Weil sie, wie die meisten Männer, das Problem nicht verstanden hat, welches den Grund konstituiert, aus dem Frauenquoten überhaupt nur erforderlich sind.
Aber das gehört halt auch nicht zu den Kernkompetenzen einer Person, die die deutsche Niederlassung eines multinationalen Großkonzerns führen soll, ob Mann oder Frau. Die ist nur für den Profit, den Profit und nochmal den Profit zuständig, und nicht dafür, dass gesellschaftlich wünschenswerte Entwicklungen, die sich in der Wirtschaftswelt abspielen müssten, ausgerechnet in ihrem Unternehmen stattfinden.
Nochmal zur Erläuterung für Techniker und Technokraten mit unterentwickelten gesellschaftlich-sozialen Fähigkeiten und Kenntnissen: Eine Frauenquote dient NICHT dazu, einfach mal per Dekret ein geeignetes zahlenmäßiges Verhältnis herzustellen, um dann sagen zu können, es sei ein Geschlechtergleichgewicht hergestellt. Eine Frauenquote dient dazu, den Frauenanteil so lange künstlich zu erhöhen, bis sich über den dadurch erzielten größeren Einfluss von Frauen langfristig ein Klima entwickelt, das ein wirkliches Gleichgewicht darstellt und Frauenquoten DANN überflüssig macht.
Solange es eine STRUKTURELLE Benachteiligung von Frauen in bestimmten gesellschaftlichen Bereichen gibt, und die gibt es nach wie vor in vielen Bereichen, solange müssten Frauen dort eigentlich REGELMÄSSIG EXPLIZIT BEVORZUGT werden, bis die strukturelle Benachteiligung überwunden ist.
Cheers,
d. d.
Und wenn man niedriger qualifizierte Frauen einstellt um die Quote zu erfüllen wird es langfristig besser? Ich unterstelle den Frauen nicht, dass sie alle niedriger qualifiziert sind. Im Gegenteil. Ich bin auch Techniker und arbeite mit einigen technisch versierten Frauen zusammen und diese sind alle kompetent und qualifiziert und ich schätze sie sehr. Aber man muss einfach erkennen, dass es in gewissen Branchen nicht so viele qualifizierte Frauen gibt wie Männer. In anderen Branchen ist das wieder umgekehrt. Was bringt mir in einem technischen Beruf die soziale Kompetenz einer Frau wenn sie von Technik keine Ahnung hat. Das bringt auch langfristig nichts. Gegebene Unterschiede zwischen den Geschlechtern sollten nicht durch Zwangsmaßnahmen ausgeglichen werden. Das bringt keinem etwas. Gleichstellung dort wo es möglich ist bzw. Sinn macht und Akzeptanz der Verschiedenheit, wenn keine sinnvolle Gleichstellung in Aussicht ist.
ich halte frauenquoten generell für populistischen schwachsinn.
in der wirtschaftswelt soll qualifikation zählen und nicht geschlecht. wenn eine frau bevorzugt wird weil sie besser im sinne von geeigneter für eine stelle ist, ist das nur gut und recht. wenn aber stellen mit frauen besetzt werden müssen, obwohl es weitaus qualifiziertere männer für selbe stelle gäbe, ist das schwachsinnig.
und um es mal beim namen zu nennen, die frauen die ich bisher im arbeitsumfeld kennengelernt habe waren in der regel immer weitaus weniger produktiv als die männer, sobald es mehr als 1 frau auf einmal war. bei mehreren kam immer der "hühnerfaktor" ins spiel und es wurde mehr getratscht als gearbeitet. tolles betriebskilma, aber inner entwicklung muss man sich auch mal konzentrieren können und dabei ist die neuste schuhmode nicht förderlich.
> ...
> Nochmal zur Erläuterung für Techniker und Technokraten mit
> unterentwickelten gesellschaftlich-sozialen Fähigkeiten und Kenntnissen:
> Eine Frauenquote dient NICHT dazu, einfach mal per Dekret ein geeignetes
> zahlenmäßiges Verhältnis herzustellen, um dann sagen zu können, es sei ein
> Geschlechtergleichgewicht hergestellt. Eine Frauenquote dient dazu, den
> Frauenanteil so lange künstlich zu erhöhen, bis sich über den dadurch
> erzielten größeren Einfluss von Frauen langfristig ein Klima entwickelt,
> das ein wirkliches Gleichgewicht darstellt und Frauenquoten DANN
> überflüssig macht.
Die meisten werden das das genauso verstanden haben. Nur der Sinn dieses leeren Gefasels bleibt uns Unterentwickelten immernoch unerschlossen.
Aber dafür gibt es ja dich, den achso großen Meister.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.06.11 12:59 durch _4ubi_.
So ein Blödsinn habe ich auch schon lange nicht mehr gehört. Peter Bauer (CEO von Infineon) hat das bei einem Interview mal schön formuliert:
siehe http://www.golem.de/1104/82858.html
Wenn du im entferntesten eine Ahnung davon hättest wie hoch Frauenquoten unter Absolventen eines ingenieurswissenschaftlichen Studiums liegen, dann würdest du nicht so einen Unfug faseln. Ich habe wie Herr Bauer ebenfalls Elektrotechnik studiert und am Schluss gab es unter den 60 Absolventen eben nur 2 Frauen -> 3,3%. Nun kannst du nicht in Positionen in denen Elektroingenieure gefragt sind eine Frauenquote von 5% und mehr ansetzen, weil das weder realistisch noch vernünftig ist.
Ich habe überhaupt nichts gegen Frauen in technischen Berufen, im Gegenteil, ich schätze Frauen sehr, welche diesen doch zugegebenermaßen schwierigen Weg (Männerdomäne) gehen und erfolgreich meistern. Nur habe ich etwas gegen blinden Aktionismus...
Es kämpfen ja auch keine Männer darum dass mehr Männer einen besseren Zugang zu frauentypischen Berufen haben oder etwa sogar um eine Quote!? Wäre genauso Blödsinn. Jeder soll das machen wofür er sich berufen fühlt und es soll kein Geschlecht für einen bestimmten Beruf bevorzugt behandelt werden.
Ausserdem: Als Frau würde ich allein schon aus dem Grund gegen diesen Schwachsinn protestieren wenn ich folgende Passagen in Stellenausschreibungen lese:
"Bei gleicher Qualifikation werden Frauen und Behinderte bevorzugt..."
hans_wurst schrieb:
> Ausserdem: Als Frau würde ich allein schon aus dem Grund gegen diesen
> Schwachsinn protestieren wenn ich folgende Passagen in
> Stellenausschreibungen lese:
> "Bei gleicher Qualifikation werden Frauen und Behinderte bevorzugt..."
Naja... is ja aber in mancher Hinsicht nicht unbedingt falsch, oder?
... wenn ich da an so geschichten wie das einparken denke... und dann an die Beulen an meiner stoßstange die meine Frau so verursacht hat...
*SCNR*
> Weil sie, wie die meisten Männer, das Problem nicht verstanden hat, welches
> den Grund konstituiert,
*klingel* – Entschuldigung, mein Bullshit-Detektor ist gerade angesprungen. Das tut er bei gewissen Signalwörtern, z.B. „konstituieren“.
> aus dem Frauenquoten überhaupt nur erforderlich
> sind.
Sind sie nicht.
> Aber das gehört halt auch nicht zu den Kernkompetenzen einer Person, die
> die deutsche Niederlassung eines multinationalen Großkonzerns führen soll,
> ob Mann oder Frau. Die ist nur für den Profit, den Profit und nochmal den
> Profit zuständig, und nicht dafür, dass gesellschaftlich wünschenswerte
> Entwicklungen, die sich in der Wirtschaftswelt abspielen müssten,
> ausgerechnet in ihrem Unternehmen stattfinden.
Halten wir fest: In der Wirtschaft geht es um Profit, den Profit und nochmal den Profit. In diversen Bereichen der Wirtschaft sind wenig Frauen zu finden. Warum also werden dort nicht mehr Frauen eingestellt? Entweder schmälern sie den Profit oder es gibt sie schlicht nicht.
> Nochmal zur Erläuterung für Techniker und Technokraten mit
> unterentwickelten gesellschaftlich-sozialen Fähigkeiten und Kenntnissen:
Techniker sind für ihre Fähigkeit zur Logik bekannt. Was falsch ist, wird gnadenlos kritisiert. Das ist bei Sozialwissenschaftlern und anderen Schwurblern allerdings ganz anders. Da diese meist keine gesellschaftlich sinnvolle Funktion erfüllen, schwafeln sie sich einfach eine herbei.
> Eine Frauenquote dient NICHT dazu, einfach mal per Dekret ein geeignetes
> zahlenmäßiges Verhältnis herzustellen, um dann sagen zu können, es sei ein
> Geschlechtergleichgewicht hergestellt.
Nein, natürlich nicht. Eine Frauenquote dient zu gar nichts, außer dazu, denen, die sie fordern, eine politische Existenzberechtigung zu geben.
> Eine Frauenquote dient dazu, den
> Frauenanteil so lange künstlich zu erhöhen, bis sich über den dadurch
> erzielten größeren Einfluss von Frauen langfristig ein Klima entwickelt,
> das ein wirkliches Gleichgewicht darstellt und Frauenquoten DANN
> überflüssig macht.
Frauenquoten sind auch jetzt schon überflüssig.
> Solange es eine STRUKTURELLE Benachteiligung von Frauen in bestimmten
> gesellschaftlichen Bereichen gibt, und die gibt es nach wie vor in vielen
> Bereichen, solange müssten Frauen dort eigentlich REGELMÄSSIG EXPLIZIT
> BEVORZUGT werden, bis die strukturelle Benachteiligung überwunden ist.
Wie sieht denn diese strukturelle Benachteiligung aus? Was hindert denn Frauen daran, Informatik zu studieren und in die IT-Welt zu gehen? Oder noch besser: Was hindert denn Frauen daran, sich in der Wikipedia zu beteiligen, wo sie ebenfalls unterrepräsentiert sind?
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.
GodsBoss schrieb:
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> Halten wir fest: In der Wirtschaft geht es um Profit, den Profit und
> nochmal den Profit. In diversen Bereichen der Wirtschaft sind wenig Frauen
> zu finden. Warum also werden dort nicht mehr Frauen eingestellt? Entweder
> schmälern sie den Profit oder es gibt sie schlicht nicht.
Du setzt voraus, daß die Jungs sich immer absolut rational verhalten und gleichzeitig über vollkommene Informationen verfügen. Das sind zwar zwei wichtige Bausteine der gängigen Markttheorien, aber mit der Realität schlecht zu vereinbaren.
Ich habe es schon erlebt, daß wirklich gute Leute kaltgestellt wurden, was den Profit selbstverständlich nicht erhöht hat.
Ebenso kann ich mir durchaus vorstellen, daß männliche, ältere Manager eben keine Frauen "neben" sich haben möchten.
> Das ist bei Sozialwissenschaftlern und anderen
> Schwurblern allerdings ganz anders. Da diese meist keine gesellschaftlich
> sinnvolle Funktion erfüllen, schwafeln sie sich einfach eine herbei.
Diesen Bullshit lasse ich einfach mal so stehen, er spricht für sich. ;-) Immerhin hast Du "meist" und nicht "immer" geschrieben.
> Wie sieht denn diese strukturelle Benachteiligung aus?
Frauen kriegen im Schnitt erheblich weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Und komm mir bloß nicht mit der Nummer, das wäre nur so, weil sie weniger leisten würden. Das solltest Du dann auch belegen können.
> Was hindert denn Frauen daran, Informatik zu studieren und in die IT-Welt zu
> gehen?
Was hindert Frauen daran, z.B. Ingenieure zu werden? Ich kenne einige. Die hatten alle das Problem, daß sie von ihren männlichen Kollegen erstmal schlankweg für unfähig gehalten wurden. Komm mir nicht mit "die sind doch alle ganz objektiv". Das ist (fast) niemand. Diese Damen durften und dürfen härter arbeiten, um für voll genommen zu werden, als ihre Kollegen. Das kann einen schon ein wenig stören, das spricht sich rum und das könnte natürlich ein wenig abschreckend wirken.
Davon abgesehen betone ich nochmals: ich halte eine Frauenquote trotzdem für den falschen Weg, insbesondere, wenn die Politiker ihre Griffel im Spiel haben.
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