Bekommen nun nur Arbeiter, die für Apple-Produkte bei Foxconn tätig sind, mehr Gehalt oder die gesamte Belegschaft? Und warum steht eigentlich noch immer nur Apple unter Druck und nicht der Rest der IT oder gar die chinesische Regierung selbst, welche schlussendlich ja eine große Mitverantwortung an den Arbeitsbedingungen in ihrem Land trägt?! Ach wem sag ich das eigentlich ... *seufz*.
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> Mir persönlich gehen diese Meldungen inzwischen an der Poperze vorbei. Ich kann mich einzig darüber amüsieren, wie leicht sich technikbegeisterte und IT-Leute vor einen Meinungskarren spannen und von der Presse in die eine oder andere Richtung manipulieren lassen ... ;-))
Foxconn gibt den Leuten in Shenzhen mehr gleichzeitig ziehen die ein neues Werk im Osten auf, weil dieses ihn nun zu teuer gewurden ist.
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http://www.heise.de/open/meldung/Linux-auf-dem-Desktop-Europa-fuehrt-1243708.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Immer-mehr-Linux-auf-dem-Desktop-1404775.html
> Bekommen nun nur Arbeiter, die für Apple-Produkte bei Foxconn tätig sind,
> mehr Gehalt oder die gesamte Belegschaft? Und warum steht eigentlich noch
> immer nur Apple unter Druck und nicht der Rest der IT oder gar die
> chinesische Regierung selbst, welche schlussendlich ja eine große
> Mitverantwortung an den Arbeitsbedingungen in ihrem Land trägt?! Ach wem
> sag ich das eigentlich ... *seufz*.
Wir sehen das alles viel zu verbissen. Foxconn zahlt die Löhne, die es zahlen muß, um eine hinreichend qualifizierte Belegschaft rekrutieren zu können. Es ist nicht die Aufgabe der Firma, Wohltäter zu spielen. Das geht gar nicht. Auch, wenn wir vorzugsweise von Foxconn hören, gibt es hinreichend Konkurrenz.
Wenn jetzt die Löhne erhöht werden, ist das noch immer keine Wohltat, auch keine Reaktion auf unsere mehr oder weniger empörten Reaktionen, sondern einfach der Marktpreis für eine qualifizierte Belegschaft. Ein Preis, den auch die Konkurrenz zu zahlen hat.
Wem es seelisch hilft, der rede sich gern ein, es waren seine heißen Tränen, die zum Lohnplus beigetragen haben.
Paritz schrieb:
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> Wir sehen das alles viel zu verbissen. Foxconn zahlt die Löhne, die es
> zahlen muß, um eine hinreichend qualifizierte Belegschaft rekrutieren zu
> können. Es ist nicht die Aufgabe der Firma, Wohltäter zu spielen. Das geht
> gar nicht. Auch, wenn wir vorzugsweise von Foxconn hören, gibt es
> hinreichend Konkurrenz.
Kleines Gedankenexperiment (ich bin kein Ökonom). Wenn ich eine große Firma habe und meine Löhne mit Abstand die besten sind, kann ich meine Mitbewerber nicht gerade dadurch unter Druck setzen?
Wenn alle bei mir arbeiten wollen und ich genügend Arbeitsplätze habe, expandieren kann etc. müssen meine Mitbewerber entweder mehr zahlen, auf Maschinen setzen oder zu Grunde gehen.
Vorausgesetzt natürlich ich wirtschafte in allen anderen Bereichen hervorragend, müsste das doch klappen.
Dadurch gewinnen die Menschen ;)
Altruistischer Misanthrop schrieb:
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> Kleines Gedankenexperiment (ich bin kein Ökonom). Wenn ich eine große Firma
> habe und meine Löhne mit Abstand die besten sind, kann ich meine
> Mitbewerber nicht gerade dadurch unter Druck setzen?
"Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne zahle."
Robert Bosch
hschu schrieb:
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> Altruistischer Misanthrop schrieb:
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> > Kleines Gedankenexperiment (ich bin kein Ökonom). Wenn ich eine große
> Firma
> > habe und meine Löhne mit Abstand die besten sind, kann ich meine
> > Mitbewerber nicht gerade dadurch unter Druck setzen?
> "Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel
> Geld, weil ich gute Löhne zahle."
> Robert Bosch
Darum geht es gar nicht. Was wenn ich so gut wirtschaften kann und ein so großes Herz habe, dass es mir nicht um Geld geht. Was, wenn ich Geld nur als Mittel zum Zweck sehe. Könnte derartiges Verhalten etwas verändern?
Der Fisch stinkt doch buchstäblich vom Kopf her. Soll heißen, dass die Arbeitsbedingungen in ganz China schlecht sind und so etwas wie Arbeitskampf nicht existiert. Foxconn ist (denke ich) der größte Konzern. Die zahlen schon vergleichsweise gut. Und auch wenn die Aussage äußerst makaber klingt: Es bringen sich dort vergleichsweise wenig Menschen um. Das muss man sich mal überlegen und langsam auf der Zunge zergehen lassen! Erinnert sich jemand an die häufigen Katastrophenmeldungen aus Chinas Bergwerken? Der Arbeiter ist dort wenig bis gar nichts wert. Da mutet es schon sehr verwunderlich an, wenn ein Haufen junger Leute mit Kameras und Protestschildern bewaffnet in ein Hamburger Apple-Geschäft rennen und laut protestieren.
Wir müssen darauf vertrauen, dass eine Landesregierung bereit und willens ist, ihr höchstes Gut zu schützen. Und das ist der Mensch. Leider denkt man dort nach wie vor in Superlativen. Und die erreicht man letzten Endes nur mit dem Material Mensch.
Ich finds aber gut, dass Foxconn den Leuten dort mehr zahlt ... :-)
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In China sind Menschen nicht viel werd, die haben genug davon. Für die Regierung sind ihr höchstes Gut eher ihre Rohstoffe...
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