Die NYT hat inzwischen einige Reaktionen auf den Artikel aus China veröffentlicht. Ein Auszug:
"If people saw what kind of life workers lived before they found a job at Foxconn, they would come to an opposite conclusion of this story: that Apple is such a philanthropist. "
"If the story is simply blaming Apple and Foxconn, then it is simplifying the problem. Other companies including HTC, Lenovo, HP and Sony, and their OEM (original equipment manufacturer) companies such as Wistron, Quanta and Inventec, share the same situation. Workers of small OEM enterprises are working in even harsher environments and having more overtime. The root is that they are unable to reach a higher position in the industry chain. Also, there are no effective labor organizations in those factories and the government tends to shield huge companies because of their profits."
"If not to buy Apple, what’s the substitute – Samsung? Don’t you know that Samsung’s products are from its OEM factory in Tianjin? Samsung workers’ income and benefits are even worse than those at Foxconn. If not to buy iPad – (do you think) I will buy Android Pad? Have you ever been to the OEM factories for Lenovo and ASUS? Quanta, Compaq … factories of other companies are all worse than those for Apple. Not to buy iPod – (do you think) I will buy Aigo, Meizu? Do you know that Aigo’s Shenzhen factory will not pay their workers until the 19th of the second month? If you were to quit, fine, I’m sorry, your salary will be withdrawn. Foxconn never dares to do such things. First, their profit margin is higher than peers as they manufacture for Apple. Second, at least those foreign devils will regularly audit factories. Domestic brands will never care if workers live or die. I am not speaking for Foxconn. I am just speaking as an insider of this industry, and telling you some disturbing truth."
Interessant, mal ein paar andere Stimmen zu lesen ... :)
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Its Time to think. More Different ...
ins deutsche.
Ok, was solls.
Die Auswahl der genannten Kommentare ist leider sehr einseitig.
Da sollte man lieber gleich alle durchlesen:
http://thelede.blogs.nytimes.com/2012/01/25/chinese-readers-on-the-ieconomy/?src=tp
1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.01.12 12:35 durch Endwickler.
scherz, oder?
Endwickler schrieb:
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> ins deutsche.
Google Übersetzer. ;)
Ansonsten mussu die Schulbücher rauskramen. =)
Ganz klar, dass die Arbeiter in China von diversen Unternehmen ausgebeutet werden. Es nützt uns in Europa/USA auch nichts einfach andere Produkte zu kaufen, denn die gibts nicht; kommt doch die Mehrheit der Geräte aus China.
Besonders stossen ist einfach der Preis, den man bei Apple für ein Gadget bezahlt. Dieser ist meist höher als der eines vergleichbaren Android Geräts.
Elanius schrieb:
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> Ganz klar, dass die Arbeiter in China von diversen Unternehmen ausgebeutet
> werden. Es nützt uns in Europa/USA auch nichts einfach andere Produkte zu
> kaufen, denn die gibts nicht; kommt doch die Mehrheit der Geräte aus
> China.
wohl wahr!
>
> Besonders stossen ist einfach der Preis, den man bei Apple für ein Gadget
> bezahlt. Dieser ist meist höher als der eines vergleichbaren Android
> Geräts.
I call bullshit on that!
Und weil es alle so machen soll man das gut heissen? Apple hat wegen seines Erfolges gleich doppelt eine Vorreiterrolle und sollte daher auch mit guten Beispiel voran gehen. Schliesslich können sie es sich mit 12.5 Milliarden Reingewinn pro Quartal mehr als leisten. Warum sparen sie also derart bei den Lohnkosten? Ich behaupte, bei ihren Marktpreisen und Absatzzahlen könnten sie die Geräte auch in der USA fertigen und würden gleichzeitig ihrem Heimatland was Gutes tun. Zumindest die Endmontage würde drin liegen. Dass die Zulieferer dennoch mehrheitlich in China fabrizieren, dürfte nicht so leicht zu ändern sein.
JTRs Blog
JTR schrieb:
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> Und weil es alle so machen soll man das gut heissen? Apple hat wegen seines
> Erfolges gleich doppelt eine Vorreiterrolle und sollte daher auch mit guten
> Beispiel voran gehen. Schliesslich können sie es sich mit 12.5 Milliarden
> Reingewinn pro Quartal mehr als leisten. Warum sparen sie also derart bei
> den Lohnkosten? Ich behaupte, bei ihren Marktpreisen und Absatzzahlen
> könnten sie die Geräte auch in der USA fertigen und würden gleichzeitig
> ihrem Heimatland was Gutes tun. Zumindest die Endmontage würde drin liegen.
> Dass die Zulieferer dennoch mehrheitlich in China fabrizieren, dürfte nicht
> so leicht zu ändern sein.
Ich befürworte keinesfalls die Zustände in China, aber die Fertigung von dort wegzuholen wäre das Schlimmste, das man tun könnte, die Auswirkungen hätten das Potential in einer Katastrophe zu enden. Was glaubst du passiert mit den Arbeitern, wenn sie nicht mehr benötigt werden? Sie werden verjagt aus der Fabrik, ihr Leben wäre von einem auf den nächsten Moment in Gefahr weil sie 0 Einkommen hätten, sie sind weggezogen vom (noch ärmeren) Land, haben damit nicht einmal mehr Fläche zum bewirtschaften. Da sie oft mit ihrem Einkommen ihre Familie unterstüzten haben die meisten auch kein Erspartes. Und dann? Über 1 Million Menschen auf einem Haufen, an einem Standort, ohne Geld, ohne Essen, ohne Dach überm Kopf? Keinen Tag später wäre das Militär nötig um die Situation in den Griff zu bekommen...
Und das wäre nur der Anfang, sowas kann ganz schnell im Bürgerkrieg enden. Aber China ist nicht ein unwichtiges arabisches Ländlein, dessen Kriege nur auf Seite 4 der BILD Erwähnung finden, China würde die Welt ins Chaos stürzen.
Übertrieben? Nein, es kocht dort sowieso, und Apple könnte mit so einer unbedachten Aktion das i-Pünktchen setzen, das die Lage zum Eskalieren bringt...
Das wäre dann der neuste Apple Erfolgt: iCivilWar
Shibby schrieb:
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> Das wäre dann der neuste Apple Erfolgt: iCivilWar
i War da. :-)
>Und weil es alle so machen soll man das gut heissen? Apple hat wegen seines Erfolges gleich doppelt eine Vorreiterrolle und sollte daher auch mit guten Beispiel voran gehen. Schliesslich können sie es sich mit 12.5 Milliarden Reingewinn pro Quartal mehr als leisten.
Tun sie ja auch, sie waren bisher die einzigen, die regelmässige Audits eingeführt haben und Druck auf ihre Auftragnehmer ausgeübt haben, mehr Löhne zu zahlen (was übrigens in jeder Branche absolut unüblich ist). Mag sein, daß das nicht genug war, aber wenn all die großen Konzerne nachziehen, und es genauso wie Apple handhaben, vielleicht tut sich ja dann mal wirklich was? Aber dazu müßte man mal damit Anfangen, diese durch die Presse zu jagen, statt sich ausschließlich auf Apple einzuschießen.
>Warum sparen sie also derart bei den Lohnkosten?
Apple spart nicht bei den Lohnkosten. Foxconn tut dies.
>Ich behaupte, bei ihren Marktpreisen und Absatzzahlen könnten sie die Geräte auch in der USA fertigen und würden gleichzeitig ihrem Heimatland was Gutes tun.
Dazu müßten erst mal all die Fabrikationsstätten und das Know How, welches Anfang der 90er abgebaut und nach Fernost verlagert wurde wieder aufgebaut werden... Aber ging da nicht neulich eine Meldung durch die Presse, daß Apple plant, eine Display-Fertigungsanlage in den USA zu bauen? Da haben sich allerdings die Bürger aus der Heimat nicht sonderlich dankbar gezeigt, sondern sich lauthals darüber beschwert, daß auf dem Bauglände ein wenig Gestrüpp verbrannt wurde...
>Zumindest die Endmontage würde drin liegen. Dass die Zulieferer dennoch mehrheitlich in China fabrizieren, dürfte nicht so leicht zu ändern sein.
Jepp, vielleicht tut sich da ja was.Allerdings iost gerade die Endmontage etwas, was wohl am ehesten durch Automation ersetzbar ist, bei Robotern ergibt sich das Problem der Ausbeutung nicht...
Was mir auffällt ist das perfekte Englisch dass diese Chinesischen Arbeiter da sprechen... und die gewählte Wortwahl,...
Fragt sich halt nur wie viel Apple für diese Aussagen bezahlt hat... Außerdem ist es schon etwas merkwürdig, dass zwar behauptest dies wären Zitaten aus der NYT aber keine Link oder eine Quelle angibst, wie Ausgabe vom XXX, Seite XX etc.
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Für offene Standards
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Technokrat schrieb:
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> Was mir auffällt ist das perfekte Englisch dass diese Chinesischen Arbeiter
> da sprechen... und die gewählte Wortwahl,...
Das bestätigt meinen Verdacht...
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Für offene Standards
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In meiner Antwort an den Ersten steht der Link. Seine Auswahl war sehr einseitig.
Endwickler schrieb:
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> In meiner Antwort an den Ersten steht der Link. Seine Auswahl war sehr
> einseitig.
Dankeschön! Habs mir fast gedacht, man kennt ja seine Pappenheimer....
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Für offene Standards
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neocron schrieb:
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> Elanius schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> > Besonders stossen ist einfach der Preis, den man bei Apple für ein
> > Gadget bezahlt. Dieser ist meist höher als der eines vergleichbaren Android
> > Geräts.
> I call bullshit on that!
Der Unterschied ist nicht mehr so groß wie vor ein paar Jahren, aber in einigen Bereichen (iPhone) ist er noch eklatant. Was ja auch den hohen Gewinn erklärt.
Wobei ich jetzt „vergleichbar“ nur auf die technische Ausstattung bezogen habe - Apple Vorteil liegt immer noch in der Software und den Services. Gemessen an dem sind die paar hundert Euro, die man auf zwei Jahre mehr zahlt, halt für viele ein geringer Preis.
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