...ist schon geplant das Geld an die faulen zocker abzugeben. Als wenn die etablierte Automobilindustrie nicht gezeigt hätte, was da alles mit sich bringt. Die Wachstumsrate gibt dann die Börse und nicht die Nachfrage an. Statt sich mit dem dann erzielten Gewinn zu finanzieren, lieber das Geld an Aktionäre ausschütten und mit Krediten alles zwischenfinanzieren.
Ernst gemeinte Frage: Warum finanzieren sich große Unternehmen nicht mehr aus Eigenkapital, bzw. warum gehen alle den Weg an die Pörse?
Ich sehe da nämlich keine Vorteile für ein Unternehmen. So macht man sich entweder abhängig oder man möchte selber ganz nach oben, mit an den Tisch der Bilderberger geladen werden um über den Pöbel zu entscheiden.
alles für die dividende!
alles für den aktionär!
traurigTraurig schrieb:
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> Ernst gemeinte Frage: Warum finanzieren sich große Unternehmen nicht mehr
> aus Eigenkapital, bzw. warum gehen alle den Weg an die Pörse?
>
Weil heutztage alles schnell gehen muss, schnell muss viel Geld her, schnell muss es wieder weg. Das es danach aber nur noch darum geht, die Aktionäre zufrieden zu stellen verdrengen die Firmen glaub ich schnell wieder.
-> Wie die Aktionäre sind nich zufrieden, es läuft doch im Moment super... Naja, entlassen wir halt n paar hundert Leute, dann stimmt die Dividende wieder <-
Traurige Welt, was ist bloß aus dem Unternehmertum geworden...
Die Ausgabe von Aktien IST die Beschaffung von Eigenkapital. Die Alternative dazu wäre, noch mehr Fremdkapital in Form von Krediten zu beschaffen.
Vorteil der Aktien: Eine Dividende schüttet das Unternehmen nur dann an die Aktionäre aus, wenn die dafür erforderlichen Geldmittel erwirtschaftet wurden. Bleiben die Gewinne aus, gibts halt keine Dividende und die Aktionäre gehen leer aus.
Bei einer Finanzierung über Fremdkapital (Kredite) würde Tesla unabhängig von der wirtschaftlichen Situation Zinsen an den Kapitalgeber abführen müssen, denn den Kreditgeber interessiert es nicht, ob Tesla gerade Gewinn erwirtschaftet oder nicht. Die Zinszahlung ist fester Bestandteil des Kreditvertrages, genau wie bei mir und dir, wenn wir uns Geld von der Bank leihen.
Das Konstrukt der Aktiengesellschaft wurde im Industriezeitalter genau für solche Zwecke erfunden, nämlich um große Geldmengen für große Projekte einzusammeln, die ansonsten praktisch für niemanden zu wuppen wären. Das "aus dem Boden stampfen" eines Automobilkonzerns wäre da m.E. ein lehrbuchreifes Beispiel.
Der Nachtflieger
Börse = Eigenkapital
Um sich auf großen Märkten durchzusetzen, ist eine gewisse Marktdurchdringung nötig, welche nur durch vorherige Investitionen erreicht werden kann. Getreu dem Motto "Wer nix hat, kommt zu nix." und "Wer eh schon hat, bekommt noch mehr." kann man zwar von Anfang an kleine Brötchen backen und nie groß werden, oder gleich in größeren Dimensionen denken.
Ob das Eigenkapital nun direkt von Investoren kommt oder durch die Börse von Investoren gesammelt wird, ist finanziell gesehen zweitrangig. Problematisch ist es jedoch aus unternehmensethischer Hinsicht, da die fehlende Kontrolle über die Investoren und den freien Handel mit Anteilen das Risiko eingegangen wird, die Kontrolle des Unternehmens an sog. Heuschrecken zu verlieren, wodurch die ursprünglichen Unternehmensziele oft in den Hintergrund rücken und ersetzt werden durch das alleinige Ziel "Erhöhung des Shareholder Value".
Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin
traurigTraurig schrieb:
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> Ernst gemeinte Frage: Warum finanzieren sich große Unternehmen nicht mehr
> aus Eigenkapital, bzw. warum gehen alle den Weg an die Pörse?
>
> Ich sehe da nämlich keine Vorteile für ein Unternehmen. So macht man sich
> entweder abhängig oder man möchte selber ganz nach oben, mit an den Tisch
> der Bilderberger geladen werden um über den Pöbel zu entscheiden.
...das böse kapitalistische Unternehmen will sich Eigenkapital beschaffen. Wie böse!
Mit solchen Typen muss man dann über die Überlegenheit des Sozialismus reden. Keinen Plan haben, aber allen anderen die Welt erklären.
TheNightflight schrieb:
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> Vorteil der Aktien: Eine Dividende schüttet das Unternehmen nur dann an die
> Aktionäre aus, wenn die dafür erforderlichen Geldmittel erwirtschaftet
> wurden. Bleiben die Gewinne aus, gibts halt keine Dividende und die
> Aktionäre gehen leer aus.
Wo genau ist der Vorteil? Nur darin, dass die Aktionäre die Knete haben, die Firmen früher als Rücklage für schlechte Zeiten oder z.B. Forschung hatten. Naja, dafür gibt es ja Kredite und für schlechte Zeiten den Staat. Ich kotze immer noch über Audi, die während sie Kurzarbeitergeld kassierten den höchsten Gewinn aller Zeiten im Vorjahr angaben.
> Bei einer Finanzierung über Fremdkapital (Kredite) würde Tesla unabhängig
> von der wirtschaftlichen Situation Zinsen an den Kapitalgeber abführen
> müssen, denn den Kreditgeber interessiert es nicht, ob Tesla gerade Gewinn
> erwirtschaftet oder nicht. Die Zinszahlung ist fester Bestandteil des
> Kreditvertrages, genau wie bei mir und dir, wenn wir uns Geld von der Bank
> leihen.
Genau, wozu Zinsen zahlen, wenn man in schlechten Zeiten die Aktie gegen Wert null bringen und die Knete der Aktionäre verzocken kann. Ist ja dann nicht das Geld derjeniegen die die Karre in den Dreck gefahren haben!
> Das Konstrukt der Aktiengesellschaft wurde im Industriezeitalter genau für
> solche Zwecke erfunden, nämlich um große Geldmengen für große Projekte
> einzusammeln, die ansonsten praktisch für niemanden zu wuppen wären. Das
> "aus dem Boden stampfen" eines Automobilkonzerns wäre da m.E. ein
> lehrbuchreifes Beispiel.
>
> Der Nachtflieger
Erzähl das mal den Leuten, deren Geld dann weg ist. Wenn das Konzept stimmt, bekommt man das auch über Kredite "gewuppt".
dasbinich schrieb:
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> traurigTraurig schrieb:
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> > Ernst gemeinte Frage: Warum finanzieren sich große Unternehmen nicht
> mehr
> > aus Eigenkapital, bzw. warum gehen alle den Weg an die Pörse?
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> > Ich sehe da nämlich keine Vorteile für ein Unternehmen. So macht man
> sich
> > entweder abhängig oder man möchte selber ganz nach oben, mit an den
> Tisch
> > der Bilderberger geladen werden um über den Pöbel zu entscheiden.
>
> ...das böse kapitalistische Unternehmen will sich Eigenkapital beschaffen.
> Wie böse!
>
> Mit solchen Typen muss man dann über die Überlegenheit des Sozialismus
> reden. Keinen Plan haben, aber allen anderen die Welt erklären.
Autsch! Geh Du mal weiter zocken und lass klar denkende Menschen in Frieden und vor allem hör auf mit Parolen aus den 70ern!
Der Staat hat in der 1ten 2ten dritten T-ComTranche "seine" Anteile an mehr oder weniger schlaue Aktionäre verkauft... .
Die Startup-Firmen-Subventionierer ähm. business angels ähm namen vergessen wollen auch mal Geld sehen. Die "schieben" da Unternhmen an, und wenn es läuft, verkaufen sie.
Siehe google usw.
Das Problem der Wirtschaft sind nicht kapitalisten und z.B. Pensionsfonds oder Lebensversicherungen als Anteils-Eigner. Sondern managerismus ist die wahre Krankheit der Menschheit. Manager bei Firmen, politiker sind das Managertum des Volkes.
Manager wirtschaften sich nur in die Taschen.
Oder die neue Markt-Abzocker die ihre überteuerten Aktien Rentner abgezockt haben.
dergenervte schrieb:
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> TheNightflight schrieb:
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> > Vorteil der Aktien: Eine Dividende schüttet das Unternehmen nur dann an
> die
> > Aktionäre aus, wenn die dafür erforderlichen Geldmittel erwirtschaftet
> > wurden. Bleiben die Gewinne aus, gibts halt keine Dividende und die
> > Aktionäre gehen leer aus.
>
> Wo genau ist der Vorteil? Nur darin, dass die Aktionäre die Knete haben,
> die Firmen früher als Rücklage für schlechte Zeiten oder z.B. Forschung
> hatten. Naja, dafür gibt es ja Kredite und für schlechte Zeiten den Staat.
> Ich kotze immer noch über Audi, die während sie Kurzarbeitergeld kassierten
> den höchsten Gewinn aller Zeiten im Vorjahr angaben.
>
Wenn das Unternehmen in guten Zeiten keine Rücklagen für schlechte Zeiten bildet, dann hat das absolut nichts mit der Gesellschaftsform (Kapitalgesellschaft vs. Personengesellschaft) zu tun, sondern mit schlechtem Management.
> > Bei einer Finanzierung über Fremdkapital (Kredite) würde Tesla
> unabhängig
> > von der wirtschaftlichen Situation Zinsen an den Kapitalgeber abführen
> > müssen, denn den Kreditgeber interessiert es nicht, ob Tesla gerade
> Gewinn
> > erwirtschaftet oder nicht. Die Zinszahlung ist fester Bestandteil des
> > Kreditvertrages, genau wie bei mir und dir, wenn wir uns Geld von der
> Bank
> > leihen.
>
> Genau, wozu Zinsen zahlen, wenn man in schlechten Zeiten die Aktie gegen
> Wert null bringen und die Knete der Aktionäre verzocken kann. Ist ja dann
> nicht das Geld derjeniegen die die Karre in den Dreck gefahren haben!
>
> > Das Konstrukt der Aktiengesellschaft wurde im Industriezeitalter genau
> für
> > solche Zwecke erfunden, nämlich um große Geldmengen für große Projekte
> > einzusammeln, die ansonsten praktisch für niemanden zu wuppen wären. Das
> > "aus dem Boden stampfen" eines Automobilkonzerns wäre da m.E. ein
> > lehrbuchreifes Beispiel.
> >
> > Der Nachtflieger
>
> Erzähl das mal den Leuten, deren Geld dann weg ist. Wenn das Konzept
> stimmt, bekommt man das auch über Kredite "gewuppt".
Was du glaub ich nicht verstehst oder nicht verstehen willst: Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Unternehmen sich Geld am Kapitalmarkt zu beschaffen, aber keine davon ist "gut" oder "böse". Jede Form hat ihre Vor- und ihre Nachteile und hat überhaupt nichts damit zu tun, ob nun Mitarbeiter entlassen werden und/oder eine Firma den Bach runtergeht. Daran sind nicht die Aktien oder die Kredite schuld, sondern diejenigen, die sich für die eine oder andere (und ggf. falsche/nachteilige) Form entschieden haben. Und wenn sich die Autos von Tesla nicht verkaufen, geht der Laden pleiten - egal ob nun mit Krediten oder mit Aktien finanziert.
TheNightflight schrieb:
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>... Und wenn sich die Autos von Tesla nicht verkaufen, geht der Laden
> pleiten - egal ob nun mit Krediten oder mit Aktien finanziert.
Richtig erkannt, aber bei einem Kredit haften die Inhaber, bei einer AG an der Börse schauen die Anleger dumm drein und die Verantwortlichen machen sich aus dem Staub! Das scheinst DU nicht zu kapieren! Die "Stiftungen" der Haffas gehören beschlagnahmt ebenso wie das zu seiner Frau transferierte Geld des Hr. Schmid usw. usf.!
Für mich dürften Unternehmen die noch nie eine schwarze Zahl geschrieben haben garnicht an die Börse! Und da dürfte Tesla auch dazu zählen. Demnächst werden die asiatischen Elektroautos wie Pilze aus dem Boden wachsen und mit besserer Batterietechnologie hunderte andere Autobauer, da Elektroautos wesentlich einfacher zu konstruieren sind. Ich würde Tesla keinen Cent für ihre Aktien geben.
dergenervte schrieb:
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> TheNightflight schrieb:
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> >... Und wenn sich die Autos von Tesla nicht verkaufen, geht der Laden
> > pleiten - egal ob nun mit Krediten oder mit Aktien finanziert.
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> Richtig erkannt, aber bei einem Kredit haften die Inhaber, bei einer AG an
> der Börse schauen die Anleger dumm drein und die Verantwortlichen machen
> sich aus dem Staub! Das scheinst DU nicht zu kapieren! Die "Stiftungen" der [...]
Was Sie offensichlich nicht begriffen haben, nicht begreifen wollen oder nicht begreifen können ist, dass die Inhaber und Aktionäre (Anleger) bei einer AG identisch sind!
immernochich schrieb:
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> dergenervte schrieb:
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> > TheNightflight schrieb:
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> > >... Und wenn sich die Autos von Tesla nicht verkaufen, geht der Laden
> > > pleiten - egal ob nun mit Krediten oder mit Aktien finanziert.
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> > Richtig erkannt, aber bei einem Kredit haften die Inhaber, bei einer AG
> an
> > der Börse schauen die Anleger dumm drein und die Verantwortlichen machen
> > sich aus dem Staub! Das scheinst DU nicht zu kapieren! Die "Stiftungen"
> der [...]
>
> Was Sie offensichlich nicht begriffen haben, nicht begreifen wollen oder
> nicht begreifen können ist, dass die Inhaber und Aktionäre (Anleger) bei
> einer AG identisch sind!
Sind sie nicht, denn die armen Schweine die für das Fest zahlen haben in den meisten Fällen nicht viel zu melden, sprich kein Stimmrecht!
Was denn jetzt? Wer sind die "armen Schweine" ohne Stimmrecht? Die Aktionäre haben i.d.R. ein Stimmrecht, es sei denn, es ist ausdrücklich etwas anderes vereinbart. Natürlich kann jede AG - durch welche Gründe auch immer - Konkurs gehen. Die Aktien sind dann nichts mehr Wert, ja, das ist das unternehmerische Risiko des Aktionärs, denn er wird (wie bereits vorher richtig angemerkt wurde) durch den Erwerb von Aktien zum Miteigentümer. Mit all den Vorteilen und Nachteilen die daran hängen. Da jedoch nicht jeder Aktionär Zeit und Lust hat, persönlich an den Hauptversammlungen teilzunehmen, wird das Stimmrecht i.d.R. an die Haus- bzw. Depotbank abgetreten.
Es steht aber jedem Aktionär frei, sein Stimmrecht auf der Hauptversammlung selbst wahrzunehmen.
Das die Mitarbeiter die Leidtragenden sind, wenn ein Unternehmen nur noch die kurzfristige Gewinnmaximierung als einziges Ziel verfolgt, darin stimme ich überein, und das ist ein großes Problem unserer Zeit. Nur hat das nichts damit zu tun, ob sich ein Unternehmen über Aktien oder Kredite finanziert. Und darum ging es hier ursprünglich, oder nicht?
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