dinge unverzichtbar sein, ABER, wie viele
    > von diesen Dingen braucht der Otto-Normal-Surfer täglich? Nicht sehr viele
    > davon, würde ich mal sagen.

    Selbst zum Surfen nehme ich lieber den PC als das Tablet, zumindest solange das Surfen auch mit gelegentichem motzen verbunden ist, ich habe hier zwar auch schon Kommentare vom Smartphone aus gepostet, aber die sind dann deutlich kürzer und das, obwohl mein Smartphone noch eine Tastatur hat.

    Smartphone und Tablet sind ganz praktisch wenn man nicht daheim ist, man kann damit die Wohnung verlassen und trotzdem fast immer online gehen, das ist schon eine feine Sache. Das ist auch relativ neu, zudem ist in diesem Marktsegment eine massive Leistungssteigerung zu spüren und nur die neuesten Geräte fühlen sich schon richtig flott an.

    Der mobile Markt wird also sowohl von der steigenden Verbreitung als auch von der hohen Innovationskraft befeuert, das geht auch zu lasten der Personal Computer aber meiner Meinung nach ist dieser Effekt temporär.

    > Die Desktop-PCs werden zwar nicht aussterben, aber ihre Zeit ist definitiv
    > um und wird auch nicht mehr wieder zurück kommen.

    Würdest Du sagen, die Zeit der Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke, Stereoanlagen oder Fernseher ist um? Das sind alles Produkte, deren Markt schon länger genauso gesättigt ist, wie es jetzt der Markt der PC ist.

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  7. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor nw42 30.12.12 - 11:05

    Die "Ära ds PC" scheint wirklich zuende zu gehen...

    und zwar in der Art, wie Großrechner in den 70-80'er Jahren durch sog. "Workstations" (hochgezüchtete 32/64Bit Unix Maschinen für wissenschaftlich/technische Anwendungen) ersetzt wurden, welche dann in den 90'er Jahren ihrerseits durch die neue Klasse der "PC-Workstation" ersetzt wurden...

    Zitate aus dem schönen Jahr 1996:

    "Ein PC wird niemals geeignet sein für professionelle CAD-Anwendungen"
    "Ein PC hat in einem Fernsehstudio einfach nichts verlohren" (Und dann kam AVID ;-)

    Zitate aus dem schönen Jahr 2012:

    "Tablets sind ja nett, aber wenn man seine Steuererklährung machen will braucht man eben doch wieder einen PC"

    "Selbst zum Surfen nehme ich lieber den PC als das Tablet..."

    in diesem Sinne, Euch allen einen guten Rutsch nach 2013 und hoffen wir das es dem PC nicht bald so geht wie heute exotischen SGI oder SUN Workstations...

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  8. Die PC-Revolution frißt ihre Kinder

    Autor jtsn 30.12.12 - 11:46

    nw42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Tablets sind ja nett, aber wenn man seine Steuererklährung machen will braucht
    > man eben doch wieder einen PC"

    Das Argument ist besonders lustig, vor allem weil man in allen modernen westlichen Industrieländern die Steuererklärung bequem per Webbrowser auf dem Smartphone machen kann.

    Das heißt, wenn man für die Steuererklärung einen PC braucht, dann liegt das an der Steuererklärung und nicht am PC.

    > in diesem Sinne, Euch allen einen guten Rutsch nach 2013 und hoffen wir das
    > es dem PC nicht bald so geht wie heute exotischen SGI oder SUN
    > Workstations...

    Die meisten Leute hier sind zu jung, mit PCs aufgewachsen und kennen gar nichts anderes. Der Begriff wird auch gern synonym mit "Computer" verwendet und dann wird noch verzweifelt auf irgendwelche Wikipedia-Theoriefindung zum Thema "PC" verwiesen.

    Die Erfahrung, daß eine Plattform nicht ewig lebt, ist für viele hier noch völlig neu. Gern wird auch Plattform mit Bauform verwechselt, weil man z. B. noch nie ein SPARCbook gesehen hat.

    Alles in allem sind die Argumente eher unterhaltsam amüsant und erinnern mich gut an die frühen 90er, als die Tastaturcomputer (Acorn, Amiga, Atari & Co.) das Sterben anfingen.

    Da wurden von diversen Anhängern (inkl. denen von OS/2 und BeOS) noch bis ins neue Jahrtausend hinein im Usenet heiße Wortgefechte geführt, bis dann schließlich der Erfolg von Windows XP die Fakten endgültig klargestellt hat.

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  9. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor most 30.12.12 - 13:01

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------


    > > Selbst zum Surfen nehme ich lieber den PC als das Tablet, zumindest solange
    > das Surfen auch mit gelegentichem motzen verbunden ist, ich habe hier zwar
    > auch schon Kommentare vom Smartphone aus gepostet, aber die sind dann
    > deutlich kürzer und das, obwohl mein Smartphone noch eine Tastatur hat.

    Aber was spricht dagegen, zu Hause das Tablet an Monitor und Tastatur zu hängen und damit zu surfen? Dafür brauche ich doch keinen Desktop PC mehr.


    > Würdest Du sagen, die Zeit der Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke,
    > Stereoanlagen oder Fernseher ist um? Das sind alles Produkte, deren Markt
    > schon länger genauso gesättigt ist, wie es jetzt der Markt der PC ist.

    Der Markt für Stereoanlagen hat sich definitiv in den letzten 10 Jahren stark geändert. Wer hat denn noch eine aus 5-6 Bausteinen bestehende Anlage prominent im Wohnzimmer. Lautsprecher und eine Smartphone Dockingstation sind heute aktuell oder eine Surroundanlage.

    Ebenso bei Fernsehern. Die moderenen haben zwar alle unterschiedliche Tuner, aber eigentlich sind es doch große Displays mit einer Vielzahl externer Quellen. Dem klassischen Fernsehen steht eine große Umbruchphase bevor

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  10. Re: Die PC-Revolution frißt ihre Kinder

    Autor DTF 30.12.12 - 15:25

    jtsn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Erfahrung, daß eine Plattform nicht ewig lebt, ist für viele hier noch
    > völlig neu. Gern wird auch Plattform mit Bauform verwechselt, weil man z.
    > B. noch nie ein SPARCbook gesehen hat.

    Ich halte es für wahrscheinlicher, dass Tablets/Smartphones früher aussterben und ersetzt werden, als PC/Laptop.

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  11. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor azeu 30.12.12 - 16:01

    > Würdest Du sagen, die Zeit der Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke, Stereoanlagen oder Fernseher ist um? Das sind alles Produkte, deren Markt schon länger genauso gesättigt ist, wie es jetzt der Markt der PC ist.

    Genau DAS wird mit dem klassischen Desktop-PC passieren, er wird zur Waschmaschine, Trockner etc. also sprich, einem Gebrauchsgegenstand.

    Für die Leute die damit arbeiten bleibt der Desktop-PC weiterhin ein Werkzeug, während für die Mehrheit der User - für die der PC eh immer nur ein Statusobjekt/Spielzeug war - der PC an Attraktivität verlieren wird und durch (Docking-)Tablet/Smartphone ersetzt werden wird.

    Der Desktop-PC steht heute ja schon kaum mehr irgendwo im Wohnzimmer (zum Angeben) rum, sondern in irgend einer Ecke, wo er darauf wartet mal eingeschaltet zu werden und vor sich hin staubt.

    Im Gegensatz zum Tablet/Notebook, das liegt immer in einer Ecke wo man es auch ja zu sehen bekommt.

    Gruss an die NS of America

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  12. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor DTF 30.12.12 - 16:15

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für die Leute die damit arbeiten bleibt der Desktop-PC weiterhin ein
    > Werkzeug, während für die Mehrheit der User - für die der PC eh immer nur
    > ein Statusobjekt/Spielzeug war - der PC an Attraktivität verlieren wird und
    > durch (Docking-)Tablet/Smartphone ersetzt werden wird.

    In 10 Jahren werden so Dinge wie Google Project Glass Smartphone und Tablet verdrängt haben...

    > Der Desktop-PC steht heute ja schon kaum mehr irgendwo im Wohnzimmer (zum
    > Angeben) rum, sondern in irgend einer Ecke, wo er darauf wartet mal
    > eingeschaltet zu werden und vor sich hin staubt.

    ...der PC wird dann aber immer noch in seiner Ecke stehen und Staub ansetzen.

    > Im Gegensatz zum Tablet/Notebook, das liegt immer in einer Ecke wo man es
    > auch ja zu sehen bekommt.

    Das ist schon seit mindestens 10 Jahren so und hat dem PC nicht geschadet.
    Kürzlich hat mich sogar ein Bekannter darum gebeten, dass er mal meinen Rechner nutzen darf, weil seiner nicht mehr funktionierte. Der glaubte auch, er bräuchte nur noch sein Tablet und Smartphone. Mittlerweile hat er sich ein neues Notebook gekauft (übrigens eines der billigsten Sorte - mit Notebooks lässt sich schliesslich nicht mehr angeben).

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  13. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor Crapple 30.12.12 - 19:12

    DTF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht jeder der sich ein Tablet oder Smartphone kauft, verzichtet
    > automatisch auf seinen PC. Die Leute nutzen stattdessen beides. Richtig ist
    > aber auch, dass sich viele jetzt lieber erstmal ein Tablet oder Smartphone
    > kaufen, statt einem neuen PC. Wenn jeder sein Tablet/Smartphone hat, werden
    > auch wieder PCs gekauft. Für viele Dinge sind die einfach unverzichtbar.

    Viele Otto-Normalos verzichten auf ihren PC, aber nicht viele Otto-Normalos verzichten auf ihr Laptop. Daher wird der klassische PC(Tower) langsam aber sicher in der Versenkung verschwinden. Denn wie wir alle gelernt haben, die Maße macht's und nicht der einzelne Nerd (siehe z.B. Farcebook), denn dessen Stimme geht dort, wie eine Stecknadel auf einer aktiven Bausstelle, gehörlos unter.

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  14. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor Casandro 02.01.13 - 10:09

    nw42 schrieb:
    > in diesem Sinne, Euch allen einen guten Rutsch nach 2013 und hoffen wir das
    > es dem PC nicht bald so geht wie heute exotischen SGI oder SUN
    > Workstations...

    Naja, wir sprechen hier von unterschiedlichen Märkten. Die Leute, die früher SUN-Workstations hatten (oder haben wollten), haben heute Linux Workstations, bzw alte Thinkpads mit Linux... auch wenn die in den Verkaufszahlen in der Regel als Windows-Rechner auftauchen. (Manchmal haben die auch Macs, aber meistens nur dann, wenn die Firma die zahlt)
    Die Leute werden sich dann vermutlich dann aus dem "Server"-Markt bedienen, oder mit Raspberry PIs arbeiten. Oder aber auch einfach weiter gebrauchte Thinkpads kaufen.

    Was jetzt aus dem PC-Markt verschwindet sind die Leute, die eigentlich keinen PC wollen. Das sind die Leute die mit einer Schreibmaschine und einem Internetterminal besser bedient wären. Die haben halt einen PC gekauft, da die den den späten 1990ger Jahren einfach billiger waren.

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  15. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor Der Held vom Erdbeerfeld 02.01.13 - 11:12

    most schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber was spricht dagegen, zu Hause das Tablet an Monitor
    > und Tastatur zu hängen und damit zu surfen? Dafür brauche
    > ich doch keinen Desktop PC mehr.

    Surfen ist nicht gleich Surfen. Ich komme - nicht immer, aber doch recht häufig - in Situationen, in denen ich viele Websites mit teils sehr anspruchsvollen Inhalten gleichzeitig offen halten muss/will. Da merkt man selbst mit einem modernen Vierkerner mit SSD und ordentlich RAM, wie das System träger wird - ein Tablet hätte schon laaange vor diesem Punkt kapitulieren müssen.

    Und das ist nur das Surfen selbst. Ich mache das zwecks effizienter Zeitnutzung gerne dann, während mein Rechner diverse Jobs abarbeitet, die erst einmal keine weitere Eingabe meinerseits erfordern. Ganz davon abgesehen, dass kein Tablet auch nur die für die Aufgaben nötige Leistung hätte, surfen könnte ich damit nebenher schon gar nicht.

    Mein Rechner ist Arbeitsplatz, High-End-Spielgerät, Mediacenter (z.B. der Zweitfernseher im Arbeitszimmer wenn die Frau gerade was anderes kucken möchte) und eben Surf-Gerät in einem. In meinem Fall, der sicherlich kein Einzelfall ist, kann das kein Tablet und Smartphone ersetzen. Trotzdem tauche ich in deren Statistiken auf, weil ich die mobilen Geräte für den Außendienst benötige. Gleichzeitig tauche ich in der PC-Statistik, in die ich von meinem Nutzungsverhalten her eigentlich gehören würde, paradoxerweise nicht auf, weil ich mir meine PCs selbst zusammenstelle/-baue.

    > Der Markt für Stereoanlagen hat sich definitiv in den letzten 10 Jahren
    > stark geändert. Wer hat denn noch eine aus 5-6 Bausteinen bestehende Anlage
    > prominent im Wohnzimmer. Lautsprecher und eine Smartphone Dockingstation
    > sind heute aktuell oder eine Surroundanlage.

    Jain. Hieran kann man gut erklären, wie der Markt sich trennt:
    Enthusiasten hatten damals dicke Stereoanlagen, weil sie die Power brauchen - nicht nur bei der Soundausgabe, sondern auch an der Quelle; und die haben auch heute dicke Anlagen, weil auch der beste Soundchip im teuersten mobilen Player nicht die gewünschte Qualität erreicht.
    Damals haben allerdings auch Leute dicke Stereoanlagen gekauft, die zwar einfach nur ohne große Ansprüche Musik hören wollten, denen aber ein olles CD-Radio oder eine Kompaktanlage aus dem Aldi im Wohnzimmer nicht repräsentativ genug war. Mit dockbaren mobilen Geräten, die schon allein für sich als Lifestyle-Produkt platziert sind, ist es jedoch heute nicht mehr ehrenrührig, sich so etwas in den Wohnzimmerschrank zu stellen.

    Kurz, heute hat man die Alternative, wenn einem weniger genügt; sei es nun bei der Stereoanlage oder beim personal computing. Damals musste man das Überdimensionierte erwerben, weil es entweder keine kompakte Lösung gab oder diese aus "ästhetischen" Gründen nicht in Frage kam.

    Am Bedarf hat sich jedoch gar nichts geändert, sondern an den Möglichkeiten, ihn zu decken. Sprich, der PC-Markt bricht nicht ein, sondern er schrumpft sich gesund: Nämlich auf das Maß der Abnehmer, die tatsächlich PCs benötigen. Dass die Leute jammern, die sich über Jahre in dem Segment kommod eingerichtet und den Wechsel nur ungern mitmachen wollen, ist dabei quasi normal.
    Das ist ein wenig wie bei der Verwertungsbranche für Musik, die sich irgendwann an die dicken Gewinne der Audio-CD-Vermarktung gewöhnt hatte und gleich mehrfach jammerte. Einmal, als man nicht mehr bereits lizensierte Titel noch ein spottbillig produziert auf CD verkaufen konnte und einmal, als durch das Internet die CD nahezu obsolet wurde. Womit auch gleich der Gedankenkreis zur Stereoanlage komplett geschlossen ist. :-)

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  16. Re: Verkaufszahlen fehlinterpretiert

    Autor Bouncy 02.01.13 - 12:38

    most schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Markt für Stereoanlagen hat sich definitiv in den letzten 10 Jahren
    > stark geändert. Wer hat denn noch eine aus 5-6 Bausteinen bestehende Anlage
    > prominent im Wohnzimmer. Lautsprecher und eine Smartphone Dockingstation
    > sind heute aktuell oder eine Surroundanlage.
    Öhm ja, Zeitreisender, die Stereoanlagen sind durch so moderne Dinger ersetzt worden, nachdem Quadrophonie nicht so großen Anklang gefunden hat. Die hießen dann "Surroundanlagen", die sich aber auch schon wieder weiterentwickelt haben und heutzutage _die_ zentrale Schnittstelle zwischen allen medialen Inhalten darstellen - A/V-Receiver, aus Wohnzimmern nicht mehr wegzudenken.
    Was _du_ aber meinst sind die Küchenradios mit iIrgendwas-Anschluß. Da man aber die Physik nicht überlisten kann und Lautsprecher weiterhin Membran und Leistung brauchen, quäken die auch heute noch um ihr Nischendasein - sie ergänzen den Markt etwas, aber, das zeigt schon ein Blick in die Hallen des roten blöden Riesen mit der kargen Auswahl an solchen Anlagen, sie haben zum Glück keinen Markt umgekrempelt... ;)
    > Ebenso bei Fernsehern. Die moderenen haben zwar alle unterschiedliche
    > Tuner, aber eigentlich sind es doch große Displays mit einer Vielzahl
    > externer Quellen. Dem klassischen Fernsehen steht eine große Umbruchphase
    > bevor
    Hoffen wir es, aber das prophezeit seit Jahren schon ein Gigang nach dem anderen, inklusive Google. Bis jetzt gibt es aber nicht mal Licht am Ende des dunklen Superstartunnels, weder inhaltlich noch technisch...

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