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Man kann immer nur froh sein und sich seines Lebens freuen in Deutschland geboren zu sein.
Irgendwie versteh ich die Menschen hier nicht. So gut wie hier gehts es wenigen Menschen auf der Welt. Selbst als Arbeitsloser.
SovielDazu schrieb:
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> Irgendwie versteh ich die Menschen hier nicht. So gut wie hier gehts es
> wenigen Menschen auf der Welt. Selbst als Arbeitsloser.
Du meinst, solange wir mindestens ein regengeschütztes Plätzchen und täglich eine Schüssel Reis haben, sollten wir uns nicht über den weiteren Sozialabbau und die Umverteilung von unten nach oben beklagen?
Fido schrieb:
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> Du meinst, solange wir mindestens ein regengeschütztes Plätzchen und
> täglich eine Schüssel Reis haben, sollten wir uns nicht über den weiteren
> Sozialabbau und die Umverteilung von unten nach oben beklagen?
Tja, dass ist nunmal die Realität!
SovielDazu schrieb:
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> ...
>
> Man kann immer nur froh sein und sich seines Lebens freuen in Deutschland
> geboren zu sein.
Das Jahrzehnt des Outsourcings um jeden Preis geht jetzt langsam zu Ende. Diese China-Arbeiter sind ja schon teurer als in so manchem östlichen EU-Land!
Glücklicherweise habe wir wenigstens ein paar Arbeitsplätze in der Produktion erhalten, anders als Amerika oder England.
Das ist mir doch ein wenig zu schwarz/weiß - immerhin sind es "die da oben" welche die Schüssel Reis durch Ihre Steuern finanzieren, wenn ich das mal so überspitzt sagen darf. Jeder gut verdiendender weiß ein Lied davon zu singen, dass die einen nicht gering Teil abgeben um von oben nach unten zu verteilen. Man kann ja nicht wirklich behaupten, dass in Deutschlan zu wenig Steuern gezahlt werden. Will hier gar nicht mit Details kommen dass die 20% besten Verdiener bereits 80% der Steuern zahlen.
Das Problem, dass die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander geht (finde ich auch nicht gut), ist nicht einfach über mehr Abgaben bei den sogenannten Reichen (wer ist das überhaupt) zu erreichen. Viel mehr muß rechtzeitig dafür gesorgt werden, dass man mit guter Ausbildung und gutem Arbeitsmarkt dafür sorgt, dass es deutlich weniger Arme gibt anstatt Arme durch Transfers von Reichen aufzupäppeln. Das ist die bessere Lösung für beide.
> Viel mehr muß
> rechtzeitig dafür gesorgt werden, dass man
> mit guter Ausbildung
[X] erledigt, praktische alle Deutschen haben eine Ausbildung, sogar ein bestimmter - mir drzeit leider unbekannter - Anteil der Arbeitslosen
> und gutem Arbeitsmarkt
[X] erledigt, der Arbeitsmarkt befindet sich zwar (immernoch) im Wandel und daher werden einige Berufe ab und Andere -aufgebaut ABER im Grunde kann man immer nen Job finden - Unterversorgung an Arbeitsstellen ist in Deutschland derzeit ein Ammenmärchen
> Das ist die bessere Lösung für
> beide.
? Für wen denn? Flextronics? China? Deutschland?
Basta schrieb:
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> singen, dass die einen nicht gering Teil abgeben um von oben nach unten zu
> verteilen.
Das ist allerdings nicht die einzige Milliardenausgabe des Staates. Das Geld geht auch für die Banken, für Rentner, für Beamtenpensionen, für überhöhte Medikamentenpreise, usw. raus.
So sind nebenbei auch die Reichen Transferempfänger. Denn "die da unten" haben üblicherweise kein Geld in tollen Investmentprodukten stecken, deren Wert nun mit großem Geldaufwand erhalten werden sollte.
> die 20% besten Verdiener bereits 80% der Steuern zahlen.
Aber nicht der Steuern insgesamt. Sicherlich bezogen auf die Lohnsteuer oder? Überigens zahlen auch Arbeitslose Steuern. Mehrwertsteuer, Versicherungssteuer, Ökosteuer, Kfz-Steuer, ...
Der Spitzensteuersatz ist in Deutschland bezogen auf Europa im Mittelfeld. Aber im Bereich Dumpinglöhne dürften wir bereits zu den Spitzenreitern gehören.
> rechtzeitig dafür gesorgt werden, dass man mit guter Ausbildung und gutem
> Arbeitsmarkt dafür sorgt, dass es deutlich weniger Arme gibt anstatt Arme
> durch Transfers von Reichen aufzupäppeln. Das ist die bessere Lösung für
> beide.
Es werden einfach nicht mehr alle Menschen benötigt, um unser Wirtschaftssystem aufrecht erhalten zu können. Schon heute gibt es mehrere Millionen Jobs zu wenig. Das wird leider bei dieser Diskussion oft vergessen oder ignoriert.
Wollte ich schon viel früher loswerden. Bis jetzt gab's aber noch keinen passenden Thread:
http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/index.htm
Bevor hier gleich das große Gestöhne losbricht, bitte erstmal durchlesen und "sacken" lassen.
Ich finde, die Idee hat einen gewissen "Sex-Appeal".
Eine Frage bleibt leider auch bei mir unbeantwortet: wie wird das finanziert? Dazu müsste ich mir das Buch da kaufen und dazu ist mir (momentan) das Geld zu schade.
Mit "beide" war an der stelle Arm und Reicch gemeint. Reich, weil die weniger Arme 'finbazieren' müßten und Arm, weil es besser ist sein Unterhalt selber zu verdienen als es als Sozialleistung zu bekommen.
Ok, nachdem Du das alles nicht für so richtig hälts, was ist den Deiner Meinung nach der Weg um es zu verbessern? Nur meckern gilt nicht :-)
Basta schrieb:
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> Ok, nachdem Du das alles nicht für so richtig hälts, was ist den Deiner
> Meinung nach der Weg um es zu verbessern? Nur meckern gilt nicht :-)
Na gut. Erst mal muss man realistischerweise sagen, dass es keine einfache Lösung gibt. Es wird massiv an der Abschaffung unserer Demokratie zugunsten der Lobbygruppen und Besitzstandswahrer gearbeitet, das durchbricht keiner von heute auf morgen.
Volksvertreter müssten sich wieder mehr am Volk orientieren und nicht nur den Lobbyisten dienen. Wer sogar an Hartz4 sägen will, muss sich auch fragen, ob er den noch weitgehend vorhandenen sozialen Frieden in Deutschland aufgeben will. Irgendwann könnte die Stimmung doch mal kippen.
Du erwähntest bereits die sich immer weiter öffnende Schere zwischen arm und reich. Die Mittelschicht kann aufsteigen, wird aber großteils nach unten abdriften. Pauschale Lohnerhöhungen sind kein Allheilmittel aber es ist nunmal so, dass wir eine zu schwache Binnennachfrage haben. Ich wäre für einen generellen Mindestlohn, brutto vielleicht 7,50 oder 8 €/h.
Und ich wäre für eine Finanztransaktionssteuer. Sowas würde im Bereich von 0,05% der Summe keinem ernsthaft wehtun aber brächte Milliarden in die Staatskasse.
Eine Höchstgrenze für die staatliche Rente von vielleicht 5000 € im Monat (so ähnlich wie in der Schweiz), eine leichte Absenkung der Beamtenpensionen.
Das sind doch ein paar konkrete Ansatzpunkte :)
@Fido: Hört sich alles gut an und bin auch voll dafür. Das Problem: Es sind die falschen Parteien in der Regierung gewählt worden. Aber selbst wenn die "richtigen" Parteien in der Regierung wären, bedarf es eines sehr standhaften Ministers/Kanzlers, um solche Dinge auch noch durchzusetzen.
Suoer, das nenne ich doch mal konstrutiv!
Fido schrieb:
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> Na gut. Erst mal muss man realistischerweise sagen, dass es keine einfache
> Lösung gibt. Es wird massiv an der Abschaffung unserer Demokratie zugunsten
> der Lobbygruppen und Besitzstandswahrer gearbeitet, das durchbricht keiner
> von heute auf morgen.
Ganz so drastisch ist es aber doch nicht. Ich denke den armen in Deutschland geht es immer noch besser als in nahe zu allen anderen Ländern. So schlim können unsere Politiker also nicht sein. Aber ich stimme zu, dass wir da falsche tendenzen haben und der angehäufte Schuldenberg macht mich auch nervös. Aber ich glaube wir sind das einzigste Land, welches eine im Gesetz verankerte Schuldenbremse hat - wie gesagt unsere Politer sind nicht besonders tool aber besser als in den meisten anderen Ländern.
>
> Volksvertreter müssten sich wieder mehr am Volk orientieren und nicht nur
> den Lobbyisten dienen. Wer sogar an Hartz4 sägen will, muss sich auch
> fragen, ob er den noch weitgehend vorhandenen sozialen Frieden in
> Deutschland aufgeben will. Irgendwann könnte die Stimmung doch mal kippen.
> Du erwähntest bereits die sich immer weiter öffnende Schere zwischen arm
> und reich. Die Mittelschicht kann aufsteigen, wird aber großteils nach
> unten abdriften. Pauschale Lohnerhöhungen sind kein Allheilmittel aber es
> ist nunmal so, dass wir eine zu schwache Binnennachfrage haben. Ich wäre
> für einen generellen Mindestlohn, brutto vielleicht 7,50 oder 8 €/h.
Bei diesem Thema bin ich gespalten - einerseits stimme ich zu, das ein Mindestlohn richtig ist. Andererseits befürchte ich, dass dann einige Jobs wegfallen, weil die in günstigere Nachbarländer verschoben werden oder wo das nicht möglich ist (z.B Friseur) die Leute tatsächlich weniger zum Friseur gehen oder noch stärker Schwarzarbeit (Haare 'privat' zu Hause schneiden lassen) aufkommt. Man muss das also vorsichtig machen. Nachdem es aber schon Mindestlöhne in einigen Branchen gibt, sollte man doch genug Erfahrungswerte haben um hier vernünftig vorgehen zu können.
>
> Und ich wäre für eine Finanztransaktionssteuer. Sowas würde im Bereich von
> 0,05% der Summe keinem ernsthaft wehtun aber brächte Milliarden in die
> Staatskasse.
Das funktioniert leider nicht, den es gibt definitiv einige Länder die da nicht mitmachen und dann würden diese Finanztransaktionen eben noch mehr dorthin verschoben und wir würden kein Geld mehr einnehmen, sondern weniger.
>
> Eine Höchstgrenze für die staatliche Rente von vielleicht 5000 € im Monat
> (so ähnlich wie in der Schweiz), eine leichte Absenkung der
> Beamtenpensionen.
Das ist definitiv eine Interessante Idee. Der Staat ist aber ja ohnehin dabei sich aus der rente zurück zu ziehen und man braucht immer mehr private Vorsorge. Da kommt sowieso nocjh eion großes Problem an Altersarmut auf uns zu, da viele keine finanziellen möglichkeiten für eine rechtzeitige private Vorsorge haben oder einfach sich nicht genügen darum bemühen.
>
> Das sind doch ein paar konkrete Ansatzpunkte :)
Yep
Basta schrieb:
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> Ich denke den armen in
> Deutschland geht es immer noch besser als in nahe zu allen anderen Ländern.
> So schlim können unsere Politiker also nicht sein.
Du hast recht aber deine Schlussfolgerung (letzter Satz) halte ich für falsch. Nur nebenbei: Auf Arte gab es mal einen Vergleich zwischen Hartz4 und dem entsprechenden französischen Pendant. Hartz4 liegt finanziell niedriger. Natürlich geht es den deutschen Arbeitslosen im Weltvergleich relativ gut. Aber das Leben in Deutschland ist eben auch teuer und wir sind ein reiches Land.
Man muss sehen, dass vieles was in diesem Land noch funktioniert und sozial ausgewogen ist auf politischen Beschlüssen aus vergangenen Tagen beruht. Wenn wir mit dem Bau dieses Staates erst mit der Politik der letzten ~10 Jahre angefangen hätten, sähe vieles ganz anders aus. So ein Erfolgsmodell wie unser Grundgesetz würde die Politik heute nicht mehr hinkriegen.
Am meisten Sorgen machen mir auch die immer mehr öffnende Schere zwischen arm und reich, fehlende Arbeitsplätze und die gigantischen Staatsschulden.
Fido schrieb:
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> Basta schrieb:
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> > Ich denke den armen in
> > Deutschland geht es immer noch besser als in nahe zu allen anderen
> Ländern.
> > So schlim können unsere Politiker also nicht sein.
>
> Du hast recht aber deine Schlussfolgerung (letzter Satz) halte ich für
> falsch. Nur nebenbei: Auf Arte gab es mal einen Vergleich zwischen Hartz4
> und dem entsprechenden französischen Pendant. Hartz4 liegt finanziell
> niedriger. Natürlich geht es den deutschen Arbeitslosen im Weltvergleich
> relativ gut. Aber das Leben in Deutschland ist eben auch teuer und wir sind
> ein reiches Land.
> Man muss sehen, dass vieles was in diesem Land noch funktioniert und sozial
> ausgewogen ist auf politischen Beschlüssen aus vergangenen Tagen beruht.
> Wenn wir mit dem Bau dieses Staates erst mit der Politik der letzten ~10
> Jahre angefangen hätten, sähe vieles ganz anders aus. So ein Erfolgsmodell
> wie unser Grundgesetz würde die Politik heute nicht mehr hinkriegen.
>
> Am meisten Sorgen machen mir auch die immer mehr öffnende Schere zwischen
> arm und reich, fehlende Arbeitsplätze und die gigantischen Staatsschulden.
Unsere Politer sind sicher verbesserungswürdig, aber wenn wir Dein Beispiel mit der Staatsverschuldung nehemen - in nahezu allen anderen Länder sieht es da noch schlimmer aus. Und wenn ich so an die Bilder von den Unruhen in frankreich denke, habe ich zweifel dass es dort besser läuft.
Wie gesagt, nichts is wirklich optimal aber wir sind näher daran als fast alle anderen Länder.
Das Problem mit der Schere zwischen Arm und reich finde ich auch besorgniserregend - wie sieht es den damit eigentlich bei unseren Nachbarn aus?
Das Problem mit den Arbeitsplätzen wird sich vermutlich wegen der Demografischen-Entwicklung von alleine besser, es gibt ja jetzt schon in einigen Branchen Mangel an Leuten. Wichtig ist nur, dass die Leute eine gute Ausbildung haben und da klappt einiges in uinserem Bildungssystem nicht.
Und es wird wohl verstärkt altersarmut geben, wenn mal die Generation in rente geht die nicht mehr viel vom Staat bekommt und nicht genügend selbst vorgesorgt hat/konnte.
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